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Deutsche Bank-Chef: Geburtstagsfest auf Staatskosten

24.08.2009 | 14:59 |   (DiePresse.com)

Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann lud auf Kosten der Steuerzahler Gäste zu seinem 60. Geburtstag ins deutsche Bundeskanzleramt ein. Kritik an Kanzlerin Merkel wird laut: "Das ist nicht in Ordnung".

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Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat einem Magazinbericht zufolge zu seinem 60. Geburtstag auf Kosten der Steuerzahler Gäste ins Bundeskanzleramt eingeladen. Das berichtete das ARD-Magazin "Report Mainz" am Montag unter Berufung auf einen Bericht des Bundeskanzleramts vom Mai 2009. Demnach fielen für die Veranstaltung Kosten für zusätzliches externes Servicepersonal in Höhe von 2100 Euro an. Die Kosten für das Abendessen konnten dem Bericht zufolge nicht errechnet werden.

Geld aus Budget des Kanzleramts

Die Aufwendungen seien aus den "etatisierten Haushaltsansätzen für Personal- und Sachkosten - Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt - finanziert" worden, heißt es dem ARD-Magazin zufolge in dem Bericht des Kanzleramts. Ackermann hatte demnach in einem Fernsehinterview von einem Angebot von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berichtet, etwa 30 Freunde ins Bundeskanzleramt einzuladen.

Am Mittwoch muss die Bundesregierung den Haushaltsausschuss über die Kosten des Abendessens informieren. Die Deutsche Bank verweigerte laut "Report Mainz" eine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Das Bundeskanzleramt habe nicht reagiert.

Das Kanzleramt hatte bereits im April auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Gesine Lötzsch zu dem Vorgang Stellung genommen, die Antwort fand zu dem Zeitpunkt jedoch kaum Beachtung. In der Antwort hieß es laut "Report Mainz", Merkel habe den Geburtstag des Bank-Chefs "zum Anlass genommen", ein Abendessen mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft auszurichten.

Kritik an Kanzlerin Merkel

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, kritisierte den Vorgang. "Man kann als Kanzlerin nicht jemandem anbieten, auf Kosten des Steuerzahlers seinen 60. Geburtstag mit freier Entscheidung über 30 Gäste exklusiv mit gutem Wein und Essen im Kanzleramt zu feiern", sagte Künast "Report Mainz". Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, nannte die Einladung "nicht akzeptabel".

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, kritisierte dem Bericht zufolge: "Wenn aus einem privaten Anlass dort eingeladen wird, dann ist das nicht in Ordnung, das kann nicht auf Steuerkosten bezahlt werden."

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19 Kommentare
Thonet H.
31.08.2009 12:47
0 0

Immer der gleiche Klünkel

zwischen Parteien, Banken und Wirtschaft auf Kosten der Staatsbürger, die als Bürger für den Schwachsinn des Staates bürgen.

DerÄtzer
28.08.2009 07:51
0 0

Der wirkliche Chef der Deutschen trifft seinen Hofstaat?

Wo es lang geht bestimmt das Kapital indem es da ist oder verschwindet.

Leider sind Politiker zu sehr Kurzdenker als dass eine Abwehr zum Wohle des Ganzen erdacht werde.

Politik braucht Kontrolle durch die regierten Menschen im viel direkteren Ausmaß, weil Regierungsbetrug kein Delikt ist, aber vielen schadet.

Gast: Cato
26.08.2009 13:24
0 0

Spesen der österr. Bundesregierung und Landeshauptleute

und den Pfahl im eigenen Auge....

Gast: Arnot
26.08.2009 09:27
0 0

Ob es so etwas auch in der Neuen Reichskanzlei gab?

Ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen. Da dürfte auch der "schlechteste Mensch der Welt" mehr Taktgefühl gezeigt haben. Allein schon, damit keine Zweifel entstehen, wer Herr im Haus ist.

komajo
26.08.2009 06:27
0 0

Bei uns

ist es üblich, dass die Geburtstagskinder die Zeche für die Geburtstagsfeier zahlen. Wenn man reich genug ist, kann man scheinbar die Steuerzahler dafür aufkommen lassen.

Antworten Gast: Berliner Schnauze
26.08.2009 07:42
0 0

Re: Bei uns

sie müssen den Zusammenhang sehen:
da kommt die SPD wegen der Dienstwagenaffäre der Frau Sozialministerin U. Schmid in starke Bedrängnis - also sucht man ein Ereignis, das sich eignen könnte der Frau Merkl am Zeug zu flicken (ebenfalls Spesen)!
Der Geburtstag ist aber schon im Frühjahr (2008?) gewesen und jetzt kommt man drauf?
Der Staatsbürger lächelt über die Hilflosigkeit der SPD!

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Peanuts


Interessant!

Wenn ein unbedeutender Staatsgast aus dem letzten Winkel der Welt um Millionen beherbergt wird regt sich kein groll.

Anders aber wenn es sich um bekannte Größen aus dem eigenen Land handelt.

Man kann Ackermann mögen oder nicht: allein die Tatsache dass seine Bank KEINE Steuermittel aus Deutschland zur Rettung braucht ist viele Milliarden wert. Und keine Selbstverständlichkeit, wie man an anderen Banken sieht.

