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Griechen-Hilfe: "Es ging nur um die Rettung der Banken"

18.05.2010 | 15:24 |   (DiePresse.com)

Beim Rettungsschirm ging es darum, "Banken vor Abschreibungen zu bewahren", sagt der deutsche Ex-Bundesbank-Chef Pöhl. Die Banken hätten an den Kosten der Rettung beteiligt werden sollen, so Pöhl.

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Der deutsche Ex-Bundesbank-Chef Karl Otto Pöhl ist überzeugt, dass eine Griechenland-Rettung ohne einen teilweisen Forderungsverzicht nicht funktionieren wird. "Die Europäische Union hätte schon vor einem halben Jahr oder noch früher verkünden müssen, dass die Schulden Griechenlands nun restrukturiert werden", sagt er im "Spiegel"-Interview.

"Es ging um die Rettung der Banken"

Pöhl glaubt nicht, dass es der Politik bei dem 750 Milliarden schweren Euro-Rettungsschirm darum ging, Dominoeffekte nach einer möglichen Griechenland-Pleite zu verhindern. "Es ging darum, die deutschen, vor allem aber die französischen Banken vor Abschreibungen zu bewahren. Französische Bankaktien sind am Tag, als das Paket verabschiedet wurde, um bis zu 24 Prozent gestiegen. Daran sieht man, worum es wirklich geht, nämlich um die Rettung der Banken und der reichen Griechen".

Pöhl ist davon überzeugt, dass es einen Weg gegeben hätte, die Gläubiger von Wackel-Staaten wie Griechenland, Spanien und Portugal an den Kosten der Rettung zu beteiligen. "Man hätte die Schulden um ein Drittel zusammenstreichen können. Und die Banken hätten ihre Papiere dann eben um ein Drittel abschreiben müssen", sagt Pöhl.

"Jetzt haben wir den Salat"

Pöhl glaubt nicht, dass die Investoren daraufhin Anleihen von Griechenland und anderen südeuropäischen Ländern gemieden hätten. Seiner Meinung nach wäre das Gegenteil der Fall gewesen: "Die Investoren hätten schnell gesehen, dass Griechenland sein Schuldenproblem auf diese Weise in den Griff bekommt. Und deshalb hätten sie schnell wieder Vertrauen gefasst. Aber das ist ja nun vorbei. Jetzt haben wir den Salat."

(Red.)

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21 Kommentare

War ja in Österreich auch nicht anders

Das Geld der Investoren wurde gerettet. Dividenden gleich hoch teilweise noch höher als vorher. Auflagen für die Banken gab es nicht.

unnoetige wortspende

In fast allen Foren wurde diese Tatsache angesprochen, und von vielen Teilnehmern auch so beurteilt. Es geht um Bankenrettung und nicht um die Rettung Griechenlands. Und jetzt kriechen die "Experten" aus ihren Loechern und erklaeren mit breiter Brust was Sache ist und war.
Wo bleiben die Voraussagen bez. der weiteren Entwicklung?
Kleiner Vorgeschmack?

1. Ein Grossteil der Anleihen, die sich noch in Haenden von Banken befinden werden in den naechsten Monaten abgeloest durch Kredite der Euromitglieder und des IWF.
2. Ende Dezember 2010 wird man feststellen, dass das Projekt "Sanierung Griechenland" so nicht geht.
3. Es kommt zu einem Memorandum. Griechenland bedient die Kredite nicht mehr und es werden Abschlaege erteilt.
4. Die Eurolaender bleiben auf den nun abgewerteten Schulden sitzen und damit erhoeht sich das Defizit der andern EU Staaten.
5. Weitere Laender werden folgen.

Danke an die Politiker. Und bei den naechsten Wahlen werden wieder die gleichen Avatare gewaehlt. Glueckliches Oesterreich

Antworten Gast: EUdSSR
23.05.2010 08:03
0 0

Re: unnoetige wortspende

Ja, danken wir den Staatsmännern unserer SPÖVP, die uns den Weg in das EU-Paradies gewiesen haben. wo Milch und Honig fließen, für die Griechen und von uns geliefert. Gott schütze Österreich!

Und Faymann..

hat davon nichts mitbekommen.
Er glaubt noch immer, er ist der Gute.

Gast: hmv
18.05.2010 18:55
2 0

warum erst jetzt, herr pöhl?

ich habe einen kommentar, der dieser aussage entspricht, gepostet, bevor die sache entschieden war. jetzt frage ich mich, warum hat herr pöhl sein gewicht nicht in die waagschale geworfen, als er die entscheidung vielleicht noch hätte beeinflussen können? dafür wäre ich ihm dankbarer gewesen, als jetzt für die simple bestätigung meiner meinung, nachdem das kind im brunnen ist.

