21.11.2009 14:19 | Meine Presse Merkliste0

WTO-Chef: "Kapitalismus ist ein sehr, sehr ungerechtes System"

07.01.2009 | 12:19 |   (DiePresse.com)

"Alle Versuche, den Kapitalismus grundlegend zu verändern, sind gescheitert", sagt Pascal Lamy, Chef der Welthandels-Organisation. Eine Neuordnung der Weltwirtschaft werde Jahre dauern, so Lamy.

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Die Neuordnung des Weltwirtschaftssystems wird nach Einschätzung des Chefs der Welthandelsorganisation WTO mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die aktuelle Krise sei durch "ein Loch in der internationalen Regulierung" mitverursacht worden, sagte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy am Mittwoch in Paris im Sender France Inter. Eine wirksame Regulierung zu schaffen, werde "fünf bis sechs Jahre" brauchen. Kurzfristig könnten die Regierungen deshalb nur mit Konjunkturprogrammen gegen die Krise kämpfen.

Am Donnerstag und Freitag beraten Wirtschaftsexperten und Regierungsvertreter auf der Konferenz "Neue Welt, neuer Kapitalismus" in Paris über die Konsequenzen der Finanz- und Wirtschaftskrise. An dem durch den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und den britischen Ex-Premierminister Tony Blair geleiteten Treffen nimmt auch Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teil.

"Sehr, sehr ungerechtes System"

Der Kapitalismus habe sich als "sehr, sehr ungerechtes System" erwiesen, sagte Lamy. Auch wenn es bisher keine glaubwürdige Alternative zum Kapitalismus gebe, heiße das nicht, dass nicht weiter nach einer gesucht werden müsse. "Man muss realistisch sein. Alle Versuche, ihn grundlegend zu verändern, sind gescheitert", sagte Lamy, der Frankreichs Sozialistischer Partei angehört. Es bleibe deshalb vorerst nur, "ihn zu verbessern, zu korrigieren und ihn zu meistern". Dies könne angesichts eines "globalisierten Kapitalismus" nur durch ein weltweit abgestimmtes Vorgehen erfolgen.

(Ag.)

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9 Kommentare
Gast: raivo pommer
08.01.2009 16:42
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Zusammenarbeit

Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner Estlands. Die Tendenz ist steigend. Da in Deutschland jeder 3. Arbeitsplatz vom Export abhängig ist, soll an dieser Stelle ein Überblick über die Handelsmöglichkeiten mit Estland gegeben werden.

Mit der Deutsch-Baltischen Handelskammer hat die deutsche Wirtschaft eine unmittelbare Ansprechpartnerin in Estland. Die Bundesagentur für Außenwirtschaft ist ein weiterer Partner. Das Wirtschaftsreferat der Deutschen Botschaft in Tallinn arbeitet eng mit beiden Institutionen zusammen.

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Wie wird man Chef der WTO?

Karriere

1969 trat er der Parti Socialiste bei.

(erste Zeile wikipedia.org)

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Wie wird man Chef der WTO?

Karriere

1969 trat er der Parti Socialiste bei.

(erste Zeile wikipedia.org)

Gast: Beobachter
08.01.2009 12:07
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WTO: Ein Instrument der Bilderberger-Elite

WTO ist ein Anti-Freihandelsinstrument. Freihandel soll wie jedes Geschaefft in bilateralen Ein-Paragraph-Vertraegen vereinbart werden: Du nimmst keinen Zoll und ich nehme keinen Zoll. Du erkennst meine Produktregeln an fuer Deine Importe, und ich erkenne Deine Produktregeln an fuer meine Importe.
Die WTO mit ihrem Multilateralismus ist nur ein Handelsbeschraenkungsinstrument, das von den (der) Lobbys gesteuert wurd. Und Lamy... eine knallharter Marxist von der uebelsten Sorte.

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darf ich lachen?

die WTO ist die Organisation deren Ziel die Verbreitung des Kapitalismus in der ganzen Welt ist, und dabei höchst erfolgreich zu Werke geht. Und dann geht der WTO Vorsitzende her und sagt sowas - gespaltene Persönlichkeit?

Gast: Neoliberal
07.01.2009 19:29
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Ja sehr ungerecht

nur wer hat ein GERECHTES System versprochen? Es funktioniert, und damit B A S T A.

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ja klar

es funktioniert so gut, dass jetzt alle laut nach dem Staat schreien....

hw
08.01.2009 14:16
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Re: ja klar

naja, was kassiert der staat an kaptialertragsteuern 25% vom gewinn. bis zu 50% vom einkommen.
das sowas zur verarmung führt liegt auf der hand.
und das sind nur die steuern!

hw
07.01.2009 16:37
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nein

"..Der Kapitalismus habe sich als "sehr, sehr ungerechtes System" erwiesen.."

ist er nicht, würden nicht die staaten den arbeitenden und schaffenden geld wegnehmen, und dort hinverteilen wo nichts geschieht. somit ist nämlich ausgeschlossen, dass eben schaffende sich selbst zu "wohlstand" verhelfen. dieses system der "ausbeutung" hat nichts mit kapitalismus zutun! dies geschieht zwischenstaatlich und innerstaatlich.
z.b. wird arbeit progressiv, kapital linear besteuert und das gerade in sozialistischen willen.
genau deswegen kann der arbeitende den kapitalisten monetär nie näher kommen, wie man leicht nachrechnen kann.

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