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Opel-Händler ziehen Zusage über 500 Mio. Euro zurück

06.11.2009 | 07:27 |   (DiePresse.com)

Die bisherige Zusage einer Finanzhilfe war mit der Trennung Opels von GM verbunden. Finanzminister Schäuble hält Staatshilfen noch für möglich, die Gewerkschaft fordert Zusagen.

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Der US-Autobauer General Motors (GM) kann nach seiner Entscheidung, Opel zu behalten, nicht mehr mit der geplanten millionenschweren Unterstützung der Opel-Händler rechnen. Albert Still, Vizepräsident des Verbandes Europäische Opel-Händler (Euroda), sagte der "Welt" (Freitag): "Das Thema ist vom Tisch. Es wird weder eine Beteiligung der Händler an Opel noch einen finanziellen Beitrag geben."

Situation hat sich geändert

Die europäischen Händler hatten vor neun Monaten den Beschluss gefasst, Opel im Falle einer Trennung vom Mutterkonzern GM mit bis zu 500 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Im Gegenzug hatten sie eine Beteiligung gefordert, beispielsweise an einer neu zu gründenden Opel-Bank. Die Situation hat sich durch den geplatzten Verkauf geändert. Es bestehe keine Grundlage mehr für ein Engagement der Händler, sagte Still der Zeitung. So werde es nun unter anderem keine neue Opel-Bank geben.

Deutsche Staatshilfen möglich

"Der Zulieferer Magna wäre unser Wunschpartner gewesen. Aber die Händler sind froh, dass das Tauziehen ein Ende hat. Wir haben Jahrzehnte mit GM gelebt und werden das weiter tun", sagte Still. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält staatliche Finanzhilfen an GM indessen für möglich. Zunächst müsse der Konzern den Überbrückungskredit in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zurückzahlen, sagte Schäuble der "Neuen Presse" aus Hannover.

Gewerkschaft droht mit Widerstand

Die deutsche IG Metall hat vor möglichen deutschen Staatshilfen klare Zusagen des Opel-Mutterkonzerns General Motors gefordert. Erst wenn ein Konzept für den deutschen Autobauer vorliege, könne man über Hilfen nachdenken, sagte Gewerkschaftschef Berthold Huber der "Frankfurter Rundschau". "Wenn der Staat Hilfen gewährt, wäre er gut beraten, als Gegenleistung Mitsprache in dem neuen Opel-Konzern zu verlangen." Die Belastungen für die Beschäftigten dürften nicht größer sein als bei dem Konzept von Magna, sagte Huber weiter und drohte mit Widerstand: "Wir werden uns nicht wie die Lämmer zur Schlachtbank führen lassen", sagte der IG-Metall-Vorsitzende.

(Ag.)

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6 Kommentare
Gast: GAST
06.11.2009 11:14
0 0

alles nurmehr chaos

wieder mal nur chaos, wenn unsere "geistigen" eliten genannt "top-manager" gegenseitig mit einer firma poker spielen.

das ende vom lied wird wieder einmal mehr sein, so lange werden alle seiten zocken, bis der betrieb gefährdet ist und ganz zusperren muss oder um ein butterbrot dann doch verkauft wird. ergebnis: noch mehr arbeitslose.

aberhauptsache unsere großkopferten stecken sich davor noch dein einen oder anderen selbsternannten bonus in die tasche bevor es bergab geht. und dann wechseln sie in einen anderen freunderl-konzern und machen das selbe wieder...

romolaner
06.11.2009 09:29
1 0

Opel Händler

Ich bin mir sicher das nun die Opelverkaufszahlen drastisch sinken werden.(Keine Soli mehr).

Gast: Pips
06.11.2009 07:30
0 0

Wie

üblich kommen jetzt die wichtigmacher hervor. fakt ist, OPEL ist eine kaputte marke, mit "pensionisten-image". man will mit allen mitteln einen sterbenden am leben erhalten. das wird nicht gutgehen und noch viel steuergeld vernichten. OPEL wird trotzdem nicht lebensfähig werden. so ist das leider, wenn politiker glauben big business machen zu können. das ging und geht immer in die hosen. OPEL wird so oder so bald geschichte sein.

Antworten Gast: Chemicus
06.11.2009 09:09
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Re: Wie

Aber trotz Pensionistenimage sind sie in der Verkaufsstatistik auf Platz 2 hinter VW.

Antworten Nobodaddy
06.11.2009 08:48
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Re: Wie

Opel hat heut das Image, das Audi Anfang der 80er hatte (bevor Piech mit dem Quattro einen kompletten Richtungswechseln vollzogen hat). Und sehen sie, wo das Image von Audi heute steht!
Das Image ist nur ein kurzfristiges Problem.

Antworten Gast: picard
06.11.2009 08:20
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richtig!

und nicht nur opel sondern auch ein ein großteil der restlichen branchen!

dummerweise wollen dies viele einfach nicht wahrhaben und verbraten lieber mrd. an steuergelder!