Fitch droht Griechen mit Bonität auf "Ramschniveau"

22.12.2010 | 08:45 |   (DiePresse.com)

Mit Fitch droht nun auch die dritte große Ratingagentur die Kreditwürdigkeit des Landes auf "Ramschstatus" zu senken. Bei Standard und Poor's und Moody's liegt Griechenland bereits auf "Ramschniveau".

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Die Ratingagentur Fitch hat Griechenland mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf "Ramschniveau" gedroht. Die Überprüfung des derzeitigen Ratings von "BBB-"auf eine mögliche Herabstufung soll im Jänner 2011 abgeschlossen sein. "BBB-" ist bei Fitch die schlechtes Note im sogenannten Investment-Grade-Bereich.

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Bei Fitch und S&P bereits auf Ramschniveau

Die beiden anderen Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und und Moody's haben die Kreditwürdigkeit bereits auf "Ramschniveau" gesenkt. Moody's hat Griechenland jedoch bereits in der vergangenen Woche eine Herabstufung seines "Ba1"-Ratings angedroht. S&P bewertet Griechenland derzeit mit "BB+" mit negativem Ausblick.

Das Land hatte mit der Eurozone und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein dreijähriges Hilfsprogramm vereinbart und sich im Gegenzug zu durchgreifenden Reformen verpflichtet.

Portugal gelobt Besserung

Nachdem die US-Ratingagentur Moody's am Dienstag angedroht hatte, Portugals Kreditwürdigkeit um 2 Stufen herabzusetzen, versprach die portugiesische Regierung sich mit aller Macht einer Überschuldung entgegenzustellen.

Portugal werde alles nur Mögliche unternehmen, kündigte das Finanzministerium am Dienstag in einer E-Mail an. Derzeit verfügt Portugal mit "A1" über die fünfthöchste Ratingnote.

Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Banken und Staaten. Je schlechter sie die Bonität beurteilen, desto teurer und schwieriger wird es, sich Geld zu besorgen. Für ihre Einstufungen verwenden Ratingagenturen Buchstaben- und Zahlencodes.

(Ag.)

 
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10 Kommentare
Gast: Blankenstein Husar
22.12.2010 13:39
0

...sich Geld zu besorgen...

Aha. So ist das.

Geld braucht man sich nicht mehr zu verdienen, sondern es sich nur mehr zu besorgen.

Ich geh mal eben in die Stadt und besorge ein wenig Geld.

Soll ich auch auch welches mitbesorgen?

Gast: Gasti
22.12.2010 12:13
1

Die Euro Länder könnten von den USA lernen

die Ratingagenturen gefährden die nationale Sicherheit der EU daher genauso behandeln wie ganz normale Terrorfinanziers Konten einfrieren Einreiseverbot beschlagnahmung sämtlicher Geld und Sachwerte handelsverbot auf Europ. Börsen, etc... die USA machen ja gern Ähnliches auch teilweise tnschuldige Europ und Asiatische Wirtschaftstreibende wurden von den USA so behandelt bzw. erpresst damit US Firmen oder die USA selber Kapital aus den den Pech anderer schlagen können.

Antworten stefan87
23.12.2010 14:05
0

Re: Die Euro Länder könnten von den USA lernen

Die Euroländer gefährden ihre Sicherheit schon selbst, durch maßlose Staatsausgaben.
Die Ratingagenturen weißen nur auf die bedrohliche Sicherheitslage hin.
Aber erschießen wir doch den Boten der schlechten Nachricht, dann fühlen wir uns besser.

immer der
22.12.2010 11:13
0

Überhaupt

Allein die Formulierung "Ramschstatus" ist eine Frechheit sondergleichen. Sind Länder wie bei Kaufhäusern Wühlkisten? Ich würde mir das alles verbitten. Woher kommt diese Gedankenwelt? Sind wir nur mehr alle instrumetalisiert? Und wenn, von wem?

immer der
22.12.2010 11:06
1

Wahnsinn

Was ist das für eine Anmaßung einer (garantiert kommerziell agierenden) Rating-Agentur solche Dinge in den Raum zu stellen? Was bilden die sich ein? Überhaupt in welcher Welt leben wir? Es gab Zeiten, wo sich alles selbst reguliert hat. Wir sind alles Idioten, die auch diesem Medien-Wahnsinn nachhecheln, als wären wir wie läufige Hunde. Einhalt! Einhalt! Nachdenken, zu sich selbst und zu Gleichgesinnten zurückfinden. Das ist das Gebot der Stunde.

Antworten stefan87
23.12.2010 14:14
0

Re: Wahnsinn

Naja, dafür werden sie bezahlt. Es ist der Job der Ratingagenturen die Dinge beim Namen zu nennen.

Unternehmen bezahlen für ihr Rating, ich glaube das gilt auch für die Staaten.

Man sollte nicht den Boten der schlechten Nachricht erschießen, sondern aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.

Budgets in Ordnung bringen.
Staatsquote reduzieren.
Privatisieren
Liberalisieren

Gast: 1. Parteiloser
22.12.2010 09:28
3

A bissl spät!

Ich würde meinen, so ca. 5 Jahre zu spät.

Es scheint so zu sein, dass diese "Experten" eine sehr wesentliche Verantwortung für die exzessive Schuldenkrise haben.

Die Halter der Anleihen sollten sich überlegen die versagenden Ratingagenturen für die falschen Bonitätsbeurteilungen zur Verantwortung zu ziehen. Die wären dann sofort insolvent und könnten keinen Schaden mehr anrichten.

Antworten stefan87
23.12.2010 14:17
0

Re: A bissl spät!

Auch wenn sie es nicht verstehen, Ratingagenturen erfüllen einen wichtigen Zweck für die effiziente Allokation von Kapital.


Gast: Hans im Glück
22.12.2010 09:06
3

Wer A sagt muss auch B sagen.

Wann wird die USA endlich mit "Ramschniveau"
eingestuft???

Ist schon längst fällig!

Antworten Panda
22.12.2010 11:29
3

Re: Wer A sagt muss auch B sagen.

nein die koennen ja einerseits geld drucken und andererseits staaten zwingen dieses zu akzeptieren.

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