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Gas statt Bremse: Fahrfehler schuld an Toyota-Unfällen

14.07.2010 | 19:17 |   (Die Presse)

Laut US-Studie beschleunigten die Autos nicht von selbst. Knapp neun Millionen Fahrzeuge musste der japanische Hersteller Toyota in den vergangenen eineinhalb Jahren weltweit in die Werkstätten beordern.

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Wien (jaz). Es war die größte Rückrufaktion in der Geschichte der Autoindustrie. Knapp neun Millionen Fahrzeuge musste der japanische Hersteller Toyota in den vergangenen eineinhalb Jahren weltweit in die Werkstätten beordern, weil Fahrer über stecken gebliebene Gaspedale und von selbst beschleunigende Autos klagten. Mit 16,4Mio. Dollar (12,9Mio. Euro) verhängte das US-Verkehrsministerium im April dann auch die höchste je vergebene Strafe gegen einen Autokonzern.

Am schlimmsten dürfte für Toyota aber der negative Effekt auf das Image sein. Mehr als 3000 Unfälle wurden dem Hersteller angelastet, darunter 75 tödliche Unfälle mit insgesamt 93 Toten. Über 100 Klagen wurden von Hinterbliebenen und verärgerten Toyota-Besitzern in den USA eingebracht. In Summe dürften die Kosten für die Japaner deutlich mehr als eine Mrd. Euro betragen.

Dies, obwohl Toyota nur zum Teil Schuld an den Problemen trifft. So kommt eine Untersuchung der US-Verkehrsbehörde nun zu dem Ergebnis, dass in den meisten Fällen Fehler der Fahrer Grund für einen Unfall waren, wie das „Wall Street Journal“ berichtet. Die Fahrer haben demnach in ihrer Panik Gas und Bremse verwechselt und anstatt zu bremsen das Auto weiter beschleunigt.

Die Untersuchung stellt zwar die von Toyota selbst zugegebenen Probleme nicht in Abrede, wonach sich Gaspedale in den Fußmatten verhängen konnten oder sich zu langsam in die Ausgangsstellung zurückbewegten. Diese beiden Probleme sollten aber zu keinen Unfällen führen, da der Fahrer das Auto durch die Betätigung der Bremse anhalten könnte.

Toyota-Fahrer berichteten aber mehrmals, dass die Bremse nicht funktioniert habe und das Auto stattdessen weiter beschleunigte. Allgemein wurde daher ein Defekt in der elektronischen Übertragung von Gas- und Bremssignal vermutet. Ein solcher Defekt ließ sich bei der Untersuchung der Unfallautos jedoch nicht feststellen. Vielmehr zeichneten die Systeme in den Autos auf, dass die Drosselklappen voll geöffnet und die Bremsen nicht betätigt gewesen seien.

 

Ähnlicher Fall bei Audi

Die Erkenntnisse der Behörde – die offiziell nicht veröffentlicht und auch noch nicht kommentiert wurden – decken sich dabei mit einem ähnlichen Fall aus dem Jahr 1989. Damals behaupteten ebenfalls in den USA Audi-Fahrer, dass ihre Autos plötzlich von selbst beschleunigt hätten. Bei der Untersuchung der Unfallautos stellte sich ebenfalls menschliches Versagen als Hauptursache heraus.

Bei Toyota gibt man sich trotz der für das Unternehmen positiven Erkenntnisse zurückhaltend. Eine öffentliche Schuldzuweisung an die eigenen Kunden wird vermieden, um das angeschlagene Image nicht weiter zu schädigen. An der Börse sieht man die Sache indes weit euphorischer. Mit einem Zuwachs von vier Prozent legten die Toyota-Papiere in Tokio das zweitbeste Tagesergebnis seit Jahresanfang auf das Börsenparkett.

