Juncker: "Finanzmärkte zwingen uns nicht in die Knie"

17.05.2010 | 17:09 |   (DiePresse.com)

Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker zeigt sich "nicht beunruhigt über den weiteren Rückgang des Euro". Es gehe darum, deutlich zu machen, dass die Stabilität des Euro zu 100 Prozent gewährleistet werde.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Euro-Gruppen-Chef und Luxemburg-Premier Jean-Claude Juncker trotzt den Skeptikern im Euroraum. "Die Finanzmärkte werden uns nicht in die Knie zwingen", meinte Juncker vor Beginn der Eurogruppe.

Mehr zum Thema:

Und weiter: "Ich bin nicht beunruhigt über den weiteren Rückgang des Euro." Er sei auch nicht besorgt über die Wechselkurse, "sondern über die rapide Verschlechterung des Wechselkurses". Es gehe nun darum, deutlich zu machen, dass die Stabilität des Euro zu 100 Prozent gewährleistet werde.

Der vor einer Woche aufgespannte Rettungsschirm habe diese Absicht überdeutlich gezeigt, sagte der Eurogruppen-Chef. Gleichzeitig äußerte er seine Ratlosigkeit: "Ich hatte gedacht, dass die Finanzmärkte dies zur Kenntnis nehmen."

Noch bevor der 750 Milliarden Euro schwere Rettungsschirm beschlossen worden war, hatte Juncker vor Spekulanten gewarnt: "Wir sind der Auffassung, dass nicht nur Griechenland, Spanien, Portugal und Italien unter Angriff" stehen, sondern "dass die gesamte Eurozone hier bedroht wird".

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

14 Kommentare
Gast: Baldur
17.05.2010 21:53
0

Es bedarf wohl wieder eines gestandenen Innviertlers,

...der euch in die Knie zwingt.

Gast: radius
17.05.2010 21:20
0

Herr Juncker,

Hat die EZB endlich die griechischen Anleihen in der Höhe von mindestens 50 Mrd. vom griechischen Milliardär und Freund Barrosos Latsis doch endlich gekauft. Der könnte doch sonst verarmen.

Gast: Dr. Gold
17.05.2010 19:24
0

Alles ehrliche Worte!

Wie sollt Ihr, die ohne Rückgrat niemals aufrecht stehen konntet, denn in die Knie gehen?
Eure Fortbewegungsart war doch Zeit eures Lebens nur immer ewiges Kriechen!

Insofern stimmt Euer Kommentar schon.

"Ich hatte gedacht, dass die Finanzmärkte dies zur Kenntnis nehmen."

Haben Sie doch!

Nur ist das Resultat was mit Eurem 'Denken' resultiert, eben nicht das was in der Realität auch passiert oder gar exisitiert, das fällt Euch erst jetzt auf? Hoppala, vielleicht die Bodenhaftung etwas verloren in den geschützten, klimatisierten Glasetagenpalastpenthousebüros?

Gemach, gemach, bald gibt es diesbezüglich bodenständige Lehrkurse für Euch!

Gast: letzte Chance
17.05.2010 19:10
0


Re: dieser Artikel beschreibt die letzte Rettung des Systems

Danke für diesen Hinweis auf einen außergewöhnlich präzise anlaysierenden Link! Jedes einzelne Wort entspricht absolut den aktuellen Gegebenheiten! Das Wichtigste bestünde meiner Meinung darin, daß der Politik den Primat über die Finanzwirtschaft zurück gewinnt: Aber wie soll sie das schaffen, wo sie sich doch bereits in hohem Maße von dieser kaufen ließ? Daß der Herr Juncker über all das, was sich jetzt über die Bürger Europas zusammen braut, "nicht beunruhigt" ist, glaube ich ihm gern: In seiner "Klasse" haben wohl alle bereits ihre Schäfchen im Trockenen...

"Ich hatte gedacht, dass die Finanzmärkte dies zur Kenntnis nehmen." (J.C.Juncker)


"You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time." (A.Lincoln)

Gast: "Die Finanzmärkte ...
17.05.2010 18:37
0

... werden uns nicht in die Knie zwingen"


Nein, das werden Sie auch nicht, Herr Juncker.

Das kann nur die Politik. Und die arbeitet seit Jahren heftigst daran.

Ich weiss, es ist ein wenig geschmacklos, aber bei den Äußerungen Junckers fiel mir eine Szene aus "Steiner - das Eiserne Kreuz" ein, in dem der 100%-ig Überzeugte die Niederlage einfach nicht fassen will: "Der Führer hat uns Panzer versprochen, der Führer kann uns doch nicht enttäuschen!"

Er kann Euch enttäuschen ...


0

ich hoffe sie tun das

offensichtlich gelingt es nur den finanzmärkten ein umdenken in der feudal herrschenden beamten und politikerkaste zu erzwingen. der steuerzahler war und ist der politmaffia ausgeliefert!
also politiker runter mit den ausgaben, aber schnell.
2/3 der verwaltung ist sinnlos, bundesländer weg, sozialversicherungen zusammenlegen, .... aber eh schon alles bekannt.
wenn nicht, ist der euro tot. das sollten die am schuldenberg sitzenden doch endlich kapieren!

