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Saab ist gerettet: GM bestätigt Verkauf an Spyker

26.01.2010 | 19:09 |   (DiePresse.com)

Eine Schließung des schwedischen Autobauers ist vom Tisch: General Motors verkauft seine angeschlagene Tochter an den Sportwagen-Hersteller Spyker. Der Verkauf soll bis Mitte Februar abgeschlossen sein.

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Saab ist gerettet: Der bisherige US-Mutterkonzern General Motors und der niederländische Sportwagenhersteller Spyker Cars einigten sich am Dienstag endgültig über einen Verkauf des schwedischen Autobauers. Das teilte GM am Dienstag mit. Die Marke werde unter dem neuen Eigner Spyker fortgeführt, die Abwicklung von Saab solle unverzüglich gestoppt werden, hieß es weiter.

GM-Vizepräsident John Smith erklärte, dass die Verkaufsvereinbarung "eine nachhaltige Zukunft für diese einzigartige Marken-Ikone sichern" werde. Smith sprach von einer "guten Nachricht für die Saab-Beschäftigten, Händler, Zulieferer und für die Millionen Saab-Fans weltweit".

In einem neu zu gründenden Unternehmen Saab Spyker Automobiles werde der niederländische Käufer die Marke Saab erhalten, erklärte GM. General Motors erhält für den Verkauf 74 Millionen Dollar (rund 53 Millionen Euro) in bar. Weitere 326 Millionen Dollar sollten in Vorzugsaktien an General Motors gehen, sagte GM-Vizechef John Smith am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Die schwedische Regierung stützt den Verkauf mit Garantien von 400 Millionen Euro.

GM hatte vor Wochen bereits die Abwicklung von Saab eingeleitet, parallel aber weiterhin mit Kaufinteressenten verhandelt. Nach der Vereinbarung mit Spyker Cars werden die geplanten Schritte zur Liquidation von Saab "sofort eingestellt", wie GM erklärte. Es werde erwartet, dass der Verkauf bis Mitte Februar unter Dach und Fach sei.

Einige müssen noch zustimmen

Nach GM-Angaben steht noch die Zustimmung der Regulierungsbehörden und des Insolvenzgerichts aus. Auch die Regierungen der USA und Schwedens müssten dem Verkauf noch zustimmen. Die schwedische Regierung habe "sehr hart und kreativ" mit GM und Spyker Cars zusammengearbeitet, um den Verkauf zu ermöglichen.

Saab beschäftigt derzeit noch 3400 Menschen in Schweden. Gewerkschaftsangaben zufolge hätte das Aus des Autobauers den Verlust von rund 8000 Arbeitsplätzen bedeutet, weil auch Zulieferer betroffen gewesen wären. GM-Europe-Chef Nick Reilly sprach von einer "guten Vereinbarung", die "Arbeitsplätze in Schweden und anderswo bewahrt". Während der langen Verhandlungen über einen Verkauf von Saab habe GM "immer auf eine Lösung gehofft, mit der das Ende dieser Marke vermieden werden kann".

Saab hatte in den vergangenen Jahren hohe Verluste eingefahren. Im Jahr 2008 verkaufte das Unternehmen weltweit nur noch 93.000 Autos, zwei Jahre zuvor waren es noch 133.000 gewesen. Der Anteil am Weltmarkt sank auf 1,1 Prozent. GM sucht seit Jänner 2009 einen Käufer für seine schwedische Tochter. Das niederländische Unternehmen Spyker Cars ist auf die Herstellung extrem teurer Sportwagen spezialisiert. 2008 stellte es insgesamt 37 Luxuswagen her.

(Ag.)

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8 Kommentare
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Juche.

Wäre schade um die Marke gewesen.

Gast: gast
27.01.2010 07:00
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und? wem ist damit geholfen?

Wem ist nun damit geholfen, dass eine PleiteFirma, deren Produkte scheinbar eh keiner haben will (sonst wären sie nicht pleite) nun künstlich am Leben erhalten wird?

Klar, die Mitarbeiter, nur: was bringts: Das Produkt verkauft sich nicht ausreichend gut. Als MA wär ich weiterhin besorgt und proaktiv auf JobSuche - egal ob und wer meinen maroden Arbeitgeber zeitweilig auffängt.

Antworten Gast: solvy
27.01.2010 13:08
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Re: und? wem ist damit geholfen?

wie in einem großkonzern üblich kann man aufgrund von diversen bilanztricks nicht nachvollziehen wie hoch der verlust war bzw ob überhaupt ein verlust erzielt wurde. laut auktuellem businessplan kann saab ab 100.000 stück die verlustzone hinter sich lassen. diese verkaufszahlen sind definitiv erreichbar.

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…zuerst wird der Staat nochmal um 400 Mille erleichtert, um nach ein paar Jahren erst recht abzusaufen.


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Re: …zuerst wird der Staat nochmal um 400 Mille erleichtert, um nach ein paar Jahren erst recht abzusaufen.

Schreib‘ ma das öfter…? ;)

http://derstandard.at/plink/1263706002065?sap=2&_pid=15458249#pid15458249

Gast: gast
26.01.2010 19:44
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was bekommt spyker ???

was kauft spyker und das geld ? Die Markenrechte ? Patente ? Fertigunganlagen ? Marktanteile :-) ??? Was dürfen Sie bauen : 9-3 alt ?, 9-5 neu ? ....viele Fragen...

Antworten Gast: solvy
27.01.2010 13:03
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Re: was bekommt spyker ???

markenrechte, werk, rechte an aktuellem 9-3, 9-3x, neuer 9-5 und 9-4x. zudem steht das bisherige händlernetzwerk zur verfügung. bzgl. patente gibts keine klare information, saab wird aber noch längere zeit mit gm technologeaustausch betreiben, kann und wird aber auch auf produkte anderer hersteller zugreifen.

ab 100.000 verkauften saabs wird der break-even erreicht. dies sollte möglich sein nachdem saab 2007 133.000 stück absetzen konnte und 2008 mit einer großteils veralteten modellpalette noch immer 96.000 sütück erreichte. 2010 startet saab immerhin mit 3 neuen modellen, 9-5, 9-5 kombi und 9-4x zudem wurde der 9-3x erst vergangenen herbst auf den markt gebracht. jetzt muß vorallem die marketing abteilung gute arbeit leisten.

Antworten Gast: markus trullus
26.01.2010 19:55
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Re: was bekommt spyker ???

wie ich die geschäftstüchtigen Niederländer kenne, werden sich die das schon entsprechend ausgehandelt haben....