11.02.2012 07:20 | Meine Presse Merkliste0

Pröll: Österreich muss bis zu 2,28 Milliarden Euro zahlen

02.05.2010 | 20:39 |   (DiePresse.com)

Das Milliardenpaket sei "schmerzhaft für die Griechen, notwendig für Europa und sinnvoll für Österreich", sagt Finanzminister Josef Pröll. Wird der Gesamtrahmen schlagend, muss Österreich 2,28 Milliarden Euro aufbringen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Österreich beteiligt sich nach den Worten von Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) mit bis zu 2,28 Milliarden Euro am Rettungspaket der Eurozone für Griechenland. Diese Summe würde anfallen, wenn der gesamte Kreditrahmen von 80 Milliarden Euro, den die Euro-Länder an dem 110 Milliarden Euro schweren Paket bereitstellen, schlagend werde, sagte Pröll am Sonntag nach der Entscheidung in Brüssel. 30 Milliarden Euro kommen vom Internationalen Währungsfonds (IWF).

Milliardenpaket ist "sinnvoll für Österreich"

Damit liege Österreich nun über der zwei Milliarden Euro-Schwelle, das im Zahlungsbilanzstabilisierungsgesetz hierzulande gelte, so Pröll. Bisherige internationale Hilfspakete - etwa im Fall von Ungarn - hätten aber gezeigt, dass der Rahmen nicht immer voll ausgeschöpft werde. "Wenn alles fällig wird, müssen wir die Obergrenze ändern." Er wolle im Parlament diskutieren, ob eine Änderung gleich oder später erfolgen soll, sagte der Finanzminister. Pröll betonte, es handle sich um Kredite, nicht um Geschenke an Griechenland. Das Milliardenpaket sei "schmerzhaft für die Griechen, notwendig für Europa und sinnvoll für Österreich". Es gehe um die Wirtschaft und um Arbeitsplätze in Österreich

Freiwillige Unterstützung der Banken

Für das Notkreditpaket wolle der Vizekanzler auch die Banken an Bord holen. Am morgigen Montag werde er die österreichischen Banken zusammenrufen, um zu sehen, "ob die Banken über Maßnahmen ihrerseits auch einen Teil auf freiwilliger Basis für die Unterstützung liefern können".
Pröll präzisierte, es müsse sich nicht um einen neuen Kreditrahmen handeln. Auch bedeute dies nicht, dass österreichische Banken griechische Staatspapiere kaufen sollen. Es gebe aber, "bestehende Dinge, die es zu diskutieren gilt". Das Treffen mit den Kreditinstituten soll eine Übersicht der Kreditlinien österreichischer Banken für Griechenland ermöglichen und zeigen, welche Vernetzung mit griechischen Banken bestehe. "Wir werden gemeinsam diskutieren, was der beste Beitrag und eine Unterstützung indirekter Art sein kann."

Schluss mit "täuschen, tarnen und tricksen"

Für Griechenland sei es jetzt "vorbei mit täuschen, tarnen und tricksen", so der Vizekanzler in Hinblick auf die jahrelangen Statistik-Manipulationen Athens. Die griechische Gesellschaft müsse sich umstellen. Eine Unterstützung Athens durch die Euro-Länder sei aber "alternativenlos", betonte der Finanzminister. Bei der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers 2008 habe man auf das falsche Modell gesetzt. "Wir können uns einen zweiten Testlauf wie Lehman auf Ebene von Ländern nicht mehr leisten."

Dominoeffekt wurde verhindert

Die Rückzahlungsfähigkeit Griechenlands sei in den Kalkulationen des Weltwährungsfonds und der EU-Kommission gegeben, sagte Pröll. Den zögerlichen Beschluss der Euro-Länder zur Unterstützung Griechenlands sieht Pröll dennoch kritisch. "Es gab genug Geburtswehen." Er habe zwar nie so dramatisch die Gefahr eines Flächenbrandes für die Eurozone gesehen, für die Märkte sei der heutige Beschluss dennoch ein klares Signal. "Wir haben in Griechenland einen drohenden Dominoeffekt verhindert."

