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Entschärftes Swift-Abkommen der EU mit USA besiegelt

30.11.2009 | 13:41 |   (DiePresse.com)

Die EU-Innenminister gewähren US-Ermittlern legalen Zugriff auf "alle relevanten Daten" europäischer Bankkonten. Sie dürfen sie aber nicht weitergeben. Österreich und Deutschland haben als letzte die Blockade aufgegeben.

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Es ist beschlossen: Die EU-Staaten haben ein umstrittenes Abkommen über die Weitergabe von Bankverbindungsdaten an die USA besiegelt. Somit haben US-Ermittler auch weiterhin den Zugriff auf Überweisungsdaten von SWIFT europäischer Bürger und Unternehmen. Das Abkommen ist auf neun Monate befristet, ursprünglich waren zwölf Monate geplant. Außerdem dürfen die USA die europäischen Daten aber nicht wie ursprünglich vereinbart an Drittstaaten weitergeben.

SWIFT
Swift steht für "Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication" und betreibt ein Rechnernetz, mit der internationale Überweisungen durchgeführt werden. Involvierte Konten werden über den "Swift-Code" (auch: BIC-Code) identifiziert.

Das neue Abkommen wurde notwendig, weil Swift zum Jahresende den Server mit europäischen Zahlungstransfers aus den USA in die Niederlande verlagert. Die US-Fahnder hätten ohne neue Vereinbarung keinen Zugriff mehr auf die Daten.

Widerstand in letzter Minute gebrochen

Österreich hatte bis Montag Morgen angekündigt, das Abkommen zu blockieren. ÖVP-Innenministerin Maria Fekter erklärte dann aber vor Beginn der Ratssitzung in Brüssel, sie kenne zwar den letzten Kompromiss noch nicht, doch "ein verminderter Rechtsschutz ist allemal besser als gar keiner".

Letztendlich haben sich vier Länder der Stimme enthalten:

  • Österreich
  • Deutschland
  • Griechenland und
  • Ungarn

Gegenstimmen gab es keine.

Fekter: "Abkommen unbefriedigend"

Glücklich ist Fekter mit dem Abkommen aber nicht, wie sie in einer Aussendung erklärt: "Das heute beschlossene Interimsabkommen ist lediglich ein Schritt in die richtige Richtung, wir sind aber noch nicht am Ende des Weges angelangt. Daher habe ich mich heute der Stimme enthalten und eine Protokollerklärung abgegeben, wie wir uns eine abschließende Regelung bei SWIFT vorstellen, und Österreich befindet sich dabei auf einer
Linie mit Deutschland"

"Sie hätten mir die Füße geküsst"

Darauf angesprochen, dass sie weltberühmt hätte werden können, wenn sie das Abkommen abgelehnt hätte, sagte Fekter: "Ich wäre auf allen Titelseiten in allen europäischen Medien gewesen. Das Europaparlament hätte mir die Füße geküsst. Aber ich habe hier auch eine staatspolitische Aufgabe zu erfüllen. Im Vorfeld zu SWIFT gab es enge Abstimmungen mit dem Bundeskanzleramt, dem Außenministerium und dem Finanzministerium und diese Vorgangsweise wurde auf diese Art und Weise akkordiert". Fekter verwies darauf, dass "wir immerhin ein kleineres Land sind. Sich mit großen befreundeten Staaten wie den USA in dieser Causa anzulegen, halte ich nicht für klug, wenn man noch etwas will von den USA, nämlich ein dauerhaftes Übereinkommen, wo die Wünsche Österreichs berücksichtigt werden".

"Überwacher aller Länder vereinigt euch"

"Mit dem SWIFT-Abkommen zwischen EU und USA kann jeder europäische Bürger in Zukunft ins Visier von US-Fahndern geraten. Die US-Behörden sind dabei bekanntlich nicht gerade zimperlich. Offensichtlich gilt der Grundsatz 'Überwacher aller Länder vereinigt euch'", sieht der Justizsprecher der Grünen, Albert Steinhauser die Interessen der europäischen Bürger mit der Zustimmung zum SWIFT-Abkommen verletzt.

