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Madoffs Buchprüfer gesteht Betrug

03.11.2009 | 18:55 |   (DiePresse.com)

Nach Finanzchef Frank DiPascali gesteht auch Buchprüfer David Friehling seine Beteiligung am milliardenschweren Schneeballsystem. Beide erwarten deshalb ein milderes Urteil. Es sind keine weiteren Mittäter angeklagt.

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In der Madoff-Betrugsaffäre hat ein dritter Verdächtiger gestanden. Madoffs langjähriger externer Buchprüfer David Friehling gab seine Beteiligung an dem milliardenschweren Schneeballsystem zu. Im Gegenzug hofft der 49-Jährige auf ein milderes Urteil als die drohende Haftstrafe von insgesamt mehr als hundert Jahren.

Friehling kooperierte mit Behörden

Friehling räumte an einem New Yorker Gericht wie erwartet Betrug und eine Reihe weiterer Vergehen ein, wie unter anderem der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtete. Er kooperiere mit den Behörden bei ihren weiteren Ermittlungen.

Madoffs Komplizen

Mega-Schwindler Bernard Madoff hatte stets betont, allein gehandelt zu haben. Doch schon Mitte August hatte neben ihm selbst auch sein früherer Finanzchef Frank DiPascali seine Beteiligung zugegeben. DiPascali wartet in Untersuchungshaft auf sein Strafmaß.

Der 71 Jahre alte Madoff war vor vier Monaten zur Höchststrafe von 150 Jahren Haft verurteilt worden. Über Jahrzehnte schädigte er mit seinem bis zu 65 Milliarden Dollar schweren Betrug Zehntausende von Anlegern.

Keine weiteren Anklagen

Über die zwei geständigen Mittäter hinaus haben die Strafverfolger keine weiteren Personen in dem größten Finanzbetrug aller Zeiten angeklagt. US-Medien spekulieren aber immer wieder über noch mögliche Komplizen. Außerdem laufen zahlreiche zivile Schadensersatzprozesse gegen Finanzvermittler und Großinvestoren aus dem Umfeld Madoffs.

(Ag.)

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