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"Nach Osteuropa-Zockerei ist Österreich fast pleite"

10.02.2010 | 07:51 |   (DiePresse.com)

"Eine Griechenland-Pleite würde sich wie ein Lauffeuer ausweiten", warnt ein Kolumnist der "Financial Times Deutschland". In diesem Fall wäre auch Österreich ein Wackelkandidat.

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Wolfgang Münchau, Kolumnist der "Financial Times Deutschland", sieht nicht nur die üblichen Verdächtigen PIGS-Staaten (Portugal, Italien, Griechenland, Spanien) am Rande des Staatsbankrott. Er zählt auch Österreich dazu. "Nach der Osteuropa-Zockerei des letzten Jahrzehnts ist Österreich ohnehin fast pleite, und Belgien hat einen höheren Schuldenstand als Portugal und Spanien", schreibt Münchau am Mittwoch unter dem Titel "Der Krise dritter Teil".

Als Auslöser einer möglichen dritten großen Krisenwelle betrachtet er einen Staatsbankrott. Allerdings verweist er darauf, dass das hochverschuldete Griechenland nicht das einzige akute Problem ist: "Und wenn Griechenland ins Strudeln gerät, dann rechne ich fest damit, dass die eine oder andere europäische Bank ebenfalls mit in den Sog gerissen wird. Selbst ein kleiner Staatsbankrott wäre somit ein äußerst gefährliches Ereignis für das globale Finanzsystem."

Münchau hält zwar die Liquiditätsspritzen, die einen Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems verhinderten, für notwendig. Doch er sieht auch ihre Kehrseite: "Mit den teuren und unkoordinierten Rettungsaktionen haben wir aus einem Solvenzproblem des Finanzsektors ein staatliches Solvenzproblem gemacht. Wenn Staaten pleitegehen und dabei große Banken ebenfalls mitreißen, dann gibt es niemanden mehr, der hier die Rolle der Versicherung der letzten Instanz einnehmen kann."

Münchau warnt davor, eine mögliche Staatspleite Griechenlands zu unterschätzen. "Wer argumentiert, Griechenland mache nur einen verschwindend geringen Anteil an der europäischen Wirtschaftsleistung aus - weit weniger als das ebenso beinah insolvente Kalifornien relativ zu den USA - versteht die Dynamik der Finanzmärkte nicht. Eine Staatspleite Griechenlands würde die gesamte Bewertung europäischer und wohl auch amerikanischer Staatsanleihen völlig verändern." Ein Crash an den Bondmärkten wäre sehr wahrscheinlich, mit enormen Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit von Finanzakteuren.

"Eine Griechenland-Pleite würde sich wie ein Lauffeuer auf andere Staaten ausweiten", sagt Münchau. Neben Portugal, Spanien und Irland zählt er wie bereits oben erwähnt auch Österreich zu den Wackelkandidaten.

(Red.)

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221 Kommentare
Gast: Österreicher
12.02.2010 01:19
3 3

jetzt müssen die Österreicher bittere Wahrheiten zur Kenntnis nehmen:

die Finanzkrise kann nicht mehr eindimensional mit Spekulationsgeschäften einzelner Banken "erklärt" werden, für die "die Manager" die Verantwortung tragen. Das war nur bei der BAWAG der Fall. Ich bin daher schon neugierig, wie die Linksparteien jetzt den Umstand erklären, daß eine verantwortungslose Schuldenpolitik gewisser Länder die Banken (die diese Politik durch Zeichnen von Anleihen finanziell unterstützt haben) in den Abgrund reißen.

Aber geh!

Von allen Kanzeln predigen sie doch, daß es nur die Gier Einzelner war, vor deren Folgen uns nun der gute Staat beschützen muß.

Sie werden uns doch nicht belügen?

Re: jetzt müssen die Österreicher bittere Wahrheiten zur Kenntnis nehmen:

Lieber Österreicher, ich freue mich über jeden der die BANKENKRISE wirklich verstanden hat - es sind wenig genug. Offenbar sind die Umfragewerte für eine Griechenlandhilfe derartig katastophal schlecht, dass man noch nicht weiss wie man sie den Leuten verkaufen kann.