Strasser: Mehr als unschöne Optik

Der Delegationsleiter der ÖVP im EU-Parlament, Ernst Strasser, sagte, er kenne den jüngsten Kompromissvorschlag zu SWIFT nicht, doch wenn es einen Tag vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags zu einer Beschlussfassung durch die Innenminister komme, "ist das mehr als eine unschöne Optik". Angesprochen auf die Aussage Fekters, dass ein verminderter Rechtsschutz besser sei als gar keiner und ob er darüber glücklich sei, meinte Strasser, "Glück ist keine politische Kategorie". Ihm gehe es um Fakten.

 

Deutschlands Widerstand gefallen

Auch von deutscher Seite gab es eine Enthaltung - was de facto einer Zustimmung gleichkommt. Die Grünen und Liberalen hatten aber die Bundesregierung aufgerufen, das Abkommen verhindern. Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast, sagte am Wochenende: "Ich fordere die Bundesregierung auf, bei der Abstimmung in der Europäischen Union ein Veto einzulegen." Eine bloße Enthaltung von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) im EU-Ministerrat reiche nicht.

USA greifen bereits auf Daten zu

Bisher greifen US-Ermittler auf Bankdaten aus einem Rechenzentrum des belgischen Finanzdienstleisters SWIFT zu, der für die Abwicklung internationaler Überweisungen zuständig ist. Ab Ende dieses Jahres will SWIFT innereuropäische Finanztransaktionen aber nur noch über Rechenzentren in Europa abwickeln. Nach dem letzten Vertragsentwurf wären neben SWIFT künftig auch andere Finanzdienstleister gezwungen, Daten bereitzustellen, sofern die jeweilige Regierung die US-Anfrage für berechtigt hält. Neben Kontonummer und Namen von Sender und Empfänger der Überweisung könnten dem Entwurf zufolge auch die Adressen "und andere persönliche Daten" übermittelt werden.

 

 

(Ag./Red)

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285 Kommentare
 
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Re: Erschütternd!

Wenn Sie nichts zu verbergen haben, warum posten sie dann nicht unter ihrem Klarnamen?
Oder warum teilen Sie uns nicht ihr Alter, Familienstand, Beruf, Einkommen usw. mit?

Das wollen Sie nicht? Sie haben doch nichts zu verbergen? Der Schutz der Privatsphäre kann doch für Sie kein Argument sein, oder doch?

Re: Re: Erschütternd!


Wenn sich die amerikanischen Geheimdienste und Sicherheitsbehörden dafür interessieren werde ich ihnen ohne zögern Name, Alter, Familienstand, Beruf, Einkommen usw. bekanntgeben.

Ich kann mir aber vorstellen dass es sehr wohl zwielichtige Personen gibt, die damit keine Freude haben. Allerdings befinden sich solche weder in meinem Verwandtschafts- noch Freundeskreis.

Antworten Antworten Antworten Gast: Mike
30.11.2009 11:20
0 0

Re: Re: Re: Erschütternd!

Wenn sich amer. Geheimdienste für Sie interessieren, gibt es einen Anfangsverdacht! Damit sind Ermittlungen möglich, auch in unserem Land.
Aber die Auswertung aller Daten des betroffenen Servers erlaubt den Behörden eine Datenbank fast ALLER Europäer zu erstellen. In Bezug auf den "gläsernen Menschen" wird damit so ziemlich alles in den Schatten gestellt. Kurz mit den persönlichen Daten, die inzwischen bei der Einreise in die USA geliefert werden müssen, verknüpft und es bleibt keine Frage mehr offen, mal ganz zu schweigen von den Verwendungsmöglichkeiten für die Wirtschaft.

Das hier mit einem Breitschwert gegen Ameisen vorgegangen wird, stört Sie nicht?

Gast: mike2
26.11.2009 09:46
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"Wir brauchen ein vereintes Europa,

um mit den USA auf Augenhöhe sprechen zu können"

So hieß es ...

Re:

Es hieß soviel und was ist daraus geworden?

Wieso konnte die USA bisher Daten auswerten???

Komisch!

Wenn die USA schon Daten auswerten konnte und uns über 5400 Verdachtsfällen informier konnte.

Warum brauchen die dann jetzt eine Bewilligung?

Und super dass sie uns alle überprüft haben und nur 5400 potentielle Terroristen gefunden haben.

Wie lieb von ihnen, dass sie sich Sorgen um uns machen.


schön langsam

muss ich dem Gusi Abbitte leisten: das mit dem Barolo war gar kein Versprecher, sondern ein Hinweis... Flasche leer....

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Platz da!

Hier kommt die Möchtergern-Supermacht EU. Jetzt reden wir mit den Amis Tacheles!

