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Magna: Opel-Übernahmeversuch kostete 100 Mio. Dollar

10.11.2009 | 10:13 |   (DiePresse.com)

Ein Team von 40 bis 50 Personen hat monatelang an der Übernahme von Opel durch Magna gearbeitet. Magna-Chef Wolf zeigt sich nach dem Scheitern des Deals enttäuscht.

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Der letztlich gescheiterte Versuch des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna, die General-Motors Tochter Opel zu übernehmen, hat das Unternehmen rund 100 Millionen Dollar (66,7 Millionen Euro) gekostet. Der genaue Betrag sei noch nicht ausgerechnet, aber mit 100 Millionen Dollar an Kosten liege man nicht falsch, sagte Magna-Vorstand Siegfried Wolf auf eine entsprechende Frage der "ZIB2" vom Montagabend.

"Historische Chance verpasst"

Zwar sei er logischerweise enttäuscht über das Scheitern des Deals, nachdem ein Team von 40 bis 50 Leuten monatelang durchgearbeitet habe, um einen Abschluss zu erreichen.

Aber Magna-Chef Frank Stronach habe die Devise ausgegeben, dass das Geschäftsleben weitergeht und es keinen Sinn mache, sich über die entgangenen Chancen den Kopf zu zerbrechen, sagte Wolf. Dennoch spricht Wolf von einer "einzigartigen, historischen Chance", die verpasst wurde.

Magna will Geld von General Motors

Im "Ö1-Morgenjournal" betonte Wolf am Dienstag, in Gesprächen mit GM erreichen zu wollen, dass der US-Konzern bereits investierte Kosten von Magna ersetzt: "Es werden ja sehr viele Aufgaben weiter verwertet, da General Motors auf unserem Business-Plan aufbauen will".

Dass Magna Fehler gemacht habe, glaubt Wolf nicht. "Wir haben unsere Probleme gelöst, aber auf den unabhängigen GM-Verwaltungsrat haben wir keinen Einfluss", so Wolf.

"Konzentrieren uns auf Zuliefergeschäft"

Im "Handelsblatt"-Interview stellt Wolf klar, dass Magna nun nicht zum nächsten Bieterwettbewerb weitergehen werde: "Wir werden nicht aktiv suchen, welcher Autohersteller nun passen könnte. Wir haben ein sehr, sehr wichtiges Zulieferergeschäft, das ist unser Hauptgeschäft - und darauf konzentrieren wir uns jetzt".

Ein Plan B sei nicht nötig, sagt der Magna-Manager: "Wir schauen, dass wir uns auf neue Technologien, gerade im Bereich neue Antriebe, konzentrieren. Deshalb brauchen wir keinen Plan B. Wir tun, was wir immer gemacht haben: Uns auf unser Geschäft konzentrieren".

(APA/Red.)

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34 Kommentare
 
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Gast: markus trullus
10.11.2009 18:29
0 1

mein komment

Macht 330.000 Euro Kosten pro Mann und Monat. OK, wo ist der Job? Auch haben mag! denn da steht sicher eine Monatsapanage von guten 50 bis 60.000 Euro drinnen. Also vor der Pensi könnt ich das schon gebrauchen
Andererseitsc scheinen die Burschen (und Mädchen :-) Gender!!!) gut gewesen zu sein. =>Denn was Fritz in seiner Tasche hat, ist das Magna Konzept. Den Detroitern fällt nämlich nichts gescheiteres ein als: mehr Marge, mehr Renidte, Kostensenkung, mehr Marge , mehr Rendite, Kostensenkung usw (wird langsam faad!). Big Ed ist die Spitze dieser Partie. Sollte schleunigst in der Versenkung verschwinden, der Texas- Cowboy zerschlägt alles Porzellan, das GM derzeit noch zu bieten hat...

Antworten Alien
10.11.2009 23:48
0 0

Blauäugig

Glauben Sie wirklich, daß Kosten nur aus Personalkosten bestehen?

Lesen Sie bitte ein paar Posts weiter unten.

Alien
10.11.2009 15:37
0 0

Die Mittelfristigen Pläne von GM sind doch sowieso klar:

Was braucht GM von Opel?

Die Marke? Sicher nicht.

Die Produktionskapazität? Nicht wirklich, die Maschinen könnten sie schon brauchen, aber weder die Werke, noch den Großteil der Leute.