Re: Re: jetzt müssen die Österreicher bittere Wahrheiten zur Kenntnis nehmen:

wie man sie den leuten verkauft?

tschuldigung, haben sie die letzten jahre medienmäßig verschlafen?

na wie wohl?

drüberfahren, wie das die eu die letzen jahre stets gemacht hat.

haben sie noch nicht überrissen, was die eu ist? eine diktatur.

mfg
mc

Gast: Anton
12.02.2010 00:25
1 1

In gar nicht all zu langer Zeit

werden sich die EU-Länder gegenseitig stützen wie eine russische Pyramide und ein Land nach dem anderen wird wegbrechen und dort weiterwurschteln wo sie vorm EU-Beitritt waren! Auf Deutsch gesagt, die EU war fürn Hugo!

Antworten Gast: Fischotter
12.02.2010 01:26
0 0

Da kommen Sie aber reichlich spät drauf!

Die EU-Gegner hatten schon 1994 vor der Volksabstimmung gewarnt, dass die EU-Mitgliedschaft fürn Hugo sein wird.
Jetzt braucht sich wirklich niemand zu wundern!

Die Alternative:
http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2010/nr6-vom-822010/der-weg-aus-der-finanz-und-wirtschaftskrise-fuehrt-ueber-einen-gestaerkten-nationalstaat/

1 0

Griechen, und noch griechischer die USA

Das Land mit der grössten Verschuldung sind die USA, Weltmeister im Gelddrucken.

Das Ende von allem ist die Inflation oder wär es sich leisten kann, eine Währungsreform; nachträglich betrachtet war die EURO Einführung eine kleine Währungsreform im Zuge der Finanzierung der deutschen Einigung (tausende Beispiele der Verdoppelung gar der Preise).

Letztlich zahlt kein Staat alle Schulden zurück; das konnte der gelynchte Diktator Ceauescu aber keine Demokratie.

Viel wird davon abhängen

ob PASOK geschlossen hinter Papandreou steht.
Manche Gewerkschafter scheinen den Ernst der Lage noch nicht erkannt zu haben.

Die Eu braucht die Nettozahler Milliarden für etwas viel sinnvolleres

Respekt

http://konsumpf.de/?p=6979

Gast: EnergyRevolution
11.02.2010 21:50
2 1

Too Greek to Fail !

Das Geld und Pump aus der EU muss zum Sonnenstrom dazu ! WIN-WIN ! Oder wie die Sonne die Schulden der Griechen bezahlt !

In diesem Sinne gilt hier das gleiche wie für das ebenfalls nahezu pleite Kalifornien ...

Schwarenegger: http://gov.ca.gov/index.php?/speech/13586/
" target="_blank">http://gov.ca.gov/index.php?/speech/13586/


Solarthermische Kraftwerke bauen, Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig das Außenhandelsdefizit behandeln um dann die Schulden zurückzahlen zu können ...

Diskussion auch hier: http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1073576-9681-9690/solar-millenium-diskussionsforum#1073576_38929096" target="_blank">http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1073576-9681-9690/solar-millenium-diskussionsforum#1073576_38929096

Re: Too Greek to Fail !

Ihre Gedanken sind sicher gut.Ich würde
an Ihrer Stelle,diese Ideen auch in
deutschen Zeitungen z.B Die Welt oder in
Die Zeit veröffentlichen.
Leider ist die ausgeprägte Korruption dort
damit leider nicht beendet,dort braucht
es noch ein größeres Stück mehr
Rechtsstaatlichkeit wie in anderen europäischen Ländern.Z.B werden dort immer wieder Brände
gelegt und das verbrannte Waldstück wird
dann zu teurem Bauland.Keine Regierung
hat bisher dagegen einen wirksamen
Riegel vorgeschoben.

Antworten Gast: Gerald Nessmann
12.02.2010 00:00
2 0

Re: Too Greek to Fail !

Bin mir hier nicht sicher ob dies Satire oder Ernst gemeint ist.

Fall es das letztere ist: bitte aufwachen!

Die Loesung ist wohl eher eine Strukturbereinigung - eben gerade jene, die in den meisten anderen EU Laendern auch notwendig ist.


Gast: EnergyRevolution
11.02.2010 21:44
0 1

Too Greek to Fail !

Das Geld und Pump aus der EU muss zum Sonnenstrom dazu ! WIN-WIN ! Oder wie die Sonne die Schulden der Griechen bezahlt !

In diesem Sinne gilt hier das gleiche wie für das ebenfalls nahezu pleite Kalifornien ...