(APA/Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

55 Kommentare
 
1 2
Gast: Hedwig
04.05.2010 14:58
0 1

Pröll - Diener zweier Herren

Langsam aber sicher wird klar warum RZB General Konrad einst auf die Frage ob er sich vorstellen könnte BK zu werden mit einem herablassenden Lachen antwortete.
Mehr und mehr entsteht der Eindruck dass die handelnden Politiker nicht dem Volke dienen - wie es die Job description vorsieht - sondern den Banken. Die RAIKA pusht in der ÖVP ihren wunschkandidaten und lfährt über die konzerneigenen Medienkanäle ( Krone, Kurier, Presse,ORF, ...) journalistische Kampagnen. ERSTE ist das gleiche in ROT und Schwarz.
Wenn der Finanzminister also Wir sagt meint er wen die Raika und ihn oder die Bürger und er oder was ???

Luzius
04.05.2010 11:19
0 0

welchen Dominoeffekt ?

etwa der das sämtliche Banken endlich umdenken werden müss(t)en ?
Oder das dem Ösisstaat das gleiche SChicksal wenn auch zeitverzögert bevorsteht ?!

enzo
04.05.2010 09:25
1 0

Österreich muß ?????

Aber die direkte Finanzhilfeleistung widerspricht ja dem Vertrag von Maastrich.
Pröll ist ein Jasager wie zuvor Schüssel auch.

Gast: mexx
03.05.2010 16:48
0 0

Wie das?

Niederlande doppelt so groß, bezahlt um 600 Mio. weniger.

Gast: Österreicher
03.05.2010 15:17
1 0

Roulette EU schwarz oder rot? Nein die 0 kommt!

Wenn irgendjemand in Europa auf die Reset-Taste drückt, stehen wir mit einem Patzen Schulden da und können nur mehr wie Kreisky mal sagte, Brügalan im Wald klauben gehen.
Kreisky war wenn man so zurücksieht gegenüber Feymann/Pröll ein Engel! Der hat wenigstens Schulden für das BIP gemacht, auch wenn er dabei weit übers Ziel hinaus geschossen ist. Die Gelder die jetzt rausgeschmissen werden, um dass eigene Versagen zu kaschieren, werden in der Stunde 0 gewaltig fehlen und uns weeeeeeeeit zurückwerfen. Die Länder die jetzt kassieren, spekulieren weiter und werden die Stützungen wieder verbraten! Griechenland hat sicher nicht nur schlecht regiert, sondern auch viel Geld verspekuliert.

1 0

Andreas Unterberger bringt es auf den Punkt:


"Mit anderen Worten: Wir sind nicht dem Eisberg ausgewichen, sondern wir haben der Musik nur aufgetragen, noch länger zu spielen, damit auf der Titanic nur ja keine Panik entsteht, während die letzten Chancen versäumt werden, in Rettungsboote umzusteigen."

http://www.andreas-unterberger.at/2010/05/noch-einen-tusch-auf-der-titanic/

Reblaus
03.05.2010 13:07
1 0

## --> Verdammt noch mal!! WANN werden endlich einmal WIR ...


... gegen die Milliardengeschenke für die Lügner und Betrüger aus und in Griechenland demonstrieren ??????

Einfach nur irre: Da kam ich am Freitag (30. April) zufällig einer nicht einmal kleinen Demo in der Wiener Innenstadt in die Quere. Neben den üblichen Lichtermeer und den obligaten anti- HC Parolen sah ich Transparente mit der Aufschrift: "Es lebe die Solidarität mit den Genossen in Griechenland…"
Und natürlich unzählige Che Guevara Bilder und T-Shirts mit dem Abbild dieses kommunistischen Terroristen und Mörders…

Antworten Gast: radius
03.05.2010 16:51
0 0

Re: ## --> Verdammt noch mal!! WANN werden endlich einmal WIR ...

Die Schwarzen sind zu blöd und bemerken nicht, wer hinter den Demonstrationen steht. Schade um Dollfuß und Seipel, die hätten es wenigstens durchschaut.

Svenfekter
03.05.2010 11:44
1 1

Österreich ist also ein Zehn % Deutschland...

Da sollten mache Österreicher aufpassen, wenn gegen Deutschland den Mund aufmachen!

Antworten Reblaus
03.05.2010 12:50
0 0

Re: Österreich ist also ein Zehn % Deutschland...

so ganz verstehe ich diesen Kommentar nicht. Ist Deutschland nicht über 10 x größer als Ö (was die Bevölkerungsanzahl betr.) und deren Wirtschaftskraft nochmals um einiges mehr
Vielleicht stehe ich nur auf der Leitung, und verstehe deshalb diesen Kommentar nicht ...

