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Setschin: „Die Vereinigten Staaten haben nur noch zehn Jahre“

Rosneft-Chef Igor Setschin gilt als enger Vertrauter von Wladimir Putin.
Rosneft-Chef Igor Setschin gilt als enger Vertrauter von Wladimir Putin. / Bild: (c) Bloomberg 

Rosneft-Chef Igor Setschin gilt als zweitmächtigster Mann hinter Putin. Was er von der Opec, den USA und den Sanktionen hält, erzählt er im Interview mit der „Presse“.

 (Die Presse)

Die Presse: Sie gelten als zweitmächtigster Mann in Russland. Stimmt das Ranking?

Igor Setschin: Da kann ich nur lachen.


Warum soll es nicht stimmen?

Ich arbeite, wo ich arbeite. Rosneft ist der landesweit größte Steuerzahler. So gesehen verstehe ich die Verantwortung, die ich habe. Das ist schon nicht wenig.


Wie oft treffen Sie Kreml-Chef Putin?

Nur wenn es unbedingt nötig ist, sprich wenn es eine sehr wichtige Information zum Ölsektor oder zum Konzern zu übermitteln gibt, rufe ich in seinem Sekretariat an. Und wenn er es für nötig hält, ruft er vielleicht zurück. Aber das passiert nicht so oft.


Waren Sie in Moskaus Entscheidung über das Vorgehen in der Ukraine involviert?

Weder Rosneft noch ich. Überhaupt ist es lächerlich zu glauben, dass jemand Druck auf den Präsidenten ausüben könnte.


Ich meine eher so etwas wie Beratung.

Das scheint mir Nonsens zu sein. Schon Machiavelli hat gesagt, dass die Kraft der Macht im Geheimnis besteht.


Sie haben – als Kommissionschef für den russischen Energiesektor – vor dem gestrigen Opec-Treffen in Wien Konsultationen mit Venezuela, Mexiko und Saudiarabien durchgeführt. Warum?

Die Beratungen zwischen Opec-Mitgliedern und unabhängigen Produzenten fanden zum ersten Mal statt. Allein das hat große Bedeutung. Wir haben uns über den Zustand des Markts und über einige Pläne ausgetauscht. Und wir haben beschlossen, im Lauf des Jahres 2015 ein Monitoring über den Markt durchzuführen und uns mindestens ein Mal im Quartal zu treffen.


Der Markt hat gestern schon vor der Opec-Entscheidung, die Förderung nicht zu kürzen, keine Entscheidung erwartet.

Er scheint mir im Moment auch keine unerwarteten Aktionen zu brauchen.


Da die Opec nicht eingreift: Was heißt das für die Preisentwicklung?

Dass bislang nichts Außergewöhnliches vor sich geht. Man muss einsehen, dass die bestehenden Branchenstrukturen wie die Internationale Energieagentur oder das Sekretariat der Energiecharta und die Opec leider ihre Funktion nicht erfüllt haben. Ich meine, künftig aussichtsreich sind nicht Kartellorganisationen, sondern ist die Schaffung eines Rats für den Markt, wobei Ölproduzenten wie auch -konsumenten und Regulatoren involviert sein müssten. Schon seit fünf Monaten fällt der Ölpreis. Ich glaube, alle Marktteilnehmer werden fundamentale und situative Faktoren dafür ausmachen.


Die fundamentalen sind welche?

Ein gewisses Überangebot. Auch haben die USA aufgehört, den Dollarkurs zu stützen. Ein dritter Faktor betrifft den regionalen US-Markt, und zwar die Förderung von Shale-Öl. Diese Förderung wird steigen. Aber praktisch alle Experten sind sich einig, dass von 2017 bis 2025 der Plafond erreicht ist. Nach 2025 wird die Förderung sinken, und zwar wegen der Ressourcenbasis, soweit sie uns heute bekannt ist. Im Moment verstärkt die US-Förderung den Preisverfall, künftig wird die rückläufige Produktion den Preis treiben.


Bis dahin aber sind noch zehn Jahre Zeit.