Die Technologie? Natürlich, denn außer dem Koreanischen Ableger von Chevrolet hat GM keine verbrauchsgünstigen Klein und Mittelklassewagen anzubieten.

Die Staatsförderung? Wenn man Dir gibt, dann nimm, wenn man Dir nimmt, dann schrei.

Was wird herauskommen?
Deutschland (und eventuell noch ein paar andere Europäische Staaten) werden die Betriebe mit Steuergeldern unterstützen, nur damit GM in 2-3 Jahren die Produktion nach Detroit verlegen wird, und dort die Opelprodukte unter anderem Namen weiterproduzieren wird. Die Produktionsanlagen nehmen sie teilweise mit, den 500 besten Köpfen bieten sie unter Umständen auch noch einen Job in den USA an, und die Marke Opel wird in Europa in den Konkurs geschickt.

Über bleiben fast 50.000 Arbeitslose und ein paar Europäische Politiker, die von den GM-Managern über den Tisch gezogen wurden.

Alien
10.11.2009 15:30
0 0

Die Mittelfristigen Pläne von GM sind doch sowieso klar,


Gast: Ing. Humer
10.11.2009 15:12
0 0

Dumm gelaufen das ganze.

Aber noch dümmer waren voreilige Pressekonfernzen von Merkel und Co wo doch scheinbar noch nichts abgeschlossen war.

Jeder dahergelaufene Schauspieler weiss doch über ungelegte Eier spricht man nicht.

Übrigens mit Ösis kann man das machen mit Briten oder Arabern hätte man gewusst, dass der ganze Theaterdonner anders ablaufen hätte müssen.

Gast: Magna, mag man nicht
10.11.2009 13:09
0 1

und gleich noch einmal

ein 15 Prozenterl Lohnverzichterl für die Belegschaft, sonst müsste der Frankie am Ende gar ein paar von seine Trab Leberkäse verkaufen.

Gast: alibaba
10.11.2009 13:02
0 0

100 Mio.

wow , da kann man ja nur den politikern gratulieren!!!

aber dachte da wären noch einige milliarden da gewesen die in die kaffeekasse von gm geflossen sind durch unsere steuergelder.

ist ja kein problem, machen wir gerne, wir steuerzahler, wir haben ja soooooooooooooo viel noch...

bald muss ich wg dem staat noch mein goldfish zum pfandleiher abgeben...damit ich ehrlicher bürger meine steuern bezahlen kann...lg

Antworten Gast: babaali
10.11.2009 14:17
0 0

Re: 100 Mio.

Promoviert auf der WU?

Antworten Antworten Gast: alibaba
10.11.2009 16:29
0 0

Re: Re: 100 Mio.

nicht auf der WU !

sind wir verwandt ?

lg

biedermann
10.11.2009 12:40
0 2

bei den konsumenten hält sich das mitleid für die zahnriemenmafia in grenzen.


Bombur
10.11.2009 12:20
0 1

Aber hauptsache..

die Leut kurzarbeiten zu lassen.

Es ist schon erstaunlich wie in einem Betrieb nicht genug da sein kann um die Mitarbeiter zu bezahlen aber dann doch noch soviel um ohne weiteres Opel anzukaufen.
Naja das GM da einen Strich durch die Rechnung macht ist etwas verwunderlich, mit wem wurde denn bisher verhandelt über die Übername? Nicht mit dem Besitzer?

Antworten Gast: BOMbom
10.11.2009 14:19
1 0

Re: Aber hauptsache..

Magna hat noch immer über eine MRD Cash (Bargeldreserven), hätte auch anstelle von Kurzarbeit einige tausen Mitarbeiter entlassen können, weil es derzeit zuwenig arbeit gibt. Wäre das besser gewesen?

derpradler
10.11.2009 10:49
0 0

na ja,

eh klar Meinungen unterschlagen so ist eben die österr. Medienwelt!

derpradler
10.11.2009 10:48
0 1

Wer den Neoliberalismus

als Wirtschaftsform wählt ohne seine Gesetzmäßigkeiten zu kennen, der muß sich halt durch solche Ereignisse weiterbilden. Die Steuerzahler begreifen ja zum Glück nicht wie sie verarscht werden

Gast: Graf Gudenus
10.11.2009 10:45
0 0

Vorhandenes ist untr dem Volke zu zerstreuen,

genau das wurde richtig getan

0 0

Das einzig Richtige

an der Aussage von Herrn Wolf ist, daß Magna " keinen Einfluß auf den unabhängigen GM-Verwaltungsrat hat ". Damit gibt auch er zu, genau gewußt zu haben, daß die letzte Entscheidungsbefugnis bei diesem Verwaltungsrat liegt und ein Deal erst dann unter Dach und Fach ist, wenn diese Instanz zugestimmt hat. Alles andere vorher ist einfach " wishfull thinking " und die Kosten trägt richtigerweise Magna, und niemand sonst !

