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Britisches Institut: 'Euro hat geringe Überlebenschancen'

01.01.2011 | 09:46 |   (DiePresse.com)

Die Wahrscheinlichkeit liege bei 80 Prozent, dass der Euro die nächsten zehn Jahre nicht überleben werde, sagt das britische Institut CEBR.

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Um die Zukunft des Euro ist es nach Einschätzung des britischen Wirtschaftsinstituts CEBR düster bestellt. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 80 Prozent, dass die europäische Gemeinschaftswährung in ihrer derzeitigen Form die nächsten zehn Jahren nicht überleben werde, sagte der Chef des Centre for Economics and Business Research (CEBR), Douglas McWilliams, am Freitag.

Spanien und Italien müssten im Frühjahr Anleihen über 400 Milliarden Euro refinanzieren. Dies dürfte eine neue Krise in der Eurozone auslösen. Bereits zu diesem Zeitpunkt könnte der Euro scheitern. Die sich vertiefenden Ungleichgewichte zwischen den schwachen und starken Euroländern dürften der Währung auf jeden Fall langfristig schaden.

Merkel: "Wir müssen den Euro stärken"

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel machte sich indes in ihrer Neujahrsansprache trotz der Skepsis vieler Bürger für den Euro stark. "Der Euro ist die Grundlage unseres Wohlstands", sagte die CDU-Politikerin am Freitagabend. "Deutschland braucht Europa und unsere gemeinsame Währung." Dabei stehe Europa in diesen Monaten inmitten einer großen Bewährungsprobe. "Wir müssen den Euro stärken."

(Ag.)

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50 Kommentare
 
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Bankenabgabe für sozialisierte Gewinne

Das Problem liegt auch darin, daß die Staatenlenker sich nicht getrauen die ungerechtfertigten Gewinne der Banken durch eine entsprechende Bankenabgabe (für auf den Steuerzahler abgewälzte Risiken) einzuziehen. Im Hinblick auf die von den Regierungsparteien initierte Gerechtigkeitsdebatte erscheint diese Vorgangsweise mehr als hinterfragenswert.

Jene Länder

die demnächst unter den Rettungsschirm flüchten, holen sich bei jenen Banken das Geld, die von den Steuerzahlern gerettet wurden. Heißt nichts anderes, als dass die geretteten Banken wieder auf Kosten der Steuerzahler fette Gewinne einstreichen werden. Die beste Lösung wäre, den Euro zu vergessen und auch diese Länder in die Insovenz zu schicken. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Europa ist zu unterschiedlich geprägt für eine gemeinsame Währung. Und alles in die Hände des Brüsseler Politikerschrotts zu legen, wäre katastrophal.

Die Zukunft wird Prognose verifizieren

Auch wenn der Beitritt Estlands als Signal interpretiert wird. so darf man nicht vergessen, daß Estland in Relation zum Euroraum kaum eine Rolle spielt.

Die aktuellen wahren Big-Player sind die verschuldeten Staaten Italien und Spanien, welche heuer beachtliche Kredite benötigen sowie vor allem Deutschland und Frankreich, welche eine Belastung der eigenen Bevölkerung durch andere Staaten in größt möglichen Ausmaß verhindern wollen.

Dazwischen ist der Markt, der auf die Signale der einzelnen Staaten reagiert.

Durch die unterschiedlichen Einzelinteressen der Staaten ist die langfristige Sicherung des Euro in der derzeitigen Form nicht vorstellbar, da die gemeinsame, übergeordnete Linie fehlt

Entweder man entschließt sich zu einer EU-Wirtschaftsregierung mit den entsprechenden Hoheitsbefugnissen (gemeinsame Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik) oder man leitet die Trennung des Euro in eine homogenere Weich- und Harteurozone ein.

Alle anderen Aktivitäten können nur zu einer kurzfristigen Beruhigung der Märkte führen, wobei diese mit enormen Kapitalbeträgen erkauft werden muß.

Re: Die Zukunft wird Prognose verifizieren

Warum zitieren Sie Italien in einem Atemzug mit Spanien?
Italien hat zwar eine der höchsten Staatsverschuldungen, aber im Gegenzug zu vielen anderen Ländern ist die Verschuldung der Haushalte nur gering. Weiters hat Italien die Krise wesentlcih besser überstanden als viele andere Staaten. Die Neuverschuldung hält sich in Grenzen und die Banken haben sich weitgehend aus den Spekutatiosgeschäften ferngehalten. Nicht umsonst spielt sich Moody's mit dem Gedanken Italien ein "Upgrading" zu bescheren. Aber nicht, weil Italien besser geworden sei, sondern weil viele Andere schlechter geworden sind.

