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Jeder siebente US-Bürger braucht Lebensmittelmarken

30.08.2010 | 15:08 |   (DiePresse.com)

Über 40 Millionen Bürger der USA erhalten Lebensmittel-Marken, etwa 50 Prozent mehr als vor der Rezession. Die USA geben für die gesamte Sozialhilfe rund eine halbe Billion Dollar aus.

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Die schwierige Wirtschaftslage in den USA hat so viele Amerikaner von staatlichen Sozialleistungen abhängig gemacht wie lange nicht mehr. Mehr als 40 Millionen US-Bürger - also ungefähr jeder siebente - erhielten mittlerweile Lebensmittelmarken, um sich in Supermärkten mit Essen und Trinken versorgen zu können, berichtete die Zeitung "USA Today" (Montag). Das seien 50 Prozent mehr als zu Beginn der zurückliegenden Rezession im Dezember 2007.

Zehn Millionen beziehen Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosenhilfe habe sich in den vergangenen drei Jahren sogar auf fast zehn Millionen vervierfacht. In den USA herrscht derzeit eine historisch hohe Arbeitslosenquote von mehr als neun Prozent. Etwa 50 Millionen US-Amerikaner erhielten staatliche Unterstützung, um zum Arzt gehen zu können, ein Plus von 17 Prozent. Und rund 4,4 Millionen lebten von Sozialhilfe, eine Zunahme um 18 Prozent seit Ende 2007.

Sozialhilfen kosten halbe Billion Dollar

Allein für diese vier Leistungsblöcke gebe der Staat mehr als 500 Milliarden Dollar aus (393 Mrd Euro). Die Zunahme bei der Zahl der Leistungsempfänger hängt aber nicht allein mit der schwierigen Wirtschaftslage zusammen, sondern mit Gesetzesänderungen der US- Regierung, durch die sich mehr Bürger für die staatlichen Hilfsprogramme qualifizieren.

Die USA wurde Ende 2007 von einer schweren Rezession getroffen - und die wirtschaftliche Erholung seitdem verläuft langsamer als von US-Präsident Barack Obama erhofft.

(Ag.)

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15 Kommentare
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Rom lässt grüßen

Das amerikanische Imperium wird dasselbe Schicksal erleiden, wie einst das Imperium Romanum. Viele Faktoren, die in Summe ein gefährliches Cocktail ergeben und am Ende zum Zusammenbruch führen werden. Auch bei den Römern, zeichnete sich der Verfall schon sehr früh ab. Die ständigen Kriege (Perser) und Grenzeinsätze, der Bevölkerungsdruck der Greuten und Terwingen entlang der östlichen Grenze, die auch eine höhere Total Fertility rate vorzuweisen hatten im Gegensatz zu den römischen Mitbürgern. Kaiser Augustus klagte schon über eine niedrige Geburtenrate. (Parallele in Amerika; Muslime und Hispanics haben hohe TFR mit 2.2, Juden die niedrigste mit 0.8 und Weiße 1.4).
Auch die Amis spüren den Druck auf ihren Grenzen. So wie bei den Römern sind auch die Amis weniger bereit, ihr Land zu verteidigen. Die Korruption der herrschenden Eliten wird schon für die nötigen Unruhen sorgen, aber panem et circensum wird vorläufig für gewisse Entspannung sorgen. Entweder wird Amerika zerfallen in einem oder mehrere Staaten oder aber sie kratzen nochmals die Kurve. Ein Untergang wäre die größte bis dahin gewesene Zäsur.
Edward Gibbon "The fall and decline of the roman empire", Peter Heather "Der Untergang des römischen Imperiums". Es gibt noch viele Autoren klassische wie moderne. Umso mehr man sich mit dem Untergang Roms auseinandersetzt umso mehr Parallen mit der heutigen Welt sind erkennbar. Die Technik mag sich geändert haben, aber nicht der Mensch.


tomschi
17.09.2010 10:34
1 0

Das darf doch nicht verwundern:

Das Lohnniveau ist in manchen Bereichen so niedrig, dass viele Menschen mehrere Jobs brauchen, um Leben zu können. Dass die den Binnenkonsum nicht anregen ist auch klar, womit denn? Was passiert also mit den Resourcen, die dabei erwirtschaftet werden, wer bekommt die? Wenn man sich die Einkommensverteilung in den USA ansieht, liegt die Antwort auf der Hand. Bei uns ist es noch nicht so schlimm, wir bekommen von den Handlangern der "oberen 10.000" aber ständig vorgerechnet, wir müssten auch den Gürtel enger schnallen, damit wir konkurrenzfähig bleiben, wir sollen doch keinen Neid denen gegenüber haben, die ihr Geld damit verdienen, dass sie bereits viel davon haben, deren Kapital wandert sonst nach China ab.

