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Spanien macht Flughäfen und Lotterien zu Geld

01.12.2010 | 18:27 |   (Die Presse)

„Koste es, was es wolle.“ Im Kampf gegen die Schuldenkrise will Ministerpräsident Zapatero 14 Mrd. Euro mit Privatisierungen einnehmen. Dafür sollen zum Beispiel Teile der staatlichen Lotterie verkauft werden.

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Madrid. „Koste es, was es wolle.“ Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Zapatero ist entschlossen, sein Land wieder aus der Schuldenkrise zu führen. Dafür will die Regierung unter anderem 30 Prozent der staatlichen Lotterie verkaufen. Das Unternehmen schreibt gute Zahlen – im Vorjahr machten die Lotterien knapp drei Mrd. Euro Gewinn.

Zudem kündigte der sozialistische Regierungschef an, den Betrieb der Flughäfen Madrid und Barcelona in private Hände zu legen. Dafür sollen bis zu 49 Prozent der staatlichen Betriebsgesellschaft verkauft werden. Beide Flughäfen sind erst vor Kurzem modernisiert worden. In Summe rechnet Spanien mit zusätzlichen Einnahmen von 14 Mrd. Euro. Das neue Krisenpaket sieht zudem vor, dass Zusatzleistungen an Arbeitslose gestrichen werden und kleine Unternehmen Steuererleichterungen erhalten.

 

Neues Krisenpaket beschlossen

Damit will Spanien die Gerüchte auf den Finanzmärkten zerstreuen, wonach das Land Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm der EU benötigen könnte. Zapatero hat wiederholt ausgeschlossen, dass seinem Land ein ähnliches Schicksal wie Griechenland oder Irland widerfahren könne. Spanien hat hohe Schulden und im Moment Probleme, sich günstig zu refinanzieren. Mit elf Prozent des BIPs war das spanische Budgetdefizit im Vorjahr das drittgrößte in der Euroregion. Nach dem Hilfsgesuch der Iren muss Spanien nun noch höhere Zinsen für seine Anleihen bieten. Im Oktober war mehr als ein Fünftel aller Spanier arbeitslos gemeldet.

Als Gegengift beschloss die Regierung kürzlich ein 15 Mrd. Euro schweres Sparpaket, das unter anderem die Kürzung der Beamtengehälter vorsieht. Von der EU kam Lob für die Anstrengungen der Iberer.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.12.2010)

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14 Kommentare
Gast: down to ground
06.12.2010 17:00
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Eine Sonderhilfe für Langzeit-Arbeitslose wird nach dem Auslaufen der bisherigen Regelung im Februar 2011 nicht mehr gezahlt.

Dazu muss wohl vermerkt werden, dass das Begriff 'Langzeitarbeitsloser' in Spanien eine ganz andere Bedeutung hat als in Deutschland oder Österreich. Je nach Länge und Art des Arbeitsvertrages kann der Arbeitslose einen Arbeitslosenhilfe, die sich ebenfalls nach dem letzten Einkommen richtet, beantragen, und anschliessend diese Sozialhilfe von € 4 und ca. 70% des letzten Einkommens beträgt und dann die Sozialhilfe von € 426 (!) für weitere 6 Monate in Anspruch nehmen. Diese Hilfe wurde letztes Jahr verlängert, aber nun ab Februar 2011 beendet. Die Frage ist nun, was dieses Vorgehen für eine Auswirkung auf alle Bereiche, wie Wirtschaft, soziales Gefüge, Kriminalität, etc haben wird. Ferner möchte ich noch hinzufügen, dass Spanien das schlechteste soziale Netz in Europa aufweist, vor allem Familien werden gar nicht oder sehr dürftig unterstützt. Na dann, SALUD!

Katastrophe

Irland, Spanien, Griechenland, Portugal.....

Man könnte ja fast glauben, Österreich wirtschafte verantwortungsvoll.

Ein Hinweis: "Österreich, eine finanzielle Katastrophe in Bildern"

http://zuwi.at/themen/politik/osterreich-eine-finanzielle-katastrophe-in-bildern/

Gast: herbert a.
03.12.2010 12:12
0 0

LÄCHERLICH

Das rettet die Finazen auch nicht!

zuerst löst das Großkapital die Krise aus

und dann verdient es bei der Beseitigung derselben durch Schnäppcheneinkauf

Na ja, zu Weihnachten wollen halt alle Okkasionsware,
Flughafen gefällig?