Re: Re: Die Zukunft wird Prognose verifizieren

Ich zitiere Italien und Spanien in einem Zug, weil diese beiden Staaten im Frühjahr 2011 gemeinsam Umschuldungen in Höhe von Euro 400 Mrd bewerkstelligen müssen. Ein solcher Betrag wird auf den internationalen Märkten nicht so leicht unterzubringen sein, weshalb diese Länder in einer Konkurrenzsituation bei der Finanzierung stehen und die Anleger mit Benifizen (entsprechenden Zinsen) ködern werden müssen.

Gelingt es diesen Staaten nicht ihre Anleihen auf dem freien Markt zu akzeptablen Konditionen unterzubringen, steht die nächste Eurokrise vor der Tür und der aufgespannte Rettungsschirm wird sich als zu klein erweisen.

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britische Prognosen über Europa

1997 habe ich noch bei einem Sommerkurs in der London School of Economics mit einem renommierten Ökonomie-Professor gestritten, der fest davon überzeugt war, dass der Euro niemals kommen wird. Britische Prognosen über Europa sind mit Vorsicht zu genießen.

Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 90 Prozent

dass der Euro das Jahr 2011 nicht überlebt

Re: Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 90 Prozent

- klar doch - in kleinbritannien ev...

Gast: gast
01.01.2011 19:47
0 0

Wahrheit

kaum zu glauben das hier zu sehen

Gast: AlterKämpfer
01.01.2011 18:31
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CEBR???

Wer kennt die schon?
In 10 Jahren sehen wir, was Mr. Douglas McWilliams für Unsinn verzapft hat!

Eine soziale euro-politik

könnte europas menschen goldene zeiten bescheren!

Re: Eine soziale euro-politik

sie verstehen unter "sozial", dass griechischen lokführen weiterhin ein gehalt von 5000 eur netto und spanischen fluglotsen 22.000 eur pro monat auf kosten der ehemaligen hartgeld- staaten bezahlt werden? wie definieren sie "sozial"?

Re: Re: Eine soziale euro-politik

Sozial ist es zb. wenn fluglotsen in der fluganarchie von athen ständig die grössten anstrengungen zusammen mit den piloten unternehmen, damit es zu keinem dauercrash kommt...

Re: Re: Eine soziale euro-politik

aha, Sie haben Ihren Ortner brav gelesen.

Re: Re: Re: Eine soziale euro-politik

aha, sie sind also einer, dem es nicht recht ist, wenn solche tatsachen (in diesem fall vom ortner, ja) veröffentlicht werden, gell?

Re: Re: Re: Re: Eine soziale euro-politik

woraus wollen Sie denn darauf schließen?

ps: ich bin nicht "einer".

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bei den Pfundkurs, da kommt man schon

ins grübeln.
Und selbstverständlich sind die anderen Schuld und die anderen werden Probleme haben.

Gast: little_brother_is_watching_you_too!
01.01.2011 16:36
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ich kanns nicht mehr hören!

ständig dieser mist von der grossen katastrophe, wenn der euro scheitert! was soll schon gross passieren, wenn es keine einheitswährung mehr gibt?!

Antworten Gast: Was dann passiert?!?
01.01.2011 18:41
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Re: ich kanns nicht mehr hören!

Sorry aber die Europäische Wirtschaft und auch die von Öst. ist nicht mehr so wie noch vor 1-2 Jahrzehnten.
Schauen sie zb. nach Steyr -> rießiger Autocluster in dem Zulieferbetriebe für hauptsächlich deutsche Autobauer gefertigt werden; in Wien werden dafür Motoren, Getriebe etc. gefertigt, in Graz Karosserien, ...

Wenn in einer post Euro Zeit die Währungsschwankungen (alleine die Kosten fürs Geldwechseln waren für manche Firmen früher bereits der Grund abzuwandern) (eine Widerholte Kopplung des Schillings an die DM ala früheres Schmarotzertum wird es nicht mehr geben!) ein paar mal in die falsche Richtung gehen, dann wandern diese Betriebe ab. Alleine mit dem Wegfall dieser Zulieferbranche würde Steyr, große Teile Graz und Umgebung und ein halber Wiener Bezirk untergehen.
Wechselkursschwankungen, dass überlebten wir früher weil wir den Schilling an die DM gebunden hatten und die Wirtschaft bei weitem nicht so diversifiziert war wie heute. Mit so viel Schulden (und haufenweise ausgelagerten) wie heute, würden wir wie Italien früher Abwerten (also die Kaufkraft der Bevölkerung ruinieren) oder die Unternehmen verlieren. Beides wären Horrorszenarien.
Österreich steht nicht gut genug da um im Zeitalter post crisis mit eigener Währung zu überleben. Und ohne Euro hätten wir dank Kärntner Politiker und deren Hypo nicht einmal die Krise überlebt. Der Euro hat uns geschützt.

