Indien kauft halbes Gold-Kontigent von IWF - Rekordhoch

Indien kauft aus dem Bestand des Internationalen Währungsfonds 200 Tonnen Gold. Dieser Umstand hat den Goldpreis erneut angeheizt, er steigt auf 1087 Dollar.

FILE - In this May 13, 2008 file photo, gold standard bars are piled up at the gold smelter company A
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FILE - In this May 13, 2008 file photo, gold standard bars are piled up at the gold smelter company A
(c) AP (Karl Mathis)

Indien hat vom Internationalen Währungsfonds (IWF) 200 Tonnen Goldgekauft. Der Kauf erfolgt zum Marktpreis der vergangenen Tage, d. h. um ca. 1060 Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm).  Es handelt sich um den ersten Gold-Verkauf des IWF seit neun Jahren, berichtet die Financial Times Deutschland (ftd.de).

Der Umstand, dass sich große Akteure wie Notenbanken zu einem solch hohen Preis mit Gold eindecken, hat den Goldpreis nun auf 1087 US-Dollar steigen lassen. Bisher profitierte der Wert von Gold ja stark vom schwachen US-Dollar und der Angst vor einer stark steigenden Inflation. Indien will mit dem Gold seine Währungsreserven breiter streuen. Es ist wahrscheinlich, dass auch andere Notenbanken Gold kaufen, so ein Rohstoffanalyst der Commerzbank gegenüber ftd.de.

Der IWF will als Teil des im September in Kraft getretenen Zentralbankgoldabkommen gemeinsam mit den darin zusammengeschhlossenen Zetnralbanken insgesamt ein Kontingent von 403 Tonnen Gold verkaufen, als zweiter Käufer - 200 Tonnen dürfen heuer noch verkauft werden - wird China gehandelt. In dem Abkommen wird auch festgelegt, dass Zentralbanken keine nennenswerte Belastung für den Goldmarkt werden dürfen. Künftig sollen sie zum Nettokäufer werden.

(APA)

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