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Airbus: Militärflieger A400M droht das Aus

02.11.2009 | 16:45 |   (DiePresse.com)

Das deutsche Verteidigungsministerium - zugleich größter Kunde - will keine weiteren Entwicklungskosten für das Airbus-Projekt übernehmen. Airbus droht nun ein Machtkampf mit Verteidigungsminister Guttenberg.

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Dem A400M-Militärflieger von Airbus droht das Aus. Das deutsche Verteidigungministerium - zugleich größter Kunde - will keine weiteren Entwicklungskosten übernehmen, berichtet die "Financial Times Deutschland". "Wir gehen davon aus, dass die Industrie die vertraglich vereinbarte Leistung innerhalb des vertraglich vereinbarten Kostenrahmens erbringen wird", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

20-Milliarden-Projekt droht zu scheitern

Das könnte ein Scheitern des 20 Milliarden Euro schweren Projekts bedeuten. Denn am Freitag hatte Airbus-Chef Thomas Enders die Hoffnung geäußert, dass Deutschland gemeinsam mit den sieben europäischen Bestellnationen die zusätzlichen Kosten und Risiken aus dem Festpreisvertrag tragen würde.

Airbus: Militärflieger A400M
Der A400M ist ein schweres Transportflugzeug, das entwickelt wurde, um bis zu 32 Tonnen an Truppen und Ausstattung über Distanzen bis zu 8.000 Kilometer weit zu befördern.

Enders forderte Klarheit bis zum Ende des Jahres. Er könne die Ingenieure, die für das A400M-Projekt abgezogen seien sehr gut beim neuen Langstreckenmodell A350 gebrachen, ließ Enders wissen. Er deutete damit mehr oder weniger klar einen Projektstopp an, sollte es keine Zugeständnisse von Seiten der deutschen Regierung geben.

Machtkampf mit Verteidigungsministerium droht

Nun drohe ein Machtkampf zwischen dem neuen CSU-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und der EADS-Tochter EADS, schreibt die Zeitung. "Ich bin nach wie vor der Hoffnung, dass die Bundesregierung nach Frankreich, Großbritannien, Spanien und der Türkei ebenfalls eine konstruktive Haltung zu diesem Projekt einnimmt", versucht Enders Druck auf den Minister auszuüben. Aus dem Ministerium kommt die Kritik, dass eine "offizielle, konkret überarbeitete Auslieferungsplanung seitens der Industrie" nicht vorliege.

(Red.)

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2 Kommentare
megadoc
02.11.2009 18:14
0 1

Einfache Rechnung

(auch hier) der Staat (wir alle) zahlt, die Manager kassieren für ihre Tüchtigkeit die Prämien.

hw
03.11.2009 08:58
0 0

Re: Einfache Rechnung

nur sind oft die manager, die das disaster begonnen haben oft schon abgesprungen.

ingenieurbüros haften 10jahre für ihre leistungen. man kann sich nicht so richtig erklären, warum das für manager, welche oft viel weitreichendere entscheidungen treffen nicht gelten soll?

es wurden doch in der vergangenheit bewußt falsche termine und kosten auf den tisch gelegt, um investoren in "die falle" zu locken. sind sie erstmal im boot, ist der ausstieg sehr schwer.

schuld ist weniger der, der etwas macht, sondern auch der, der schlechte regeln aufstellt und fehler nicht ahndet.