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EZB-Mitglied: EZB droht Unabhängigkeit zu verlieren

10.12.2010 | 08:43 |   (DiePresse.com)

Wenn die EZB den Kauf von Staatsanleihen übertreibe, drohe sie "alles zu verlieren, was wir haben - nämlich unsere Unabhängigkeit", sagt der italienische Notenbankchef Mario Draghi.

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Die Europäische Zentralbank droht nach Ansicht des italienischen Notenbankchefs und EZB-Mitglieds Mario Draghi ihre Unabhängigkeit zu verlieren, sollte sie beim Anleihen-Kauf über die Stränge schlagen. "Ich bin mir nur zu gut darüber im Klaren, dass wir ganz leicht eine Linie überschreiten und alles verlieren könnten, was wir haben - nämlich unsere Unabhängigkeit", sagte Draghi am Donnerstag in einem Interview der "Financial Times" mit Bezug auf die Anleihen-Käufe.

"Antwort sollte eine nationale sein"

Ihm sei auch bewusst, dass dadurch der EU-Vertrag verletzt werden könnte, fügte Draghi hinzu. Den Euro sieht der italienische Notenbankchef aber nicht in Gefahr. Er ist einer der aussichtsreichsten Kandidaten auf die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet.

Die Verantwortung für den Ausweg aus der Schuldenkrise liegt laut Draghi bei den einzelnen Regierungen. "Die wichtigste Antwort auf eine Krise sollte eine nationale Antwort sein - angemessene haushaltspolitische Maßnahmen und Strukturreformen, die das Wachstum wieder anschieben."

"Sparprogramme erzeugen Teufelskreis"

"Sparprogramme werden auch in Europa einen sich ständig verstärkenden Teufelskreis erzeugen, so lange, bis die Eurozone bankrottgeht oder auseinanderbricht", warnte hingegen der US-Ökonom James K. Galbraith am Donnerstagabend in Wien.

Den "einzigen Ausweg" aus der Anleihenkrise der Euro-Länder sieht Galbraith in den massiven Käufen der EZB. Die Wirtschaftskrise selbst könne nur mit einer Art neuem "New Deal" bewältigt werden (Gailbrights Vater John war in den 1940er Jahren Vizechef des "Preisadministrationsbüros" von Franklin D. Roosevelt).

Widersprüchliche EZB-Banker

Immer öfter sorgen die europäischen Notenbanker auf den Finanzmärkten mit widersprüchlichen Aussagen für Verwirrung. Statt Orientierung zu geben, würden einige in Zeiten der Krise die nationale Karte spielen, schreibt das "Handelsblatt" - was angesichts der bald 17 Mitglieder der Währungsunion an sich nicht überraschend sei.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet würden die Zügel aus der Hand gleiten. "Trichet hat, ob er selbst es sich eingesteht oder nicht, an Macht verloren. Es gelingt ihm immer seltener die Reihen zu schließen im EZB-Rat - mit der Folge, dass die Ratsmitglieder inzwischen öfter ihre nationalen Interessen verfolgen, als vor der Krise", zitiert die Zeitung ein hochrangiges Notenbank-Mitglied. "Solange alles gut läuft, ist es immer einfacher. Jetzt in der Krise scheinen die Unterschiede, die es ja unter der Oberfläche immer gab, wieder stärker aufzubrechen", sagt Christoph Balz, Volkswirt bei der Commerzbank, dem "Handelsblatt" zufolge.

EZB will nicht frisches Geld drucken

Die EZB hat Euro-Zonen-Länder dazu gedrängt, geeignete Maßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise zu ergreifen. Sie weigert sich beharrlich, ihr seit Mai bestehendes Aufkaufprogramm nach Vorbild der US-Notenbank Federal Reserve auszudehnen und frisches Geld zu drucken. Grund: Ein solches Vorgehen würde gegen die Statuten der EZB verstoßen, die sich hauptsächlich um stabile Preise kümmern soll.

(Ag.)

