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US-Pornoindustrie will fünf Milliarden Dollar vom Staat

08.01.2009 | 12:59 |   (DiePresse.com)

Amerikas sexueller Appetit müsse wieder aufgefrischt werden, weshalb der "Hustler" und "Girls Go Wild" den US-Kongress um fünf Milliarden Dollar Finanzhilfe bitten wollen.

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Nach Banken und Autofirmen fordert jetzt auch die US-Pornoindustrie staatliche Finanzhilfen. Daher wollen Larry Flynt, Herausgeber des "Hustler"-Pornomagazins, und der Chef der Firma "Girls Go Wild", Joe Francis, den Kongress um Finanzspritzen von fünf Milliarden Dollar (3,7 Mrd. Euro) für die Branche bitten.

"Es ist Zeit für den Kongress, den sexuellen Appetit Amerikas wieder aufzufrischen. Der einzige Weg dahin ist die Unterstützung der Pornoindustrie - und zwar rasch", meinte Flynt im TV-Sender CNN.

Zu depressiv für sexuelle Aktivität

Angesichts der Wirtschaftskrise seien die Amerikaner zu depressiv, um sexuell aktiv zu sein, erläuterte Flynt. Außerdem sei die Pornoindustrie genauso von der Krise betroffen wie alle anderen Branchen, etwa die Autohersteller und Banken, die bereits staatliche Hilfe erhalten haben. Daher solle die Regierung in Washington "aktiv das Überleben und das Wachstum der (Porno-)Industrie unterstützen."

Zugleich räumten Flynt und Francis ein, dass ihre Branche nicht finanziell gefährdet sei - es gehe vielmehr um das "Bedürfnis einer Nation".

 

 

(Ag.)

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23 Kommentare
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Die Konkurrenz schläft mit jügeren;-)


Nicht der Euro ist schuld,

sondern die geänderten Rahmenbedingungen.

Pornos waren früher schwerer zu beschaffen, die Shops hatten Quasi-Monopole, den Kunden war Diskretion wichtiger als der Preis.

Mit dem Internet gibt es neue Vertriebswege, die ausreichend diskret sind und das Angebot wesentlich erweitern - externe Barrieren, wie zB die Sprache der Filmchen, sind bei Pornos bekanntlich nur wenig relevant.

Damit wird die Pornoindustrie von der "elektronischen Revolution" noch stärker getroffen, als der Rest der "Content-Industrie".

Wie jener fällt den Akteuren offensichtlich nicht viel mehr als verstärktes Raunzen ein.
Was solls...
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Ich brauche auch dringend eine Finanzspritze


Gast: cosima
02.02.2009 19:28
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ist halt so im wirklichen Leben

ach du arme Dolly, jetzt ist es auch bis zu dir durchgedrungen, das man aus gutem Sex nicht 10.000x guten Sex machen kann.....

Gast: Lilo Anderson
02.02.2009 16:37
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Ihr lieben "Liebenden"!

Ach Gottchen, meine Kontaktlinsen sind mir grad wieder verrutscht, aber ich glaube dennoch nicht, daß ich mich täusche:

Die WIRKLICHE Krise besteht wohl darin, daß man die Erzeugung und Verbreitung von Pornographie als "Erotikbranche" bezeichnet, gelegentlich sogar als "Industrie", obwohl es nichts von alledem ist. Und die dabei Beteiligten wähnen sich gar als "Arbeiter", die Ärmsten!

Früher sprach man wenigstens noch verschämt von "Kunsthefterln", das war doch wesentlich ehrlicher: "Kunst ma net an Schülling leichn?"

Womit Porno also genau wieder dort gelandet ist, wo's eigentlich hingehört. Der Krise sei Dank! Bussibussi...

Gast: kärntnerbua
02.02.2009 13:29
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für mehr private filmchen

passt schon so, das proletariat ringt die industrie nieder.

manche industrien haben halt keine daseinsberechtigung.

Gast: pay4less
02.02.2009 11:29
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Arme Produzenten...

Wie ich das sehe nutzt jetzt auch diese Branche die "Wirtschaftskrise" aus, um an Geld zu kommen. Neben Banken, Autoherstellern und diversen anderen Unternehmen lebt dieser Teil jetzt auch auf der Tasche der Steuerzahler. Am besten keine Videos anschauen sondern selbst aktiv werden. Kranke Gesellschaft... das ist der Untergang!

Re: Arme Produzenten...

Ja und für das selbst aktiv werden gibt es auch Geld, wenn sich daraus ein "Produkt" ergibt.