Schwarenegger: http://gov.ca.gov/index.php?/speech/13586/

Solarthermische Kraftwerke bauen, Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig das Außenhandelsdefizit behandeln um dann die Schulden zurückzahlen zu können ...

Diskussion auch hier: http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1073576-9681-9690/solar-millenium-diskussionsforum#1073576_38929096

Antworten Gast: EnergyRevolution
11.02.2010 22:04
0 0

Re: Too Greek to Fail !

Er heißt natürlich Schwarzenegger ...

Gast: AdamRiese
11.02.2010 20:51
2 0

Alles Schall und Rauch

Selbst ein besoffener Hausmeister kann sich ausrechnen, daß Griechenland es nie und nimmer schaffen kann das Defizit bis 2013 unter die zugelassenen drei Prozent zu drücken.
Interessant eine Aussage des früheren Wirtschaftsminister Daniel Bessa "Wir müssen die Euro-Zone verlassen. Wir gehören da aufgrund der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit einfach nicht hin".
Bevor die PIGS zusammenbrechen werden noch Hunderte Milliarden in Schuldscheine investiert, welche das Papier auf dem sie gedruckt nicht Wert sind.

0 0

Solange der Petrodollar

Noch aktuell ist wird sicher die EU vor der USA floppen.

Gast: Eurrora
11.02.2010 16:57
1 0

Wie lange kann sich die EU noch halten ?

Wer geht zu erst in Binsen ,die USA oder die EU ?
Der Zeit sieht es 50 zu 50% aus.
Mit Obama haben sie einen bekommen,welcher nicht Fisch noch Fleisch ist.
Fällt Griechenland , fallen wie Dominosteine Spanien Portugal, Italien und viele mehr um.

"Griechenland müsse sich aber an die Regeln halten, sagt die deutsche Kanzlerin Merkel."

Na, da hat ja jemand endlich das Problem durchschaut und einen hilfreichen Tip gegeben. Wenn die Griechen das bisher nicht wussten, entschudligt sie das natuerlich, nicht aber die EU-Heinis, die ihnen das anlaesslich des Beitritts zur Eurozone nicht richtig erklaert haben. Wer uebernimmt die Verantwortung fuer diese Kommunikationsluecke und tritt von seinem fett bestallten Posten zurueck? Oder war das gar nicht das Problem, und die Merkel blaest wieder einmal nur heisse Luft durch die Gegend?

Gast: ET
11.02.2010 16:42
2 1

Der Zusammenbruch hat begonnen!

Die praktischen ersten Auswirkungen werden dort ganz gut beschrieben:

www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,677301,00.html

In weiterer Folge werden sich die Unternehmen vom Markt zurückziehen, was verheerende Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung und der Infrastruktur haben wird.

Who is John Galt?


Antworten Antworten Gast: ET
12.02.2010 10:32
0 0

Re: Who is John Galt?

Viele Antworten möglich:

Ein Schottischer Schriftsteller des 19. JH.?

Ein Unternehmen aus Chigaco?

Ein Buchtitel, geschrieben von Ayn Rand 1957?

Es sind wahrscheinlich noch viel mehr Antworten möglich. Wenn Sie Aussagen machen wollen, ich würde diese genauer brauchen.

Re: Der Zusammenbruch hat begonnen!

leider muss ich ihnen voll und ganz zustimmen!

Antworten Gast: change - yes weekend
11.02.2010 17:59
0 0

Re: Der Zusammenbruch hat begonnen!

für einen neuanfang steht alles bereit....seit jahren: www.nesara.us

Antworten Gast: cassie
11.02.2010 17:51
2 2

Re: Der Zusammenbruch hat begonnen!

Sie sollten sich Cassandra nennen mit ihrem Düsteren Prophezeiungen ist niemanden geholfen.

Re: Re: Der Zusammenbruch hat begonnen!

Was haben Sie gegen Cassandra?

Sie wurde damals von Menschen, welche dachten wie Sie zu Tode gebracht.
Trotzdem ist eingetroffen, was Sie voraussagte!

Auch heute gibt es Menschen welche 1 + 1 zusammenzählen können und daher vorhersehen was kommen wird (MUSS).

Es ist schon seltsam, dass Viele nicht begreifen wollen, dass man nicht permanet mehr ausgeben kann als man einnimmt.
Jeder kleine Mann/Frau auf der Straße weiss das, denn er wird sofort von der Realität eingeholt, falls er darauf vergißt.

