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Weltbank: Schwache Regionen aussterben lassen

13.08.2009 | 19:03 |  KARL GAULHOFER (Die Presse)

Eine Studie der Weltbank warnt: Wer Geld in strukturschwache Gebiete schaufelt, bremst in Summe die Wohlstandsentwicklung. Nur hohe Mobilität und offene Märkte können Unterschiede ausgleichen, fordern die Forscher.

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WIEN.Ein Sonntag in einer Grenzgemeinde, in einem entlegenen Bergtal oder in einem einst stolzen Industrieort mit wenig Zukunft. Wenn dort ein Lokalpolitiker seine Rede schwingt, dann klingt das mit ziemlicher Sicherheit in etwa so: „Ich werde Firmen in den Ort holen, mit Förderungen und Steueranreizen. Ich werde dafür sorgen, dass die Autobahn bis zu uns gebaut wird. Ich werde mit allen Mitteln verhindern, dass unsere Jugend ihre Heimat verlassen muss, weil sie nur in der großen Stadt ihr Glück findet.“

So funktioniert, schon seit Jahrzehnten, die Förderpolitik für strukturschwache Regionen, in der Ersten wie in der Dritten Welt. Sie läuft, erklärt die Weltbank nun provokant, seit Jahrzehnten in eine völlig falsche Richtung: „Die Märkte ziehen bestimmte Orte anderen vor. Die Konzentration zu bekämpfen bedeutet, den Wohlstand zu bekämpfen.“

 

Konzentration macht reich

Dieses Fazit des Weltentwicklungsreports 2009 fasst das aktuelle Paradigma zum Thema zusammen. Das theoretische Rüstzeug dafür nennt sich „Neue Ökonomische Geografie“. Erfunden hat sie der Ökonom Paul Krugman, er erhielt dafür den Nobelpreis. Mit ihm rückten Faktoren wie Mobilität und Transportkosten in den Mittelpunkt der Diskussion. Wohl zu Recht, denn kaum etwas ist für das materielle Wohlergehen eines Menschen wichtiger als der Ort, an dem er lebt. Und doch gibt es nichts, erklären die Autoren in Washington, was die Wirtschaftspolitik auf Dauer weniger beeinflussen kann als die Wettbewerbsfähigkeit dieses Ortes.

Der Wohlstand eines Staates lasse sich nicht gleichmäßig auf seine Fläche verteilen. Er ballt sich in den Großstädten, an den Küsten und entlang den Verkehrsströmen. Und das sei auch gut so: Nur wo Industrien und Ideen einander nahe sind, können sie sich auch gegenseitig befruchten und so für Wachstum sorgen. Weltweit seien alle Versuche gescheitert, den Armen in zurückgebliebenen Landesteilen dadurch zu helfen, dass man die Konzentration einbremst.

Als abschreckendes Beispiel nennen die Forscher die Sowjetunion. Dort zwang die kommunistische Führung ganze Sektoren, ihre Produktion in den Ural zu verlegen. Das trug zum wirtschaftlichen Kollaps bei. Die Industrieruinen vom Reißbrett läuteten schließlich das Ende des Systems ein.

 

Europas Erfolgsgeheimnis

Die Weltbank will freilich nicht die halbe Welt entvölkern. Auch ohne Eingriffe bleiben in „sterbenden Regionen“ Menschen zurück. Gerade so wenige, dass sie gut von dem leben können, was sich ihnen bietet: Landwirtschaft, Tourismus, Handwerk. Das ist in Europa längst passiert, seit der Industriellen Revolution, als Bauern in die Stadt zogen, weil sie vom Fabrikslohn etwas besser leben konnten als von der kargen Ernte ihrer Felder. „Warum sollten wir den Schwellenländern von heute das Erfolgsrezept vorenthalten, mit dem Europa reich wurde?“, ereifert sich Indermit Gill, Projektleiter des Entwicklungsreports, im Gespräch mit der „Presse“.

