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bwin verlässt Wiener Börse

29.07.2010 | 12:39 |   (DiePresse.com)

Der börsenotierte Online-Glücksspielkonzern bwin schließt sich mit der britischen PartyGaming und wird in Zukunft nur noch in London notiert sein. Die neugegründete Gesellschaft wird ihren Sitz in Gibraltar haben.

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Der börsenotierte Online-Glücksspielkonzern bwin fusioniert nun doch mit der britischen PartyGaming. Die beiden Unternehmen gründen zu diesem Zweck eine neue Gesellschaft nach Europäischem Recht (SE), die ihren Sitz auf Gibraltar haben wird. bwin wird an der neuen Gesellschaft, die noch keinen Namen hat, mit 51,6 Prozent und PartyGaming mit 48,4 Prozent beteiligt sein.

Die Fusion soll im ersten Quartal 2011 abgeschlossen sein. bwin wird sich anschließend von der Wiener Börse zurückziehen, die neue Gesellschaft wird nur noch an der Londoner Börse notiert sein, teilte bwin am Donnerstag ad hoc mit.

Kein Pflichtangebot an Aktionäre

Der geplante Zusammenschluss von bwin mit PartyGaming sieht kein Pflichtangebot an die bwin-Aktionäre im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes vor, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Kernaktionäre beider Gesellschaften hätten sich verpflichtet, in den jeweiligen außerordentlichen Hauptversammlungen, die für das erste Quartal 2011 geplant sind, für den Zusammenschluss zu stimmen. Die Verschmelzung solle dann "bald" nach den Versammlungen durchgeführt werden. Die Aktien von bwin stiegen nach der Ankündigung um mehr als 25 Prozent.

Chefs der neuen Gesellschaft, einer auf Gibraltar ansässigen SE, wird bwin-Co-CEO Norbert Teufelberger und PartyGaming-Boss Jim Ryan. Finanzdirektor wird der PartyGaming-CFO Martin Weigold, die Funktion des Chief Operating Officer (COO) soll der bisherige COO bei bwin, Joachim Baca, übernehmen. Weiters werde nach Durchführung des Zusammenschlusses ein "neuer und unabhängiger" Aufsichtsratschef bestellt.

Der Co-Chef von bwin, Manfred Bodner, soll in das Kontrollgremium der neuen Gesellschaft wechseln und werde für die Markenintegration sowie die strategischen Verkaufsthemen zuständig sein.

Marken bleiben erhalten

Darüber hinaus entsenden sowohl bwin als auch PartyGaming eine jeweils gleiche Anzahl geschäftsführender und nicht geschäftsführender Vertreter in die jeweiligen Gremien der gemeinsamen Gesellschaft.

Auch nach dem Zusammenschluss von bwin und PartyGaming bleiben die eigenständigen Marken der beiden Unternehmen bestehen "und entsprechend regionaler und produktspezifischer Kritierien aufgeteilt", sagte bwin-Co-Chef Manfred Bodner der APA. In den USA werde man im Poker-Bereich eher die Marke PartyGaming forcieren, in Europa die Marke bwin.

Die neue Gesellschaft, die aus Lizenz-Gründen in Gibraltar sitzen wird, werde mit "großer Wahrscheinlichkeit" in den Londoner Leitindex FTSE 100 kommen. Technisch gesehen werde das neue Listing auf die bestehende Notierung der PartyGaming aufgesetzt, erläuterte Bodner, der der neuen Gesellschaft vorerst für drei Jahre als Verwaltungsrat zur Verfügung stehen wird.

 

 

(APA)

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4 Kommentare
dorfbauer
30.07.2010 09:36
0 0

Und Steuerflucht dazu

Der schon einmal wegen Steuerverfehlungen Verurteilte Sozi werkt in einer Steueroase (nicht in Österreich!) Und das ist erlaubt? Für Linke offenbar schon.

dorfbauer
30.07.2010 09:29
0 0

Spielsucht fördern?

Weil ein Sozialist (Androsch) mit Glücksspielen Unheil für viele Menschen bringt, wird der Mantel des Schweigens von den "Gutmenschen" darüber gebreitet. Sollte das ein Bürgerlicher machen wäre wohl die Hölle los.

Gast: Zimmerman
29.07.2010 17:22
2 4

So etwas sollte verboten werden

Für wieviele Süchtige zeigen die sich verantwortlich?

Wieviel Prozent der Sozialhilfe landet dort?

Antworten JaKonator
29.07.2010 23:52
2 0

Re: So etwas sollte verboten werden

Also ich muss sagen, dass ich während der WM wirklich richtig viel Geld gemacht habe :D

Ich sags mal so, wenn jemand sich im Zaum halten kann, weiß wie man erfolgreich spielt und weiß wann genug gespielt wurde, dann passt alles. Nur manche Menschen haben sich nicht unter Kontrolle.

Oder wollen Sie Alkohol, Rauchen, Internet usw. auch verbieten nur weil Menschen davon abhängig werden?
Außerdem müssten dann die Casinos auch verboten werden, denn da ist die Chance, dass man Gewinnt, wirklich geringer als bei Sportwetten.