Gast: unbeteiligter
17.05.2010 17:43
0

Wer ..............

pfeift denn da im dunklen Wald ?

Bitte im Fach "Durchhalteparolen und Lügenmärchen" ablegen!

Gast: hbm
17.05.2010 17:31
0

Juncker: "Finanzmärkte zwingen uns nicht in die Knie"


naja.
anscheinend doch.

Gast: auslandsösterreicher
17.05.2010 17:29
1

EU - Juncker : "ich habe gedacht......"


Ja das sind sie die Finanzgenies der EU:

Juncker hat gedacht die Finanzwelt gibt jetzt Ruhe, na so etwas die machen aber weiter......

Die Finanzwelt spielt weiter und lacht sich pausenlos ins Fäustchen über die tollen Politiker.

Das ist das Krebsgeschwür:
Ahnungslose, unfähige und wichtigtuerische Politiker wohin man schaut.
Die haben alle Voraussetzungen für den Schlammassel geschaffen.

Es gibt seit vielen Jahren wirkliche Finanzexperten die immer wieder aufgezeigt haben, dass das System krank und nicht haltbar ist.

Die Medien hätten eine Kontroll- und Aufklärungsfunktion - aber auch bei denen sieht es nur jämmerlich aus.

Zum Beispiel: ORF und Kronenzeitung usw .....

Wir sitzen auf der Titanic.
Rettungsboote gibt es nur für ein paar "Eliten" !

Die werden es sich richten !


Gast: ET
17.05.2010 17:20
1

Es geht doch nicht um die Finanzmärkte!

Die Probleme liegen bei den Staatsschulden, welche außer Kontrolle geraten sind.

Steuergelder waren über Dekaden ein reiner Selbstbedienungsladen von Parteibonzen und deren Freunde. Daran hat auch die EU, und dessen Beamtenhaufen nichts geändert, eher noch verschlechtert.

Dafür können nun die Finanzmärkte wirklich nichts. Es könnte aber sein, dass viel gescholtenen Hedgefonds das Versagen ans Licht gebracht haben. Ein Aufzeigen von schweren Fehlern der Gesellschaft ist doch nichts schlechtes.

So wie es in der EU läuft, oder auch gelaufen ist, kann es keine gute Zukunft für die Europäischen Länder geben. Vom Kaisertum mit 10% Abgaben zum Bonzentum mit 50% Abgaben. Ist das ein Fortschritt?

Antworten Gast: Schulden = Milliardenbetrug der Banken! Banken verleihen etwas, was ihnen nicht gehört!
17.05.2010 19:34
0

Re: Es geht doch nicht um die Finanzmärkte!

Der Staat MUSS sich verschulden, damit die enorme Zinsenlast der Sparer bedient werden kann!
Ohne Kredite - keine Zinsen!

Unser Gelsystem ist ein Pyramidenspiel, dass in regelmäßigen Abständen crashen muss! Jetzt ist der Zeitpunkt langsam nah!

Crash! Schulden schuldig bleiben! Armut! Neuaufbau! ... und das Spiel beginnt von vorne!
Wie seit eh und je!

Zinsproblematik - Bernd Senf:
http://www.youtube.com/watch?v=xlBWeWn-fsw

Money as debt - Geld als Schuld (Deutsch)
http://www.youtube.com/watch?v=Y780J3HFiqI


Antworten Antworten Gast: ET
18.05.2010 08:43
0

Re: Re: Es geht doch nicht um die Finanzmärkte!

Es muss doch nicht sein, dass der Staat alle vorhandenen Mittel aufsaugt um Zinsen bezahlen zu können. Diese Mittel können durchaus auch in der Realwirtschaft bleiben und von Privaten und Unternehmen zur Zwischenfinanzierung verwendet werden. Der Realwirtschaft gehen aber die Mittel aus, die Realwirtschaft wurde so ausgeraubt, dass diese sich selbst nicht mehr entwickeln kann.

Der Staat zahlte auch noch die Zinsen zurück. Diese Zahlungen wurden ja immer nur durch noch mehr Schulden am Papier ermöglicht. Die Sparer haben also diese Zinsen real noch nie bekommen!

Wie die Staaten der Eurozone so arbeiten sehen wir auch gut in der Entwicklung der Geldmengen des Euro. Diese gewaltigen Geldmengen brauchen nur die Staaten und haben diese Mittel auch abkassiert. Eine Leistung steht nicht dagegen!

www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/download/zeitreihen/ZR013.xls

Aktuell sind auch kaum nominelle Zinsen für die Sparer erkennbar, oder?

Wenn Sie die Realzinsen der letzten Dekaden betrachten, dann blieb den Sparer auch nie was, oder?

Ich bin der Meinung, das Geldsystem müsste kein Pyramidenspiel sein. Es wurde aber dazu gemacht!

AnmeldenAnmelden