Dazu kommt: die meisten Leute haben keine Vorstellung was eine Milliarde Euro ist. Somit regt es auch kaum auf wenn irgendwo wieder ein paar Milliarden den Bach runtergehen.

Bei 2.100,- Euro sieht das ganz anders aus. Das kann jeder abschätzen. Und sich aufregen.

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Re: Peanuts

"Allein die Kosten für Rotwein und Zigarren dürften sich gegenüber ihrem Vorgänger (Gerhard Schröder, Anmerkung) deutlich reduziert haben."

Schachmatt

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seltsam, wie sich das "volk" an aeusserlichkeiten erregt...

dass politik (fast egal welches land und welche fraktion) sowie leute wie ackermann und viele andere gut miteinander koennen, ist doch kein geheimnis.
da werden doch auch dinge besprochen/umgesetzt, bei deren kenntnis es dem normalbuerger die zehennaegel aufperteln wuerde.

der aufschrei erfolgt, wenn bei solchen gelegenheiten service-personal um 2100 euro engagiert werden muss....

politiker-bashing ist schon gut und richtig, kleinkariert sollte es aber dennoch nicht sein!

Antworten Gast: Gast
26.08.2009 08:39
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Re: seltsam, wie sich das

Ein Genossenfreund hat halt viel Verständnis für Steuergeldpartys....

Gast: Udo Bertermann
25.08.2009 21:07
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Deutsche Bank-Chef: Geburtstagsfest auf Staatskosten

Glücklich das Land, das in diesen Zeiten nichts Wichtigeres im Auge hat als dergleichen Banalitäten.

Gertrud
25.08.2009 15:16
0 0

Deutsche Bank-Chef: Geburtstagsfest auf Staatskosten

@Romolaner

Sollten die von Ihnen zitierten düsteren Prognosen von Gerald Centes tatsächlich auf seriösen Forschungen basieren und zur Realität werden, so gibt es für mich nur einen Rückschluss:
Entweder wären Leute wie Ackermann zu dumm, diese drohende Gefahr zu erkennen oder sie würden ganz einfach nach dem verantwortungslosen Motto, wie bisher gewohnt, handeln: "Bedienen wir uns überall noch, solange es geht, wir sind ja schließlich diejenigen, die es sich n o c h richten können und es wird uns ja ohnehin so leicht gemacht!"

Als realistische Christin kann mich all das nicht erschüttern, nichts Anderes wird von dieser Welt und ihren egoistischen, rücksichtslosen und unverschämten Akteuren versprochen.

fireone
25.08.2009 11:09
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Die feinen Herrschaften

wissen, wie man Feste auf Kosten anderer feiert.

Gast: Riviera Helli
25.08.2009 08:13
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..regts euch nicht auf,

obses als Steuern zahlts oder als Bankgebührn is eh egal

romolaner
24.08.2009 21:19
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Gerald Celente – Trendforscher aus den USA prophezeit Totalzusammenbruch

Auch zur derzeitigen Krise haben Celente und sein Institut geforscht und die Konsequenzen durchdacht – und unsere nahe Zukunft als sehr düster beschrieben: Celente sieht die größte Depression aller Zeiten auf die Welt, vor allem die USA, zukommen, weit schlimmer als die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre. Durch die weitreichende hohe Verschuldung werden die Auswirkungen dieser Krise noch viel massiver in unser Leben eingreifen als damals. Das gesamte Finanzsystem ist unheilbar krank und wird einen systembedingten Kollaps erleiden, aus dem es kein Entkommen geben wird – trotz aller Rettungsaktionen der Regierungen, die durch Gelddrucken und Zinssenkungen diesem Prozess entgegenwirken wollen. Gerade die riesigen Konjunkturprogramme beschleunigen die Verschuldung und die Inflation derartig, dass am Ende, nach der Hyperinflation, nur der Totalabsturz warten kann.

Für die kommenden Jahre sagt der Trendforscher einen kompletten Zusammenbruch der Weltwirtschaft voraus, mit verheerenden Folgen wie Massenarbeitslosigkeit, Geschäftsschließungen im großen Stil, soziale Unruhen, gewalttätige Proteste, ideologische Radikalisierungen sowie weitreichende Armut und Verelendung. Die USA als Vorreiter dieser Entwicklung würde sich in ein paar Jahren auf dem Niveau eines Entwicklungslandes finden, radikalisiert Celente, auch für den Euro-Raum sieht er große Probleme, die in einer Abschaffung der gemeinsamen Währung und einem massiven Wohlstandsfall enden könnte.

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Re: Gerald Celente – Trendforscher aus den USA prophezeit Totalzusammenbruch

Also dann doch lieber gleich aus dem Fenster springen?
Gut, wird gemacht mein Prophet.

Gast: freindalwirtschaft
24.08.2009 19:27
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da hat die dekoltee merkel

dem ackermann frei haus puderzucker ins rektum geblasen

Gast: Bankster Republic
24.08.2009 17:41
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Der Mann hat an richtiger Stelle gefeiert

Denn Banker stehen in der Hierarchie über den Politkern. Und natürlich über allen Steuerzahlern - diese waren einmal als Souverän in der Verfassung beschrieben.

Gast: radius
24.08.2009 16:00
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NIEMAND

Wer diskutiert in Österreich darüber?