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19 Kommentare
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Sieht nicht gut aus

"Eine Juristin der Investmentbranche formulierte 2003 mit einem eigenen Schreibtisch im Finanzministerium das Gesetz mit, welches den US-Hedgefonds den Weg auf den deutschen Markt ebnete.[8] Und es ist für die USA nicht schwer, Firmen in Deutschland und das ganze Land zu kaufen, weil ihre Federal Reserve Bank einfach soviel Geld druckt, wie dafür gebraucht wird, während Deutschland seine Gelddruck-Hoheit an die Europäische Zentralbank abgegeben hat und sich deswegen nicht finanziell gegen den Aufkauf wehren kann."

http://sklaven-ohne-ketten.blogspot.com/2009/03/die-deutsche-ursache-der-weltweiten.html

Gast: Hans im Glück
10.12.2010 09:28
1 0

Die Unabhängigkeit der Nationalbanken ...

ist eines der gut gepflegten Verschwörungstheorien.

Der Artikel zeigt ganz klar die Wahrheit, nämlich einfach die das die Notenbanker und Ökonomen in Wahrheit keine Ahnung haben wie man die Krise bewältigen kann. Und trotz alledem bekommen die HerrschaftInnen viele viele Tausend €uro Monatsgehalt.



Vorher wurde dem entstehen der Krise einfach nur zugeschaut.

Die ganzen Finanzmarktaufsichten haben versagt.

Die Politiker haben die Regeln immer weiter abgeschwächt, sodass diese Krise überhaupt erst entstehen konnte.

Die Politiker sind seit Jahrzehnten unfähig wirklich zu sparen, und eben auch den Beamtenapparat abzuspecken.

Hauptschuld tragen die Politiker.

Nicht einmal der Molterer war in seiner Amtszeit bereit (obwohl er alle Möglichkeiten dazu hatte), einen Budgetüberschuss, und damit Schuldenabbau, zu machen.

Keiner zieht dieses Gesindel zur Verantwortung.

Die EU erhöht schamlos die Gehälter Ihrer Poltiker und Beamten, und unsere Regierung streitet wegen 50 € Kinderbeihilfe (im Jahr) fast schon monatelang. Dabei müßte man nur die Kinderbeihilfe die ins Ausland geht abschaffen, bzw. nur dann auszahlen wenn ein echter Nachweis erbracht wurde. Zudem müßten die Zahlung zumindest an die Bedingungen der Länder angepaßt (reduziert) werden. Das sind ja immerhin 350 Millionen im Jahr.

Den EU-Nettpzahler Status müßte man schon längst nachverhandeln!

Antworten Gast: Parteiloser
10.12.2010 14:11
1 0

Re: Der Artikel zeigt ganz klar die Wahrheit, nämlich einfach die das die Notenbanker und Ökonomen in Wahrheit keine Ahnung haben wie man die Krise bewältigen kann. Und trotz alledem bekommen die HerrschaftInnen viele viele Tausend €uro Monatsgehalt.

Nicht vergessen!

Die ganze Finanzwirtschaft ist auch ein Teil des Misthaufens.

"...die Notenbanker und Ökonomen in Wahrheit keine Ahnung haben..."

jetzt habe ich mich echt gefreut, als kontrapunkt zu diesen ahnungslosen endlich mal das statement von jemanden zu lesen, der ahnung hat.

doch, leider, sie haben mich richtig enttäuscht!
sie haben ja noch weniger ahnung!

Antworten Antworten Gast: Leserinnin
10.12.2010 10:58
1 1

Re: Ahnung

Der Kommentar den sie kritisieren war sachlich und stimmig, egal ob sie diesem zustimmen oder nicht; ihr Kommentar- sinnloses BLABLA, ohne Inhalt.

Dahher ist meine Gewissheit bestätigt; sie sind weit schlimmer als ahnungslos- ignorant und einfallslos, eigentlich keiner weiteren Beachtung wert!

sachlich und stimmig?

also sachlich im sinne von verwenden von ausdrücken wie "gesindel"?

stimmig im sinne von "es ist zwar ein artikel über die ezb, aber denen häng ich locker auch die verantwortung für die zahlung von kinderbeihilfe an"?

und so ganz nebenbei erkennen lassen, dass man keine ahnung hat, wie es zum status eines nettozahler- oder nettoempfänger-landes kommt?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Leserinnin
10.12.2010 15:30
1 1

Re: sachlich und stimmig?

Was haben sie dem entgegenzusetzen?

