Die tschechische Regierung will in den kommenden Jahren nicht der Eurozone beitreten. Das sagte Premierminister Petr Necas am Sonntag in einer TV-Diskussion des Staatsfernsehens CT. "Jetzt den Euro einzuführen, wäre eine wirtschaftliche und politische Dummheit", sagte der Premier wörtlich. Mit der eigenen Landeswährung Krone könne das Land derzeit viel flexibler auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren.
Formell ist Tschechien wie alle seit 2004 der Europäischen Union beigetretenen Mitgliedsländer durch den Beitrittsvertrag verpflichtet, den Euro einzuführen. Einen Termin sehen die Verträge aber nicht vor. "Meine Regierung wird niemals einen Beitrittstermin zur Eurozone festsetzen, auch nicht im Jahr 2014", beteuerte Necas. Bis zum Jahr 2014 dauert die reguläre Amtsperiode der seit Juli regierenden bürgerlichen Dreiparteienkoalition von Necas.
(APA/dpa)
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