Uns ist kein Türschlitz zu niedrig, wir kriechen da locker unten durch!

Re: Platz da!

@Gerald...

Ich stimme dir ganz zu!

Selbst kaputte Uhren zeigen am Tag zweimal richtig!

Ohne die Amerikaner sind die Europaer wirklich eine Niete! Wirklich, da müsst ihr nicht nur durch das Türschlitz sondern auch in den Hintern kriechen!!!

Antworten Antworten Gast: Jaja
26.11.2009 11:27
0 0

Re: Re: Platz da!

Ohne die US-Amis sind wir deswegen nichts, weil es die USA unseren Politikern so diktiert und unsere Möchtegern-Politiker jedesmal nach einem Pseudoprotest (um den Anschein zu wahren) sofort einzuknicken. Die EU-Bevölkerung wird dabei weder gefragt, nein, nicht einmal ignoriert. Denn die würde anders gegen die Supermacht USA auftreten!
Also: Sie haben meiner Meinung nach Recht, wenn Sie meinen, dass unsere Politiker (AUT und EU) Nieten sind. Ich würde es aber als Beleidigung empfinden, wenn Sie meinen, dass die ganze EU-Bevölkerung Nieten sind!!

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Re: Re: Platz da!

Verwechseln Sie bitte nicht die europäischen Politiker (die sind wirklich Nieten) mit der europäischen Bevölkerung. Ginge es nach der europäischen Bevölkerung könnten sich die Amis ihren Zugriff auf die Swift-Daten aufzeichnen.

Und langsam wird die Diktatur Realität.

USEUDSSR dein Stern wird auch noch sinken!

Es reicht!

Was machen diese Volksvertreter???

Wie oft wollen sie uns noch Verkaufen???

Es ist Zeit für einen Aufstand, mit besonderem Schmuck auf jetem Baum, Laterne, ...

Re: Es reicht!

Vorschlag:

Machen wir doch einen Schritt zurück.

Kündigen wir alle unsere Konten.
Heben wir alle unser Geld ab.

Das würde ja supper wirken.

Und die Amerikaner wurden überall eine grosse NULL sehen.

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Re: Re: Es reicht!

In der Theorie ganz gut, aber in der Praxis???

Re: Re: Re: Es reicht!

Ok.

Bitte um weitere konstruktive Vorschläge.

Ich bin der Meinung dass jeder Einzelne von uns was dagegen machen kann und soll.

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Re: Re: Re: Re: Es reicht!

Konten nicht in der EU haben. Aber wer kann das schon?

Wenn die EU-Banken mit den Europäern solidarisch wären, dann könnten sie ja jeden Tag ein paar Millionen Leerüberweisungen tätigen, das würde sicher die Kapazität der US-Überwachungscomputer überschreiten.

Gast: welch
26.11.2009 07:38
1 0

welch

welch ein Wunder, mich überrascht diese Wendung - "ehrlich".
Nur bei den Verdachsfällen vermute ich einen Schreibfehler. Sind es nicht vielleicht 400Millionen Verdächtige?
Die Vereinigten Zustände - wir lieben sie -- und unsere hinterherkriechenden Politiker noch viel mehr...

Gast: argus
26.11.2009 07:17
1 0

Die EU als Vasall der Amis

Egal ob es um den Türkeibeitritt in die EU geht, um die Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik, die militärische Teilnahme am Krieg in Afghanistan: Die EU ist ein treuer Vasall der Amis. Diese picken die Rosinen für sich heraus und die Europäer dürfen sich dann, auf ihre Kosten natürlich, an den Aufräumarbeiten beteiligen. Mit der Herausgabe der Banküberweisungsdaten kann die USA Kapitalflüsse innerhalb der EU kontrollieren.
Das ist fein für die Amerikaner - aber werden die Finanzhyänen dadurch kontrolliert? Nein! Diese zocken weiter, als hätte es die Finanzkrise nie gegeben. Solange, bis dieses Finanzsystem endgültig den Bach runtergeht. Geldentwertung und Währungsreformen werden die Antwort darauf sein und die kleinen Sparer werden ihr gesamtes Geld dabei verlieren. Dafür hätte es keiner EU bedurft!
Aber was bitte hat das mit Terrorismusbekämpfung zu tun?

Re: Die EU als Vasall der Amis

@argus...

Du kannst zwar nicht über die Lippen brigen aber ich sage es für dich...