"Vorher wurde dem entstehen der Krise einfach nur zugeschaut.

Die ganzen Finanzmarktaufsichten haben versagt.

Die Politiker haben die Regeln immer weiter abgeschwächt, sodass diese Krise überhaupt erst entstehen konnte.

Die Politiker sind seit Jahrzehnten unfähig wirklich zu sparen, und eben auch den Beamtenapparat abzuspecken."


Gast: Parteiloser
10.12.2010 09:14
1 0

Die EU, die EZB, die Mitgliedsländer und die Bevölkerung Europas...

....haben die Unabhängigkeit schon in den SCHULDEN ERTRÄNKT.

Die EZB hat die Unabhängigkeit zu Recht verloren, weil eben wesentliche Verträge gebrochen wurden.

Auch die EU hat die Unabhängigkeit verloren, weil wesentliche, selbst definierte, Werte schon vielfach gebrochen wurden. Das spielt aber keine große Rolle, weil die EU ohnehin nur die Rolle eines korrupten Beamtenumverteilungshaufen gespielt hat.

Die Mitgliedsländer haben sich alle durch exzessive Selbstbedienung von Parteibonzen und deren Freunde (Lobbyisten!?) selber in die totale Schuldenfalle begeben. Denen würde ohne Unterstützung durch die EZB sofort die Finanzierung verloren gehen.

Die Bevölkerung Europa brennt schon seit Dekaden einfach nur noch irre Zwangsabgaben um den Misthaufen am Leben zu erhalten. Weil es aber trotzdem nie gereicht hat, so wurde der Bevölkerung dazu noch ein Riesehaufen an Schulden umgehängt, welcher den Kinder Europas jede Perspektive nimmt und so das selbstbestimmte Leben genommen hat.

Es war das Versagen der Entscheidungsträger in allen relevanten Institutionen, welche die Unabgängigkeit aller Menschen in Europa genommen hat.

Mit Sicherheit wird die EZB die Geldschöpfung weiter betreiben, weil sonst alles schnell kaputt gehen wird. Auch diese, noch nicht beschlossene Maßnahmen, wird wieder von der Bevölkerung bezahlt werden, eine Befreiung aus der Schuldenklammer wird es aber nicht werden können.

Es ist zum Kotzen mit den Bonzen, egal wo!

"Das spielt aber keine große Rolle, weil die EU ohnehin nur die Rolle eines korrupten Beamtenumverteilungshaufen gespielt hat...."

des öfteren schon wundere ich mich, dass sie die wurzel allen finanziellen übels in der verwaltung sehen.

doch wie hoch die tatsächlichen kosten dafür tatsächlich sind, bleiben sie uns schuldig.
ich habe für sie recherchiert: "Im Jahr 2010 belaufen sich die Verwaltungskosten auf EUR 7,9 Mrd., was 6% des Gesamthaushaltes entspricht. " (siehe: http://ec.europa.eu/budget/faq/faq_eu_budg_de.htm#faq10).

6% verwaltungskosten also.

kann man mit 6% des budgets tatsächlich einen "korrupten Beamtenumverteilungshaufen" aufziehen?

wie hoch sind denn die verwaltungskosten in ihrem ins ausland abgewanderten kmu? vermutlich auch in der nähe dieser prozentzahl.

wie auch immer:
selbst eine einsparung von 20% bei den verwaltungskosten der eu würde deren anteil am gesamtbudget um nur einen prozentpunkt drücken.... kann man mit einem prozentpunkt ein budget SANIEREN?

Antworten Antworten Gast: Parteiloser
10.12.2010 13:53
0 1

Damit auch Sie es begreifen können!

Die Verwaltungskosten der EU belaufen sich, nach Ihren Angaben, auf 7.900 Mio. Euro pro Jahr. Mit dieser Summe werden die ca. 25.000 Beamten bezahlt.

Die Verwaltungskosten betragen also gewaltige 316.000.- Euro pro Beamten.

Das Problem ist aber, dass diese Beamten keinen wirklichen Nutzen für die Europäer erbringen, sondern mit diesem gewaltigen Aufwand Gelder umverteilen, wo es wieder zu einer gewaltigen Korruption kommt. Diese Kosten der Korruption dieser Umverteilung müsste dann auch berücksichtigt werden.