Dem Staat verbleibt eine wesentliche Aufgabe: Er muss überall Basisbedürfnisse erfüllen, durch Schulen, Energie und Krankenhäuser. „In vielen Gegenden, die nur mehr schwach besiedelt sind, genügt das“, erklärt Gill. Als Beispiel nennt er Zentralchina, von wo aus 150 Millionen Wanderarbeiter an die Küsten gezogen sind.

Anders sieht es in armen, aber stark besiedelten Gebieten aus. In Brasilien etwa konzentriert sich mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung im äußersten Süden. Aber auch im armen Norden ist die Bevölkerungsdichte hoch. Gill: „Hier muss man die Mobilität erhöhen, durch Straßen, Schienen und Flugverbindungen – selbst wenn das nur bedeutet, dass die Menschen schneller wandern.“

Für allzu viele aber scheint sich die Hoffnung auf ein besseres Leben in der Stadt nicht zu erfüllen. Schon heute lebt eine Milliarde Menschen in Slums an den Rändern der Metropolen. Auch die Weltbank erkennt darin die hartnäckige Schattenseite der Urbanisierung. Aber sie geht davon aus, dass die Menschen nicht grundlos fortziehen – sie leben in Slums immer noch besser als auf dem Land.

Und auf Dauer löse sich das Problem von selbst: Wo Menschen zu eng nebeneinander leben, weichen sie auf angrenzende Gebiete aus. Der Wohlstand ist ansteckend, er schwappt auf das Umland über. Das gilt auch zwischen Staaten: Das Wirtschaftswunder Japans hat den gesamten Fernen Osten mit höherem Lebensstandard „infiziert“. Voraussetzung dafür sind freie Märkte.

So plausibel das für viele klingen mag: Der österreichische Lokalpolitiker hat mit der Weltbank wenig am Hut – dort hat nur der Gamsbart Platz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2009)

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107 Kommentare
 
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Saskatoon
16.08.2009 08:36
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die elite hat angst

um ihr geld, um ihren gewinn
sollte man diese schmarotzer nicht einsperren

Gast: Präzision
15.08.2009 18:47
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Nobelpreis?

Krugman ist NICHT (Wirtschafts-) Nobelpreisträger, weil die Wirtschaftswissenschaften nicht zu den fünf Nobelpreisen zählen. Er erhielt den "Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel".

Gast: Beobachter
15.08.2009 15:15
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Mobilitaet ist fuer Krisen verantwortlich!

Wenn eine Wirtschaft zu 100% lokal orientiert waere, dann ist eine Krise in USA oder China irrelevant. Wenn aber von dort importiert wird bzw dort produziert wird, dann wird man anfaellig.

Antworten hw
15.08.2009 15:56
0 0

Re: Mobilitaet ist fuer Krisen verantwortlich!

mangels rohstoffen, kann europa aber nicht unabhängig sein.

derzeit profitieren wir noch von produktionen in china. nur der wandel findet gerade statt. china geht immer mehr ins hochpreissegment.

d.h. um diese produktionen hier halten zu können bzw. den wettbewerb standhalten zu können werden massive kostenreduktionen von nöten sein.

Gast: Staunton
15.08.2009 07:58
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Flippt die Weltbank jetzt aus? Denn sind es nicht die Supermacher in Produktions- und Finanzwirtschaft jene, die dort das Sagen haben?

Und sind es nicht die Letzteren, die immer auf Teufel komm raus versuchen, ihre Betriebe in strukturschwache Regionen zu verlegen, damit die Profite möglichst hoch sind? Oder sind die Billiglohnländer die strukturstärksten Regionen, die es gibt?
Ja, drohen die meisten völlig überzahlten, wenn auch vom Können eher durchschnittlichen Macher nicht sogar dauernd, ihre Betriebe in diese Länder zu verlegen?

Wobei man meiner Meinung nach Leute, die solche Drohungen ausstoßen, sowieso in die Billiglohnländer "exportieren" sollte. Allerdings müssten sie dann auch dort bleiben. Auch ihre Produkte! Die sollen sie gefälligst dort verkaufen, wo sie sie auch produzieren. Wenn sie schon durch ihre Betriebsverlegungen den Arbeitern hier das Einkommen wegnehmen.