Es sind nur noch zehn Jahre für die USA. Also kann man über die Manipulation nachdenken, die mit dem Wissen über die Beschränktheit der Ressourcenbasis zu tun hat.


Könnte der Ölpreis kurzfristig auf 60 Dollar fallen, wie prognostiziert wird?

Wir erwarten, dass es einen Preisverfall bis 60 Dollar und darunter geben kann – aber im Verlauf des ersten Halbjahrs. Rosneft hat genug Elastizität und Vorrat, der Preis von 60 Dollar passt uns also auch. Natürlich müssen wir dann teure Projekt schieben.


Wie viele Projekte würden für Rosneft unrentabel werden?

Wir sollten mit einer Bezifferung warten, bis es so weit ist. Es bedeutet ja nicht, dass der Markt billiges Öl im nötigen Volumen erhält. Es werden einfach Fördervolumina der Firmen mit schwierigen Ressourcen gekürzt.


Sind wir in einer Phase, in der traditionelle Systeme wie die Opec keine Ergebnisse mehr zeitigen?

Es sollen alle so tun, wie sie es für richtig halten. Wenn es ihnen so gefällt, gut, möge Gott sie schützen. Die Opec war eine effiziente Struktur und zeigte Effizienz. Vielleicht wird sie auch wieder eine zeigen.


Aber jetzt zeigt sie jedenfalls keine, oder?

Die Frage ist, wer welche Interessen hat. Z. B. werden Sanktionen gegen russische Öl- und Gasfirmen eingeführt. Wozu? Meine Annahme: um ein Konkurrenzmilieu zu schaffen, und etwa russische Konzerne aus dem asiatischen Raum, wo der Konsum steigt, zu drängen. Verstehen Sie, der Mensch denkt, Gott lenkt. Es könnte sein, dass Sie und ich etwas einfach nicht wissen.


Ich jedenfalls weiß, dass Sie ein Anhänger von Verschwörungstheorien sind.

Nun, nein, das ist ein weiterer Mythos.


Es gibt die Theorie, dass Saudiarabien den Ölpreisverfall zulässt, weil man Russland schaden will.

Saudiarabien unternimmt nichts gegen Russland.


Haben Sie beim Treffen mit Saudiarabien erfahren, welches Motiv hinter deren Preispolitik steht?

Wir haben das nicht diskutiert. Übrigens: Krisen schaffen zusätzliche Möglichkeiten. Manche Unternehmen werden einen tiefen Ölpreis nicht lange aushalten. Die Krise wird zur Neuaufteilung des Markts führen. Und wegen der unkonventionellen Förderung in den USA stehen wir an der Schwelle zu einer großen Neuaufteilung.


Am Dienstag kam die Information heraus, dass Rosneft die Tagesförderung um 25.000 Fass kürzt. Den Markt kann diese Menge nicht beeinflussen.

Das hat ja nicht mit Entscheidungen der Opec zu tun. Wir erhöhen einfach die Effizienz. Wenn der Preis niedrig sein wird, werden in Russland manche Projekte nicht umgesetzt werden. Russlands Potenzial, die Förderung bei einem niedrigen Ölpreis zu senken, sind 200.000–300.000 Fass pro Tag.


Was schmerzt mehr: das Sanktionsverbot auf den Import von Technologie oder der beschränkte Zugang zum Finanzmarkt?

Auf wen werden die Sanktionen überhaupt mehr Einfluss haben? In Deutschland hängen an die 300.000 Arbeitsplätze an der Produktion von Anlagen für den Export nach Russland. Die Übertragung der Sanktionen von der Politik- auf die Unternehmensebene ist ein großer Fehler. Wie Napoleon sagte: Ein Fehler ist schlimmer als ein Verbrechen. Es ist kontraproduktiv, diese sinnlosen Sanktionen fortzuführen. Man muss an den Verhandlungstisch.


Was bedeutet es für Sie selbst, dass Sie nicht in die USA einreisen dürfen?

Das nehme ich mir natürlich sehr zu Herzen. Aber ich habe in den USA weder Vermögen noch Konten. Freunde habe ich dort sehr wohl.

