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Übernahme: Buffett kauft Eisenbahn

03.11.2009 | 18:46 |   (Die Presse)

Dem Milliardär ist Burlington 26 Mrd. Dollar wert. Die Übernahme des in Fort Worth ansässigen Unternehmens fällt in eine Zeit schwacher Nachfrage nach Transportdienstleistungen.

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New York (Reuters/DJ). Eisenbahnen sind bekanntlich nicht nur das liebste Spielzeug kleiner Buben. Auch große Buben schätzen Lokomotiven. Warren Buffett, zweitreichster Mann der Welt, gehört wohl dazu. Er kauft freilich gleich eine „richtige“ Bahn: Seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway setzt zur größten Übernahme in ihrer Geschichte an und kauft den noch nicht in ihrem Besitz befindlichen 77,4-Prozent-Anteil an der US-Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe (BNSF). Berkshire hielt bislang 22,6 Prozent am zweitgrößten Eisenbahnunternehmen der USA (gemessen am Umsatz).

Berkshire will 100 Dollar je Aktie zahlen, was einem Aufschlag von 31 Prozent gemessen am Schlusskurs der BNSF-Aktie vom Montag entspricht. Die Aktie legte am Dienstag vorbörslich um 28 Prozent zu. BNSF wird damit mit rund 44 Mrd. Dollar (inklusive zehn Mrd. Dollar Schulden) bewertet. Buffett muss 26 Mrd. Dollar für die ausständigen Anteile stemmen. Nun müssen die Burlington-Aktionäre entscheiden, ob sie für ihre Anteilsscheine Bargeld sehen oder diese gegen Aktien von Berkshire tauschen wollen. Der Berkshire-Board hatte einem 50:1-Split des Aktienkapitals zugestimmt. Falls sich BNSF-Kleinaktionäre für einen Tausch ihrer Aktien gegen Berkshire-Aktien entschieden, würden mehr Aktien benötigt.

Die Übernahme des in Fort Worth ansässigen Unternehmens fällt in eine Zeit schwacher Nachfrage nach Transportdienstleistungen. Bevor die Rezession um sich griff, hatte die Eisenbahn in den USA einen fünf Jahre währenden Aufschwung erlebt.

Einige Indikatoren deuten auf eine baldige Erholung der Wirtschaft hin. Auch Buffett ist offensichtlich von der Zukunft der Eisenbahn überzeugt. „Der zukünftige Wohlstand unseres Landes hängt von einem effizienten, gut erhaltenen Schienennetz ab“, erklärte er.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2009)

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1 Kommentare
Gast: ET
04.11.2009 17:17
0 0

Schlauer Bursche!

Die Kohle muss weg, voll rein in Sachwerte. Wenn es geht dann noch langfristige Kredite mit Fixzinsen.

Den Zusammenhang mit einer kommenden Wirtschaftserholung sehe ich dabei eher nicht. Die Motivation kommt eher von exzessiven Inflationsängsten.

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