Gast: A.D.
09.01.2009 04:46
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Bloßstellung

Kaum etwas demonstriert die Absurdität der Regierungsaktivitäten (Unmengen von Geld ohne nennenswerte Auflagen in gerade jene Branchen zu stopfen die im Moment am lautesten schreit) hübscher. Denn wenn man schon mal angefangen hat: Mit welchem Argument verweigert man der Branche X Finanzhilfe, wenn man sie bereits den Banken, den Immobilienfirmen, der Autoindustrie, usw erteilt hat? Arbeitsplätze hängen in jeder von denen drin.

Gast: ...
08.01.2009 20:11
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Warum nicht?

ist wie andere gesponserte Wirtschaftszweige ja auch nur einer unter vielen, der Millionen Umsatz macht und Steuern zahlt, wenn nicht sogar mehr als andere. Und wenn von Moral geschrieben wird ob Politiker, Manager, Kirche oder Pornoindustrie die einen stehen den anderen sicher um nichts nach. Entschuldigung: die einen stehen wenigstens dazu ;)

Gast: Hulk
08.01.2009 19:46
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Der Lobbyist vergaß zu erwähnen,

daß diese Industrie bis in die letzten Winkel der Erde exportiert, was wohl keine andere US-Branche schafft. Selbst Boykottländer wie Iran oder Nordkorea sind Top-Abnehmer.

Gast: ökono-mist
08.01.2009 18:49
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Ein tolles Krisenrezept: Unlustvermeidung durch staatlich subventionierten Lustgewinn...


An sich krisenfeste Branchen wollen also staatliche Hilfsgelder zum Versaufen und Verhuren?

Während in unseren Breiten streng katholische Familienverbände alle Hände voll damit zu tun haben, zu verhindern, daß die Überbezüge an staatlichen Familiengeldern (die sich die Allerfrömmsten der Frommen durch ihre Keuschheit redlich verdient zu haben glaubten...) wieder an den Staat abgestottert werden müssen...

P. S.: Wenn man sieht, wie sich nun (einst) stolze Wirtschaftsgiganten - für ein paar Euro vom Staat - prostituieren, wundert einen eigentlich gar nichts mehr, was da so an skurrilen Inkasso-Ideen herumgeistert!


Förderung des Breitbandinternets wichtiger

So ganz ganz unrecht hat Larry Flint nicht, denn jede Kultur hat Fruchtbarkeitssymbole, die in Krisenzeiten erheitern und helfen. Obwohl Ausgaben für das Schnitzen und Herstellen von Fruchtbarkeitssymbolen am ersten Blick unnötig sind, überlebten eher jene Kulturen langfristig, die Fruchtbarkeitssymbole haben. Statistisch bewiesen ist, dass Männer Krankheiten eher überleben, wenn sie von schönen Krankenschwestern gepflegt werden. Schönheit heilt also sogar Krankheiten.

Nur was Larry Flint als Begründung für Förderungen (mehr Kinder wegen Porno) nennt ist schwachsinnig, denn gerade weil die Pornoindustrie z. B. aus der deutschen Frau und Mutter eine Playmate und Pornohure machte, gibt es so wenig Nachwuchs in Deutschland.

Wichtig ist aber nicht Überfluss von längst produzierter Medizin, sondern deren Verfügbarkeit für die Abnehmer zum Nulltarif und daher wäre es sinnvoller den Ausbau des Breitbandinternets zu fördern, wodruch diese für jeden gratis Verfügbar wird.

Re: Förderung des Breitbandinternets wichtiger

...in welchem direkten zusammenhang steht das eine mit dem anderen und wie kommen sie bitte von - wie flint sagt - "sexuellen bedürfnissen der nation" (als begründung für die vorgeschlagene förderung) zum thema geburtenrate ?!

kann es sein, dass sie gerade in einem ganz anderen film sind..?!!

mfg.

Re: Re: Förderung des Breitbandinternets wichtiger

Zitat: "Sehr ungesund für eine Nation"
Die Menschen seien einfach viel zu deprimiert für Sex. Daher sei jetzt der Kongress gefordert: Dieser müsse der Branche helfen, "und zwar schnell". "Das ist nämlich sehr ungesund für eine Nation - Amerikaner können zwar ohne Autos oder so etwas auskommen, aber eben nicht ohne Sex." Zitat Ende

Auf diesen Absatz von orf.at (http://orf.at/090108-33618/index.html) bezieht sich meine Aussage.

