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Meinl V. erhält 100 Mio.-Euro-Kaution noch nicht zurück

06.07.2010 | 13:18 |   (DiePresse.com)

Es fehle noch ein Sachverständigen-Gutachten und die Erhebungen seien nicht abgeschlossen, begründet die zuständige Richterin. Zudem sei Julius Meinl V. britischer Staatsbürger.

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Der Banker Julius Meinl V. erhält die Kaution von 100 Millionen Euro, die ihm im April 2009 nach eineinhalb Tagen U-Haft wieder die Freiheit gebracht hat, vorerst nicht zurück. Das hat das Wiener Straflandesgericht in einem 463 Seiten umfassenden Beschluss entschieden, der am Dienstag den Anwälten des Bankers zugestellt wurde.

"Die Richterin folgt in weiten Teilen unserer Argumentation. Die Kaution gibt sie aber mit der Begründung nicht her, dass noch ein Sachverständigen-Gutachten fehlt, die Erhebungen nicht abgeschlossen sind und Herrn Meinl die Auslandseigenschaft zukommt", erklärte Herbert Eichenseder, einer der Rechtsvertreter des Bankers. Meinl ist britischer Staatsbürger.

Die Rechtsbeistände des demnächst 51-Jährigen - Julius Meinl V. feiert am kommenden Freitag Geburtstag - hatten Ende 2009 nachträglich einen Enthaftungsantrag eingebracht, weil sich ihrer Ansicht nach herausgestellt hatte, dass die Basis des seinerzeitigen Haftbefehls mehr als wackelig war: Dieser beruhte auf einem angeblich mangelhaften Gutachten des mittlerweile wegen Befangenheit abgesetzten Buchsachverständigen Thomas Havranek und einem angeblich unvollständigen Polizeibericht, in dem der Justiz Fluchtgefahr suggeriert worden sein soll.

Anwälte prüfen Einlegung von Rechtsmittel

Wäre dem Enthaftungsantrag formal stattgegeben worden, hätte das wohl die Rückgabe der auf einem Gerichtskonto der Bawag PSK geparkten und mit 1,75 Prozent verzinsten 100 Millionen Euro bedeutet. Richterin Bettina Deutenhauser leistete dem Begehren der Meinl-Anwälte nach eingehender Prüfung jedoch keine Folge. Diese haben nun drei Tage Zeit, um gegen ihre Entscheidung Rechtsmittel einzulegen.

Die Justiz hat Julius Meinl V. allerdings seine Reisepässe zurückgegeben. Er muss sich auch nicht mehr wie bisher täglich melden und damit seinen jeweiligen Aufenthaltsort innerhalb der österreichischen Staatsgrenzen nachweisen, gab sein Rechtsvertreter Eichenseder bekannt. Gegen Meinl wird in der Affäre Meinl European Land (MEL) wegen Betrugs- und Untreueverdachts ermittelt. Für den Banker gilt die Unschuldsvermutung.

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7 Kommentare
Gast: 5er
06.07.2010 19:16
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das große Geschäft is es nicht

....werden angeblich verzinst. fällt somit auch kest an die der staat sonst sicher nicht gesehen hätte.
aber sicher keine 3,5%, eher mehr eckzinssatz also mager....

Gast: ASVG-Sklave
06.07.2010 18:17
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Verzint oder unverzint?

Die 100 Millionen von Meinl V werden verzint oder unverzint? bei 3,5% Verzinsung macht das schon 3,5 Millionen € jährlich. Eine unerreichbare Summe für einen mittleren Manager. Für den Meinl V wurde binnend Stunden 100 Millionen € überwiesen. Ein Wahnsinn unserer Welt.

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Meinl ist Neoliberal - er ist schuld für Bürgerins Krise.

Er sollte noch viel härter bestraft werden. Er soll das Geld bekommen und in die Justizanstalt überweisen werden. Das wäre nur fair und gerecht.

Antworten Gast: irrtummachtedenerfinderdesradiergummiesreich
06.07.2010 16:50
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Re: Meinl ist Neoliberal - er ist schuld für Bürgerins Krise.

"michi_austria" Sie wissen aber schon dass der Mohr ein rotes Huterl trägt?
Zur Erinnerung welch Förderer der Meinl hatte.
http://www.google.at/images?hl=de&q=meinlmohr&um=1&ie=UTF-8&source=univ&ei=HUEzTNbILonaOLaszNcL&sa=X&oi=image_result_group&ct=title&resnum=1&ved=0CC4QsAQwAA

psk

ob die sich nicht auch sehr freut zu so günstigen konditionen a bissl spielgeld zu bekommen ;-)

Gertrud
06.07.2010 13:54
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Meinl V. erhält 100 Mio.-Euro-Kaution noch nicht zurück

Mutige Richterin! Wenngleich, ich hatte einmal einen anderen Eindruck zu ihrer Person gewonnen.

Gast: der kleine fred
06.07.2010 13:40
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Meinl ist britischer Staatsbürger!!

Dem Meinl haben die Österreicher das Geld in den Rachen geschmiessen, aber wenn ein anderer Ausländer ein kleines Geschäft eröffnet dann steigens auf die Barrikaden!
Die österreichische "Unterbelichtung" verdient genau diesen Meinl, Sauteuer und keine Wirkung!