Die Anleger dürften vor allem auf geringere Kosten durch die Sammelklagen in den USA hoffen. Von Vertretern der Kläger werden die neuen Erkenntnisse aber bereits zurückgewiesen. „Toyota selbst hat mehrfach erklärt, dass die Datenaufzeichnung in den Fahrzeugen nicht verlässlich ist“, so der Rechtsanwalt Tab Turner. Wie die Gerichte schlussendlich entscheiden werden, ist daher ungewiss. Die öffentliche Stimmung in den USA war bisher jedoch eher gegen Toyota eingestellt. So empfahl sogar US-Verkehrsminister Ray LaHood, man solle Toyotas „zur Sicherheit“ stehen lassen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.07.2010)

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18 Kommentare
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Hoffentlich ....

.... lassen das die Japaner nicht auf sich sitzen und klagen. Nicht nur die amerikanische Administration sondern auch die Medien und vor allem die Halbwahnsinnigen, die ihren eigenen Fahrfehler zum Anlaß genommen haben, den Ruf eines Unternehmens zu schädigen. Hier sieht man wieder deutlich, daß es um nichts anderes geht als die Medienmacht zu besitzen. Kartellbehörden quälen jedes mittlere und kleine Unternehmen bis aufs Blut. Gegen solche Auswüchse, die nur zur Absicherung der eigenen Wirtschaft dienen, wird nicht unternommen.

Gast: Humerus
15.07.2010 08:39
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schlechte (keine) Fahrschule

1. Die Amis sind auch nicht dümmer oder gescheiter als andere - es ist nur definitiv die Ausbildung für den Führerschein sehr dürftig und das Gerichtswesen begünstigt häufig jene, die aus eigener Dummheit gescheitert sind.

2. Die meisten in USA verkauften Toyota-Fahrzeuge werden in USA hergestellt; T ist mittlerweile der größte Autobauer in USA. Die hier geäußerten Verschwörungtheorien sind eher nicht glaubwürdig (Arbeitsplätze,...).

3. Für Punkt 1 spricht: Wenn das Gaspedal wirklich hängt, kuppelt man einfach aus. Das sollte man eigentlich (theoretisch) gelernt haben...

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Die Wahrheit ist....

...GM hat gegen Toyota gezielt vorgegangen um die eigene Marke ein bischen besser zu vekaufen.

Es ist absolut verstaendlich das Leute aus scham luegen und den Fehler aufs Auto schieben.

Aber trotzdem wird Toyota bald wieder die Nummer 1 in den USA sein.


Antworten Gast: Weckerl
15.07.2010 08:34
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Re: Die Wahrheit ist....

ja ich sehe dass genauso und ich war von anfang an überzeugt, dass es sich hier um eine gezielte kampagne gegen den marktführer gehandelt hat um die eigenen marken wieder zu stärken.

es war ja wohl mehr als verdächtig, dass außerhalb der usa überhaupt keine fälle gemeldet wurde - nichtmal in kanada!

ich denke toyota selbst hat das auch gewusst, sie mussten eben gute mine zum bösen spiel machen. man kann nur hoffen, dass sie ihr image wieder auf vordermann bringen können.

Gast: Super-Ösi
14.07.2010 22:11
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Jaja, so sind sie, die Amis ...


dick, dumm, kulturlos, provinziell, schlechte Autofahrer (noch schlimmer als schlecht im Bett!) ... ähem, hab ich was vergessen??

Wie gut, dass wir Österreicher ausnahmslos intelligent, sportlich, weltgewandt, kulturinteressiert und überhaupt die besten sind. Nicht zu vergessen, wir sind ganz tolle Autofahrer (noch wichtiger als gut im Bett!). Und überhaupt, das absolute Killerargument:

MIIIIIR SAAAN MIIIIR - JUHUUUU!


Typisch Ami

Fahren zu ca. 90% mit Automatikgetriebeautos mit ohnehin nur noch 2 Pedalen und sind nicht in der Lage, diese 2 Pedale richtig zu bedienen ...