Antworten yoshi
10.11.2009 12:33
0 0

Re: Das einzig Richtige

Sie haben wohl Recht studiert, hm?

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Re: Re: Das einzig Richtige

ja

Antworten Antworten Antworten Gast: Powergasse
10.11.2009 14:24
0 0

Re: Re: Re: Das einzig Richtige

2 Sivester?

0 0

Re: Re: Re: Re: Das einzig Richtige

oh, noch ein "witziger" Schwachkopf !

Gast: freund
10.11.2009 09:40
0 1

Culpa in Contrahendo

hat daran noch niemand gedacht? GM hat vielleicht schuldhaft Vertrauen darauf erweckt, dass Opel sicher verkauft wird.

Wahr ist aber wohl eher: Dieses Vertrauen haben nur die Medien in der Bevölkerung erweckt.

GM hat sicher nach jedem Verhandlungstag betont, sich noch alle Optionen offen zu halten.

Antworten Gast: ppaumgarten
10.11.2009 11:16
0 0

Culpa in Contrahendo

Könnte mir wohl auch zumindest eine CIC Mithaftung vorstellen, aber dort sitzen wohl auch sehr kompetente Personen, denen diese offensichtliche Möglichkeit wohl schon durch den Kopf gegangen ist! ;)

Gast: Pips
10.11.2009 09:24
0 3

Sieht

man wieder, was überbordende Geltungssucht anrichtet. Jeder, der halbwegs des Denkens mächtig ist und sich in der Materie nur ein bischen auskennt, ist sich im klaren, daß Opel nicht zu retten ist. Der Produzent hat keinen Platz mehr am Markt! Daher, man hätte sich Millionen und Abermillionen sparen können, hätte man der Realität ins Auge geschaut. Politische Wichtigtuer, bis zur Bundekanzlerin schmeißen verbal nur so mit den Milliarden aus Steuergeldern herum, nur um einen Insolventen Betrieb künstlich am Leben zu erhalten. Die oben angeführten Geltunsgsüchtigen glauben wieder, mit Hilfe von Steuergelden billig zu einem "Autowerk" zu kommen. Für all diese Blödheiten gehörten diese Leute zumindest psychiatriert. Jetzt hat Magna einen großen Teil seiner Kunden ordentlichverärgert. Es wird ein böses Erwachen geben für die Geltungssüchtigen. " Schuster belib bei deinen Leisten".

Antworten Gast: markus trullus
11.11.2009 14:20
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Re: Sieht

schon richtig, nur ein Politiker kann dann die Verantwortung für zusätzliche 30 bs 50.000 verlorene Stellen übernehmen. Das tut bei Wahlen sehr sehr weh. Wir leben in einer Demokratie, also finde ich dieses Regulativ gar nicht schlecht. Der Raubtierkapitalismus mit dem Fokus auf Rendite alleine ist auf jeden Fall auch zum systemischen Untergang verurteilt!

Gast: Fantast
10.11.2009 08:28
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Solidarität...

Das find ich ja gewagt, jetzt an die Öffentlichkeit zu bringen: 100.000.000 € für 50 Manager und das für vielleicht 7 Monate. Also entweder die haben ordentlich fürs Lobbying bezahlt, oder jeder dieser Verhandler hat tatsächlich an die 300.000 € brutto pro Monat verdient. Und das in Zeiten, wo Arbeiter aus Solidarität Lohnkürzungen hingenommen haben. Zu hoffen, dass die Menschen jetzt ihre Wut auf GM richten, finde ich wie gesagt sehr gewagt...

Antworten Gast: Ing. Humer
10.11.2009 15:15
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Re: Solidarität...

Rechtsanwaltskanzleien nehmen in dieser Kategorie schon mal 500 Dollar/Std. Das sind solche Summen schnell zusammen.

Russland, Deutschland, Kanada, USA was da alleine die Rechtsverdreher schon gekostet haben müssen.

 
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