Re: Re: Der Zusammenbruch hat begonnen!

So leid es mir tut...E.T. hat vollkommen recht. Eigentlich fühlen es die Menschen ja schon, das sehr böse Zeiten nahen.

Tut mir sehr leid für die Leute die Kinder haben... :(

1 0

Hilfe für Griechenland

Ohne wirklich grobe Einsparungen wird nichts mehr zu machen sein.
Die Griechen werden dies aber nicht verstehen und auch nicht akzeptieren. Der Euro wird daher in Richtung Süden langsam aber sicher zusammen brechen. Neben Griechenland ist ja gleich auch Spanien und Portugal.

Leute, haltet euch fest im Sattel !

Die monetären Verwerfungen treffen bald auch Österreich.

Gast: hubsi 1
11.02.2010 16:28
1 5

was denken sich die griechen eigentlich ?

die griechen sollten arbeiten und sparen anstatt zu streiken.

--> einfach ein dämliches verlogenes volk.

--ps: habe meinen griechenlandurlaub abgesagt. sollten auch andere machen.

Re: was denken sich die griechen eigentlich ?

Es waren die dreckigen, korrupten Politricker die Griechenland ins Unglück gestürtzt haben NICHT das Volk, Du Gehirn!

Antworten Antworten Gast: gast
12.02.2010 07:07
0 0

Re: Re: was denken sich die griechen eigentlich ?

ja, ja ganz sicher !

hoffentlich zahlst du die zeche für die griechen

0 1

Re: was denken sich die griechen eigentlich ?

Aussagen wie diese sind echt zum Spei...!

Antworten Antworten Gast: hubsi 1
11.02.2010 21:34
1 0

Re: Re: was denken sich die griechen eigentlich ?

na, was passt denn nicht ?

wer lebt über die verhältnisse ?
wer hat sich mit falschen statistiken den euro erschwindelt?
wer soll jetzt die zeche zahlen?

-> die fleissigen und ehrlichen oder ?

Gast: Hochwürden
11.02.2010 16:10
2 1

Eine Expertise

von Michi_Austria wäre jetzt sehr erfrischend und willkommen!!!

Re: Eine Expertise

Sehr gut...wäre echt lässig.

Gast: nahdenken
11.02.2010 15:17
0 1

es IST ein VERTEILUNGSFRAGE .

und dann sollen ein "par milliarden" einen staatsbankrott verursachen??????

was heisst es eigentlich wenn ein staat zuviele schulden hat???

dort wo ein schuldner muss ja auch ein glaeubiger sein!!!

daher geht es im endeffekt "nur" um eine verteilungsfrage. (zw. generationen, weltregionen, arm und reich, etc...)

ein ausweg waere es viell weltweit! alle vermoegen ueber einer gewissen schwelle mit einem steigenden steuersatz zu belegen und die staatsbudgets wieder auszugleichen!

es ist doch ganz normal, dass es auf dauer nicht funktioniert wenn immer weiter umverteilt wird!

und zwar geht es dabei nicht darum ob jemand das "verdient" (fuer den einzelnen mag es durchaus rechtmaessig sein, dass er so ein milliraden vemoegen angehaeuft hat), sondern um das system an sich.

kann ein system in dem ein paar prozent den grossteils des weltweiten vermoegens akumulieren und der rest dieses ausleiht um normal wirtschaften und ueberhaupt leben zu koennen ueberhaupt funktionieren???

denn durch zinsen und zinseszinsen steigt die konzentration der vermoegen bei ein paar wenigen tendenziell immer weiter an.

natuerlich mit bruechen (tellerwaescher wird zum milliunaer, milliardar verzockt sein geld)

aber im grossen gesehen waere eine weltweite steuer in dem sinne, dass das derzeitige wirtschaftssystem steuerbar bleibt unbedingt noetig!!

alleine mit den milliarden von bawag, hypo und diversen flaechenwidmungsgewinnen der letzten jahrzehnte koennte man oetserreichs budget retten

Re: es IST ein VERTEILUNGSFRAGE .

als der liebe Gott die Intelligenz verteilt hat wurde Sie mit den Resten die übrigblieben bedacht. aber bei Marxisten wusste er was er tat.

