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OeNB-Chef: "Nicht der Zeitpunkt für Euro-Anleihen"

10.12.2010 | 14:06 |   (DiePresse.com)

OeNB-Chef Nowotny will über Euro-Anleihen "in guten Zeiten diskutieren, nicht in schlechten". Er will einen dauerhaften Rettungsmechanismus für in Notlage geratene Länder.

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Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny hat sich zurückhaltend zum Vorschlag der Schaffung von Euro-Bonds geäußert. Jetzt sei dafür nicht der geeignete Zeitpunkt, sagte Nowotny heute, Freitag, im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Das EZB-Ratsmitglied appellierte, beim EU-Gipfel die Vorschläge der Finanzminister zur Schaffung eines dauerhaften Krisenmechanismus anzunehmen. Der jetzt bestehende Rettungsschirm für in Notlage geratene Länder sollte durch einen permanenten Mechanismus ersetzt werden.

"In guten, nicht in schlechten Zeiten diskutieren"

Der Chef der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) sieht sich in der in der Euro-Zone derzeit heftig umstrittenen Frage der Euro-Bonds auf einer Linie mit dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble und VP-Finanzminister Josef Pröll. Man müsse hier zwischen "konzeptuellen Ideen" und "politischen Aufgaben" unterscheiden, meint Nowotny. Die Diskussion über Euro-Bonds sollte auf Expertenebene geführt werden, in der Politik solle man sich nicht mit zu vielen Themen auf einmal befassen.

Auch der Vorschlag für eine europäischen Wirtschaftsregierung sei zwar ein "interessantes Konzept", über das man durchaus diskutieren könne, die Diskussion über längerfristige Konzepte auf politischer Ebene zu führen hält Nowotny aber für "problematisch". Die hinter den Euro-Bonds stehende Idee eines europäischen Kapitalmarkts "kann man in guten Zeiten diskutieren, nicht in schlechten", konstatiert der Wirtschaftsprofessor.

Nowotny vollzieht damit eine Kehrtwende. Noch vor einer Woche sagte er, es sei an der Zeit, über eine gemeinsame Anleihe der Euro-Länder nachzudenken: "Bei der richtigen Konstruktion ist es überprüfenswert".

Mehr Vorsicht bei künftiger Erweiterung

Bei einer eventuellen Erweiterung der Euro-Zone sollte man künftig vorsichtiger sein, mahnte Nowotny. Die Aufnahmekriterien sollten auch den Aspekt der Nachhaltigkeit und die Lage der Realwirtschaft berücksichtigen. So seien in den Maastricht-Kriterien die Arbeitslosenrate und das Pro-Kopf-Einkommen nicht berücksichtigt. Die mit hohen Defiziten kämpfenden Euro-Länder müssten jetzt ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Die Krise habe auch einen Strukturwandel bei der Bewertung der öffentlichen Finanzen mit sich gebracht, die von den Märkten genauer angeschaut und bewertet würden. Hier müsse jeder Staat genau aufpassen, wie er sich positioniere.

(APA)

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40 Kommentare
 
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Gast: Biersauer
18.01.2011 06:20
0 0

Die einzige Rettung ist Kuratel, Zwangsverwaltung!

Es gibt dabei nur Leistung und Sparen, alles andere ist überflüssiger Luxus.
Das ist den großartigen EU-Politikern noch nicht geläufig, weil manche lernens nie!

Gast: Novotny:-)
15.12.2010 12:38
0 0

gegen türkeibeitritt

Bei einer eventuellen Erweiterung der Euro-Zone sollte man künftig vorsichtiger sei ..
oder für alle, die mit nationalbankvorundhinsichteldeutsch nichts anfangen können ..

Ich bin gegen einen EU-Beitritt der Türkei ... weil rechnen kann ich schon noch .....

Sehr geehrter Herr Nowotny!

Was machen Sie eigentlich tagtaeglich?

Erbringen sie eine Dienstleistung fuer die Republik, die ihren Gehalt rechtfertigen wuerde?

Woher haben Sie die Legitimation fuer ihre Position?

Und was mich wirklich brennend interessieren wuerde: Hat die Republik ueberhaupt noch irgendwelche Gold & Silberreserven in ihrem Besitz?

Antworten Gast: Biersauer
18.01.2011 06:24
0 0

Re: Sehr geehrter Herr Nowotny!

Die Goldreseven wurden, ich glaub unter Kreisky, nach USAzum größten Teil ausgelagert.
Was davon noch in unserm Besitz steht, benötigt die Münze und der Handel.

Novotny,

das Fähnchen im Wind!

Gast: mitdenker
10.12.2010 18:08
0 0

Nowtony mach doch .........

endlich den kopf zu - da kommt nur -Anbiederung und Unfug heraus.

Also wenn selbst der Nowotny-Indikator mit einem Herz zu oszilieren anfängt

dann ist die Situation tatsächlich verworren.

Antworten Gast: Bad Bank, bad Bond
10.12.2010 17:50
0 0

Re: Also wenn selbst der Nowotny-Indikator mit einem Herz zu oszilieren anfängt

Also, irgendwas muß an den Euro-Bonds schon dran sein; denn sonst würde ja Robert Mugabe nicht schon die ersten auf Recycling-Papier drucken lassen. Auch Kaiser Bokassa will aus alter Verbundenheit mit dem französischen Präsidenten in seiner Heimat Euros statt Glasperlen einführen. So what?

3 0

was und wer genau ist denn dieser rote Bonze

namens Novotny ? ausser jemand der nicht einmal fliessend zusammenhängende Sätze, geschweige logische Zusammenhänge hervorbringt ?!