Die Europaer sind die Schosshunde der Amerikaner! Basta..

Gast: Eurotiker
26.11.2009 07:16
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Einer flog über das Europanest

Und wen hat der Dinosaurier Kissinger anzurufen gehabt? Europa geführt von alten konspiartiven Herren, die gar nicht merken wie sie von Unten manipuliert werden. Ob es sich um Bankster handelt oder Technologietreiber. Entscheidungen zwischen gefüllter Entenbrust und Austern. Sante'

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wie?

jetzt weiß dann dann die USA besser bescheid, als das österreichische finanzamt?

SIC!

so ist es, und nicht nur das österreichische.

Industriespionage getarnt als Terrorbekämpfung

und die blöden Europäer fallen darauf rein, genau wie auf die als "Iranraketenabwehrbasen" getarnten Echelonzentren in Polen, Tschechei etc. Warum können in NATO-Raketenabwehbasen keine >Europäer sitzen? Warum sind das US-Basen kontrolliert nur von US-Militär? Und den langen Flug von Teheran nach Berlin erkennt man nur auf einem Bodenradar in Polen? Chuzpe. Wobei, ich hab nix gegen die Basen, nur sollen die unter europäischer Kontrolle stehen!

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Re: Industriespionage getarnt als Terrorbekämpfung

das ist naheliegend. damit ist jedes geschäft offen wie ein buch.

Gast: gast
25.11.2009 23:25
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Ja mei ..

die Swiftler können es sich aussuchen, ob sie ihren Server dort aufstellen, wo niemand mithört, oder ob sie warten wollen, bis das jemand anderer tut, und ihnen das Geschäft damit eben weg nimmt ...

Swift ist ja nichts anderes als ein besseres Mailsystem, und sowas kann man mit heutiger technik in einigen Monaten nachbauen

Seltsam ist allerdings, dass die ihre Daten nicht ohnehin so verschlüsselt haben dass man sie gar nicht erst abhören kann .... (solche Verfahren gibt es .. aber pst -- ganz geheim .. solange Politiker glauben, das Geheimdienste ALLES entschlüsseln können, bezahlen sie ja auch Steuergelder dafür.

Gast: Europäer
25.11.2009 22:05
2 0

Reziprozität?

Selbstverständlich verfolgen Europa und die USA in Fragen der Terrorismusbekämpfung die gleichen Ziele.
Nur, sind wir Europäer zu blöd, uns selbst um verdächtige Finanzströme IN EUROPA zu kümmern? Warum müssen das Amerikaner das für uns tun? Weiters, haben wir die gleichen Zugriffsrechte auf Fanztranskationen in den USA, wie die Amerikaner in Europa?
Das Austricksen des Europaparlamtens ist schlechter Stil.

Gast: gast
25.11.2009 21:38
1 0

ist schon praktisch ..

.. wenn man alle Swiftnachrichten lesen kann ..
da ist es dann wirklich leicht, von jedem Konzern der einem interessiert festzustellen, welche Kunden und Lieferanten er hat ...
Naja und weil Rechnerkapazität billig ist, kann man das ja dann gleich von allen Firmen machen ..
Ist halt dumm, weil so das Bargeld nicht erfasst wird .. aber man weiß ja, wer eine Waffe kaufen will, macht das natürlich nur über Bankeinzug ....


Ok. Deutschland knickt vor Amerikanern ein aber

warum soll Österreich dem folgen?

Österreich ist ein starkes, selbstbewusstes Land. Ich lese gerade, dass die Innenministerin gegen die Diebe aus Osteuropa vorgeht...
Kann Fekter nicht gegen die Amerikanern vorgehen?

Antworten Gast: Alpinator
26.11.2009 07:26
1 0

Re: Ok. Deutschland knickt vor Amerikanern ein aber

Na bitte. Der Vorgänger Strasser und jetzige ÖVP Führer in der EU war doch ihn seiner Amtszeit der wichtigste verbündete Klinkenputzer der Amis im Alpen Disneyland.
Der hätte doch am liebsten schon mal alle Österreicher observieren lassen, leider hat das Personal nicht ausgereicht, dafür durfte der CIA ungehindert arbeiten.
Schon vergessen? So fügt sich ein Puzzlesteinchen zum nächsten. Zum Schein hat er vor einer Woche mal auf den Busch(dagegen) getrommelt, das gehört auch zum Instrumentarium. Wie sich das alles mit der Österreichischen Verfassung in Deckung bringen läßt ist mir schleierhaft. - frei nach Trappatoni - Österreich hat fertig. Schade

Re: Ok. Deutschland knickt vor Amerikanern ein aber

Der Witz ist gut. Österreich wird genauso einknicken, wie all die anderen. Man kann sich doch nicht exponieren, wie würde das ausschauen? Das zeigt deutlich, was die EU nach aussen wert ist, nämlich nix. Anstatt sich als selbstbewußtes Staatengebilde zu geben, macht sie alles, was die USA fordert.