Die leeren Stellen, die sie bei uns hinterlassen, würden garantiert flugs andere, vielleicht sogar tüchtigere Wirtschaftsleute übernehmen und damit ein gutes Geschäft machen.

Wäre übrigens interessant zu erfahren, ob die Billiglohnländer alle Milliardäre und Millionäre, die in Hochlochländern wie die Maden im Speck leben, auch so gut erhalten könnten.

Also ich glaube eher, dass die Milliardäre und Millionäre, die sich selbst jeden unsittlich hohen Betrag wert sind, tot umfallen würden, wenn die Hochlohnländer als Kunden wegfielen. Doch sie arbeiten sowieso ständig daran, sich durch ständige Schwächung der ehemals kaufkräftigen Binnenmärkte selbst umzubringen.

hw
15.08.2009 01:38
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man bräuchte ...

sich nur nach dem vorbild der natur richten.
jeder fleck der erde biete vorteile und nachteile, je nach lebewesen, ausprägung, ...
überleben tut ausschliesslich das, was am effizientesten zum zeitpunkt(!) ist. und da wir ein teil dieser naturgewalt sind, wäre es sehr schlau sich diesem system unter zu ordnen, nicht auf beistrich, aber im großen und ganzen.

sehr seltsame theorien, was da einige poster aufstellen. klingt sehr subjektiv und aus einer position (dem jetzt standpunkt) gesehen. eine sehr fatale eigenschaft im natürliche überlebenskampf!

Gast: raumplaner
14.08.2009 21:30
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veraltete konzepte von krugmann

die ansätze von krugmann sind veraltet! verkehrströme und erhöhte mobilität führen zur verminderung der lebensqualität! die dezentrale konzentration d.h. das geschäft und der bäcker sowie soziale dienstleistungen (arzt, schule, apotheke...) vor ort sind das richtige konzept, um lebenqualität zu erreichen bzw zu erhalten.
autobahnen führen zu abwanderung und verödung. daher:weniger mobilität heißt weniger energieverbrauch! sollte in heutiger zeit eigentlich leicht verständlich sein...

Antworten hw
15.08.2009 01:43
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Re: veraltete konzepte von krugmann

das stimmt nicht ganz. nur unsere verkehrssysteme sind veraltet. wären sie effizient bedeutet das sehr wohl eine wohlstands- und lebensqualitätssteigerung.

was aber im artikel viel mehr gemeint ist, dass umverteilung keinen wohlstandsgewinn bringt.


Iason
14.08.2009 21:27
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Das mag stimmen, würden wir einen freien Markt haben

Aber dem ist nicht so.

Die Verwerfungen durch die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken verursachen Ungleichgewichte, die plötzlich zusammenbrechen.

Das muss zwangsweise Slums produzieren.

Antworten hw
15.08.2009 01:46
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Re: Das mag stimmen, würden wir einen freien Markt haben

die größten ungleichgewichte entstehen, weil wir mit riesigen subventionen unsere landwirtschaft subventionieren und damit der warenverkehr mit anderen ländern (z.b. 3te welt) zur einbahnstraße wird.

gäbe es das nicht, würde sich ganz automatisch ein handelsgleichgewicht einstellen.

Antworten Antworten Iason
15.08.2009 10:49
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Re: Re: Das mag stimmen, würden wir einen freien Markt haben

Und diese Subventionen hängen wieder mit dem Geldsystem zusammen.

Antworten Antworten Antworten hw
15.08.2009 13:04
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Re: Re: Re: Das mag stimmen, würden wir einen freien Markt haben

wenn sie es auf die überweisung aufs konto reduzieren, ja.

periskop
14.08.2009 19:35
0 0

Das ist genau so richtig, wie die Realitätsverweigerung der Politik

Dazu hätte man nicht die Weltbank gebraucht, überall ziehen die Menschen in die Städte, weil sie dort bessere Verdienstchancen haben. In den Entwicklungsländern verhungert in den Slums kaum einer, am flachen Land viele.
Natürlich ist die Lebensqualität am Land besser, sofern man genug Einkommen erzielen kann. Dass diese Menschen dort bleiben, bezweifelt die Weltbank ja auch nicht, es sind aber nicht sehr viele.

