09.02.2010 23:42 | Meine Presse Merkliste0

Air France KLM in den roten Zahlen

30.07.2009 | 22:52 |   (DiePresse.com)

Europas größte Fluggesellschaft hat im ersten Geschäftsquartal ein Minus von 426 Millionen Euro aufzuweisen. Ungünstige Hedging-Verträge schlagen durch, Air France plant Einschnitte im Frachtgeschäft.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Europas größte Fluggesellschaft Air France-KLM ist im ersten Geschäftsquartal tiefer ins Minus gerutscht als erwartet. Bei dem Nettoverlust von 426 Millionen Euro hätten auch ungünstige Verträge für Treibstoff-Hedging zu Buche geschlagen, teilte der Lufthansa-Rivale am Donnerstag mit. Air France leidet wie die Konkurrenz stark unter der Wirtschaftskrise.

Jetzt hieß es, bei einem Aufschwung werde mit einer gewissen Stabilisierung des Umsatzes gerechnet. Zudem sei eine Reihe von Maßnahmen geplant, mit denen der Konzern wieder auf rentablen Kurs gebracht werden soll: neue Einschnitte im Frachtgeschäft, eine Überprüfung der Personalstärke sowie des Streckennetzes unter anderem in Europa.

Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Minus von 227 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahresquartal flog Air France noch einen Gewinn von 149 Millionen Euro ein. Das ungünstige Kerosin-Hedging schlug den Konzernangaben zufolge mit 252 Millionen Euro zu Buche. Airlines schließen oft für einen Teil ihres erwarteten Treibstoff-Bedarfs Verträge, der ihnen die spätere Lieferung zu einem festgelegten Preis garantiert.

Bereits vor einer Woche hatte Air France einen Umsatzrückgang von mehr als einem Fünftel gemeldet. Daraufhin wurden Verluste prognostiziert. Vor allem bei den lukrativen Geschäftsreisen halten sich die Verbraucher derzeit zurück. Wie die Lufthansa am Mittwochabend bekanntgab, hat sie dies in der ersten Jahreshälfte in die roten Zahlen gedrückt.

Air France stellt sich noch auf eine längere Durststrecke im Passagiergeschäft ein: Bei einer Stabilisierung mit langsamer Erholung der Wirtschaft bis Ende des Jahres könne das Passagiergeschäft im zweiten Quartal weiter zurückgehen, wenn auch langsamer als im ersten Vierteljahr. Für die zweite Hälfte des Gesamtjahres rechnet die Fluggesellschaft mit einer Stabilisierung des Passagiergeschäfts im Vergleich zum Vorjahr. Eine Gewinnprognose wagte Air France nicht.

(Ag.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen