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Ökonom Sachs: "Die EU trägt zum Hunger bei"

03.10.2009 | 18:42 |  von STEFAN RIECHER (Die Presse)

Der amerikanische Topökonom Jeffrey Sachs versteht nicht, warum die EU die genetische Manipulation nicht zulässt. Weiters warnt er die Industrienationen davor, ihre Hilfszahlungen an den Süden zu reduzieren.

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Amerikanische Topökonomen führen derzeit eine wilde Debatte zum Thema Entwicklungshilfe. Grund für die Aufregung ist das im Frühjahr erschienene Buch „Dead Aid“ der ehemaligen Weltbank-Mitarbeiterin Dambisa Moyo. Sie argumentiert, dass öffentliche Hilfsgelder nichts bringen. Die Industrieländer sollten ihre Zahlungen einstellen, weil hauptsächlich korrupte Regimes davon profitierten („Die Presse“ berichtete).

Jeffrey Sachs ist einer der erbittertsten Gegner dieser These. Er setzt sich seit Jahren für mehr Fördergelder ein und warnt vor dramatischen Folgen, sollte die finanzielle Hilfe gekürzt werden. „Die Presse am Sonntag“ interviewte ihn im Rahmen einer Konferenz zum Thema Lebensmittelsicherheit an der New Yorker Columbia University.

 

Mehr als 800 Millionen Menschen leben den Vereinten Nationen zufolge in extremer Armut. Sie vertreten die These, dass unter der Prämisse einer richtigen Entwicklungspolitik in 20 Jahren alle Menschen genügend zu essen haben können. Was müssen wir tun?

Jeffrey Sachs: Die Entwicklungspolitik der Industriestaaten muss sich dramatisch ändern. Außerdem müssen mehr Hilfsgelder zur Verfügung gestellt werden. Sonst wird sich die Armut weiter verschlimmern. Das Hauptproblem ist und bleibt die Unterernährung. Im Jahr 2050 werden zwischen acht bis neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Vor allem in Afrika könnte der Hunger noch viel schlimmer werden.

 

Die EU und die USA liefern Jahr für Jahr Tonnen an Hilfsgütern in Richtung Afrika. Muss die entwickelte Welt noch mehr Nahrung in den Süden schicken?

Ganz im Gegenteil. Genau das ist der absolut falsche Weg. Wir sollten nur sehr wenig Essbares in den Süden liefern, außer natürlich in Ausnahmefällen wie Naturkatastrophen.

Was ist der richtige Weg?

Wir müssen den Afrikanern helfen, ihre eigenen landwirtschaftlichen Flächen produktiv zu nützen. Das beste Beispiel in diesem Zusammenhang ist Getreide. Im Moment kommt der Kontinent Afrika auf eine durchschnittliche Produktion von einer Tonne pro Jahr je Hektar Anbaufläche, obwohl drei bis vier Tonnen locker möglich wären. Ein Übel ist, dass sich die EU verbissen gegen technologischen Fortschritt wehrt.

 

Wie ist das zu verstehen?

Die EU ist gegen den Einsatz von gentechnisch manipulierten Samen und trägt damit zum Hunger bei. Eines der größten Probleme in Afrika ist die Trockenheit. Wenn man manipulierten Samen anpflanzt, kann dieses Problem gut umgangen werden, weil das Getreide gegen Dürre länger resistent bliebe.

 

Wenn wir also genetisch manipulieren, wird alles gut und Afrika hungert nicht mehr?

Natürlich reicht das alleine noch nicht. Die westliche Welt müsste auch deutlich mehr Dünger und gute anbaufähige Körner zur Verfügung stellen. Außerdem müssen wir beim Bau von Wasseranlagen helfen.

 

Das kostet viel Geld.

Ja, aber man könnte auch viel sparen, indem man auf teils unnötige Hilfslieferungen verzichtet. Selbst wenn man die Fördergelder nicht erhöht, könnte einiges besser gemacht werden.

 

Warum wehrt sich die EU ihrer Meinung nach so vehement gegen Genmanipulation?

Das frage ich mich auch oft. Der wissenschaftliche Beweis, dass genetische Veränderung bei Getreide nicht schlecht ist, ist eindeutig erbracht. Wahrscheinlich wollen die Europäer ihre eigenen Landwirte subventionieren und schützen. Deshalb drohen sie afrikanischen Ländern mit Handelsembargos, falls sie genetisch manipuliertes Getreide erzeugen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Im Rahmen der beiden letzten G20-Gipfel haben die Industriestaaten versprochen, sich verstärkt für den landwirtschaftlichen Fortschritt in Afrika einzusetzen. Man wird sehen, ob das passiert.

 

Ich bin etwas überrascht. Sie gelten als Ökonom, der stets mehr Hilfsgelder fordert. Nun sagen Sie, dass bei gleichbleibenden Mitteln vieles verbessert werden könnte.

Die Kombination macht es aus. Ich fordere nach wie vor, dass der Westen seine Verpflichtungen erfüllt. Die Rezession dient als Entschuldigung, Hilfsgelder nicht zu überweisen. Seit 2004 versprechen die EU und die USA, pünktlich zu bezahlen, tun es aber nicht.

 

Ist es nicht verständlich, dass die Industriestaaten in Zeiten der Rezession sparen?

Wenn die EU und die USA nur 0,1 Prozent ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung (für die USA wären das beispielsweise 14 Mrd. Dollar, Anm.) an die Hilfsfonds der internationalen Organisationen überwiesen, wären alle Schulden getilgt. Millionen Menschen sterben und hungern, weil die Industrieländer ihre Gelder nicht überweisen.

 

Nicht alle Ökonomen sind ihrer Meinung. Dambisa Moyo plädiert für die komplette Einstellung von Entwicklungshilfe. Sie meint, dass der größte Teil davon ohnehin nur korrupten Regierungen zufließe.

Das sehe ich völlig anders. Keiner sagt, dass man korrupten Regierungen einfach einen Umschlag mit Geld in die Hand drücken soll. Ich biete spezifische Lösungen an, etwa die Reorganisation der Gelder für bessere landwirtschaftliche Projekte. Moyo bietet überhaupt keine Lösung an. Sie sagt nur, dass es Korruption gibt. Das stimmt zwar, aber Korruption gibt es überall.

 

Moyo sagt, dass korrupte Regimes mit den Hilfsgeldern das Militär stärkten, um an der Macht zu bleiben, Aufstände zu vermeiden und in Saus und Braus zu leben.

Natürlich riskiert man, dass sich manche Leute etwas abzweigen. Aber die Alternative wäre, nichts zu tun, keine Krankenhäuser zu bauen, keine Landwirtschaft zu ermöglichen und Millionen Kinder verhungern oder an Malaria sterben zu lassen.

 

Nicht nur konservative Ökonomen wie Moyo kritisieren Ihre Theorien. Auch von linken Protektionisten bläst Ihnen Gegenwind entgegen, weil Sie sich klar für den freien Handel aussprechen.

Dazu stehe ich auch. Bolivien hat den Weg aus der extremen Armut geschafft, indem es sich geöffnet hat, genauso wie die ehemalige Sowjetunion und viele andere. Gerade für kleine afrikanische Länder ist es wichtig, sich zu öffnen, weil die eigene Nachfrage wegen der Armut meist extrem gering ist.

 

Sie sind mit U2-Sänger Bono und Schauspielerin Angelina Jolie befreundet. Beide setzen sich stark für Entwicklungshilfe ein. Ein PR-Gag oder bringt das wirklich etwas?

Beide sensibilisieren durch ihre Bekanntheit viele Menschen. Bono hat es geschafft, viele Politiker beim Kampf gegen die Armut mit ins Boot zu holen. Das ist kein PR-Gag, denn wir Ökonomen können mit Theorien zwar auf Probleme aufmerksam machen. Aber Bono und Jolie erreichen die Massen.

 

Zum Abschluss noch eine sehr direkte Frage, die man oft an Stammtischen hört: Warum sollen wir uns überhaupt um die Probleme der südlichen Welt scheren?

Gerade für Europa gibt es dazu eine klare Antwort. Wenn wir die Probleme Afrikas nicht in den Griff kriegen, werden bald deutlich mehr Migranten an die europäische Tür klopfen. Die afrikanische Bevölkerung wird weiter stark wachsen und irgendwann wird sich die EU gegen die Flüchtlingsmassen nicht mehr wehren können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.10.2009)

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26 Kommentare
 
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grinch
04.10.2009 18:50
0 0

In Bezug auf den freien Wettbewerb, wird die Frage sein

wie lange Europa der Amerikanischen Gen-Lobby noch standhalten wird, darum sollte die EU an eigenen Genprodukten arbeiten, um nicht an ein weiteres Monopolunternehmen gekettet zu werden.

Auch wenn Gennahrung bis jetzt wenig erforscht ist, somit die potentiellen Gefahren noch nicht alle bekannt sind, sollte man sich dieser "Technologie" nicht verschließen.

Auf Kommentare von Experten aus dem Land der Bubblemaschine, kann man getrost verzichten.

0 0

die EU verhindert hoehere Profite von Monsanto

und auch dasz noch mehr indische Bauern Selbstmord begehen.
Die Vorteile von genmanipulierten Pflanzen moege es geben, aber die "Neben-wirkungen" kann keiner voraussagen bzw. verantworten, geschweige denn den Schden bezahlen.
Es gab bereits einmal Freisetzungsplaene fuer ein GM Bakterium um Ertraege zu steigern. Eine privates Labor hat dann entdeckt ( vor der Freisetzung ) das dieses Bakterium vermutlich 90% der Nutzpflanzen zerstoert haette.
Der Freisetzungsversuch wurde nicht gemacht!
Das ist ein Geist in der Flasche - freigesetzt kriegen sie einen GM Organismus der sich durch irgendwelche Umstaende als boesartig erweist, nicht mehr unter Kontrolle!
Die US Firma die dafuer verantwortlich ist geht in Konkurs und der amerikanische Staat lehnt alle Vernatwortung ab!

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ob es 2050 wirklich 8-9 mrd. menschen geben wird?

oder kommt da vielleicht doch noch eine gewaltigere wirtschafts- und systemkrise, die ein bißl aufräumt auf der welt? am ende könnte dann eine weltbevölkerung von nur mehr 3 mrd. stehen, weil letztendlich gar niemand mehr genug zum fressen haben wird. auch der herr sachs nicht.

0 1

Nur Werner Faymann kann den Hunger stillen und das Problem lösen!

Weil er die Kompetenz, die soziale Einstellung und die Fairness besitzt eine soziale, kompetente und faire Verteilungsgerechtigkeit herzustellen.

Die Iren waren lange Schuld, das die EU nichts verteilen konnte, weil Sie den Vertrag von Lissabon blockierte. Das ist nun anders.


Antworten Gast: sack reis
04.10.2009 13:34
1 0

Re: Nur Werner Faymann kann den Hunger stillen und das Problem lösen!

na, den rausch von gestern noch nicht ausgeschlafen ;-)

Antworten Antworten Gast: Peter Schober
04.10.2009 19:44
0 0

Re: Re: Nur Werner Faymann kann den Hunger stillen und das Problem lösen!

Zumindest zeigt er uns, wie man trotz des Hungers in der Welt das Lächeln nicht verliert!

Gast: Europäerin
04.10.2009 11:40
0 0

Warum gewährt die Presse Mr.Sachs ein Interview

Ich bedaure, daß eine wichtige österreichische Zeitung einem amerikanischen Monsanto-Lobbyisten die Möglichkeit bietet , seine unverschämte Kritik an der EU anzubringen.
Die USA Bürger sollen Gen-Mais etc. konsumieren dürfen. Die Europäer sollen selbst entscheiden, welche Nahrungsmittel auf ihren Markt kommen dürfen.
Die USA soll ihre Entwicklungshilfe leisten, wir leisten unsere.
Es wird immer zu wenig sein, wenn die afrikani-
sche Bevölkerung trotz Armut und Hunger und
Bürgerkriegen weiter sehr rasch wächst.
Bei Aids und Bevölkerungswachstum sind gute Beraterr nötig.
Zurück zur Kritik an den USA: Monsanto ist seit langem bekannt als skupellos ausbeuterisch.
Monsanto hat den Giftstoff Orange für den Vietnamkrieg erzeugt, Monsanto erzeugt
genmanipuliertes Saatgut, das nur einmal Früchte trägt. Monsantos Lobbyisten sind skrupellos menschenverachtend, nur gierig nach Macht und Geld. Die Lobbyisten gehören zu dem Schlimmsten, das man in den USA finden kann.
Die Gier vieler einflußreicher US Amerikaner hat
zur Weltwirtschaftskrise geführt. Das müßte man ihnen immer wieder ins Gesicht schleudern
statt sie nach ihrer Meinung zu fragen.


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Hilfszahlungen verstärken den Hunger


Die Welt besteht aus fruchtbaren Gebieten welche pro Quadratkilometer 1000 und mehr Menschen ernähren.

Die Welt besteht aber auch aus unfruchtbaren gebieten die pro Quadratkilometer nur 5 oder weniger Menschen ernähren können.

Hunger entsteht dort wo mehr Menschen leben als der Boden an Ernährung hergibt. Das regelte aber die Natur seit Jahrtausenden selbsttätig, und so lebten in allen Zeiten immer nur so viele Menschen auf einem Gebiet als dort auch Nahrung vorhanden war (von extremen Einzelereignissen abgesehen).

Heute aber wird hilfsgezahlt und -geliefert. Und damit die Menschen in den kargen Gebieten ermutigt noch mehr eigentlich nicht lebensfähigen Nachwuchs zu produzieren.

Und dieses Problem potenziert sich mit jeder neuen generation, die von Hilfsgeldern lebt.

Und dieses Priblem wird mit jeder Hilfslieferung auch durch einen Mentalitätswechsel zementiert: Wir fühlen uns ausgebeutet, ihr müsst zahlen. Und diese gefährliche Mentalität steht einer positiven Entwicklung z. B. in Afrika dauerhaft entgegen.

Der kaum hilfsbegelderte südostasiatische Raum zieht sich mehr und mehr am eigenen Schopf aus dem Dilemma. Weil man dort nicht träge auf Hilfsgelder wartet.

*******************

Gentechnisch veränderte Pflanzen KÖNNTEN Abhilfe schaffen, wenn sie die dafür notwendigen Eigenschaften (Trockenheitsresistenz, Robustheit,...) eingezüchtet bekämen. Es steht aber eher zu erwarten dass die gentechnischen Pflanzen wieder nur für die Gunstlagen optimiert werden.

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Re: Hilfszahlungen verstärken den Hunger

@Canislumpus,

du schreibst wirklich nur blödsinn...

Was du sagst, war vor dem Kolonialismus... Der hungernde Westen hat zuerst alle Ordnungen der Welt durcheinander gebracht..
Nein, ich möchte nicht alle Schuld dem Westen zuschieben. Die Weltwirtschaftsordung macht es unmöglich, dass Kontinente wie Afrika sich verbessern können.
Eine Frage: Was würde passieren, wenn die EU die europaischen Bauern nicht mehr subvensonieren würde?
Alle würden Pleite gehen, weil andere Kontinente günstiger produzieren.
Ist es korrekt, wenn man nach Ausland Maschinen verkauft aber gleichzeitig verhindert, dass andere nach Europa landwirtschaftliche Produkte verkaufen dürfen?

Gast: G Ast
04.10.2009 10:55
1 0

"Amerikanischer Topökonom"

Selbstverständlich will man anderen Ländern Schuld am Welthunger einreden und selbstverständlich sollen die Fördergelder weiterfließen - an die korrupten Oberschichten!

Der Anteil der amerikanischen Waffenindustrie an der US-Ökonomie ist zu groß, als daß man auf die Aufträge von eben diesen korrupten Oberschichten verzichten könnte.
Angenehmer Nebeneffekt, Sicherung von Rohstoffen und politische Abhängigkeiten.

Somit hat der Amerikanische Topökonom schon recht - halt im Sinne der Ostküstenimperialisten.

Gast: stirntipp
04.10.2009 08:44
1 0

kopfschütteln

Ich frage mich immer häufiger, woher diese Ökonomen" kommen....aus der Retorte?

Wie, und wo, sind "die" aufgewachsen, aus welchen Elternhaus kommen die? Was hat sie so geprägt so zu denken, welches Umfeld hat sie so sehr geprägt, welche Ausbildung haben die genossen, dass wir seit JAHRZEHNTEN so viel Schaden an uns, an diesem Planeten ergehen lassen müssen?

Haben diese überhaupt noch ein Herz in der Brust, oder ein genmanipuliertes aus dem Labor?

Sind das überhaupt Menschen die auf diesem Planeten geboren wurden?

Sind die so vom Geld, von der Gier besessen, dass sie Menschenleben und Natur durch ihr Verhalten durch ihr tun, durch ihr nicht tun, opfern???

Sind diese Ökonomen, nicht verantwortlich zu machen, für Hunger, Kriege und Terror?
Schon mal rückwirkend und zusammenhängend darüber nachgedacht?

Solche Ökonome, sind "Berater" und "Fachleute" und "Experten", von denen sich Politiker beraten lassen????????????

Und so einer fragt sich oft, warum warum sich die EU gegen Genmanipulation wehrt???
Ich kann es nicht fassen, dass der Herr Ökonom, keine Antwort dafür finden "will"!
Es ist unfassbar!

Ein Land, dass noch nicht so zubetoniert ist, und so viele Anbauflächen hat, könnte sich absolut selbt ernähren, wenn man die richtige Hilfe schon vor jahrzehnten gegeben hätte!
Aber es wurde nur ausgebeutet und ARM gemacht, und nun will man es mit weiteren Dreck verseuchen.
Kriminalität wird durch Armut gefördert, dass zu wissen, braucht man nicht Ökonom sein.


Antworten Gast: A. Perek
06.10.2009 11:23
0 0

Re: kopfschütteln

Topökonom: die Journalisten müssen halt irgendwas schreiben. Aber hat er Naturwissenschaften (z.Bsp. Biologie) studiert dass er sowas weismacht? Was er sagt is klar keine Meinung. Ausserdem, ein Grundschüler könnte auch auf solchem Niveau argumentieren. Top? Fachman? Ich als einfacher Ingenieur im Agrarbereich kann nur sagen dass es nicht zu beweisen ist dass die vom Herren angeschprochene Genmanipulation eine anwendbare Lösung ist. Die Natur, Ökosysteme etc. sind viel komlizierter und ihre Reaktion unabsehbar.

Hans Lody
04.10.2009 08:13
1 3

Würden sie nicht ununterbrochen Kinder zeugen

würden nicht ununterbrochen welche sterben.
Net Gentechnik-Kondomtechnik ist gefragt.

0 0

Re: Würden sie nicht ununterbrochen Kinder zeugen

Ein selten blödes Kommentar...

josephXY
04.10.2009 07:34
1 0

ist das ein Beitrag zur Medienkrise?

Um sich mittels news trash eigene Grenzen
zu ziehen? Unter anderem: die europ.
Agrarstatistiken kennt er offensichtlich nicht.
Da gibt es andere Probleme, eine ganz andere
Sachlage, als da dargestellt wird.
Genauso wenig wird die eigentlich schon
bekannt ziemlich problematische Wirtschafts-
und Geldpolitik vieler armer Laender erst gar
nicht zur Kenntnis genommen. Beispiel
Zimbabwe. Da richten Bono & co mit ihrer
demonstrativen Ignoranz und Unkenntnis
eigentlich ziemlich viel Schaden an.
Wer sich bloss mal einklickt z.B. beim
"Standard", einer Zeitung in Zimbabwe,
kommt innerhalb kurzer Zeit zu einer ganzen
Menge. Etwa ob gar nicht so wenig in
gewisser Weise auf dem Mond leben, nicht
mal in der Lage sind, sich aus erster Quelle
zu informieren. Immerhin konnte man aus
dieser Zeitung, im Internet, deren Probleme
mitverfolgen. Und die sind, das wird ersichtlich,
hausgemacht. Das Helfersyndrom richtet
da mehr Schaden an als irgendwem zu helfen.

koko
04.10.2009 07:28
1 0

Die materielle Entwicklungshilfe

gehört sofort eingestellt. Die müssen endlich lernen sich selbst zu helfen. Deshalb nur noch Lehrpersonal zur Verfügung stellen und eine funtionierende Marktwirtschaft aufbauen. Haupthindernis sind korrupte Regime und ewige Bürgerkriege, die diverse Länder in Chaos und Elend getrieben haben. Solange die innere Ordnung der Länder nicht hergestellt ist, ist das alles nur ein Fass ohne Boden. Beängstigend ist die Macht der Gentech Industrie, die die ganze Welt von ihren Produkten abhängig machen will.

Gast: asdfgh
04.10.2009 02:50
1 0

weil...

... gentechnisch veränderte Lebensmittel ungesund sind
... die Amis Geld machen wollen
... diese auch die Vormachtstellung in der Welt, durch Saatgut (90 % kommt aus den Werken von Monsanto), behalten wollen
... die Bauern dadurch nur ausgebeutet werden (desh. ist die Bauernsterberate zB in Indien extremst hoch -> Bauern müssen sich DANK Monsanto verschulden und können diese zT nicht mehr zurückzahlen -> begehen Suizid)
... die Vereinigten Staaten die meisten Waffen nach Afrika verkaufen
... jeder Overseas einer Lobby angehört und nicht dem allgemeinen Interesse dient
... der sowieso gekauft ist!

Das Stichwort lautet HILFE ZUR SELBSTHILFE. Natürlich sollte die EU den Weg der Unterstützung ändern und sich selbst um die Projekte kümmern, im gegenzug auch kein Milchpulver, etc nach Afrika verkaufen. Jedoch ist Gentechnik keine Lösung. Ein weiteres Problem in Afrika... Die Chinesen!

Antworten grinch
04.10.2009 18:32
0 0

Re: weil...

Man kann dem Handeln der Chinesen durchaus kritisch gegenüberstehen,
da sie sich Diktatoren gegenüber ähnlich verhalten wie die Amerikaner, nur sie bieten den Entwicklungsländern wirtschaftliche Aufbauhilfe, die Amerikaner bieten ihren korrupten Politikern lediglich Kredite an.

krenn91
04.10.2009 02:22
2 0

Gentechnik ist kurzfristig

Gentechnsch manipuliertest Getreide ist, wie schon gesagt wurde unfruchtbar und es muss somit jedesmal neue Saat hergestellt werden.

Zudem ist das Getreide nicht so Nährstoffreich, wie Natürliches.

Also langfristig ist Gentechnik keine Lösung.

Und Europa vorzuwerfen, den Hunger zu fördern, ist mehr als eine Frechheit. Wenn er das über Russland gesagt hätte, dann würde er wahrscheinlich gar nicht mehr leben o.O

LUPO
04.10.2009 00:19
2 0

Onkel von der Lobby

Vielleicht sollte er mal nach Afrika reisen. In gewissen Regionen muss er aber aufpassen nicht an einer Bleivergiftung zu sterben, wobei die Waffen teilweise aus den Staaten kommen und in diesen Regionen ist der Boden auch grün und fruchtbar, das Leben aber furchtbar.

Antworten Gast: *
04.10.2009 01:16
0 0

Re: Onkel von der Lobby


Ich denke, eine Paradelösung ohne Interessen gibt es nicht.

Wichtig ist, dass es Menschen gibt, die sich einsetzen, und überhaupt helfen wollen.

0 0

Weder die USA noch die EU und ...

... schon gar nicht die internationalen Konzerne sind wirklich an einer positiven Entwicklung in der so genannten Dritten Welt interessiert. Sowohl Gewinne als auch Ressourcensicherung stehen an erster Stelle und sei es, dass dies mit Gewalt realisiert wird - siehe Irak. Und wenn ein Staat das Spiel nach den Regeln der oben Genannten nicht mitspielt, dann wird er auf die Liste der "Bösen" und unter Druck gesetzt, sanktioniert und medial in Misskredit gebracht.

2 0

Die EU ist gegen den Einsatz von gentechnisch manipulierten Samen und trägt damit zum Hunger bei.

Die EU tut, was für die EU gut ist.
Sachs tut und sagt, was für die USA gut ist.

Wir haben nich zwingend die selben Interessen.

grinch
03.10.2009 19:45
3 0

"Die Ernährung der Welt",

ist das große, selbstgesteckte Ziel von Monsanto,
dem weltweit führenden Anbieter(mehr als 90%) von genmanipulierten Saatkörnern.

Interessant dass sich diese Fima in Amerika befindet, auch interessant dass sie davor chemische Kampfstoffe(Vietnamkrieg-Agent Orange) und Pestiziede hergestellt haben.

Wenn man sich die Berichte über die ach so guten genmanipulierten Körner durchließt, kommt man zu dem Schluss, dass Monsanto über eine sehr qualifizierte Lobby verfügen muss, denn die meisten Ergebnise deuten auf alles Andere als Sicherheit hin.

Da liest man von Mutationen und Pilzbefall,
bei den ach so tollen Körndeln.

Und das bedenklichste an der ganzen Sache ist,
dass man das Saatgut jedes Jahr aufs neue von Monsanto beziehen muss, da die "Früchte" "unfruchtbar" sind.
Es lebe die nahrungsmitteltechnische Abhängigkeit.

1 0

Re:

Vollkommen Ihrer Meinung.

Schön langsam habe ich auch den Verdacht, dass Monsanto einen Großteil ihres Gewinnes, an die Politiker abliefert um schlußendlich, einmal die Welt von ihren Produkten abhängig zu machen.

Die Globalisierung war der Anfang.

Über Monsanto und deren Machenschaften müsste unebedingt mehr berichtet werden, aber wahrscheinlich getraut sich kein Journalist über dieses Thema gründlich zu recherchieren und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Es ist ein zu heisses Thema, da es um Macht, unendliche Gier und Menschenverachtung geht, und niemals darum den Hunger in einem Land zu bekämpfen, dass so groß ist, dass es im Überfluss leben könnte, wenn man es nur lassen würde.

Aber vielleicht dürfen wir doch noch auf starke, ausdauernde und mutige Journalisten hoffen?

Antworten Gast: stirntipp
04.10.2009 08:25
0 0

Re:

Es ist unglaublich welch Ignoranz von diesen "Fachleuten" an den Tag gelegt wird!

Man hat Afrika ausgebeutet, ausgeblutet....ein Land so reich an Bodenschätzen in diese Armut zu führen, hat sehr wohl auch etwas mit Europa zu tun!!!

Dann solche Spenden zu geben, dass sie nur noch ÄRMER werden, ist einfach unfassbar.

Diese ARMEN Menschen auch noch weiter abhängig machen zu wollen, indem Monsanto ihre Versuche an diesen Menschen macht, und mit genmanipulierten Schei...Dreck überschwemmen will ist ....sprachlos!

Billigste Trockenmilch dorthin zu liefern, und dort die Bauern brotlos zu machen, dass sie ihre Existenz verlieren, Menschen vor Hunger sterben.
Von dort billiges Getreide importieren, sodass die eigenen Menschen dort nix zum fressen haben, ist einfach GOTTLOS!

Bezahlt, die Güter, die Ware, die Schätze, die aus diesem Land kommen, MENSCHENWÜRDIG, dann müssen sie auch nicht für Hilfe betteln oder auswandern!

Es ist eine Schweinerei, dass nur Müll und Schrott nach Afrika geliefert wird!
Abgelaufene Medikamente, Kleidung aus der Altkleidersammlung, Trockenmilchschwemme und Zwiiiiiebeln (!!!)

Mich würde nicht wundern, wenn die alle eines Tages hier her kommen und unsere sogenannten "Ökonomen" darauf hinweisen, dass es nicht darum geht, das Land Afrika in den "Griff" zu bekommen, sondern einfach menschenwürdig und respektvoll zu behandeln.

"Zugegriffen" haben schon zu Viele,und diesem HERRLICHEN Land und Menschen, Schaden, Armut, Krankheit zugefügt und Tod gebracht!!!

 
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