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IWF-Chef: "Die griechische Lage ist sehr ernst"

04.02.2010 | 12:44 |   (DiePresse.com)

Der IWF bietet dem hoch verschuldeten Griechenland seine Hilfe an, zeigt aber Verständnis dafür, dass Europa das Problem zunächst selbst lösen will. Es wäre das erste Mal, dass ein Euroland IWF-Hilfe beansprucht.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat dem hoch verschuldeten Griechenland seine Hilfe angeboten. "Wir sind dazu da, um zu helfen", sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Donnerstag dem französischen Radiosender RTL. "Aber ich habe volles Verständnis für die Europäer, die dieses Problem zunächst selbst lösen wollen." Griechenland musste sich als größter Schuldensünder der Europäischen Union einer strengen Haushaltskontrolle durch die EU-Kommission unterwerfen - auch weil die desolate Lage den Eurokurs drückt.

"Die griechische Lage ist sehr ernst"

"Die griechische Lage ist sehr ernst", sagte Strauss-Kahn, dessen Organisation schon vielen finanzschwachen Staaten unter die Arme gegriffen hat - allerdings noch nie einem Euroland. Die sozialistische Regierung unter ihrem Chef George Papandreou sei sich der schwierigen Situation bewusst. "Ich habe Vertrauen, dass Ministerpräsident Papandreou die notwendigen Maßnahmen ergreifen wird", sagte Strauss-Kahn. "Aber das sind sehr schwierige Maßnahmen." Die Regierung hatte unter anderem einen Lohnstopp für Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes und Steuererhöhungen angekündigt.

Sie hatte auf der Suche nach einem Ausweg aus der Schuldenfalle bereits IWF-Experten um Rat gebeten. Ein IWF-Team war im Jänner mit Finanzminister Giorgios Papakonstantinou zusammengekommen, um über die Haushalts-, Ausgaben- und Steuerpolitik des Landes zu debattieren.

Griechenland unter EU-Aufsicht

Der Minister rechnet trotz der schwierigen Lage damit, dass sich die Wirtschaft aus der Rezession befreien kann. "Wir erwarten ab Jahresmitte 2010 eine Rückkehr zu positiven Wachstumsraten", sagte Papakonstantinou der "Financial Times". Ungeachtet der harten Sparmaßnahmen werde die Wirtschaft im Gesamtjahr nur um 0,3 Prozent schrumpfen.

Griechenland hatte lange über seine Verhältnisse gelebt. Für 2009 wurde eine Rekordneuverschuldung von 12,7 Prozent der Wirtschaftsleistung gemeldet. Die Gesamtverschuldung stieg auf 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Das Euroland wurde deshalb von der EU-Kommission an die Kandare genommen. Sie billigte am Mittwoch den Sparplan der Regierung, mit der das Staatsdefizit binnen drei Jahren auf 2,8 Prozent gedrückt werden soll.

Spekulationen über Auseinanderbrechen des Euro-Raums

Die desolate Haushaltslage Griechenlands hat an den Finanzmärkten Spekulationen über ein Auseinanderbrechen des Euroraums ausgelöst. Der Euro verlor dadurch gegenüber dem Dollar und anderen wichtigen Währungen deutlich an Wert. An den Märkten wird über einen geheimen EU-Rettungsplan für Griechenland und andere stark verschuldete Euro-Länder wie Portugal und Spanien spekuliert, obwohl diese nach dem EU-Vertrag verboten sind.

(Ag.)

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182 Kommentare
 
1 2 3 4 5
Gast: Nancy
18.03.2010 17:38
0 0

?!

ich kappier nicht so ganz in wiefern der iwf griechenland helfen kann ?! Durch Kredite??

" KRISEN "

" Krisen sind wie Karnevalskinder
Ihre Mütter sind bekannt
Aber die Väter nicht "

der graf
09.02.2010 01:54
0 0

jetzt handeln bevor es zu spaet ist

wer ist bereit zu einem marsch auf das parlament wo wir klar ausdruecken das die oest. steuerzahler nicht willens sind anderen laendern (wie eben griechenland) mit unseren steuergeldern ein bailout zu ermoeglichen. nicht lachen, auf das wirds hinauskommen. deutschland wird die griechen nicht untergehen lassen, trotz jahrelange luegen, und wir sollen die zeche zahlen. ich sage, jetzt reichts! ist hier wer der weis wie man eine demorichtig aufzieht?

Gast: erkii
08.02.2010 19:50
0 0

was ist mit schulden

habe eine Hausfinanzierung am laufen ! - was bedeutet denn dann für mich ein schwache erro ?

Gast: erkii
08.02.2010 19:46
0 0

was ist mit schulden

habe eine haus finanzierung am laufen ! - wie macht sich denn bei mir der schwache euro bemerkbar ??