Gast: <->
03.05.2010 11:41
4 0

Ö. muss an Scha..

wir müssen uns von der EU und solchen verantwortungslosen Politikern befreien. Jetzt muss jedes Mittel recht sein. Von mir aus kann Greece mit seinen Schulden in der Ägäis versinken.Und der blade mit der Fadlpappn gleich hinten nach, wie der Koloss von Rhodos.

5 0

Österreich MUSS....?!?!?!?!?!?!

Danke öVP! anstatt 2.28 Milliarden für uns, BürgerInnen, zu investieren, sendet´s das Geld nach Athen!

WOW! Tolle Leistung!

Herr Pröll: Fres+ens weniger, nehmens ab und investieren Sie lieber in IHRER heimat!

WIR Benötigen das GELD, NICHT DIE GRIECHEN!

GRIECHENLAND RAUS AUS DER EURO ZONE! NOW!

Gast: Peter
03.05.2010 11:15
0 0

was habe ich letzte woche geschrieben

als der pröll gesagt hat, dass Österreich maximal 2 mrd € bezahlen muss, da gab es auch noch naive, die das glaubten, sich auf ein angebliches Gesetz berufen haben

ich habe gesagt, der anteil österreichs muss steigen und weit über 2 mrd euro liegen, die 110 mrd euro werden am ende der 3 jahre auch nicht reichen, es werden in den 3 jahren schon mehr als 150mrd fließen und danach brauchen die griechen noch mindesetens 7 jahre finanzielle hilfe

gesetze sind dazu da um verändert zu werden, eben so wie man sie braucht

enzo
03.05.2010 11:09
0 0

Wann ???

Gehen die Österreicher endlich auf die Straße !!!!!!!!!!!
Bevor sie mit Haut und Haaren abgezockt werden !!!!!

Antworten Gast: Silvanus
03.05.2010 11:23
4 0

Re: Wann ???

wir sind in der Kaninchenstaare! bei erwachen sind wir alle pleite!!

Gast: unbequem
03.05.2010 11:08
1 0

Herr Minister.....

bitte sein sie weniger unverschämt, denn:
1. Österreeich banken sind mit ca 4 Milliarden angagiert mit Kunden-Steuerzahlergeldern
2. sie wollen 2,3 Milliarden an Krediten gewähren für die wiederum im Ernstfall der Steuerzahler den Kopf hinhalten muß

Also nehemen sie in kauf ,dass manche sogar 2x zur Kasse gebeten werden können..
und nun wollen sie die Banken nochmal "einladen" was somit ein Drittesmal letztendlich den Bürger treffen könnte!

Welchen gedanklichen Wahnsinn sind sie Herr Minister denn verfallen?? oder sind sie so negativ in ihrer Persönlichkeitsstruktur ,dass ihnen ihre Unverschämtheit gar nicht mehr auffällt?

Österreich hilft sicher gerne bei Katastrophen den Menschen nicht aber wenn diese von Politikern die sie selbst gewählt haben diese verursacht haben! Das ist in Griechenland der Fall

Mastrich und Lissabon haben die Regeln aufgestellt diese sind einzuhalten!

Herr Minister bestehlen sie nicht die Österreicher zuerst gehts um diese und nicht um die EU, denn von der EU sind sie nicht gewählt und auch nicht beauftragt!

57 % der Bevölkerung sind gegen eine Hilfe akzeptieren sie das oder treten sie ab!

Noch hat Österreich Finanzhoheit und nicht Brüssel!

semme
03.05.2010 10:49
0 0

°räusper°

eine hand voll kaurimuscheln und eine hinter die ohren (c;

semme
03.05.2010 10:43
0 0

R00Ts

Kari-Muschln und aa poa fozzn ; )

Der Finanzminister versucht, die Wähler zu täuschen

Josef Pröll versteigt sich erneut zu der
Versicherung, die Finanzhilfe an Griechenland sei nur ein Kredit, der zurückgezahlt werden wird. Wie soll denn Griechenland, das infolge der erzwungenen Sparprogramme eine enorme Wirtschaftskrise erleben wird, jemals außer den Zinsen auch noch das zugeschossene Kapital rückzahlen?
Das ist völlig unrealistisch. Österreich wird daher früher oder später den Kredit abschreiben müssen. Zumindest aber sollten die hoffentlich eingenommenen 5% Zinsen sofort zur Wertberichtigung des ausstehenden Forderungen herangezogen werden und nicht als Einnahmen im Budget aufgehen.