Zur Person

Von seinen Gegnern wird er Darth Vader genannt. Kein Zweiter in Russland hat in den vergangenen zehn Jahren für mehr Aufsehen auf dem russischen Energiesektor gesorgt als Igor Setschin (54). Er gilt als Mastermind der Zerschlagung des Ölkonzerns Yukos, der dann großteils im staatlichen Konzern Rosneft aufging. Seither diktiert er die Regeln auf dem russischen Ölsektor. Mit Putin ist der studierte Romanist seit den Neunzigerjahren bekannt. Später wurde er Vizeleiter der Präsidialadministration und Vizepremier. Unter ihm wurde die staatliche Rosneft, der er heute vorsteht, zum größten Ölkonzern in Russland. Er fördert heute etwa fünf Prozent des weltweiten Bedarfs. 2014 wurde Setschin auf die US-Sanktionsliste gesetzt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.11.2014)

 
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102 Kommentare
 
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Lästerzunge
28.11.2014 21:44
3

Daten-Rosinenpickerei

retired, der Größenvergleich bei den BIPs ist unbestritten (die Frage ist "nur", was das für den aktuellen Machtkampf bedeutet).
Ad Staatssschulden: die USA haben eine Verschuldung von 264 Prozent ihres BIP (Government und Private exkl. Banken), die Eurozone 257 % und Russland 43 %. (Report "Deleveraging? What deleveraging?")
Einfach zum Nachschauen ;-)

Antworten Sochard
29.11.2014 08:33
1

Re: Daten-Rosinenpickerei

Die Interpretation ist einfach, wer nichts hat kann auch keine Schulden machen.

Russland ist außerdem extrem abhängig vom westlichen Kapital und vom Ölpreis wie man deutlich am Verfall des Rubels erkennt, der hat alleine im November 14% gegenüber dem Euro an Wert verloren!

Antworten Antworten perserteppich
29.11.2014 10:59
1

Re: Re: Daten-Rosinenpickerei

derzeit sind alle Staaten der Welt abhängig vom wstlichen Finanzsystem und damit vom Dollar und der Ölpreis hat schon immer eine westliche Rolle für alle Staaten gespielt-das ist nun echt nix Neues.. Zur Abwertung des Rubels - natürlich hat das auch etwas mit dem Einbruch des Ölpreises zu tun- abr dahinetr steht natürlich auch der Untrschied der Inflationsraten zwischen Russland und USA und EU auf der anderen Seite- irgendwann muss das korrigiert werden. Man muss sich entscheiden was man will. Japan und EU versuchen krampfhaft über Geldschwemme die Währungen abzuwerten und die Inflation anzuheizen -erfolglos. Russland hat von beiden derzeit etwas zu viel-da sollte man nicht allzu kurzfristig analysieren.jedenfalls retten Sie damit ihr Budget und ihre Handelsbilanz !! Das westliche Finanzsystem wird gerade mürbe geschossen.platzen darf es NOCH nicht weil die BRICS noch viel Dollars in Reserve haben- aber die Alternativen und die Verwendung dieser Dollarsreserven(= Abbau) ist im vollen Gang. Wir sind schon mitten drinnen im dritten Weltkrieg-nur der wird halt anders geführt. Wichtig ist jetzt-welche Visionen und Strategien hat man und wie erfolgreich setzt man sie um.BRICS scheint bei beiden sehr gut unterwegs zu sein. USA hat natürlich das klare Ziel die alleinige Weltherrschaft zu verteidigen-aber an der Strategie happert es. Die EU hat gar nichts-weder Vision noch sichtbare Strategie

Antworten Antworten Lästerzunge
29.11.2014 08:50
0

Re: Re: Daten-Rosinenpickerei

Nun, ich glaube das Gegenteil. Russland ist nicht so abhängig vom westlichen Kapital, weil es nur wenige Kredite in Dollars zurückzahlen bzw. überwälzen muss. Der Rubelverfall sorgt dafür, dass die Ölerlöse in Rubel nicht weniger werden (aber sie verteuern die Importe aus dem Dollarraum, natürlich!).