Gast: christian
08.02.2010 14:28
1 0

ist doch kein problem

wird griechenland halt zerteilt. kriegen wir ne nette insel. kreta waere ganz gut.
für deutschland bietet sich mallorca an.
die franzosen kriegen madeira.
schaut so aus als obs irland alleine schafft. die sind wenigstens reformfaehig.

mfg christian

Herman
07.02.2010 06:22
0 0

gestern warnte ein Wetterfrosch aus Brüssel, wenn der Euro weiter steigt, haben wir Probleme

. . . heute ein anderer: wenn der Euro weiter fällt, können wir baden geh'n.
Das sind doch Scharlachtane wie im Orakel zu Delphi und bringt nichts, während Brüssel zum Abstellgleis und 'pork barell' ausgedienter Politiker wird.
Wo sind die Wissenschaften, die Koryphäen unserer sauteuren Hochschulen?
"Ich bin der Meinung" immer wieder funkt nicht.
Wir brauchten Lösungen und eine moderne Demokratie.
'Not to revolutionize, but to improve would be the way to go!' Und weg mit dem Parteienfilz!
Die Parteien stellen den Kanzler zur Wahl; ebenso schlagen sie die Minister der verschiedensten Ressorts vor. Damit wäre die Demokratie wieder in der Hand des Bürgers.

Fornax A
06.02.2010 17:00
0 0

was soll das Gezeter

und der Radau?

Die EZB soll ein paar Euro "Fiat Money" für den Kauf von Hellas-Anleihen zur Verfügung stellen.

Die Privatbank FED macht es der EZB vor wie es geht.

http://astrologieklassisch.wordpress.com/2010/02/06/wegen-schwundgeld-euro-flucht-in-us-staatsanleihen-die-fed-kaufte-2009-etwa-80-der-us-staatsanleihen/

Wichtig ist, dass der Euro gegenüber dem Dollar nicht zu starkt wird und das allein ist der die Ursache des ganzen Zirkus!

Gast: UKW
05.02.2010 20:14
2 0

Wenn das die Sozialisten (inkl. Pröll), ist die nächste Kurzschlusshandlung vorprogrammiert

Dann werden wahrscheinlich noch mehr Steuergeldmilliarden in sinnlose AMS Kurse verpulvert, weil irgendein Dodl glaubt dadurch werden Arbeitsplätze geschaffen. Der nächste verlangt eine Aufstockung der Grundsicherung damit der Konsum "angekurbelt" wird und der Faymann wird wieder nach einer Umsatzsteuersenkung rufen, Pröll wird den Beamten eine fette Zusatzgehaltserhöhung zugestehen. Konjunkturpakete Made in Absurdistan, aufgebaut auf riesigen Schuldenbergen.

Gast: anonym
05.02.2010 19:26
0 1

eigentlich ist es ja so,

die Welt ist Pleite,

www.wiweb.at

Antworten Gast: Genau
08.02.2010 12:11
0 0

Re: eigentlich ist es ja so,

Ich bin ganz Ihrer Meinung.

Wir haben uns bei den Typen vom Andromeda-Nebel hoffnungslos verschuldet. Vielleicht helfen uns doch die Bewohner von Alpha-Centauri, sind zwar hässlich aber hilfsbereit.

Gast: ag
05.02.2010 19:05
0 1

seltsam...

...dass niemand über das Defizit von GB oder der USA so besorgt ist. Schön langsam glaube ich, dass Krugman da etwas einseitige Sichtweisen hat (zuerst Ö mit CEE, jetzt die südeurop. Länder)...

Gast: gast
05.02.2010 18:42
1 0

unsere Politiker/Innen

werden die menschenverachtenden (ökonomischen) Probleme einfach weggendern und ausdiversifizieren. Wenn dies alles nicht hilft dann erlöst uns die multikulturelle Vielfalt - (so) oder so - man hat ja zumindest vorgesorgt.

R@iner
05.02.2010 18:00
2 0

Schwächerer Euro - No problem

Ein schwacher Euro erleichtert das Exportieren.
Sollte nicht unsere große Sorge sein.
Und dass Schuldenmachen einzelnen Staaten teurer kommt, auch nicht.
Was beunruhigen sollte ist der Umstand, dass Staaten unaufhörlich Schulden hinzufügen. Denn unsere laufenden Steuern müssen zur Zinszahlung herhalten. Das stiftet aber keinen Nutzen.
Was, wenn unsere Steuern ("demnächst") zur Gänze in Zinszahlungen aufgehen?
Der Ausweg heißt Inflation: Preise steigen, mit ihnen die Löhne und damit das nominale Steueraufkommen. Während Erspartes wertlos wird, werden Kredite und Zinsen einfach bezahlbar. Und wer wird letztendlich zur Kasse gebeten? Du und ich.

Antworten Gast: Paul
07.02.2010 12:38
0 0

Re: Schwächerer Euro - No problem

Lieber Rainer,

ich glaube nicht dass das Ersparte wertlos wird, den die Banken werden
auch die Habenzinsen mit der Inflation
erhöhen.

