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Skylink-Debakel: Strafanzeige erstattet

10.07.2009 | 08:43 |   (DiePresse.com)

Bei der Staatsanwaltschaft in Korneuburg ist eine anonyme Anzeige wegen Untreue gegen die amtierenden Flughafen-Vorstandsmitglieder eingegangen.

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Das millionenteure Chaos beim Skylink-Bau am Flughafen Wien wird nun auch ein Fall für die Justiz. Vor einigen Tagen bereits ist bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg eine anonyme Strafanzeige eingegangen, der die ersten Ermittlungsschritte folgen, berichtet der Standard.

Ermittelt wird dem Blatt zufolge wegen des Verdachts der Untreue, die Anzeige richte sich gegen die beiden derzeit amtierenden Flughafen-Vorstandsmitglieder Herbert Kaufmann und Gerhard Schmid sowie den bisherigen Aufsichtsratspräsidenten Johannes Coreth.

Anonyme Anzeige

Wie es im Bericht weiter heißt, sind die Vorwürfe, die der anonyme Anzeiger erhebt, laut einem Sprecher der Korneuburger Staatsanwaltschaft "relativ allgemein" gehalten. Der Anzeiger berufe sich in seinem Schreiben auf die ORF-Sendung Report vom 26. Mai 2009. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Das Verfahren (für Untreue drohen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren) führe Staatsanwalt Wolfgang Pekl. Die Ermittlungen könnten, je nach Ermittlungsstand, jederzeit auf andere Personen ausgedehnt werden. Eine Anzeige, die das BZÖ nach dessen Angaben eingebracht hat, sei jedenfalls bis dato hingegen nicht in Korneuburg anhängig, so der "Standard" weiter.

(APA)

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3 Kommentare
Gast: donald
10.07.2009 13:04
0 0

Aktionäre

Was ist mit der Verantwortung der Eigentümer? Was haben diejenigen Aktionäre getan, die 60% und damit die Mehrheit am Unternehmen halten? Haben die jemals versucht den rot-schwarzen Postenschacher abzustellen? Warum haben die Aktionäre dem Vorstand nicht die Entlastung verweigert? Haben die wirklich alles geglaubt, was ihnen Kaufmann & Co vorgetragen haben?

Die meisten von denen haben sich nicht mal die Mühe gemacht zur Hauptversammlung zu gehen, geschweige denn eine Frage zu stellen. Die haben Dividenden kassiert und wir alle dürfen jetzt für ihre Untätigkeit und ihr Desinteresse blechen...

Cicero
10.07.2009 18:37
0 0

Wer muß „blechen“?

„… wir alle dürfen jetzt für ihre Untätigkeit und ihr Desinteresse blechen…“

Woher bitte schön, nehmen Sie diesen Unsinn? Die Länder Wien und Niederösterreich haben in die Flughafen AG investiert, natürlich aus Steuermitteln.

Jedoch weist die Flughafen AG Gewinn aus. 2007 = € 87 Mill. und zahlt € 2,50 Dividende pro Aktie. Das heißt, die Länder Wien und Niederösterreich ziehen Gewinn aus ihrer Investition. Das kann man wohl nicht kritisieren.

Wenn der Skylink überzogene Baukosten verursacht, hat trotzdem noch niemand das Ansinnen auch nur gedacht, geschweige denn gesagt, diese Kosten müßten aus Steuermitteln getragen werden. Das wird die AG selbst zu tragen haben. Vermutlich wird das den Gewinn schmälern und insofern kann man von einem Schaden für den Steuerzahler durchaus reden, aber von „blechen“ kann wohl keine Rede sein.

Der Skandal liegt ganz woanders und ist auch dort zu bereinigen. Der Generaldirektor des Flughafens ist in der Arbeiterkammer Niederösterreich groß geworden, hat vorher noch keinen Wirtschaftsbetrieb geleitet, schon gar nicht einen mit Tausenden Mitarbeitern und mehr als 500 Mill. Euro Umsatz. Das Gleiche mit dem inzwischen geschaßten Finanzvorstand Domany, der kommt aus der Wirtschaftskammer. Der Technik-Vorstand war vorher Assistent von Bürgermeister Zilk. Also lauter „hochwertige Experten“.

Die Lösung des Problems sollte daher lauten, völlige Privatisierung. Es gibt keinen Grund warum die Länder Wien und Niederösterreich einen eigenen Flughafen brauchen.

Gertrud
10.07.2009 12:07
0 1

Skylink-Debakel: Strafanzeige erstattet

Es gibt doch noch mutige Staatsbürger. Egal, wer auch immer sich hinter diesem Anonymen verbirgt, herzliche Gratulation! Vielleicht erübrigt sich somit sogar die striktest verweigert werden wollende Prüfung des Rechnungshofes. Von einem funktionsfähigen Rechtsstaat dürfte man das erwarten. Und wie schnell wird somit auch das Justizskandälchen, das man uns mit Westhentalers Bespitzelung beschert hat, zur Lächerlichkeit, für die sich sogar die erste Nationalratspräsidentin instrumentalisieren ließ.. Hallo, wir sind wirklich eine Bananenrepublik!