Antworten retired
29.11.2014 00:18
0

Russland musste heuer 5x einen Anleihenverkauf abbrechen,


weil es keinen Kredit mehr zu akzeptablen Konditionen bekommt. Für zehnjährige Staatsanleihen würden fast zehn Prozent Zinsen fällig. Zum Vergleich: Österreich zahlt knapp über ein Prozent.

http://www.bloomberg.com/news/2014-08-19/russia-pulls-fifth-ruble-bond-auction-as-borrowing-costs-climb.html


Antworten Antworten perserteppich
29.11.2014 11:02
0

Re: Russland musste heuer 5x einen Anleihenverkauf abbrechen,

Jetzt hat er es noch immer nicht kapiert "kopfschüttel" dabei hab ich es ihm schon x mal erklärt. das waren Anlihen in Rubel zu 10% verzinst - natürlich war das nur immer ein Test- natürlich hat das nimand gekauft- eine Rubelabwertung war ja voraiszusehn (Unterschied zwischen Inflationsraten und Wechselkursen zwischen Russland und andren Währungen) Denk doch mal ein bisserl nach !!

Antworten retired
29.11.2014 00:04
1

Apple-Eigner könnten den gesamten Aktienmarkt von Russland schlucken ...


und ein iPhone 6 Plus für jeden Russen oben drauflegen. Kein Witz: Würden die Aktionäre von Apple ihre Anteile verkaufen, dann könnten sie alle in Russland an der Börse gehandelten Unternehmen aufkaufen und hätten noch genügend Kleingeld übrig, um jedem Russen ein iPhone 6 Plus zu kaufen.

http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/international/4595128/BorseIrrsinn_AppleEigner-konnten-den-gesamten-Aktienmarkt-von?_vl_backlink=/home/index.do

Antworten Antworten hedisi
29.11.2014 18:02
0

Re: Apple-Eigner könnten den gesamten Aktienmarkt von Russland schlucken ...

1980 konnten die Japaner alles schlucken, wie heute Apple.

Der Japanische Telekomkonzern NTT Docomo war mehr wert, als der ganze Deutsche, Italienische und noch ein? Aktienmarkt.
Mit dem Grundstück, auf dem der Kaiserpalast in Tokio steht, konnte man ganz Kalifornien kaufen.
Das sind alles nur Zahlen, die lediglich den Wahnsinn unseres Geldsystems ausdrücken.

Ja, was passierte mit Japan? der Nikkei stürzte von 40000 auf 7000 und die Grundstückspreise um rund 80%.

Apple ist bestimmt eine gute Firma, aber in einigen Jahren wird es einen neuen Sieger geben.(the winner takes it all)


Antworten Antworten perserteppich
29.11.2014 11:05
0

Re: Apple-Eigner könnten den gesamten Aktienmarkt von Russland schlucken ...

so ein blöder Vergleich ...der russische Aktinmarkt ist halt schmal--weil viele Riesenunternehmen halt vrstaatlicht sind und auch viele in London und New York plaziert sind - was sich gerade ändert. da muss sich eher die Londoner Börse fürchten.

retired
28.11.2014 15:38
4

Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...


ist eine Vielzahl von Datenanalysen und Fachwissen erforderlich - daran arbeiten 100e von Analysten.

Versuchen wir es kurz: Russland befindet sich im Wirtschaftskrieg mit den USA und der EU:

BIP 2013: EU - 17.266 Mrd. US$, USA - 16.724 Mrd. US$, Russland - 2.117 Mrd. US$, Italien - 2.068

Das ist also vergleichbar mit: Italien kämpft wirtschaftlich gegen die USA und die EU gleichzeitig und allein.

Russlands einzige Stärke sind die Rohstoffe, die aber derzeit nur die EU abnimmt, aus diesen Einnahmen finanzieren sie die Hälfte (50%) ihres Budgets (für Pensionen, Militär, Infrastruktur, etc.) - Ölpreis & Gaspreis verfallen derzeit.

