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Studie: Chinas Firmen schlagen US-Konkurrenz

07.09.2009 | 17:55 |   (Die Presse)

Chinas Konzerne haben laut Studie im abgelaufenen Jahr einen kumulierten Überschuss von umgerechnet 171 Mrd. Dollar (119,9 Mrd. Euro) erzielt. Nach „Presse“-Recherchen ergaben sich dabei aber einige Ungereimtheiten.

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wien (red./ag.). Die kommunistische Regierung in China zeigt sich stolz, im Wettstreit der Wirtschaftsmächte einen weiteren großen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Erstmals hätten die 500 größten chinesischen Unternehmen einen höheren Gewinn als jene aus den USA erwirtschaftet.

Laut einer Studie haben Chinas Konzerne im abgelaufenen Jahr einen kumulierten Überschuss von umgerechnet 171 Mrd. Dollar (119,9 Mrd. Euro) erzielt. Die 500 größten US-Firmen dagegen nur 99 Mrd. Dollar. Im Vergleich zu 2007 sind die Gewinne der chinesischen Firmen um 13 Prozent eingebrochen, jene der amerikanischen gleich um 85 Prozent. Auf den ersten 34 Plätzen der Liste befinden sich zudem ausschließlich Staatskonzerne, posaunt der chinesische Wirtschaftsverband CEC (China Enterprise Confederation). Hier liegt auch die Krux an der Studie. Sie wurde nämlich vom chinesischen Wirtschaftsverband selbst durchgeführt. An den Ergebnissen darf nach Recherchen der „Presse“ zumindest gezweifelt werden.

 

Diffuse Daten in der Studie

Nach Anfrage beim CEC um die gesamte Studie langte nur eine kurze Nachricht in chinesischen Schriftzeichen ein. Auch die Nachrichtenagentur Bloomberg kam nicht an das Papier heran. Somit ist nur die offizielle Aussendung des Wirtschaftsverbandes bekannt. Selbst in der kurzen Conclusio treten einige Ungereimtheiten auf.
•Der staatliche Ölgigant Sinopec soll unter den chinesischen Firmen den höchsten Gewinn erzielt haben. In der Aussendung wird jedoch nur angeführt, wie hoch der Jahresumsatz war. Mit welchem Nettogewinn in der Studie gerechnet worden ist, ist dagegen nicht klar. Außerdem waren selbst die Umsatzzahlen mit Daten offiziell verlässlicher Quellen nicht wirklich nachzuvollziehen.
•Das Unternehmen mit dem zweitgrößten Überschuss soll die China National Petroleum Corporation sein, gefolgt vom Stromnetzbetreiber State Grid Corporation. Laut Bloomberg-Daten hat aber die Großbank ICBC den zweitgrößten Gewinn in China erwirtschaftet. Es ist unklar, mit welchen Einheiten – Umsatz, Betriebsergebnis oder Nettogewinn – in der Studie gearbeitet worden ist.

Die 500 größten US-Unternehmen sollen laut CEC einen kumulierten Gewinn von 99 Mrd. Dollar gemacht haben. Das Ergebnis war nicht zu rekonstruieren. Es wurden im Gegensatz zu den chinesischen Firmen keine Beispiele von US-Konzernen mit den dazugehörigen Daten erwähnt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.09.2009)

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6 Kommentare
Gast: Aus Asien
08.09.2009 04:54
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ein wenig Recherchieren

und man wuerde wissen, das Sinopec, einen Nettogewinn von RMB Million 26.200 (nach IFRS) in 2008 erwirtschaftet hat. Ein Blick an die Boerse in HK oder auf die Sinopec Homepage haette nicht geschadet Herr/Frau Redakteur. Den Jahresabschluss der Sinopec gibts in Englisch. Oder auch dort:
http://english.sinopec.com/media_center/announcements/20090330/download/en-ann090330d.pdf
Ein bisserl arbeiten statt jammern, Sinopec schickt halt leider keine Pressemitteilungen ueber die APA raus. Sapperlot aber auch.

Antworten Gast: redakteur
08.09.2009 13:55
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Re: ein wenig Recherchieren

Es stimmt, der Gewinn betrug 26.000 Mio. RMB, aber dennoch ist nicht klar, mit welchem Wert in der Studie gerechnet wurde - das wurde einfach nicht angegeben. Um das ging es.

Antworten Antworten Gast: Aus Asien
09.09.2009 19:31
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Re: Re: ein wenig Recherchieren

Naja, es kommt aber fuer den Leser eindeutig hervor, dass man eine Infoluecke allgemein bemaengelt. Da die Werte durchaus auch in China oeffentlich zugaenglich sind, haette man halt auch mit den publizierten Zahlen aller Firmen nachrechnen koennen. Muehsam, aber moeglich.

Gast: wenwunderts
07.09.2009 19:38
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Kein Wunder

Chinesen sind klug, fleissig, strebsam. Völlig logisch, dass die Chinesen führende Positionen einnehmen.

Europa ist ja immer mehr mit Migranten und "Integration" von Rel.-Fanatikern - also im Grunde mit sich selbst mehr als genug beschäftigt.

Und die USA haben sich einer Illusion hingegeben und sind unsanft aufgewacht. Auch mit sich selbst beschäftigt.

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Re: Kein Wunder

naja... fleißig sind die chiese, das stimmt. strebsam vielleicht, aber klug sind nur einige wenige. was die könne, ist kopieren bzw. sich von ausländischen (meist europäischen) ingenieuren arbeitsanweisungen geben lassen. und sie geben sich momentan genau den selben illusionen wir die amis und wir hin: dem glauben nach dem ewigen wirtschaftswachstum. jetzt sind die amis am ende, wir sind am ende, und die chinesen werden es bald sein, wenn wir ihnen ihre billige scheiße icht mehr abkaufe können. dann bleibt nur mehr südamerika, die haben es geschafft, weitgehend autonome wirtschaftsstrukturen aufzubauen, allerdings werden die auch bald den wachstumsalptraum ausgeträumt haben. halt erst etwas später als wir, weil sie nicht so schnell gewachsen sind. aber sie werde.

ud die integration der religiosfanatiker bzw. eben deren selbigen nicht wird auch bald ihr ende haben, wenn mangels geld zwangsweise aufhören werden müssen, ihre vertreter durchzufüttern.

dann wirds ein bißl rund gehen auf userer welt, und dann wird endlich wieder zählen, was man mit eigenen händen schafft, und nicht, was andere potentiell schaffen könnten und wiederum andere meinen, daß dieses nicht ausgeübte potential geld bringt, was wiederum ganz andere meinen gänzlich anderen verkaufen zu können.

Antworten Gast: 88888keine 5 nur ja keine 5 888888
07.09.2009 20:55
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na gotse dang

und schön hast vergessen!


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