Papandreou überlegt schon eine

Volksabstimmung über den weiteren Weg Griechenlands. Hat er soeben im Parlament gesagt: Sollten die weiteren Bedingungen für GR unannehmbar sein, will er eine Volksabstimmung über den Verbleib seines Landes.

Re: Papandreou überlegt schon eine

Bitte Bedingungen sofort verschärfen.

Antworten Gast: Gast-on
10.12.2010 16:01
0 0

Re: Papandreou überlegt schon eine

Wenn's nicht mehr anders geht, müssen die PIGS raus aus der Eurozone. Das wäre auch für sie besser (autonome Zins- und Wechselkurspolitik). Dann liesse sich vielleicht das Euro-Projekt noch retten. Auffangschirme à la EFSF sind Notlösungen ohne Nachhaltigkeit, und Euro-Bonds sind bei der derzeitigen Inhomogenität des Kapitalmarktes nicht durchsetzbar (siehe Novotny).

Antworten Gast: gast
10.12.2010 15:49
0 0

Re: Papandreou überlegt schon eine




DAS, analyse123, nennert ich ein weihnachtsgeschenk !!!!!!

Re: Re: Papandreou überlegt schon eine

sehe ich auch so!

Nachtrag:

Panpandreou überlegt die Eurozone zu verlassen, soeben im Parlament verlautbart!

Antworten Antworten Gast: Rette sich, wer kann
10.12.2010 17:24
0 0

Re: Nachtrag:

Vielleicht kann er uns mit rausschmuggeln aus dem Euro-Gulag? Die Vassi soll ein gutes Wort für uns einlegen, damit wir endlich wieder: "Österreich ist frei!" rufen können.

Antworten Antworten Antworten Gast: Job-Rotation
10.12.2010 18:41
0 0

Re: Re: Nachtrag:

Noch besser wäre, wenn unsere Vassi vom Rathaus ins Finanzministerium wechselt. Dann könnten auch wir ein paar Milliarderln abcashen und den anderen den Finger zeigen.

Nachtrag:

Panpandreou überlegt die Eurozone zu verlassen, soeben im Parlament verlautbart!

Gast: gast
10.12.2010 14:27
2 0

ich will RICHTIGES geld...



und KEINE HAFTUNGEN für negeranten !

sollen wir franken bunkern oder in gold spekulieren, nur, weil man uns eine gute währung gegen eine politische chimäre gewechselt hat??

Antworten Gast: N-ostalgie
10.12.2010 17:39
0 0

Re: ich will RICHTIGES geld...

Alles paletti! Angie hat zugesichert, daß der Euro so hart sein wird wie die Mark. Nein, nicht die D-Mark, sondern die Ost-Mark. Die EZB wird die neuen Banknoten nur noch einsetig bedrucken, auf der Rückseite Platz für Notizen, und die neue 5-Euro-Münze wird aus recycelbarer Wellpappe sein. Vive la France!

Antworten Antworten Gast: gast
10.12.2010 19:03
0 0

Re: Re: ich will RICHTIGES geld...


naja, nostalgie, nix wert das zeug, aber PRAKTISCH !

Gast: gast
10.12.2010 14:15
2 0

Ungleichgewichte können nur durch Transferzahlungen ausgeglichen werden

Und zahlen kann nur der, der hat und nicht die Habenichtse.

Zahlt Deutschland (hoffentlich) nicht, zerfällt die Union.

Sehr großzügig und ein schöner Zug von den Deutschen, wenn sie nur mehr ihr eigenes Land regieren wollen und nicht mehr ganz Europa.


Antworten Gast: Omerta
10.12.2010 17:30
0 0

Re: Ungleichgewichte können nur durch Transferzahlungen ausgeglichen werden

Deutschland muß zahlen; denn sonst gibt es neben den wikileaks bald angieleaks mit Dokumenten aus ihrer Zeit vor dem Mauerfall, als sie noch Kasner hieß und IM Erika war. Das kann doch niemand wollen, oder?

Gast: Parteiloser
10.12.2010 14:10
4 0

Der richtige Zeitpunkt zum...

...Sanieren der Haushalte, zum Sanieren der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Disbalancen.

...Erwirtschaften von Budgetüberschüssen

...Korrigieren der Umverteilungsexzesse

...Zurückzahlen der Staatsanleihen

...Verjagen der Versager aus allen Ämtern

....für Volkstribunale um die Verbre.cher endlich auch fassen zu können

Wenn diese Arbeit getan ist, dann braucht es keine Eurobonds und auch keine anderen Schulden mehr, welche nur die Kinder Europas zu tragen haben und eh nur in den Taschen der Parteibonzen und Banker verschwinden.

Nowotny ist auch ein reiner Nehmer und ein Beschützter der Nehmer bei der OeNB.

Diese Typen sind alle nur noch zum Kotzen!


0 0

Nowotny ist auch ein reiner Nehmer und ein Beschützter der Nehmer bei der OeNB

ohne es gar keinen Euro geben hätte konnen/dürfen; denn keiner kann uns heute weismachen nicht gewusst zu haben wie GR und andere spätere BG RU nicht ebenso verfahren.
Einfach erklärt ein Bankendeal; für die wenigen Befürworter lukrativ, für alle andern sehr teuer !

Vor kurzem hat das doch noch anderes geklungen...

das war doch Nowotny noch ein Befürworter von Euro-Bonds.
Wie er das allerdings den österr. Steuerzahlern erklären will, dass er sich damit aufgrund der Eurobonds für HÖHERE Zinsen ist, die Ö dann für seine Staatsschulden bezahlen müsste, das wird wohl ein grosses Geheimnis bleiben.
Ein Nationalbankchef eines Landes sollte die Interessen seines Landes im Blickpunkt haben.

 
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Hobbyökonom