Eingewendet wird fallweise, dass sie keine Staatsschulden hätten - das ist falsch!

Natürlich dämmert es den westlichen Banken langsam, dass Russland nie die ca. 800 Mrd US$ Schulden seiner Staatsbetriebe zurückzahlen wird können. Das ist auch mit den 380 Mrd US$ Devisenreserven unmöglich. Bei uns nannte man das „Schuldenauslagerung“ aus dem Budget.

Bereits jetzt steht Russland mit dem Rücken an der (chinesischen) Wand - und hat folgerichtig den Traum von der "Eroberung Neurusslands" gestoppt. Es herrscht Waffenstillstand!

Nachdem es Jahrzehnte dauern wird, das Vertrauen der Investoren in Russland wieder herzustellen, wird Russland demnächst total in die Abhängigkeit Chinas geraten - das ist aber sein "natürlicher Feind" - in der Dynamik haushoch überlegen.

China - 8.939 Mrd. US$, Russland - 2.117 Mrd. US$

Antworten Monte Rosa
29.11.2014 09:10
1

Re: Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...

Lieber retired!

Sie erinnern mich an die kommunistischen Propagandalügen vor dem Fall des eisernen Vorhangs. Alle Fakten wurde ins Gegenteil verkehrt. Sie machen exakt das Gleiche. Nicht Russland befindet sich im Wirtschaftskrieg mit den USA, sondern die USA (und als Schosshund die EU) führen einen solchen gegen Russland. Ich bin kein bezahlter Lakaie, weder von den USA nach von Russland (vermutlich ganz im Gegensatz zu Ihnen). Ich folge nur meinen eigenen Beobachtungen und Überlegungen.

Und ob Russland sich je von der "Eroberung Neurusslands" geträumt, steht einzig und allein in ihrem Propagandakatalog. Mir ist nur bekannt, dass die USA-geführte NATO mit allen Mitteln versucht, den Raketenabwehrschirm an die Grenze zu Russland zu verschieben und Russland einzukesseln....nach Ihrer Logik also eine ganz klare Aggression Russlands.

Wenn neue Fakten auftauchen, bin ich gerne bereit, meine Eischätzung zu ändern.

Antworten Antworten Muster 1
29.11.2014 22:14
0

Re: Re: Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...

"Ich bin kein bezahlter Lakaie, weder von den USA nach von Russland (vermutlich ganz im Gegensatz zu Ihnen). Ich folge nur meinen eigenen Beobachtungen und Überlegungen."

Interessant, dass du Menschen mit einer konträren Meinung zu deiner automatisch zu Lakaien irgend eines Systems erklärst, während deine Meinung auf eigene Beobachtungen und Überlegungen basieren soll.

Worauf basieren denn deine Folgerungen? Gibt es da Quellen?

Was mich auch interessieren würde: Warum erniedrigt sich ein ausgewiesener Experte für Politik und Wirtschaft wie du und postet in einem Forum von Unwissenden, anstatt sein profundes Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen und die Welt zu retten?

Antworten Antworten Antworten Monte Rosa
30.11.2014 17:29
0

Re: Re: Re: Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...

Mit Verlaub Euer Ehren. Ich habe mich an den gebetsmühlenartig wiederholten Standardargumenten von "retired" gestossen.

Im Übrigen erwarte ich von "retired" nur nachvollziehbare Fakten (z.B. Quellen). Wenn solche (endlich) kommen, bin ich gerne bereit diese zu prüfen und allenfalls meine Meinung total zu ändern. Jedesmal wenn ich danach frage, kommen nur Angriffe. Auch Sie spielen dieses Game. Wo sind denn Ihre Fakten und Quellen? Und warum antworten Sie und nicht "retired"?

Antworten perserteppich
29.11.2014 00:28
0

Re: Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...

wenn man dann die Daten auch noch richtig erfasst,-interpretiert und versteht---ja dann---lieber retired ...:-))

Antworten Lobeshymne
28.11.2014 20:08
2

Re: Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...