Antworten Antworten R@iner
07.02.2010 15:30
0 0

Re: Re: Schwächerer Euro - No problem

Die Zinsen werden vielleicht angehoben, bloß nützt das wenig.
Rechenbeispiel:
Wenn ich 1000,-- gespart habe und die Preise haben sich verdoppelt, hat sich mein Besitz quasi halbiert.
Und die Bank bezahlt mir statt 1% (10,-- p.a.) meinetwegen 5% (50,-- p.a.). Damit werden wir beide nicht weit hüpfen.

1 1

Jetzt gehts los!


Österreich ist dann in der "zweiten Welle" dabei.

2012. Wenn die neuen Steuern die Wirtschaft abwürgen und die erhöhten Zinsen der Staatsschulden nicht mehr getilgt werden können.

Antworten Gast: Hochwürden
05.02.2010 17:45
0 0

Re: Jetzt gehts los!

Die erbärmliche Feigheit dieser Regierung, irgendetwas an diesem Zustand zu ändern und vielleicht auch etwas auf die Reihe zu bringen, schreit zum Himmel. Einfach grauenhaft..........

Herman
05.02.2010 17:19
2 3

Multikultur ist 'nonsense' und wird die Wirtschaftsgemeinschaft im Keim ersticken

. . . Politiker müssten die Wissenschaften bedingen, um die Fundamente zur Harmonisierung, Integration, Normierung. etc. des Binnenmarktes zu erkunden und erforschen, damit Europa wirtschaftlich homogen wird und die einzelnen Länder kulturell souverän bleiben.
Damit hätte Brüssel innerhalb der jeweiligen kulturellen Grenze nichts verloren und zu suchen und müsste wie die Landesregierungen die Finger von jeglicher Immigration, dem modernen Sklavenhandel lassen.

Papst Johannes meinte, Europa sollte wieder die dominante Kultur des Abendlandes werden und nicht ein 'stooge' Amerikas - wie die Engländer.
So brachte die Säkularisation die gottlosen Kapitalisten, welche in ihrer Expansionssucht den Trick der Multikultur erfanden.
Und damit geht auch Brüssel auf Expansionskurs. Politiker im christlichen Europa dissimilieren sich vom Volkswillen und streben mit Brüssel nach dem kulturlosen Superstaat.

Multikultur bedeutet Anarchie, welche die Dominanz des Kapitals vergöttert und die Demokratie, den Volkswillen für soziale Gerechtigkeit ersticket.

Dass die Globalisierung bereits allen auf den Kopf fällt, merkt kein Mensch - nicht einmal, dass die Dritten Welt mehr und mehr hungert.

Antworten Gast: aa
05.02.2010 21:12
0 0

Re: Multikultur ist 'nonsense' und wird die Wirtschaftsgemeinschaft im Keim ersticken

JA adi.

lurch
05.02.2010 16:18
1 0

Gehirnwäsche

Auf Grund vieler Regierungskonformen Postings muß man mit Schrecken feststellen, wie weit sich die verallgemeinerte Meinung, die uns jeden Tag bis zum Erbrechen von den Medien serviert wird, in den Gehirnen festgefressen hat.

Offensichtlich gesellt sich da auch noch die Scham dazu, sich eingestehen zu müssen, jahrzehntelang diesen Bauernfängern in unserer Politik nach dem Mund geredet zu haben.

Es wird endlich Zeit, daß die Menschen ihr eigenes Hirn benutzen und sich nicht immer diesen Bldösinn aus den Medien einreden lassen!

0 0

Wie viele Menschen gibt's denn .............

............ die ein eigenes Hirn haben, das sie benutzen können? Fahrn sie mal mit der U-Bahn und sehen sie sich dort an, wie viele sich das Denken von der Kronen Zeitung abnehmen lassen.

Antworten Gast: aua
05.02.2010 18:14
0 0

Re: Gehirnwäsche

ah..hahahaa? is nich dein ernst, oder? o0

Antworten Antworten Gast: Idefix
05.02.2010 19:33
0 1

Re: Re: Gehirnwäsche

Den von den EU-hörigen Medien seit vielen Jahren verbreiteten Blödsinn, die EU wäre ein Friedensprojekt, oder auch dass Österreich nach dem EU-Austritt wirtschaftlich untergehen wird, diesen Blödsinn glauben eh immer weniger Leute.

Antworten Antworten enzo
05.02.2010 18:34
0 0

Re: Re: Gehirnwäsche

Bei ihren Kommentar ist es doch 100% ersichtlich das sie doch wirkt die Gehirnwäsche.Oder ist da nichts?

Gast: allkarl
05.02.2010 15:58
1 0

war ja wohl klar

dass spanien in das desaster stürzt.....denn nicht wirtschaftliche problemlösungen waren den spanischen roten anläßlich des eu-vorsitzes wichtig, sondern gender- und migrationsförderung

 
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