Diese Aussage ist inhaltlich falsch, da eben eine Nation sehr wohl ohne käuflichen Sex auskommt, den hier Larry Flint mit Beziehungssex gleichstellt.

Doch in Wahrheit führt Sex a la Pornoindustrie zu Vereinsamung und Zerstörung von Familien, da eben aus der Frau und Mutter, die mit einem Mann eine Familie typische Familie ergibt, eine Pornohure gemacht wird, die sich verkauft um statt Familie irgend einen Schnickschnack kaufen zu können, den man laut Larry Flint ja gar nicht braucht.

Diesen inneren Widerspruch kritisiere ich.

Gast: Gast
08.01.2009 18:46
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sicher keine Ente

die Pornoelite gehört zur Elite, die Köpfe der Menschen mit Schmutz verseuchen gehört zu einem wichtigen Volkserziehungsprogramm


Hä???

Ist das eine Ente? Ich mein, die können das nicht ernst meinen, oder?

Gast: Ludwig Ammer
08.01.2009 15:53
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Wenn

sich die Amerikaner zwei Brötchen nebeneinander auf den Tisch legen, können sie sich auch vorstellen, was sie zum männlichen Aufbau brauchen. Psychologisch betrachtet reicht das wirklich, was uns daran denken läßt, daß die gewerbliche Bäckerbranche immer noch schwer gegen die Industriebäcker ums Überleben kämpft. Soll doch gefördert werdem, wenn der kleine Bäcker Rosinensemmeln anbietet, die schön in der Mitte eine nippelgleiche Frucht präsentieren, dann ist das Anregung genug von der Frau. Ansonsten sollten die Kongressabgeordneten erst einmal über das antike Drama Lysistrata von Aristophanes (kein Arier! Also bitte nicht im aufgesetzten Nazireflex diesen Gedanken verweigern!) nachdenken, um den Zusammenhang zwischen Mindervögeln und Kriegsfalken zu verstehen. Für weibliche Stimulation bietet der französische Konditor die Petit Madeleines, wie sie als Tunke in Tee bei Marcel Proust so schön beschrieben sind: zu hart gebackene Sandkuchen in handlicher langgezogener (Jakobs-)Muschelform

Antworten Gast: Weitweg
08.01.2009 17:25
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Re: Wenn

aber der eine lieber 2 Wachauerlaberl hat, der andere aber dann doch eher durch Zuckermelonen beglückt wird, wird es teuer. Ich, persönlich, bevorzuge Bio-Vinschgerln (mit jeweils einer kleinen Olive oben drauf).

Ich sehe also keinen Grund, das nicht zu unterstützen.

Antworten Gast: Weitweg
08.01.2009 17:23
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Re: Wenn

aber der eine lieber 2 Wachauerlaberl hat, der andere aber dann doch eher durch Zuckermelonen beglückt wird, wird es teuer. Ich, persönlich, bevorzuge Bio-Vinschgerln (mit jeweils einer kleinen Olive oben drauf).

Ich sehe also keinen Grund, das nicht zu unterstützen.

Antworten Antworten Gast: Ludwig Ammer
09.01.2009 01:03
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Sie posten

auch gleich zwei Voluten...
Warum lassen Sie sich nicht einen großen geraden Kornspitz gleich im Bäckerladen von einer schönen Verkäuferin aushöhlen? Schauen sie, die Amerikaner bringen uns wieder in ganz komische Gedankenwelten. Müssen wir demnächst über die Moral bei der Verwendung von Brot diskutieren? Beim heiligen Bruder Konrad von Parzham: jetzt ist Schluß! Ich wollte die einhundertjährige Diskussion beenden, die von Marcel Proust angezettelt wurde. Jetzt essen Sie bitte nur noch Kreuzsemmeln und ja keine Schokobananen mehr. Wenn die USA jetzt schon einmal die Sache politisch kredenzt bekommen, sollten wir eher über ein internationales Kriminalisieren aller Pornographie und aller Prostitution reden. Das soll doch nicht ein Kampfthema von Islamisten sein dürfen, denn islamische sind in der Buchhandlung die besten Kunden von gerade noch frei erlaubten Sauereien also unehrlich in dieser Diskussion. Und die Weiber erst, was die unter dem Schleier für perverse Spielereien denken...

Bin schon dafür

allerdings will ich dafür neue Modelle...

DIE NÄCHSTE UNTERSTÜTZUNGSFORDERUNG KOMMT VON DER MAFIA.


Hobbyökonom