Re: es IST ein VERTEILUNGSFRAGE .

bitte nehmen Sie das Pseudonym unter dem Sie schreiben ernst!

Re: Re: es IST ein VERTEILUNGSFRAGE .

Er heißt ja NAHDENKEN, ob das das Gegenteil von NACHDENKEN ist?
Oder vielleicht FERNDENKEN?

Gast: ET
11.02.2010 14:57
1 0

Wie im Altersheim!

Ein Haufen von Demenzkranken, welche sich gegenseitig versprechen sich zu helfen.

Leider ist es schon soweit, dass es keinen einzigen Bewohner mehr gibt, welcher auch nur noch die Toilette findet. Es wird also heftig werden, weil nun der ganze Wohnraum zugesch.. wird. Das wegräumen wird dann heftig werden, es sind allerdings Andere dafür zuständig.


Re: Wie im Altersheim!/ET

Raus mit der Sprache! Wer?

Antworten Antworten Gast: ET
11.02.2010 15:38
1 0

Re: Re: Wie im Altersheim!/ET

Wenn Sie es weniger am Alter festmachen, sondern mehr an der Symolik der Krankheit der Orientierungslosigkeit, dann werden Sie den Vergleich auch verstehen.

Re: Re: Re: Wie im Altersheim!/ET

Ging's nur ums Altersheim, fände ich den Vergleich sogar gut. Was mir Sorge bereitet, ist der Hinweis auf "für das Wegräumen des Drecks sind dann andere zuständig". Dieses dumpfe Dahinwabern bis hin zu einer völlig unkontrollierten sinnlosen Explosion, die außer Gewalt, Blut und Tränen nichts bringt, es sei denn das "nach oben Schwimmen" dubioser Charaktere, kleidet sich zurzeit noch in Worte. Wie lange noch?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
11.02.2010 17:36
0 0

Wie lange noch?

Ich glaube das kann heute niemand auch nur annähernd schätzen. Es wird natürlich versucht den endgültigen Zusammenbruch, des uns bekannten Wirtschaftssystems, zu verzögern. Das ist auch gut so, alles was danach kommt wird mit Sicherheit viel schlechter und könnte auch Blut und Tränen bedeuten.

Tatsächlich werden aber die dringend notwendigen Schritte nicht gegangen. Die Verfilzungen haben sich zu stark festgesetzt. Genau das ist es, was die Orientierungslosigkeit auslöst. Die wissen überhaupt nicht wie hin gegriffen werden muss und scheuen sich auch nur die Realität in das eigene Bewusstsein zu lassen.

Es besteht aber doch Hoffnung, wenn wir uns von der monetären Betrachtung lösen. Wir haben mehr als genug Produktionsmittel um die ganze Gesellschaft ausgezeichnet versorgen zu können. Wir haben auch mehr als genug Arbeitskräfte dafür. Heute können wir die Möglichkeiten nicht nutzen, vielleicht aber nach dem Zusammenbruch?

Auch in Argentinien leben die Menschen nicht schlecht, auch wenn Staat dauernd finanziell abbrennt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast
11.02.2010 21:03
0 0

Re: Wie lange noch?

Auch in Argentinien leben die Menschen nicht schlecht, auch wenn Staat dauernd finanziell abbrennt. --> Sie haben aber gar keine Ahnung. Sorry. Lesen sie mal ein wenig diesen Blog http://ferfal.blogspot.com/ und sagen sie mir ob sie immer noch so denken.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
12.02.2010 07:51
0 0

Re: Re: Wie lange noch?

Über Argentinien brauche ich nicht zu lesen, das durfte ich erleben. Menschenmassen leben vollkommen anders als wir, auch mit wesentlich geringeren Lebensstandard, viel mehr Korruption und weniger Sicherheit.

Diese Tatsache ist aber nur weing von den Staatsfinanzen abhängig. Egal ob der Staat gut dastand, oder gerade seinen Bankrott erklärte, das Leben der Menschen hatte sich nur wenig verändert.

Re: Re: Wie lange noch?/gast

Ich glaube, dass Meinungen, wie die von "ET", so ehrlich sie auch sein mögen, vor allem darauf beruhen, dass die "Äußerer" mit Genuss den Zusammenbruch von herrschenden Systemen herbeireden, ja geradezu erwarten, aber in der absolut irrigen Ansicht verhaftet sind, dass "sie" sich so gut abgesichert hätten, dass "sie" davon weitgehend nicht betroffen werden (oder wären). Ein entsetzlicher Irrtum, wie "sie" noch erleben werden, kommt es "endlich" so weit.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
12.02.2010 08:34
0 0

Re: Re: Re: Wie lange noch?/gast

Leider falsch interpretiert!