Gast: Schürfer
14.07.2010 17:46
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Schlussfolgerung: Dumme fahren Toyota

Bei anderen Automarken hörte man nicht von besonderen Vorkommnissen der beschriebenen Art. Ist die Lokalisierung von Brems- und Gaspedal in Autos nicht unabhängig von der Marke standardisiert? Wenn ja, dann bleibt nur der Schluss, dass Toyotafahrer überdurchschnittlich dumm sind

Antworten Gast: frozenaut
15.07.2010 09:07
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Re: Schlussfolgerung: Dumme fahren Toyota

Da müsstest du ja dann noch mehr Löcher in der Birne haben. Kannst du nicht lesen? Audi hatte das selbe "Problem". Und wenn du meinst, Toyotafahrer sind dumm, dann muss ich dich leider enttäuschen. Aber fahr doch mal eine Prolettenrunde mit deinem Sau-3er Golf sponsored by BAUERN-TUNING

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3 wichtige Merkmale ....

..... des amerikanischen Durchschnittsbürgers: 1. keine eigene Geschichte, 2. keine Kultur (sieht man auch beim Essen), 3. keine Intelligenz. Der Durchschnittsamerikaner wird seit Jahrhunderten dumm gehalten und mit Kriegen in seinem Stolz genährt. Hauptsache alles (inkl. der Treibstoff) ist billig. Wir durften erst unlängst die Rechnung für deren Blödheit mit einer weltweiten Krise bezahlen. IT-Blase, Internet-Blase, Immobilien-Blase, .... alles entstanden aus der amerikanischen Dummheit und Gier. Aber hauptsache wir Europäer öffnen denen alle Zugänge zu unseren Daten und Informationen.

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warum darf man keiner Studie trauen ?

weil solche genau von den eigenen Vertretern erstellt werden ?
Fakt ist, dass mittels billigster Produktionen versucht wurde sogar Gefahren bewusst inkauf zu nehmen, um den Anlegern ihre Renditen gewähren zu können. Sämtliche Schäden an Manschen werden dann wie in manch Versicherungen bestritten, bekämpft und gewonnen, um weiterhin den Anlegern allein ihre Renditen gewährleisten zu können.

Traffic Safety Administration" (NHTSA) hat nach einer Analyse der Datenrekorder festgestellt, dass die Lenker Gas- und Bremspedal verwechselten

jaja, die Amis... dick & dumm?

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"Toyota ist schuld" hört sich ja besser an, als

"an eigener Dummheit gescheitert".

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Kein Wunder !!!

Das Ganze war ohnedies nur eine Aktion der US-Administration, die damit einen unliebsamen Konkurrenten der eigenen maroden Autoindustrie ausschalten wollte. Als Toyota würde ich mir die Milliardenscäden von des US-Behörden zurückholen.

Antworten Gast: wie bei der Schweinegrippe
14.07.2010 14:52
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Re: Kein Wunder !!!

geht der Schaden in die Milliarden und
die Verursacher werden nie haftbar gemacht
werden können, die Journallie hat sich wie
immer als willkommener Helfershelfer erwiesen. Die Japaner bauen einfach verdammt zuverlässige Autos, selbst
die deutsche Autoindustrie kann sich nur
mit Tricks wehren um z.B. nicht komplett
in der ADAC-Pannenstatistik abzustürzen:
Mobilitätsgarantie bei allen Premium-Fahrzeugen damit die Leute erst gar nicht
beim ADAC anrufen.

fehlerhafte Bedienungsanleitung :-)

Fraglich ist, ob in ausreichend großen Lettern der Hinweis, dass gleichzeitiges Gas geben und Bremsen die Bremswirkung beeinträchtigt an geeigneter Stelle angebracht wurde.

Ergo: Schuld von Toyota, keine Frage :-)

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USA

Wenn man mal längere Zeit in den USA war, wundert einen so etwas nicht mehr......

Tja,

damit hat man ja schon mal Audi erfolgreich vom US Markt vertrieben.

Gast: Camry
14.07.2010 12:47
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Eindeutig TOYOTA Fehler

bei den Aussenspiegel ist auch "Objects in mirror are close than they appear", eingeätzt. Sehr hilfreich wäre: Brake - left, Gas - right!
Put the pedal to the metal.

Hobbyökonom