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Handel: China belegt Chemikalien mit Strafzöllen

02.11.2009 | 18:35 |  (Die Presse)

Betroffen sind die USA, die EU und Südkorea. Der Zoll auf Adipinsäure soll für die Dauer von fünf Jahren eingehoben werden, wie das Handelsministerium erklärte.

Wien(ag./red.). Die chinesische Regierung schlägt im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten zurück: Peking hat angekündigt, die Chemikalie Adipinsäure (die unter anderem zur Nylonproduktion und zur Herstellung von Medikamenten verwendet wird) mit Strafzöllen zu belegen. Die Höhe der Importzölle beträgt zwischen fünf und 35,4 Prozent und trifft die USA genauso wie die Europäische Union und Südkorea.

Der Zoll auf Adipinsäure soll für die Dauer von fünf Jahren eingehoben werden, wie das Handelsministerium erklärte. Peking begründet den Schritt damit, dass die Chemikalie zu Billigstpreisen importiert werde und der chinesischen Industrie schade.

Bereits Anfang September hatte US-Präsident Barack Obama angekündigt, Reifen aus China mit höheren Importzöllen zu belegen. Mit Monatsende wurden die Zölle von fünf auf 35 Prozent angehoben. Die US-Reifenindustrie müsse vor günstigen Konkurrenzprodukten aus dem Reich der Mitte geschützt werden, lautete die damalige Begründung. China drohte in Folge dessen damit, den Import von US-Autos und Geflügelprodukten erschweren zu wollen.

Beide Länder prüfen derzeit die Einführung neuer Zölle. In jüngster Zeit gab es jedoch auch Anzeichen dafür, dass beide Staaten den Handel mit Fleisch vereinfachen wollen.


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