Wahr ist
14.08.2009 18:58
1 1

Man muß nur die richtigen Vorteile für die Lebensqualität benennen:

in dem Ort, in dem ich lebe, gibt es keine Türken, Bosnier, Tschetschenen oder Schwarze.
Die Wiener können sich kaum vorstellen, wie angenehm das ist.

In der Hauptschule lernen die Kinder mehr als in Wien in der Unterstufe AHS. Weil sich die Lehrer ihrem Fach widmen können statt ständig zu versuchen, die sprachlichen, charakterlichen und kognitiven Mängel von Migrantenkindern zu kompensieren.

Es gibt praktisch keine einheimischen Kriminellen. Nur selten "beehren" uns rumänische Einbrecher - nur fallen solche Verbrechervisagen hier sofort auf.

Antworten Iason
14.08.2009 21:30
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Re: Man muß nur die richtigen Vorteile für die Lebensqualität benennen:

Natürlich ist die Lebensqualität am Land vielfach besser. Nur man muss sie sich auch leisten können.

Die Chancen auf Arbeit sind in der Stadt um ein Vielfaches besser.
Da nimmt man schon Nachteile in Kauf.

Antworten patriot_79
14.08.2009 20:53
0 0

Re: Man muß nur die richtigen Vorteile für die Lebensqualität benennen:

diesem - ich würde mal sagen, genuss des lebens, kann ich mich nur anschließen. auslä.nder und neo.österreicher quote=0%.

da lässt sich das leben noch geniesen. bin hin und wieder in wien unterwegs (öffis) und jedes mal froh wenn ich da wieder raus kann!

Antworten Antworten hw
15.08.2009 01:54
0 1

Re: Re: Man muß nur die richtigen Vorteile für die Lebensqualität benennen:

und sie meinen man kann nur in österreich (ausg. wien) mit hoher lebensqualität leben. wer hat ihnen das erzählt?

mir ist bewußt, dass der österreicher einen sehr geringen anpassungsgrad hat. er würde ja am liebsten alles "einfrieren" und ewig gleich lassen. die natur zeigt aber, dass nicht anpassungsfähige lebewesen einen sehr geringen überlebensgrad haben. das ist jetzt nicht persönlich gemeint!

Antworten Antworten Antworten Gast: HB
17.08.2009 17:00
0 0

Re: Re: Re: Man muß nur die richtigen Vorteile für die Lebensqualität benennen:

Wobei es hier allerdings NICHT um natürliche, sondern um hoch-künstliche, von MENSCHEN gesteuerte Auslese-Prozesse geht, die man SEHR WOHL bekämpfen und verändern kann, ohne gleich als Dinosaurier auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten zu kommen.
Ich werde jedenfalls den Schwachsinn in diesem äußerst zynischen Artikel keinesfalls unterstützen, sondern rufe eher dazu auf, alles dagegenzusetzen, damit diese geld- und machtgierigen T-Rex-Charaktere NICHT erreichen, was sie als Ziel haben.

Siehe eine Sendung heute auf 3sat (18:00 Uhr):

Kein Brot für Öl

Der Biosprit-Boom in Kolumbien
Film von Renate Werner
"Ich werde die Palmen fällen, denn Palmen kann ich nicht essen!", erklärt Maria Ligia entschieden.
Sie will ihr kleines Stück Land zurückhaben und dort wieder Yucca, Reis und Bananen anbauen.
Wie Tausende anderer Kleinbauern wurde sie von mächtigen Unternehmern gewaltsam von ihrem
Grund und Boden im Norden Kolumbiens vertrieben - illegal, aber geduldet von der kolumbianischen
Regierung.

Darin geht es um ehemals selbständige Bauern, die heute als Tagelöhner arbeiten müssen für schwerreiche Großkonzerne, total verarmt.

