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Spanien: Amnestie für Steuersünder bei Anleihenkauf

07.06.2010 | 13:47 |  (DiePresse.com)

Spanien plant eine Amnestie für Steuersünder, die dem Staat Geld borgen. Die Staatsanleihen sollen aber niedriger verzinst sein als es der Markt verlangt. Spaniens Budgetdefizit erreichte 2009 11,2 Prozent des BIP.

Spanien will mit einem neuen Gesetz zwei Probleme lösen: Die Steuerhinterziehung bekämpfen und günstig Geld vom Kapitalmarkt holen. Denn Steuersünder sollen straffrei bleiben, wenn sie dafür spanische Staatsanleihen kaufen. Allerdings zu einer niedrigeren Verzinsung als sie am Markt üblich ist, wie die spanische Zeitung "El Mundo" berichtet.

"Zunächst würde das unsere Finanzierungskosten für neue Schulden senken, außerdem würden wir das versteckte Geld aufdecken, für das dann Steuern gezahlt werde müssten, was wiederum unsere Steuereinnahmen erhöhen würde", zitiert die Zeitung einen Befürworter des Vorhabens.

Spanien weniger kreditwürdig

Spanien ist hoch verschuldet: Das Staatsdefizit erreichte im vergangenen Jahr 11,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Diese Situation löste Unruhe an den internationalen Finanzmärkten aus, Ratingagenturen senkten die Noten für die Kreditwürdigkeit Spaniens, und für die Kreditaufnahme muss das Land inzwischen entsprechend deutlich höhere Zinsen zahlen. Derzeit zahlt Spanien fast sechs Prozent für Anleihen.


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