Re: Re: Ok. Deutschland knickt vor Amerikanern ein aber

Das sollte eigentlich kein Witz sein!

Wo ist der Stolz der Österreicher? Alle Österreicher sollten eigentlich auf die Strasse gehen...
Haben die Österreichewr nur dicke Bauche und benebelte Hirne?

Re: Re: Re: Ok. Deutschland knickt vor Amerikanern ein aber

Jo, warum? Wenn dem nicht so wäre, hätten sie so manche Politiker mit nassen Fetzen rausgejagt, aber so?

Antworten Antworten Antworten Gast: politischinkorrekt
26.11.2009 11:42
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Re: Re: Re: Ok. Deutschland knickt vor Amerikanern ein aber

Stolz wie die Türken ?????????

Gast: Cico
25.11.2009 20:20
2 1

im Kampf gegen den Terrorismus

muss man natürlich auf persönliche Freiheit verzichten.

Vorschläge um ihnen Arbeit zu bereiten:
1.) Jedes Mal Terroranschlag im Verwendungszweck verwenden.
2.) Wittmungen wie danke Osama sind wohl auch gerne gesehen.

Amen.

Im Moment sieht es so aus, als würde [es] tatsächlich abgenickt ..


Falls ich mich mich recht entsinne, so war bereits in der "Presse" vor einigen Tagen zu lesen, dass aller Voraussicht nach die noch amtierende Kommission vor dem ersten Dezember einem Abkommen zustimmen wird. Bereits damals war klar, dass jeglicher Datenschutz dabei unter die Räder kommen wird und daher(!) dem EU-Parlament unbedingt zuvorzukommen sei.

Aufschrei gab es keinen, weder in der "Presse" noch sonstwo in den Medien. Blickt man nach Deutschland [1], so scheint der Zug abgefahren.

Mal sehen, ob diesmal das EU-Volk in die sprichwörtlichen Gänge kommt, oder ob die Verantwortlichen erneut mit der Trägheit und Ignoranz der breiten Masse rechnen dürfen.

[1] http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2009-11/swift-eu-kommission

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.” (Jean-Claude Juncker)


Gast: 1789
25.11.2009 17:56
0 0

An einem Strang Ziehen

Ich stimme im Artikel beschriebenen Meinung vollkommen zu, dass wir an einem Strang zu ziehen haben! - Wir müssen nur noch festhalten, wer alles an diesem Strang hängen sollte...

Re: An einem Strang Ziehen

So lange der Strang in der Horizontalen ist, wird sich nicht viel änern. Besser wäre, der Strang ist in der Vertikalen. Dann bringt er die gewünschte Wirkung.

Gast: Gast
25.11.2009 15:44
1 0

...

Wieder ein Grund mehr aus der EU austreten zu wollen..

Antworten Gast: Gast20091125
25.11.2009 16:20
0 0

Re: ...

Weil Ö alleine dem nicht folgen müßte, wenn sich USA & EU das ausmachen .... vielmehr gehören die (EU)-Politiker weg, die immer mehr Überwachung wollen und in jedem Bürge einen Schläfer sehen, der jederzeit zu einem Terroristen werden kann ...

Gast: Fips
25.11.2009 14:20
3 0

Barroso = Vollkoffer

weg mit dem Kerl !

Ich fordere...

die Abschaffung der EU-Schmarrotzer und die Abschaffung der USA (dort gibt es in der Politik auch nur Schmarrotzer). Unsere Politiker leiden anscheinend unter Schitzophrenie (wahrscheinlich durch Schweinegrippe und warmes Wetter verursacht).

Was soll dass für eine Argumentation sein? Nur weil wir Europäer (und auch der Rest der Welt) endlich Völkerrechtlich Konforme zustände fordern, sollen wir alle unsere Daten Preisgeben? Geben die Amis auch ihre Überweisungs und Kontodaten weiter? Der US-Bundesstaat Delaware ist was Anonyme Konten betrifft, die Nr.1 Adresse auf der Welt!!! Das nennt man Wasser predigen und selbst Wein Trinken.

