Nachdem die US-Traditionsbank Lehman Brothers unter der Führung von Richard Fuld Pleite ging, fürchtet der Manager offenbar, dass er auf Schadenersatz geklagt wird. Fuld drohen Zivilverfahren, in denen er mit seinem Privatvermögen haften könnte. Der Ex-Banker ist möglichen Forderungen nun zuvorgekommen: Er hat sein auf 14 Millionen Dollar geschätztes Anwesen in Hobe Sound (Florida) an seine eigene Frau Kathleen verkauft – zu einem Preis von 100 Dollar.
Zukünftig schärfere Regeln
Dass solche Aktionen in Zukunft nicht mehr so einfach durchzuführen sein werden, kündigte Medard Fuchsgruber, Geschäftsführer der gleichnamigen Wirtschaftsdetektei, an. Die Glaubwürdigkeit in der Finanzwelt wieder herzustellen könnte nur gelingen, „wenn die Verantwortlichen auch persönlich belangt werden.“ Deshalb sei bald mit schärferen Regeln für Bankmanager in Zusammenhang mit ihrem Privatvermögen zu rechnen. „Eine persönliche Haftung setzt natürlich auch eine persönliche Verfehlung voraus“, sagte Fuchsgruber. Im Falle Lehman würden bereits angestrengte Verfahren sowie Untersuchungen des US-Kongresses auf ein vorliegendes Fehlverhalten hinweisen.
(pte)
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