Gast: kec
18.05.2010 18:39
4 0

das war eine Feuerwehraktion in höchster Not

da müssen sich dramatische Szenen abgespielt haben.
1) die Aufgabe der Unabhängigkeit der EZB
2) Frankreich drohte mit Austritt aus der EU
3) die eilig einberufene Sitzung
4) das große Rettungspaket

Es ging nicht um Griechenland, das war nicht so dringend.
Vermutlich war es ein Liquiditätsengpass wie vor der Lehman Pleite. Aber diesmal war das Epizentrum in Frankreich.
Möglicherweise drohte eine franz. Bank zu kollabieren.
Um Liquidität zu schaffen wurden Aktien zu jedem Preis abverkauft. So viel am Tag der Euro Stoxx50 bis zu 8%.
Es war eine Bankenrettung in großer Not und obwohl alle EU Banken profitierten, war die höchste Not bei franz. u. einigen spanischen Banken.

AN HR.DR JOSEF PRÖLL / VIZEKANZLER UND BUNDESMINISTER FÜR FINANZEN

LIEBES ÖSTERREICH
Haben Mozart-Kugeln Beine ?
Wenn die Antwort " Nein " ist,
Dann hast du Glückskäfer gegessen !

Liebes Österreich
Haben Kalamata -Oliven Beine ?
Wenn die Antwort "Nein " ist,
Dann hast du Kakerlaken gegessen !

€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€E

LIEBES GRIECHENLAND ( E L L A D A )
Schau´mal mein liebes Österreich an
Es hat dir 2,2 Mrd gebracht
Aber es ißt selbst "Heisse"

Liebes Griechenland
Schau´mal mein liebes Österreich an
Es hat dir "Ottakringer Bier " gebracht
Aber es trinkt selbst Tee mit " Rum "

Liebes Griechenland
Schau´mal mein liebes Österreich an
Es hat dir "Wiener Schnitzel" gebracht
Aber es ißt selbst Semmel mit " Tzatziki "

Liebes Griechenland
Schau´mal mein liebes Österreich an
Es hat dir " Federbett " gebracht
Aber es schläft selbst am " Boden "

Mit freundlichen Grüßen...........................

Sehr nachdenklich gewordener Attilas Yalcin Tülü

der (Laut Stammbaum) türkische-chinesische-
griechische Österreicher / Freier Journalist- Dichter-Komponist

attilas1@ellada1-turkiya1.eu

www.ellada1-turkiya1.eu

Gast: gast
18.05.2010 18:17
0 0

und?

das geld ist so oder so weg.
man kann das geld den griechen überweisen und die bezahlen die banken.
oder man macht die abschreibungen und stützt dann die banken. erster lösung schaut halt besser aus und ist die EU lösung, 2ter lösung wäre ohne EU gekommen.

es ist komplett wurscht. und alleinig schuld sind jene die mit dem steuergeld nicht sorgsam umgehen und schulden machen um das verwaltungsheer samt diener zu stützen.

unwahrscheinlich

Griechenland hat eine strukturelles Budgetdefizit von mehr als 8%, der Zinsendienst macht den Rest auf die 13%. Warum soll jemand frisches Geld hinterherschicken, wenn er bereits 1/3 seiner Investments verloren hat? Das Vertrauen der Kapitalmärkte wäre für einige Jahr zerstört, so wie Argentinien und Rußland auch 10 Jahre keine Anleihen begeben konnten. Und dann hätte Griechenland nicht auf 3% Budgetdefizit in 2012 heruntersparen müssen, sondern auf 0% Defizit in 2010, hätte also wesentlich härter sparen müssen als jetzt beschlossen. Ohne die Rettung durch die EU hätte Griechenland noch schlechtere Aussichten auch nur 2/3 seiner Schulden zurückzuzahlen.

Gast: gast
18.05.2010 16:43
0 0

danke

josef pröll dass du uns gerettet hast

Gast: Brennstein
18.05.2010 16:41
4 0

Dick &Doof die professionellen Lügner

Schnell sind sie offiziell entlarvt worden. Aber ihre Lügen haben denen ohnehin nur Dumpfbacken geglaubt. Ehe ich es vergesse dieser grüne Pseudowirtschaftsprofessor gehört auch zu den Volksanlügnern. Gesindel!

Gast: Silvanus
18.05.2010 16:41
0 0

alles erstunken und erlogen

Der deutsche Ex-Bundesbank-Chef Pöhl hat sicherlich recht!! wir die Steuerzahler sind die Blöden, gehen wir wieder brav wählen und alles ist in Butter, schöne Bescherung!