Gast: Arnot
25.11.2009 13:21
2 0

Barroso muß aufpassen, sonst wird er noch als US-Marionette enttarnt


Merkwürdige Argumentation

Barosos merkwürdige Argumentation ist ziemlich unlogisch. Europa hat als erstes (erfolglos) gefordert, Guantanamo zu schließen, und daher könne man den USA nicht das Recht darauf verwehren, was sie schon seit Jahren illegal machen.

Wenn die Amerikaner ihre geheimdienstlichen Erkenntnisse nicht schon seit Jahrzehnten für ihre eigenen Wirtschaftsinteressen einsetzten und sie (diese Erkenntnisse, nicht die Daten) an amerikanische Firmen weiterleiteten, wenn sie sich rechtsstaatlichen Prinzipien unterwürfen und wenigstens den Ermittlungsbehörden transparent und verlässlich darstellten, was sie mit den Daten machen, dann wäre das sicher ein sinnvolles Abkommen.

Da sie das aber nicht tun, kann man ihnen dieses Recht nur solange verwehren, bis sie in unsere aller Interesse sich an unsere Forderungen anpassen. Wir sind grösser und in der stärkeren Position, denn die Amerikaner wollen etwas von uns. Also sollen sie sich den obengenannten Forderungen unterwerfen.

Und was macht unsere "EU Regierung"? Wie immer eine Schande.

Re: Merkwürdige Argumentation

"Voellig wirr und unzusammenhaengend" trifft es eher. Der Mann war offenbar bei seinem Auftritt schwer betrunken oder unter Drogeneinfluss.

Terrorbekämpfung:

Wer's glaubt, wird selig und wer's nicht glaubt zahlt einen Taler. Letzteres wird über SWIFT kontrolliert.

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ja und? wie gehts weiter? jetzt wissen wir ja, wer die verräter sind.

erpresst oder gefoltert wurden die ja hoffentlich nicht. wie soll man sich das vorstellen? muß man diese leute kaufen oder kriegt man solche "gefälligkeiten" mit vorauseilender untertänigkeit geschenkt?

mit solchen verrätern in so einer "schattendiktatur" brauchen wir jedenfalls keine anderen feinde mehr.
die schweizer haben schon gewußt, warum sie sich aus diesem gemeingefährdenden eu-verein raushalten. einmal dabei, ist man diesen untalentierten ami-einschleimern und möchtegern-eu-napoleons auf gedeih und verderb ausgeliefert.


Gibts zu diesem Thema bereits eine "Presse"Zensur?


Gast: promi1
14.11.2009 16:38
0 0

Die EU ist nicht schuld

Man sieht ja ganz deutlich, dass es die Regierungen der Staaten sind, die auf EU-Ebene die Daten weitergeben wollen. Wäre der Lissabon-Vertrag schon in Kraft, hätte das EU-Parlament entscheidende Veto-Rechte.
Wer sich gegen den Lissabon-Vertrag ausspricht, spricht sich also GEGEN die Freiheit und Demokratie aus.

Es ist an der Zeit, die EU-Demokratie jetzt endlich in Gang zu bringen. Lissabon ist ein Schritt in diese Richtung. Die EU muss gestärkt und vereint werden, um gegen die USA bestehen zu können. Wir brauchen endlich ein eigenständiges, unabhängiges und mächtiges EU-Parlament, das eben für Europa arbeitet (so wie auch die Kommission) und nicht nur für Regierungen und für die Industrie.

Re: Die EU ist nicht schuld

Der Lissabonvertragh ist nur mehr eine Frage der Zeit. Obs dann wirklich besser wird, bleibt abzuwarten. Ich hab das unbestimmte Gefühl, irgendwie läuft alles wie von H.G.Wells in "1984" beschrieben(Big brother is watching You).

Es liegt an unserer Regierung, zu einer derartigen

Schweinerei NEIN zu sagen. Fekter ist gefordert. Und nicht nur das, m.M. nach begeht jedes Staatsorgan, der auf die US Forderung eingeht, Amtsmißbrauch, da das österr. Bankgeheimnis(Verfassungsgarantie) und sämtliche Schutzbestimmungen des Datenschutzrechtes ausgehebelt wären.

 
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