Sarkozy: "Untergang des Euro wäre das Ende Europas"

Der französische Staatspräsident will für den Erhalt des Euro kämpfen. "Der Euro ist die Grundlage unseres Wohlstands", sagt die deutsche Kanzlerin Merkel. Indes begrüßt Estland als 17. Land den Euro.

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(c) EPA (Elysee Palace / Channel 2 / Handout)

Frankreich will sich mit seiner ganzen Kraft für den Erhalt der europäischen Gemeinschaftswährung einsetzen. "Der Untergang des Euro wäre das Ende Europas", sagte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Freitag in seiner Neujahresansprache. Er wolle dafür kämpfen, dass es keinen Rückschritt in der Eurozone gebe. Sarkozy werde es nicht zulassen, dass Frankreich anderen europäischen Staaten in die Schuldenkrise folge.

"Die Länder, die über ihre Verhältnisse gelebt haben, ohne an den nächsten Tag zu denken, haben einen hohen Preis bezahlt. Meine Hauptaufgabe ist es, Frankreich vor einem solchen Szenario zu schützen", sagte Sarkzoy. Er versprach, sich an die Pläne zur Sanierung der angeschlagenen Staatsfinanzen zu halten.

2010: Das schreckliche Jahr des Euro

Merkel: "Euro ist die Grundlage unseres Wohlstands"

In Deutschland machte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel ebenfalls in ihrer Neujahrsansprache für den Euro stark. "Der Euro ist die Grundlage unseres Wohlstands", sagte die CDU-Politikerin am Freitagabend. "Deutschland braucht Europa und unsere gemeinsame Währung." Dabei stehe Europa in diesen Monaten inmitten einer großen Bewährungsprobe. "Wir müssen den Euro stärken."

Euro offizielles Zahlungsmittel in Estland

In Estland ist seit Mitternacht der Euro das offizielle Zahlungsmittel. Mit der Silvesterfeier verabschiedete sich die Baltenrepublik von der Landeswährung Krone und begrüßten mit dem Jahr 2011 den Euro als neues Zahlungsmittel. Die Baltenrepublik mit ihren 1,3 Millionen Einwohnern ist damit das 17. Land der Eurozone und die erste frühere Sowjetrepublik, die die europäische Gemeinschaftswährung annimmt. Das Finanzministerium in Tallinn hat einen reibungslosen Übergang zu der neuen Währung zugesichert.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso begrüßte den Beitritt der Esten zum gemeinsamen Währungsgebiet. "Das ist ein starkes Zeichen für die Attraktivität und Stabilität, die der Euro den Mitgliedern der Europäischen Union bringt", erklärte er. "Der Euro ist dazu da, das Alltagsleben zu verbessern. Estlands Beitritt bedeutet, dass nun über 330 Millionen Europäer Euro-Scheine und -Münzen in ihren Taschen haben.

Estland drittes osteuropäisches Euro-Mitglied

"Estland, das seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist, wird das dritte osteuropäische Land nach Slowenien und der Slowakei, das den Euro annimmt. Dieser Beitritt gilt angesichts der anhaltenden Krisen in Griechenland und Irland als Vertrauensbeweis für die Gemeinschaftswährung. Die Baltenrepubliken Lettland und Litauen streben ebenfalls einen Euro-Beitritt an, aber erst in einigen Jahren.

(Ag.)

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