ET ist einer, welcher die Auswirkungen eines Zusammenbruchs, und damit den Zusammenbruch selbst, fürchtet. Von Herbeisehen kann keine Rede sein. Es sind Befürchtungen, Sie können das auch Ängste nennen.
Genau deshalb wird laufend davor gewarnt, um vielleicht die Entscheidungsträger doch noch zu den notwendingen Schritten zu bringen, auch wenn die Hoffnung minimal ist. Es müsste nicht so kommen!

Auch unterschätzen Sie mich, wenn Sie mir unterstellen, dass ich meine selbst nicht davon betroffen zu sein. Ich wäre sogar heftig davon betroffen, wenn ich von meinem heutigen Leben ausgehe. Ich sehe das eher sehr pragmatisch und mache was ich machen kann, um mein Überleben, oder auch weiteres Leben, bei entsprechenden Einbruch an Bequemlichkeit und Sicherheit, auch fristen zu können.

Vielleicht kommt das daher, dass ich Rumänien unter Ceausecu häufig bereist habe, aber auch den Nahen Osten mit Palästina, Serbien in der Nachkriegszeit oder auch die Länder der früheren Sowjetunion während dem Kommunismus. Ich bin wohl informiert wie tief es gehen kann.

Einem erfreulichen Irrtum werden ich dann haben, wenn meine Befürchtungen nicht eintretent. In diesem Fall wäre ich ein sehr glücklicher Mensch.

Re: Re: Re: Re: Wie lange noch?/gast/ET

Kleiner Nachtrag zu meiner Meldung von vorhin: Ich muß Ihnen hinsichtlich Ihrer guten Hoffnung, den Umsturz halbwegs gut zu überstehen, doch widersprechen, denn: noch NIE stürzte ein so großer Teil des "gewöhnlichen Volkes" aus so großer (Vermögens)Höhe so tief ab. Alle Katastrophen des 19. u. 20 Jhdts trafen zwar auch die Völker, doch waren hier die größten Anteile in sozialem Substandard. Wir wissen also nicht, was ein - hoffentlich NICHT - kommender Zusammenbruch an moralischer und sozialer Verwüstung auslöst. Jeder gegen Jeden - dieser Kampf würde mörderisch! Ihn zu verhindern, wäre die allererste Aufgabe - von uns ALLEN!

Re: Re: Re: Re: Wie lange noch?/gast

Akzeptiert! :o)) Zu Rumänien: eine Kurzreise im vorigen Sommer "schleuderte" mich in einigen Gegenden zurück ans Ende des 19.Jhdts. Sie haben vollkommen Recht. Und zu Ihrem letzten Satz: Und ICH erst! :o))

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12.02.2010 09:55
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Wie lange noch?/gast

Nur ein aktuelles Phänomen von dem was ich meine:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/539116/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

Besonders interessant die einbrechenden Steuereinnahmen, welche genau meinen Erwartungen und Berechnungen entsprechen.

Ich bin eigentlich kein ängstlicher Mensch. Meine Mutter sagte schon früh "der fürchtet weder Tod noch Teufel". Entweder bin ich im reiferen Alter doch neurotisch geworden oder aber es sieht wirklich sehr schlecht aus.

Gast: ökonomie
11.02.2010 14:56
0 1

mit politischen Seifenblasen wird kein Markt beruhigt werden können

Typisch europäische Politiker, viel reden, viel essen und dann blubb, blubb, blubb nichts als Seifenblasen und Luftballons. Dieses nichtssagende Ergebnis hilft weder der EU, noch dem EURO und schon gar nicht Griechenland. Diese brauchen Kredite zu "vernünftigen Konditionen" selbstverständlich gegen Auflagen an die Budgetgebarung etc.. Ein Anlass für Spekulanten gleich auch noch Spanien, Portugal und noch weitere Kandidaten in ihre Risikoaufschlagsüberlegungen einzubeziehen. Wer spät saniert, und das werden die Politiker noch lernen den bestraft der Markt.

Hobbyökonom