Verkauf von Staatsbetrieben

Zapateros Schritte sind keine Ueberraschung. Spanien, genauso wie all` die anderen Laender in Europa, haben in den letzten 10 Jahren imense Schulden angehaeuft. Jetzt heisst es, zurueckzahlen. Also, man verkauft das was man hat. Eine andere Wahl hat man nicht. MfG. Dr. Emil Andabak

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Re: Verkauf von Staatsbetrieben

ist nicht ganz richtig
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Rede Luegers
„Wir bauen eine eigene Fabrik, ein eigenes Rohrnetz und sagen den Engländern: Ihr könnt mit eurer Fabrik und eurem Rohrnetz machen, was ihr wollt, nur eines dürft ihr nicht tun, Gas dürft ihr nicht machen und nicht verkaufen. (...) Wir werden den Engländern zeigen, daß wir die Herren in Wien sind und mit ihnen unter allen Bedingungen zu brechen ist.
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ausserdem richtete er den englischen gaserzeuger aus(die geld für ihre anlagen wollten),sie könnten wen sie denn wollen sich ihre rohre ausgraben und nach england mitnehmen.

Der springende Punkt ist doch, dass die Schuld an dem Debakel nur sehr begrenzt bei den Staaten liegt, über die man nun dauernd redet.

Es kann ja nun wirklich keinen Zweifel geben, dass ausgerechnet jene Banken die sich permanent in unvorstellbaren Summen am Steuergeld delektieren, diese Krisen vorsätzlich verursachen.
Wie war das noch mal mit "Beisse nicht die Hand, die Dich füttert"? - Nun, wie man sieht, bei den Banken geht dieses Konzept auf!
Auch das Ziel dieser Machenschaften sollte eigentlich kein Geheimnis mehr sein: Da der Dollar nicht auf Euro-Niveau gehoben werden kann, muss der Euro runter zum Dollar.
Der Zweck dieser Massnahme ist auch kein Geheimnis mehr und hat das Stadium belächelter "Verschwörungstheorien" hinter sich gelassen: Eine globale Währung wo Alle für Alle, hauptsächlich aber zur Rettung des Dollar, haften.
Ich habe dazu einige Artikel geschrieben:

"Privatparty: Eurokrise"
http://ungefragt.com/?p=717

"Zeit für eine Wiederbelebung!"
http://ungefragt.com/?p=677

"Irland – Irrland?"
http://ungefragt.com/?p=595

...und noch eine ganze Reihe mehr!

Aber solange wir uns von "Experten" (die allesamt in irgend einem Naheverhältnis zu den Tätern!! stehen, einen Bären nach dem anderen auf die Nase binden lassen, statt den Mund aufzumachen und uns zu wehren, wird dieses dämliche Spiel weiter gehen.

Wir haben heute nur mehr einen Feind: Die Banken.
(Nein, nicht Ihre Hausbank, das sind auch nur Würstchen die bei den Grossen mitspielen wollen/müssen! FED, IWF, EZB - das sind die Abkürzungen für die Kriminellen!)

Das Problem

Das Problem Spaniens ist vor allem, dass die so genannte Immobilienblase - übrigens ein "Koprodukt" Spaniens mit der EU - noch immer nicht geplatzt ist. Noch immer liegen die Immobilenwerte fast 17% über den Realwert.
Wenn das einmal explodiert, so wie letztes Jahr in den USA passierte, dann hat Spanien ein echtes Problem und da hilft auch kein Rettungsschirm, auch wenn man diesen auf unvorstellbare 1,5 Billionen Euro aufblasen würde.

Gast: Vergelter/Bioniker
01.12.2010 19:19
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Gegen Geldhortung

Die tiefste Ursache der Krise ist die Geldhortung der Reichen. Dem kann begegnet werden durch Regionalgeld mit Umlaufgebühr.
www.humane-wirtschaft.de

Gast: pffffffffffffffffff!
01.12.2010 18:42
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Früh kommen sie drauf!.

traurig

Gast: Vogel Strauss
01.12.2010 15:02
1 0

Beratung

Dann können sie sich ja beim KHG beraten lassen, der kennt sich da perfekt aus ...

Der Verkauf von Tafelsilber

kann den Niedergang nicht stoppen.

Die Spanier sind wie die Österreicher noch nicht bereit über grundlegende Änderungen nachzudenken.

Gast: gast
01.12.2010 13:24
2 4

Der Ausverkauf und Raub am Volk hat begonnen


Gast: netter gast
01.12.2010 12:24
1 1

Humankapital

Bald ist das Kapital am Ziel
und hat die öffentlichen Interessen
in ihrer Gewinnmaximierungswelt
aufgesaugt

Hobbyökonom