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Toyota bleibt tief in der Verlustzone

05.11.2009 | 09:45 |   (DiePresse.com)

Der weltgrößte Autobauer verdiente zwar im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wieder 165 Millionen Euro, bleibt im Halbjahr aber mit 484 Millionen unter der schwarzen Null. Grund ist auch der starke Yen.

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Der weltgrößte Autobauer Toyota hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres (April bis September) massive Verluste eingefahren. Unterm Strich blieb ein Nettoverlust von 65 Milliarden Yen an, das sind rund 484 Millionen Euro zum Kurs von 134,1484 vom 5. November 2009 um 9:30 Uhr.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Toyota

Veränderung

2. Qu 09/10 2. Qu 08/09 in Mio. € in %
Umsatz Autos 31.568,20 41.781,09 -10.212,89 -24,44
Erlöse gesamt 33.854,79 44.542,28 -10.687,48 -23,99
Ergebnis operativ 432,39 1.263,35 -830,97 -65,77
Ergebnis vor Steuer 563,06 1.367,39 -804,33 -58,82
Nettoergebnis 165,40 1.105,63 -940,23 -85,04
nach Minderheiten 162,77 1.042,20 -879,43 -84,38
Toyota

Veränderung

1. HJ 09/10 1. HJ 08/09 in Mio. € in %
Umsatz Autos 57.815,86 85.455,44 -27.639,58 -32,34
Erlöse gesamt 62.450,56 90.872,53 -28.421,97 -31,28
Ergebnis operativ -1.020,21 4.338,99 -5.359,19
Ergebnis vor Steuer -469,44 4.744,65 -5.214,09
Nettoergebnis -484,37 3.889,50 -4.373,87
nach Minderheiten -417,34 3.678,53 -4.095,87

Weniger und billigere Autos

Toyota konnte im laufenden Geschäftsjahr erst 3,878 Millionen Fahrzeuge verkaufen, das sind um 761.000 weniger als die 4,639 Millionen Fahrzeuge, die zwischen April und September 2008 an den Kunden gebracht wurden. Toyota beziffert den dadurch und durch den ungünstigeren Modellmix entstandenen Erlösentgang mit rund 6,78 Milliarden Euro. Denn es wurden auch relativ mehr kleine und billige Autos verkauft - und an diesen verdient Toyota weniger als an den Oberklassemodellen.

Opfer des starken Yen

Außerdem leidet Toyta, wie derzeit viele japanische Unternehmen, am nach wie vor starken Yen. Ein Beispiel soll den negativen Effekt verdeutlichen:

Angenommen, ein Auto kostet 2.000.000 Yen. Der Ausgangskurs sei 1:100, man bekommt für einen Euro also 100 Yen. Somit kostet der Wagen 2.000.000:100 = 20.000 Euro. Steigt nun der Yen-Kurs auf z.B. 1:80 (man bekommt also für einen Euro nur noch 80 Yen), so kostet der gleiche Wagen mit dem gleichen Yen-Preis 2.000.000:80 = 25.000 Euro. Um diesen höheren Europreis würden aber wahrscheinlich weniger Autos verkauft werden, denn nicht-japanische Unternehmen können ihre Preise tiefer halten. Daher wird am Markt der Europreis des japanischen Autos auch (fast) gleichbleiben. Das führt dazu, dass das Unternehmen in Japan weniger Yen für seine in Euro verkauften Autos bekommt.

Allein den Welchselkurseffekt beziffert Toyta für das abgelaufene Halbjahr mit 2,3 Milliarden Euro.

 

(ebl)

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