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Deutschland: 2,9 Mrd. Euro weniger Steuereinnahmen

05.11.2009 | 14:28 |   (DiePresse.com)

Die gesamten Steuereinnahmen des Staates betragen demnach 524,1 Milliarden Euro im laufenden Jahr und 511,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr.

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Bund, Länder und Gemeinden in Deutschland müssen in diesem Jahr mit knapp drei Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen als noch im Mai angenommen. Dies ergab am Donnerstag die neue Steuerschätzung, wie das Bundesfinanzministerium mitteilte. Die gesamten Steuereinnahmen des Staates betragen demnach 524,1 Milliarden Euro im laufenden Jahr und 511,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr. Die Prognose für 2010 wurde gegenüber der Mai-Schätzung leicht um rund 1,1 Milliarden Euro angehoben. Grund sind die etwas besseren Konjunkturaussichten.

Für den Bund ergeben sich wegen niedrigerer Abführungen an die EU sogar im laufenden Jahr Mehreinnahmen von 1,5 Milliarden Euro. Länder und Gemeinden müssen 2009 hingegen ein Minus von 2,0 beziehungsweise 1,0 Milliarden Euro einkalkulieren.

"Niedrige Aktivität in der Wirtschaft"

Im Jahr 2010 stehen dann einem leichten Zuwachs beim Bund - nämlich plus eine Milliarde - konstante Einnahmen bei den Ländern und Einbußen bei den Gemeinden von minus 1,1 Milliarden Euro gegenüber.

Laut Ministerium verbleibt die wirtschaftliche Aktivität bis Ende nächsten Jahres "auf niedrigem Niveau". Zugrunde gelegt haben die Schätzer, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2009 um 3,9 Prozent schrumpft und 2010 um 1,6 Prozent wächst. Dies entspricht gegenüber der Steuerschätzung vom Mai einer Aufwärtskorrektur von plus 1,4 beziehungsweise 0,4 Prozentpunkten.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: ET
05.11.2009 16:18
0 0

In Österreich noch viel Schlimmer!

Der Finanzminister hat für das gesamte Jahr 2009 Steuereinnahmen von 63.884 Mio. Euro geplant. Bis Ende September konnten aber nur Einnahmen von 39.451 Mio. Euro gebucht werden. Eine einfache Hochrechnung (:9x12) würde dann Gesamtjahreseinnahmen von 52.601 Mio. Euro ergeben. Der Finanzminister hat sich also um etwa 11 Mrd. Euro oder 17% verrechnet.

Deutschland ist 10 x so gross wie Österreich und verrechnet sich aber um nur 2,9 Mrd. Euro.
Das gibt es doch gar nicht!

Ich ET, unterstelle der Regierung diesen Voranschlag bewusst falsch gemacht zu haben, um die Probleme im geschützten Wirtschaftbereich weiter mit Geld zupflastern zu können. Es wurde bewusst in Kauf genommen, um die Kasse des jeweiligen Klientel (und der eigenen) nicht austrocknen zu lassen. Es wurde auch bewusst die kommenden Generationen, welche noch nicht wahlberechtigt sind, mit zusätzlichen Schulden angefüllt. Es wurde aber noch kein einzige Massnahme ergriffen, welche die Strukturprobleme verbessern könnte.

Das sind grausame Vorgänge.

Die Auswirkungen werden erst später in Erscheinung treten und das ganze Land im Elend versinken lassen. Die Parteibonzen (alle Parteien, inkl. Opposition) sind vollkommen durchgedreht. Man kann von einem kollektiven Delirium sprechen.

Deutschland, mit einem grösseren Einbruch der Wirtschaft, steht noch immer besser da als Österreich. Die fehlenden 2,9 Mrd. Euro sind ein lächerlicher Betrag im direkten Vergleich mit Österreich.

www.bmf.gv.at


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