Re: alles erstunken und erlogen

diese 2 koalitionsidioten haben uns an die wand gefahren. wir wurden nur belogen und getäuscht. josef pröll ist die " hure " der banken. wann begreift diese doppelnull das wir auch am ende sind ! warten wir nur das neue budget ab ( wenn überhaupt eines kommt ) es wird noch viel schlimmer kommen ! ich bin ein bürgerlicher und ein ÖVP-wähler, aber jetzt ist schluß, ich kann nicht mehr !! meine zukunftspartei heißt BZÖ, das BÜNDNIS ZUKUNFT ÖSTERREICH ( X )

Antworten Antworten Gast: gast
18.05.2010 18:33
0 0

Re: Re: alles erstunken und erlogen

nein da kann ich ihnen nicht zustimmen.

es waren die wähler, der volkeswille, welche immer wieder die parteien gewählt hat, welche die schönsten süssigkeiten versprochen haben.

auch adolf hat damals mit arbeitsplätzen gelockt, gespürt hat es jeder das etwas faul ist.
und plötzlich gabs kein zurück mehr.
es ist sehr einfach jetzt einfach den pröll die schuld zu geben. die wahren fehler wurden doch schon vor langer zeit gemacht.

Gast: Eurrora
18.05.2010 16:38
1 0

Alles war ein fauler Zauber.

4.5 Milliarden EURO schulden die Griechen den österreichischen Banken und dann das Theater mit dem Rettungsschirm.
Ich finde ,das es an der Zeit ist ,für große Wirtschaftsverbrechen die Todesstrafe ein zu führen,ansonsten haben wir keine Chance diese Verbrechen einzudämmen.

Gast: mysterium
18.05.2010 16:37
0 0

Latsis kann sich freuen,

der große Freund Barossos, der sich bereits 2004 mit einer Subvention für den Yachturlaub bedankte. Nun kauft die EZB die griechischen Ramschpapiere. Latsis hat davon etwa 60 Mrd. Ende letzten Jahres nach Luxemburg zu Juncker transferiert aus der Schweiz.

Die Reichen und Mächtigen, die Korrupten mit ihren Helfershelfern in der EU und Politik.

Gast: Beobachter
18.05.2010 16:29
0 0

Es ging nur um die Rettung der Banken

Das ist ja nichts neues und liegt klar auf der Hand. Die institutionellen Investoren (Banken, Versicherungen etc.) sind/waren mit großen Summen in Griechenland investiert! In Frankreich lt. meinen Informationen aus anderen Postings mit 65 Mrd Euro Deutschland mit 43 Mrd in Österreich mit 4 Mrd, sogar die Schweiz mit 65 Mrd Euro. Die investierten Summen in Spanien sind natürlich viel größer. Bis zum Jahr 2013 müssen 546 Mrd Euro an spanischen Staatsanleihen getilgt, refinanziert sowie die neu auflaufenden Staatsdefizite über den Kapitalmarkt abgedeckt werden. Verständlich aus Sicht der Investoren, dass sie sich um Hilfe für Griechenland eingesetzt haben, um sich selbst zu helfen und damit negative Folgewirkungen wie das Übergreifen auf andere Länder wie Spanien und Portugal abzuwehren. Nicht verständlich ist,dass diese Hilfen immer unter einem anderen Mäntelchen von den Politikern verkauft werden (als Bürger wird man ständig von diesen angelogen, um nicht zugeben müssen, dass schon wieder in erster Linie großen Investoren geholfen wird).
Füer wie dumm halten eigentlich die Politiker ihre Mitbürger. Dieses Umwälzen der möglichen Ausfälle auf die Allgemeinheit muss aufhören. Als Gläubiger trägt man auch selbst das Risiko, wenn das gekaufte Wertpapier einen hair cut erleidet. Aber die Rettung der "institutionellen Kunden und Großaktionären" vor einem Wertverlust ihres Vermöpgens zu Lasten der Allge zieht sich schon wie ein blutiger Faden durch letzten beiden Jahre.

Gast: Egal
18.05.2010 16:24
0 0

Tja, er hat

vollkommen recht. Zusatz: Es ging nicht nur um Banken, es geht in der Zwischenzeit auch um Versicherungen ...

Gast: Eupen
18.05.2010 16:21
0 0

Bankenrettung

Das habe ich sofort so gesehen. Deshalb bin ich besonders sauer auf dem Vorstand der Deutschen Bank, Herrn Ackermann.

Gast: Bürger&Zahler
18.05.2010 15:55
0 0

fraud must go on

Danke für die Bestätigung

Re: fraud must go on

Was hilfts?-Nichts

Hobbyökonom