Gast: Quo vadis
31.08.2010 11:35
1 0

Vermutlich noch viel schlimmer

Der Umgang mit Statistiken lehrt doch, dass diese eher zu positive Zahlen verkünden
(s. Arbeitslosigkeit bei uns: ohne Kurzarbeiter,
Weiterbildungsmassnahmen, Transfergesellschaften etc.): Die Wirklichkeit in USA ist also noch weitaus dramatischer als im Artikel dargestellt !

Wo soll da ein (weltweiter) Aufschwung herkommen ?!

Der nächste Megacrash steht bereits vor der Tür und wird ganz neue, negative Dimensionen
wirtschaftlicher, finanzieller und gesellschaftlicher Natur mit sich bringen.......

Rette sich, wer kann

Gast: Onkel Hans
31.08.2010 07:47
0 1

Tja, das ist wohl "Gottes Auftrag"!


Mich wundert dieser Zustand der VSA: schließlich haben sie so viele Genies im Land.

Vor 1938, als wir noch so viele Genies im Land hatten, ging es bei uns ähnlich zu.

Saskatoon
30.08.2010 22:41
0 0

wann kommen die zu uns.....?

mich wunderts erhlich, das billa, penny, hofer, spar noch keine rabatt-marken verteilen
oder wie früher, diese hefterl wo man stempel sammeln konnte (bei pizza gibts das schon lang - friß 10 die 11 gratis...
ihc würd ja sogerne wieder markerl kleben

2 1

Unfassbar,

wie die USA heruntergewirtschaftet haben. Solche Zahlen und Begriffe wie "Lebensmittelmarken" flößen einem Angst ein. Ältere Ärzte, die in alten Flugzeugen durchs Land fliegen und lange Schlangen von Leuten gratis behandeln, die keinen Dollar für das höchste Gut im Leben ausgeben können.

Da ist im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" in den letzten Jahrzehnten schon viel schief gegangen. Und die USA sind erst im Begriff, ein gewisses Sozial- und Gesundheitssystem aufzubauen, das die Wirtschaft zusätzlich belastet. Wie wird das noch weiter gehen?

http://www.usatoday.com/news/washington/2010-08-30-1Asafetynet30_ST_N.htm?csp=hf

Antworten Gast: zum nachdenken
31.08.2010 12:19
2 0

Re: Unfassbar,

die hatten doch seit Jahrzenten immer ein Handelsbilanzdeffizit. Und ich habe mich fast jahrzentelang immer gefragt wie lange halten die das durch? Warum passiert da eigentlich noch nichts? Jetzt ist es soweit.Die falsche Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre rächt sich jetzt und alle zuletzt veröffentlichen Wirtschaftszahlen sprechen leider eine deutliche Sprache!

Antworten Gast: Bananenrepublik
30.08.2010 21:14
1 1

Die USA wurden systematisch kaputt gemacht

Aus dem Inneren. Aber darüber darf nicht geredet werden, die Strippenzieher kontrollieren natürlich auch alle Medien.

Gast: Eurrora
30.08.2010 16:39
2 0

Die USA ist Pleite !

Viele wohnen rund um San Diego schon in Zelten, weil sie sich keine Wohnung mehr leisten können. In New York gibt es über 1000 Essenausgabe Stellen ,wo man garatis um Essen anstellen kann. Das gelobte land ist Pleite,da hilft Hollywoods Illusionen auch nicht mehr. Quwo vadis ?

1 1

Re: Die USA ist Pleite !

Viele Städte können die Sozialversicherungen nicht mehr bezahlen, Feuerwehr, Polizei, Lehrer,.. werden eingespart. Los Angeles steht vor dem Bankrott! Dank der Plastikkarten sind Mio Amis massiv verschuldet. Wer jetzt noch an einen Aufschwung glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Die Krise wird kommen, noch grösser und noch härter, als letztes Jahr! Mit der Krise kommt die Inflation.

Übrigens, wo ist Obama?

Antworten Antworten langpe
30.08.2010 19:54
1 0

Re: Re: Die USA ist Pleite !

Obama wird von jenen gebremst, die diesen Zustand für gottgewollt halten.


Antworten Antworten Antworten Gast: Bio
30.08.2010 21:15
1 0

Re: Re: Re: Die USA ist Pleite !

Obama macht genau das, was ihm die Wall STreet sagt. Er ist eine Marionette.

Antworten Antworten Antworten Antworten langpe
30.08.2010 21:39
0 0

Re: Re: Re: Re: Die USA ist Pleite !

Also das von ihm gesuchte Sozial- und Gesundheitswesen hat er nicht von der Wall Street gelernt.

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
30.08.2010 19:02
0 1

Re: Re: Die USA ist Pleite !

letztes Jahr hatten wir Krise ?

Antworten Antworten hedu
30.08.2010 19:01
2 1

Re: Re: Die USA ist Pleite !

Gut das es immer die USA gibt um von den eigenen Problemen abzulenken.

Halb Europa is pleite und ein aber die meisten kapierens nicht und lassen sich durch die Medien die Augen verkleben.