Besser kann man das Problem von Russland in aller Kürze nicht beschreiben!

Danke, retired!

Antworten DvBe
28.11.2014 16:27
5

Re: Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...

"Eingewendet wird fallweise, dass sie keine Staatsschulden hätten - das ist falsch!" Das ist NICHR falsch, nur Sie wollen es einfach nicht zur Kenntnis nehmen weil nicht in Ihr kruses Bild passend. Weiters können Sie mehr als 90 % des US BIPs vergessen, das ist warme Luft in Form von DKT sprich Finanz Geld. Ein Horror sind die ECHTEN Arbeitslosenzahlen der Amis. Das Land ist FORMAL bankrotter als Griechenland und wird lediglich - noch - durch den $ gestützt. Dafür muss Amerika Kriege anzetteln wie zuletzt in der Ukraine und keineswegs die Russische Föderation. Hitler hat sich unter ähnlichen Bedingungen, wie sie die Amis heute haben, in den 2. Weltkrieg "gerettet". Übrigens: Mit wessen Technologie kommen die Kosmonauten und Astronauten heute zur ISS. Die privaten Raumballesterer der USA scheinen ja auch nicht das Gelbe vom Ei erfunden zu haben. Um Russland brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Mich macht besorgt, dass die EU immer mehr in der Bedeutungslosigkeit versinkt und wir dummerweise mit drinnen hängen.

Antworten Antworten Muster 1
29.11.2014 22:21
0

Re: Re: Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...

"...nicht in Ihr kruses Bild passend"

Den Ausdruck "krude" kenne ich, bei kruse fällt mir auf die Schnelle nur die Schauspielerin namens Anja Kruse ein, wobei ich nicht wüsste was die mit deinem Gefasel zu tun haben soll.

Was die Kriege anbelangt - den Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine ging also von den USA aus? Interessante Sicht der Dinge.

Antworten Antworten Sochard
29.11.2014 08:40
0

Re: Re: Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...

95% allen Geldes ist Buch oder Giralgeld, nur 5% gibt es physikalisch, egal ob in Dollar oder Euro.


Antworten Antworten retired
28.11.2014 20:48
2

Beschäftigungsrekord in den USA ...


Mit 145 Millionen Erwerbstätigen 2014 sind in den USA so viele Menschen in Beschäftigung wie nie zuvor - und erstmals auch wieder mehr als beim bisher letzten Höchststand im Frühjahr 2008. Zumindest der amerikanische Arbeitsmarkt hat damit die Krise hinter sich gelassen und schließt wieder dort an, wo er vor dem Zusammenbruch von 2008 aufgehört hatte: Den 8,7 Millionen durch die Krise vernichteten Jobs stehen 8,8 Millionen neu geschaffene gegenüber.

Europa wäre froh, wenn es wenigstens eine Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent wie in den USA auszuweisen hätte. Denn diesseits des Atlantiks waren im April mit 11,7 Prozent für die Eurozone fast doppelt so viele Menschen arbeitslos wie in den USA, und außer Österreich, Deutschland und Luxemburg melden alle Staaten höhere Quoten als die USA. Und Europa ist noch weit davon entfernt, den Beschäftigtenstand aus der Zeit vor der Krise wieder zu erreichen.

Antworten Antworten Antworten Sochard
29.11.2014 08:54
0

Re: Beschäftigungsrekord in den USA etwas relativiert ..

Die Beschäftigungszahlen in der USA beruhen 11 Monate auf Schätzungen des Wirtschaftswachstum die werden hochgerechnet auf den Arbeitsmarkt werden.

Die 145 Mil. betreffen übrigens nur die Industrie, der Rest wird dem Agrarsektor zurechnet.

Ich glaube es ist der Februar, wo die tatsächlichen Zahlen ermittelt und die 11 vorherigen Werte statistisch korrigiert werden. In den letzten 10 Jahren gab es daher auch immer eine eklatante negative Abweichungen, d.h. die Annahmen waren immer zu positiv.

