General Motors verpfändet Opel-Patente

06.03.2009 | 12:08 |   (DiePresse.com)

General Motors hat die Patente an das US-Finanzministerium abgegeben, um damit eine Sicherheit für die Staatshilfen zu bieten. Unterdessen will sich die Opel-Belegschaft am Unternehmen beteiligen.

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Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) ist nach Informationen der "Bild"-Zeitung nicht mehr im Besitz der Opel-Patente. GM habe die Patente als Sicherheiten an das US-Finanzministerium abgegeben, im Gegenzug habe das Unternehmen staatliche Hilfen in Millionenhöhe erhalten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Das gehe aus dem von Opel vorgelegten Rettungskonzept hervor.

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Unterdessen strebt die Opel-Belegschaft zusammen mit den Opel-Händlern eine Beteiligung am Unternehmen an. "Die Belegschaft ist ein wesentlicher Träger des Unternehmens und hat ein großes Interesse daran, dass es Opel gut geht", sagte der Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werkes Rainer Einenkel der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung". Deswegen sei die Beteiligung der Belegschaft am Unternehmen eine wichtige Forderung, über die man diskutieren müsse.

Händler-Verzicht auf Gewinnmargen

"Es geht darum, Kontrolle über das zu bekommen, was man produziert", sagte Einenkel. Vom Mutterkonzern GM gebe es gute Signale, dass eine solche Beteiligung Realität werden könne. Voraussetzung für eine Beteiligung von Beschäftigten und Händlern sei, dass Opel vom Mutterkonzern abgenabelt werde und GM nur noch eine Minderheitsbeteiligung habe, sagte Thomas Bieling, Sprecher des Verbandes der Opel-Händler.

Für die Händler sei ein teilweiser Verzicht auf Gewinnmargen vorstellbar, der dann kapitalisiert werden könne. Über einen Zeitraum von zwei Jahren könnten so 400 Millionen Euro zusammenkommen, mit denen man sich bei Opel einkaufen könnte. Die Belegschaft wiederum könne einen Verzicht auf Gehaltsbestandteile kapitalisieren. Bieling betonte dass es sich bei diesem Vorschlag bishernur um eine "Grundidee" handle, die noch abgestimmt werden müsse.

(APA)

 
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4 Kommentare
Gast: pour le merite
08.03.2009 12:21
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Zu erwähnen bliebe da noch,

dass der Chef der General Motors Finanzgesellschaft (GMAC), Jacob Ezra Merkin, offenbar sehr hohe Milliardenbeträge den Madoff-Systemen zugeschoben hat.

GMAC, mit Merkin an der Spitze, war auch der Hauptpartner von Gabriel Capital LP, eines Hedge Fonds.

Darüber hinaus leitete Merkin den Ariel-Fonds auf den Cyman-Inseln.

Merkin leitete, so die Vermutungen, die Gelder von General Motors und Opel über Madoff und andere an hebräische Schneeballsysteme weiter.

Deshalb die GM/Opel-Pleite.

Israel schwimmt derzeit im Geld, während die restliche Welt Pleite ist.

Und die BRD denkt über die "Rettung" von Opel nach, anstatt von Israel Wiedergutmachung zu verlangen.

Gast: Tiger
06.03.2009 12:54
0

Insolvenz beantragen

Die Leute müssen lernen, dass man schwarze Löcher nicht mit Steuergeld zustopfen kann.

Wenn ein Unternehmen missgewirtschaftet hat, muss man es auch untergehen lassen.

Wenn die Manager fahrlässig gehandelt haben und dadurch 1000de ihren Job verlieren, müssen diese haftbar gemacht werden.

Es kommt günstiger Arbeiter Arbeitslosengeld und Umschulungen zu zahlen, als ein marodes Unternehmen künstlich weiter zu führen. Wann kapieren das alle?

Gast: pour le merite
06.03.2009 12:46
0

Gut gemeint.

...aber viele Jahre zu spät.

GM und Opel werden wohl als erste ins Gras beissen.

Als Trost kann man anführen, daß auch andere demnächst folgen werden.

WINMAN
06.03.2009 10:07
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ein Tropfen auf dem heißen Stein

was sind schon 400Mio in 2 Jahren, wenn ganz aktuell 3,3Mrd. fehlen?

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