Antworten Gast: mexx
03.05.2010 16:56
0 0

Re: Der Finanzminister versucht, die Wähler zu täuschen

Natürlich zahlt Griechenland die Kredite zurück, der Wert ist dann halt vielleicht nur mehr ein Millionstel.

Antworten Reblaus
03.05.2010 13:14
0 0

Re: Der Finanzminister versucht, die Wähler zu täuschen

Dkfm. Peter Stifter,
jeder der noch nicht vollends verblödet wurde, weiß, dass dieses "Darlehen" nichts weiter als ein Geschenke ist, zu der uns die EU verdonnert (gezwungen) hat!!


Re: Re: Der Finanzminister versucht, die Wähler zu täuschen

Dei EU kann uns zu nichts zwingen. Unsere Regierung hat das beschlossen, statt sich mit Frau Merkel solidarisch zu erklären und für eine andere Lösung einzutreten.

Gast: Lukas
03.05.2010 10:14
0 0

schmerzhaft auch für Österreicher

denn diese müssen für die "Spende" nach Griechenland einen Kredit in Milliardenhöhe aufnehmen und noch unsere Kinder werden dafür zahlen. Aber das ist dem Boku-Absolvent Joschi egal, Hauptsache den Banken wird wieder geholfen. Für uns hat er ja schon massive Steuererhöhungen im Kopf...

ambrosius
03.05.2010 09:50
1 0

Wirtschaftsguru und Finanzökonom Pröll Sepperl

es ist nicht sinnvoll, weil einer der seine Zinsen nicht mehr bezahlen kann logischerweise auch die Restschuld nicht begleichen wird können. Es ist sinnvoll für die Gläubigerbanken, die weiterhin ihre Zinsen kassieren dürfen und schadlos bleiben. Es ist nicht sinnvoll für Österreichs Steuerzahler, weil wir das Geld gar nicht haben und erst bei jenen Banken aufnehmen müssen die dadurch gerettet werden und für eben diese Rettungskredite wiederum Zinsen kassieren dürfen. Diese Umverteilung des Wohlstandes in Europa macht Sinn für Eurokraten und Bankiers, führt aber unweigerlich zum Niederbruch unseres gesamten Wirschaftssystemes.

Gast: gepoppter
03.05.2010 09:23
0 0

Wie wahr.

Zahlen. Sowohl die Zinsen als auch das Kapital wird höchstwahrscheinlich futsch sein. Aber wir sind ja ein "reiches" Land.

Gast: Niete/n/Falschspiller-im-Nadels-" R- r-AIFF"
03.05.2010 08:06
0 0

Österreich DARF 2,28 Milliarden Euro zahlen (dös wird baldnimmer reichn, Seppi)!


Da „Banken-Sepp“ hat gekämpft wie ein Löwe, seine Klientel – die Banken-
mutig verteidigt.
Seine kürzliche Verlautbarung
hat sich bewahrheitet:
„ das geld, daas wir den Griechen borgen,
tun wir alles zruckgriegn,
auf Pfennig und Heller. Dafir steht ich!

Und tatsächlich liebe Bänker in Wien und anderswo:

Ihr könnt weiter tun und lassen, was ihr wollt.
Schrottanleihen kaufen,
gegen den Euro wetten
usw. usw.

EUER GELD IST SICHER!
Ausfälle zahlt der tumbe Steuerzahler!
Bitte nicht weitersagen!

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/562016/index.do?direct=561878&_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/561878/index.do&selChannel=
Übrigens die Griechen werden NIE UND NIMMER all dies Kürzungen hinnehmen!
WETTEN DAS?!

Euroland, abgebrannt
Ein Kontinent auf dem Weg in die Pleite
titelt der SPIEGEL


 
1 2

Erstmals in Österreich

  • Sichern Sie sich jetzt die Jahresvorschau des renommierten Magazins "The Economist", erstmals mit Österreichschwerpunkt aus der Wirtschaftsredaktion der "Presse".

    Für "Presse"-Abonnenten statt 6,90 nur 4,90 Euro.