Zusätzlich sollte man bedenken, dass in den US Arbeitnehmer die mehr als 6 Monate (?) arbeitslos sind als unvermittelbar gelten und aus der Statistik fallen. die 145 Mil.

Der beste Indikator, weil laufend aktuell, ist die Zahl der Bezieher der Lebensmittelkarten. Leider gilt hier das gleiche das man nach einer gewissen Zeit das Bezugsrecht verliert ....

Antworten Antworten Antworten perserteppich
29.11.2014 00:37
0

Re: Beschäftigungsrekord in den USA ...

und das ist jetzt schlicht und einfach völlig falsch - DIE LABOUR FORCE PARTICIPATION RATE IST IN DEN LETZTEN 10 jahren im freien Fall in den USA- von 67% auf 63% Das ist ein Absturz pur !!-Sie scheinen wirklich keine Ahnung von volkswirtschaftlichen Daten zu habn

Antworten Antworten retired
28.11.2014 20:43
1

Beschäftigungsrekord in den USA ...


Mit 145 Millionen Erwerbstätigen 2014 sind in den USA so viele Menschen in Beschäftigung wie nie zuvor - und erstmals auch wieder mehr als beim bisher letzten Höchststand im Frühjahr 2008. Zumindest der amerikanische Arbeitsmarkt hat damit die Krise hinter sich gelassen und schließt wieder dort an, wo er vor dem Zusammenbruch von 2008 aufgehört hatte: Den 8,7 Millionen durch die Krise vernichteten Jobs stehen 8,8 Millionen neu geschaffene gegenüber.

Europa wäre froh, wenn es wenigstens eine Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent wie in den USA auszuweisen hätte. Denn diesseits des Atlantiks waren im April mit 11,7 Prozent für die Eurozone fast doppelt so viele Menschen arbeitslos wie in den USA, und außer Österreich, Deutschland und Luxemburg melden alle Staaten höhere Quoten als die USA. Und Europa ist noch weit davon entfernt, den Beschäftigtenstand aus der Zeit vor der Krise wieder zu erreichen.

Antworten Antworten Antworten perserteppich
29.11.2014 00:42
0

Re: Beschäftigungsrekord in den USA ...

Quatsch immer mehr US BürgeerInnen melden sich gar nicht mehr als arbeitssuchend-wil es eh keine Arbeitslosenunterstützung in Realität gibt -vom labour force potential sind nur mehr 63% aktiv -vor 10 jahren waren es noch 67% -und vom einbrechenden Lebensstandandard der massen reden wir bessr gar nicht---sagt Ihnen die Stadt Detroit twas ? sagt Ihnen Lebensmittelmarken in den USA etwas? Entwerdr sie sind ein reiner Propagandaposter? -oder Sie schreiben nur simpel vorgegbene propagandapostings ab? -oder Sie habn wirklich null Ahnung

Antworten Antworten Lobeshymne
28.11.2014 20:12
2

Re: Re: Um einen Wirtschaftskrieg zu führen und die Auswirkungen einzuschätzen ...

Ich verstehe nicht warum sie sich so aufregen.

Wir warten einfach 10 Jahre ab und werden dann sehen wo die USA steht und wo Russland steht!

Oberlehrer
28.11.2014 14:51
6

3 Sachen:

1. Die Überschrift des Berichts ist vollkommen aus dem Kontext gerissen - Gratulation an den Verfasser des Berichtes.

2. Er ist also der Oberoligarch und Obermafiosi, gleich an der Seite von Putin.

3. Diese Systeme der Gewalt, also alle Diktaturen, haben allesamt eine Ablaufzeit - die Diktatur in Russland wird irgendwann ein Ende haben, genauso wie das Regime in Nordkorea.

Antworten Muster 1
28.11.2014 16:02
1

Re: 3 Sachen:

ad 1.) Die Überschrift steht in engem Bezug zu Textpassagen im Artikel stehen.

ad 2.) Vielleicht solltest du kurz die Textpassage am Ende des Artikels ("Zur Person") lesen, dann sparst du dir zukünftig Fragen, deren Antworten ohnehin schon zu lesen sind.


 
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