Quidquid id est, timeo Danaos.....

Antworten Antworten Antworten Antworten hw
17.08.2009 18:08
0 0

Re: Re: Re: Re: Man muß nur die richtigen Vorteile für die Lebensqualität benennen:

habe ich die ausbeuterei befürwortet? das war nicht absicht. im gegenteil, ich bin gegen agrasubventionen der EU und USA. denn dann hätte die anderen länder auch chancen und es gäbe einen fairen waren austausch.
biosprit gibts in südamerika übrigens schon seit ich weiß was ein auto ist. also mind. seit 1972.

bei ihrem geplanten ziel werden leider die konsumenten nicht "mitspielen".

...

angesichts der tatsache, dass die wirtschaftsschwäche der armen regionen direkt proportional zu ihrer geburtenrate ist, wird das aber ein großes sterben werden ...

Antworten hw
15.08.2009 01:57
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Re: ...

ich glaube wir geben mehr geld für subventionen in agraproduke aus, als für entwicklungshilfe.
schon mal überlegt warum das (hohe sub.) gemacht wird?

Gast: Frustrierter
14.08.2009 17:40
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Seltsame Studie...

Die Macher der Studie sollten mal berechnen wieviele Versorgungsfahrten täglich eine (internationale) Kleinstadt wie Wien täglich benötigt und sich bitte überlegen ob bei Eintritt des immer öfter genannten peak oil Phänomens diese Anballungen an Menschen und Industrie lebensfähig sind. Aber vermutlich geht es den Geldpanschern von der Weltbank vor allem um weiteres monitäres Wachstum, egal wie, egal zu welchen Kosten denn eines ist ja bekannt: Wo immer die Weltbank in den letzten Jahren geholfen hat war breite Armut aufgrund aufgezwungener Reformen die Folge ....

Antworten Iason
14.08.2009 21:34
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Re: Seltsame Studie...

Krugmann, ein Nobelpreisträger ???

Wenn wirklich eine große Energiekrise kommt, dann werden wir sehen wie die energiefressenden Städte damit zurechtkommen.

Antworten Antworten hw
15.08.2009 02:00
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Re: Re: Seltsame Studie...

dann schauens sie mal wie es war als energie noch selten und "teuer" war. man rückte sehr eng zusammen!
das muss ja nicht heissen in 1 superstadt.

Steininger
14.08.2009 15:37
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Ziemlich abgehoben, diese Ansichten.

Exaltiert. Denn die ganze Mobilität ist für die Weltwirtschaft als Ganzes nicht leistbar.
Die Finanzkrise zeigt uns nämlich ganz deutlich dass es einen Plafond des Wachstums gibt. Diese Decke wird von den zur Verfügung stehenden Ressourcen und der tatsächlichen Wirtschaftsleisung determiniert.
Dem Zusammenbruch des Systems, von Krugmann nicht einmal geahnt, haben wir soeben beigewohnt.
Das Endergebnis ist aber nicht Wachstum sondern Schrumpfung. Auf die künstliche Ausweitung der Geldmenge folgt die Deflation.
Die mobilen Massen, die die Weltbank so gerne hätte, wurden von ihren Gastgebeländern wieder zur Ausreise animiert. Weil sie dort überflüssig waren. Zuhause braucht man sie aber auch nicht und sie belasten die Sozailsysteme (die übrigens von der Weltbank drastisch zum Sparen gezwungen werden)
Wir können den Schluß ziehen, daß diese "Studie" Propaganda ist. Erdacht zum Nutz und Frommen der Reichen!

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Im Kern

gehts um die Identität, die natürlich am Land noch viel stärker vorhanden ist. Den Freiheitswillen und die Identität will man ausmerzen.

Small ist beautiful. Kleine Einheiten lassen sich effizienter verwalten. Gefragt ist daher das Selbstbestimmungsrecht, nicht die EUdSSR, ihre Büttel und ihre tabuisierten Hintermänner, die all ihr Sinnen auf die Gesellschaftszerstörung und die Rache bis ins 10. Glied ausgelegt haben.

 
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