Im Bieterkampf um den angeschlagenen Autobauer Opel gibt es möglicherweise einen weiteren ernstzunehmenden Interessenten. Dies bestätigte der deutsche Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Dienstag in Berlin. Es handle sich um einen chinesischen Interessenten, sagte Guttenberg, ohne genauere Angaben zu machen.
Guttenberg machte auch deutlich, dass neben dem italienischen Autobauer Fiat und dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna auch der US-Investor Ripplewood weiter im Rennen sei. Bei dem chinesischen Interessenten handelt es sich nach Angaben der Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland" sowie nach Angaben aus Regierungskreisen um den Autohersteller Beijing Automotive Corp (BAIC).
Trennung von Opel und GM unterschriftsreif
Unterdessen ist die Trennung von Opel und dem Mutterkonzern nach Aussage des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz unterschriftsreif. Er habe das Dokument selbst gesehen, "das sieht sehr gut aus und läuft alles in die richtige Richtung", sagte Franz am Dienstagabend im "heute journal" des ZDF. Wichtig sei, dass die Hängepartie bei Opel beendet und schnell ein neuer Investor gefunden werde.
Franz bekräftigte zudem, dass der Betriebsrat vom Konzept kanadischen Autozulieferers Magna überzeugt sei. Man habe es mit einem technologisch hochinnovativen Konzern zu tun, sagte der Betriebsratsvorsitzende und verwies insbesondere auf mögliche Kooperationen beim Bau von Elektrofahrzeugen. Zudem erhalte man über die russische Sberbank, mit der Magna das Angebot vorgelegt hat, einen sehr guten Zugang zu den Wachstumsmärkten in Russland.
(APA)
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