Weltweit ist der Umsatz mit Fairtrade-Produkten - trotz Wirtschaftskrise - im Jahresabstand um 22 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro gestiegen, in Österreich wurde ein Plus von 25 Prozent auf rund 65 Mio. Euro verzeichnet, teilte Fairtrade-Österreich. Überdurchschnittliche Zuwachsraten wurden in Schweden (+75 Prozent), Norwegen (+73 Prozent) sowie Australien und Neuseeland (+72 Prozent) erzielt.
Die hohen Zuwächse in diesen Ländern seien auf mehrere Faktoren zurückzuführen, hieß es bei Fairtade-Österreich. Einerseits seien manche Märkte erst im Aufbau und andererseits konnten auch neue Lizenzpartner gewonnen werden.
Tee und Baumwolle
Die höchsten Umsatzsteigerungen wurden bei Tee (+112 Prozent) und Baumwolle (+94 Prozent) verzeichnet. Kaffee und Bananen legten ebenfalls zu - die verkauften Mengen stiegen um 14 beziehungsweise 28 Prozent.
Im Handel erhältlich sind die fair produzierten Waren seit 1988. Damals wurde in den Niederlanden der erste Fairtrade-Kaffee aus Mexiko verkauft. In Österreich wurde die Marke 1993 eingeführt.
Aufgrund der weltweiten Nachfrage bieten nun auch große Konzerne Produkte mit dem Fairtrade-Siegel an. Im Schokoladebereich hat etwa der britische Hersteller Cadbury vor kurzem einen Teil der Produktion auf Fairtrade umgestellt. In Österreich verwendet der steirische Schoko-Produzent Josef Zotter Fairtrade-Rohstoffe.
(APA)

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