Erstmals seitdem die USA im Dezember 2007 in die Rezession geschlittert sind, ist eine wirtschaftliche Erholung zu spüren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal zum ersten Mal seit Mitte 2008 wieder (allerdings resultierte das gesamte Wachstum aus staatlichen Maßnahmen). Erst gestern wurde bekannt, dass die Produktivität der US-Unternehmen so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr ist. Doch der Arbeitsmarkt ist schwach: Die Arbeitslosenquote stieg im Oktober im Vergleich zum Vormonat September von 9,8 auf 10,2 Prozent.
Kurz vor Bekanntgabe der aktuellen hatte der US-Kongress in Washington das soziale Netz verstärkt. Der US-Senat votierte einstimmig dafür, die Arbeitslosenunterstützung auszudehnen. Die Zustimmung des Repräsentantenhauses gilt als sicher. Amerikaner ohne Job können jetzt- abhängig vom Bundesstaat, in dem sie wohnen - bis zu knapp zwei Jahre lang staatliche Hilfen erhalten, berichtet das "Handelsblatt".
Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist entscheidend für die Konsumausgaben, die wiederum rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA ausmachen. Seit Ausbruch der Rezession in den USA Ende 2007 sind der Krise bereits 7,3 Millionen Arbeitsplätze zum Opfer gefallen.
(phu/Ag.)

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