Tatsächlich ist es so, dass fast die ganzen vielen Milliarden erst in die Hände der lokalen Regierungen, oder deren Stabstellen wandern. Gefördert wird, neben dem Agrarbereich, ja vor allem öff. Projekte, wo sich wieder die Bonzen voll bedienen. Die EU dient also vorwiegend dazu die lokalen Bonzensystem zu finanzieren.

Bei der EU geht es doch um % Rechnungen, es geht doch heute überhaupt um den Sinn der EU für Europa und deren Dienst an der Europäischen Bevölkerung. Nur noch verträumte Idealisten versuchen verzweifelt einen Sinn zu erkennen. Wenn man die Realität auch anerkennt, dann ist der Euro gescheitert und die EU auch. Der Euro wird nicht überleben, weil ja nur von Konsolidierung gesprochen wird, obwohl wir Sanierung brauchen würden. Und, der Euro wird sterben, die EU gleich mit dazu.

Übrigens sind meine reinen Verwaltungskosten nur die, welche vom Gesetzgeber auf Aug gedrückt werden (Buchhaltung), der Rest ist Leitung und Dienst am Kunden!

Re:

Man sollte dabei aber nicht übersehen, dass selbst wenn die 6% halbwegs ehrlich sind (es gibt ja einige, gängife Methoden des "Auslagerns", der "Darstellung", etc.), es sich hier um zusätzliche Kosten handelt, welche die EU-Bürger aufbringen müssen.

Und "nationale Verwaltungseinsparungen", bedingt durch die zusätzliche EU-Verwaltung, sind dabei auch nicht wirklich zu erkennen.

Gast: mysterium
10.12.2010 08:59
1 0

Einen Italiener als Nachfolger für die EZB, da legt man

sich wohl einen Kuckuck ins Nest. Was ist mit Axel Weber? Da gehört ein Deutscher hin und sonst niemand.

Antworten Gast: Hans im Glück
10.12.2010 09:31
1 0

Re: Einen Italiener als Nachfolger für die EZB, da legt man

Das zeigt nur die Marschrichtung der EZB und des EUR.

Der EUR wird bald ganz weich werden.

Axel Weber will mit so einem EUR nichts am Hut haben. Er wird wahrscheinlich in Frankfurt bleiben und tatkräftig die NDM (neue DM) gestalten.

Antworten Antworten Gast: Ich bin der Meinung
10.12.2010 10:55
0 0

Re: Re: Einen Italiener als Nachfolger für die EZB, da legt man

Leider hat Herr Weber mit Herrn Sarrazin schon einen starken auf deutsche Rechte pochenden Mitstreiter verloren ;-)

Antworten Gast: Parteiloser
10.12.2010 09:16
1 0

Re: Einen Italiener als Nachfolger für die EZB, da legt man

Ich würde einen Kandidaten aus einem neutralen Land vorschlagen.

Am Besten geeignet erscheint der Sobotka. Er hat schon viel Erfahrung mit großen Summen und auch das notwendige Stehvermögen. Alternativ könnte das auch die Brauner machen, oder auch die Bures oder unser Superstar Nowotny machen.

Re: Re: Einen Italiener als Nachfolger für die EZB, da legt man

Sind wir uns doch ehrlich. Die einzige Lösung für Europa ( wenn nicht für die ganze Welt ), kann doch nur Alfred Gusenbauer heißen ;-))

Antworten Antworten Antworten Gast: Parteiloser
10.12.2010 13:56
0 0

Re: Re: Re: Einen Italiener als Nachfolger für die EZB, da legt man

Den kenne ich, kein guter Vorschlag.

Der kann nämlich nicht gut mit Zahlen, der kann in 1. Linie, am Besten nach Weingenuss, philosophieren. Noch gute Sprachkenntnisse, sonst ist aber nichts da. Schon gar nicht, wenn es um Lösungen für andere Menschen, außerhalb der Partei, geht.

EZB

nicht deppert reden-du gehörst mit DEINEN FREUNDEN UND KOLLEGEN EINGESPERRT und GEPFÄNDET.Der Täter wird zum Opfer............

Hobbyökonom