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EU droht Deutschland wegen Staatshilfe für Opel

07.11.2009 | 12:55 |   (DiePresse.com)

Staatshilfe nur beim Erhalt aller deutschen Werke - das verstoße gegen die Binnenmarktregeln, heißt es aus der Kommission. Die deutsche Politik stellt Bedingungen an den Opel-Mutterkonzern GM.

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Die EU-Kommission will Pläne von Deutschlands Bundesregierung und Ländern verhindern, Staatshilfe für General Motors und Opel nur beim Erhalt aller deutschen Werke zu gewähren. Der Sprecher der zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes sagte der "Berliner Zeitung" (Samstagsausgabe), es bestehe kein Zweifel daran, dass Staatshilfe, die an die Bedingung des Arbeitsplatzerhalts in Deutschland geknüpft werde, "kaum mit den Binnenmarktregeln in Einklang zu bringen sein dürfte" und deshalb von Brüssel nicht akzeptiert werde.

Weiter hieß es, das Ziel von EU-konformen Restrukturierungsbeihilfen sei immer der langfristige Erhalt des Unternehmens. Über Einzelheiten müssten die Unternehmen aber nach rein betriebswirtschaftlichen Kriterien entscheiden können. Dabei sei zumindest denkbar, dass dieses Ziel - und damit die Rettung von Jobs in anderen EU-Staaten - nur mit dem Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland erreicht werden könne.

Der Kroes-Sprecher stellte auch klar, dass für GM Hilfen aus dem von der EU zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise generell genehmigten Rettungsschirm für Unternehmen nicht in Frage kommen. Dieser Finanzrahmen sei für eindeutige Krisenfolgen reserviert. Er können nicht benutzt werden, um innerhalb der EU "Bedingungen für bestimmte Unternehmensstandorte durchzudrücken". Nur so lasse sich ein Subventionskrieg in der Europäischen Union vermeiden.

Bedingungen an GM

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) will nach dem geplatzten Verkauf von Opel an den austro-kanadischen Magna-Konzern Staatshilfen für den Opel-Mutterkonzern General Motors an weitreichende Bedingungen knüpfen. "Erst muss das Unternehmen den Übergangskredit zurückzahlen", sagte Koch den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Samstagsausgabe). Außerdem müsse zunächst die Liquidität von Opel gewährleistet werden. "Wir erwarten einen eigenen Beitrag von GM", sagte Koch.

Generell wollte der CDU-Politiker die Gewährung staatlicher Hilfen aber nicht ausschließen. "Natürlich kann GM Anträge auf Staatshilfe stellen. Diese würden aber kritisch geprüft, weil es um Steuergeld geht", sagte er dem Blatt. Die GM-Forderung nach Zugeständnissen der Opel-Belegschaft im Zuge der Konzernsanierung wies Koch mit der Begründung zurück, die Beschäftigten hätten bereits sehr weitreichende Zugeständnisse gemacht. Auch den Mitarbeitern sei allerdings klar, dass ohne Arbeitsplatzabbau die Sanierung nicht gelingen werde. Er erwarte jedoch, dass es "keine betriebsbedingten Kündigungen" geben werde.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte staatliche Hilfen für Opel vom Erhalt aller deutschen Werke abhängig gemacht. Ähnlich hatte sich der rheinland-pfälzischer Regierungschef Kurt Beck (SPD) geäußert.

"Kein Anrecht auf Staatshilfe"

Der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) unterstrich im Interview mit der "Wirtschaftswoche", dass der GM zwar wie jedes andere Unternehmen auch Hilfen aus dem Wirtschaftsfonds Deutschland beantragen könne , es gebe aber "kein Anrecht auf staatliche Hilfe". Ein solcher Antrag könne auch abgelehnt werden, wenn das Konzept als nicht tragfähig erscheine. "Dies ist in der Vergangenheit schon mehrmals geschehen", sagte Brüderle.

Opel hatte kurz vor der Insolvenz der Konzernmutter einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,5 Milliarden Euro erhalten. Der Kredit läuft zum Monatsende aus. GM hatte sich bereiterklärt, die bisher ausgezahlten Gelder pünktlich zurückzuzahlen. Der ursprüngliche Plan, Opel mehrheitlich an ein Konsortium um den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna zu verkaufen, war Mitte der Woche gescheitert.

(Ag.)

