Rosen aus Kenia zieren wegen der Asche-Wolke nicht mehr kunstvolle Blumengestecke in Europa, sondern landen derzeit auf dem Kompost. Am Montag war Rosenzüchter Jack Kneppers gezwungen, 6,5 Tonnen der edlen Blumen zu entsorgen. Sie sollten eigentlich am Donnerstag nach Europa geflogen werden. Doch die Sperrung von weiten Teilen des europäischen Luftraums in Folge der Vulkanasche-Wolke verhinderte dies. Auch den nächsten Lieferungen wird es wohl ähnlich ergehen, befürchtet Kneppers. "Uns allein kostet der Ausfall 35.000 Dollar pro Tag. Und es wird mehr je näher wir an den Muttertag herankommen", sagte der Farmer aus dem Südwesten des Landes.
Insgesamt verliert Kenias Gartenbaubranche durch das Flugverbot in Europa drei Millionen Dollar pro Tag, wie der Chef des Verbandes der Produzenten von Frischeprodukten sagte. Seit Donnerstag beläuft sich das Minus auf zwölf Millionen Dollar. Normalerweise würden abends rund Tausend Tonnen an Obst und Gemüse ausgeflogen, am Montagmorgen waren es lediglich 100 Tonnen. Die Obst-, Gemüse und Blumenindustrie ist für das Land extrem wichtig.
In Deutschland hat sich der Preis für Rosen und Nelken wegen des fehlenden Nachschubs in der Zwischenzeit teilweise verdoppelt, wie Ray Weisheit, Blumengroßhändler aus Barchfeld in Thüringen, sagte. Floristen müssen nun auf teure niederländische Gewächshaus-Ware zurückgreifen, die per Lkw transportiert wird.
(Ag. )

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