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10 Kommentare
Gast: Aussie
10.11.2009 07:28
0 0

GM will Ueberbrueckungskredit rueckerstatten

Sicherlich wird GM den Kredit in US Dollar zurueckbezahlen. Um dies zu ermoeglichen wird man sog. GM Anleihen von der FED monetarisieren lassen und sich damit von ihren Verbindlichkeiten befreien.
Wie lange koennen diese Vagabunden dieses Spiel noch treiben?

jopc
08.11.2009 21:00
0 0

lasst doch opel in konkurs gehen, kein kniefall vor den konzernen und jeder würde es verstehen.

erstens:
es darf so ein erpressungsversuch eines konzerns nicht belohnt werden.

zweitens:
die milliarden an hilfe verschwinden in den falschen taschen. gebt sie den dann gekündigten arbeitern.
drittens:
es würden ein paar milliarden bezahlt um am ende "nur" 10 000 arbeiter zu kündigen. denen muss ich ja dann ohnehin arbeitslosengeld bezahlen. da bezahle ich lieber allen die stütze und habe damit den konzernen signalisiert " SO NICHT".
ausserdem ist es eine einfache betriebswirtschaftliche rechnung die aufgeht.
die nachahmer um stützkredite damit wir dann nur 50 000 arbeiter entlassen scharren schon in den startlöchern.
HÄRTE MAL GEGENÜBER KONZERNEN ZEIGEN, NICHT NUR GEGEN RELATIV WEHRLOSE ARBEITER UND PENSIONISTEN !!!!

Gast: naja
07.11.2009 19:59
0 0

Auf kurz oder lang werden sowieso einige Nettozahler-Länder austreten.

Die E-Union wird genauso wie die Sovjet-Union in ihre Bestandteile aufgelöst werden.

Gast: Borx
07.11.2009 19:13
0 0

deutsche Staatshilfe pfui

Vielleicht sollten die Deutschen auch gleich die Subvention der EU einstellen.

lurch
07.11.2009 18:44
0 0

wie es kommt

Daß das jetzt kommt war ja nicht von ungefähr.

Der deutsche Steuerzahler darf für die Amis blechen. Warum wurde denn sonst der Krieg verloren? Eine Marionettenregierung sträubt sich zwar öffentlich aber sonst tut sie ganz brav was der große Bruder befielt und die Mehrheit ist so blöd und gibt dafür bei Wahlen ihre Stimme her.


Gast: Brightlight
07.11.2009 16:59
0 0

Das ist auch das einzige was die EU kann

drohen. Jeder Staat soll seine eigenen Bürger und Arbeitnehmer so viel unterstützen wie er will und kann. Die anderen Staaten und die EU selbst, sollen schauen wie sie weiterkommen. Wir unterstützen ja auch schon selbst viel zu viele, falsche.

Gast: traunicht
07.11.2009 16:51
1 0

schizophrene ansage

die eu-bonzen wollen lieber, dass zehntausende arbeiter ihren job verlieren. so eine eu gehört auf dem misthaufen und zwar sofort. die nationalstaaten wurden mit dem eu- vertrag total entmündigt.

Gast: machmuss verschiebnix
07.11.2009 15:35
0 0

Nach welchem bescheuerten EU-Recht soll das zugehen,

daß die deutsche Regierung das eigene Land
nicht unterstützen darf ?

Und was heißt: "der Übergangskredit muß zurückbezahlt
werden" . Ist es bei den AMIS etwa nicht üblich,
Schulden zurückzuzahlen ? Muß Deutschland dafür
extra buckeln gehen ?

Es wird wirklich höchste Zeit, daß den AMIS mal
einer so richtig "den Scheitel zieht" . Die haben
eine Chuzpe, das ist nicht zum aushalten.


APFELSYS
07.11.2009 14:11
0 0

Ich dachte der Pandabär ...

... ist schon unterwegs in seine Heimat.
NERVIG diese Werbung. lande dauernd bei win!!!!

zu GM:

Also, wenn ich das richtig verstehe:
Keine EU-Gelder für Opel/GM - ok
Aber auch keine von Deutschland, wenn nur die deutschen Werke profitieren.
Keine Staatsgelder der Spanier für das spanische Werk.
Keine Staatsgelder nur für das GB Werk. u.s.w.

Schmeisst:
1.) alle Gelder zusammen und teilt sie wieder auf
2,) die EU-Verantwortlichen dafür auf die Strasse.

Gast: pour le merite
07.11.2009 13:27
1 0

Keinen Cent an GM!!!!

Dann laßt lieber Opel Konkurs anmelden und später mirt deutschen und russischen Investoren neu beginnen.

Die sch.... Amis sollen bleiben, wo der Pfeffer wächst.