Antworten Antworten Gast: Helvetier
01.01.2011 19:17
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Re: Re: ich kanns nicht mehr hören!

Sehe das überhaupt nicht so düster. Eine Rückkehr zu Landeswährungen wäre überhaupt kein Horrorszenario.
Ihre Argumentation hat sich im Übrigen-wenn Sie mir erlauben ein mir bekanntes Beispiel aufzuführen-nicht bewahrheitet, siehe CH.
Zudem: Eine Abwertung ist kein Horrorszenario. ITA, GRE, POR, etc. wären heute froh, wenn sie ihre eigene Landeswährung abwerten könnten, denn so würden sie auf den Märkten mit ihren Produkten endlich wieder konkurrieren können.

Antworten Antworten Antworten Gast: Ein Vergleich macht uns sicher
01.01.2011 21:12
3 0

Re: Re: Re: ich kanns nicht mehr hören!

Selbst die Germanen sperren Nase und Augen auf, wenn sie hören, welch hohe Löhne die Schweiz zahlt und welche Preise Schweizer Maschinen auf dem Weltmarkt erzielen. Die Erklärung ist einfach: Niemand kann sich erlauben, billigere Maschinen zu kaufen, die nicht die Standfestigkeit der Schweizer Maschinen haben, Und sollte einmal wirklich ein Schaden auftreten, steht binnen drei Tagen weltweit ein Schweizer Reparaturteam vor der Tür. Das macht den Unterschied, nicht die Maschine an sich. Die Schweiz hat den besten Schispringer, den besten Tennisspieler, die beste Hochschule mit der ETH und die beste Zeitung mit der NZZ. Das ist kein Zufall, das ist die Schweiz. Das kann man nur neidvoll anerkennen und auch die SBB über den grünen Klee loben. So schaut's aus.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Helvetier
02.01.2011 10:09
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Re: Re: Re: Re: ich kanns nicht mehr hören!

Sie haben durchaus recht. Natürlich spielen viele Faktoren eine Rolle bezüglich der Konkurrenzfähigkeit eines Landes. Sie haben meiner Meinung nach richtig auf die Qualität der Produkte, die Bildungsinstitutionen eines Landes etc. hingewiesen. Ich wollte lediglich andeuten, dass eine eigenständige Landeswährung innerhalb des Euroraumes kein Nachteil sein muss. Wenn ich nochmals die CH bemühen darf: Es wird nun davon gesprochen, dass der starke CHF (stark gegenüber dem Euro) der Schweizer Exportwirtschaft im nächsten Jahr arg zusetzen wird. Das mag durchaus so sein, man sollte aber nicht vergessen, dass-neben den Schweizer Konsumenten, die im Ausland Urlaub verbringen oder Importgüter kaufen-auch die CH-Wirtschaft langfristig davon profitieren wird, denn Unternehmen müssen ihre Produktivität steigern, damit sie auf den Weltmärkten konkurrenzfähig bleiben, sie müssen aber auch ihre Innovationskraft erhöhen, etc. Dies alles wird der CH zukünftig mehr Wachstum bescheren.
PS: Ich erinnere daran, dass vor ca. 10 Jahren 1 Dollar ca. 1,80 CHF kostete (heute ist der Dollar ca. 80 % weniger Wert). Trotzdem hat es sich nicht bewahrheitet, dass Arbeitsplätze verloren gingen und das Wachstum zum Erliegen kam.

Antworten Antworten Gast: gast
01.01.2011 18:57
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Re: Re: ich kanns nicht mehr hören!



kopplung des schilling an die mark schmarotzertum?

der euro hat uns geschützt ?

wenn du postest, NACHDEM silvester verdaut ist, ist es besser!

prost!

sorry

sorry für die Rechtschreibfehler - wird nicht wieder vorkommen!

For fucks sake!

Die Briten schreiben und errechnen halt da wa sie als Vorgabe von ihren Politikerb bvekommen .... also nicht weiter ernstzunehmen!

Alternativen ?

Es ist ein Faktum, daß mit dem Auseinanderdriften der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen den Euroländern auch entsprechende Gefahren lauern. Immer von den Geberländern Solidarität in Form von Geld- und Garantieleistungen zu fordern wird auf Dauer nicht funktionieren, da dadurch die strukturellen Probleme der in Not geratenen Länder nicht gelöst werden und damit langfristig (fehlender Sanierungsdruck) die Hilfe zu einem Faß ohne Boden wird.

Innergemeinschaftliche Transfers sind meines Erachtens zumindest langfristig nur für echte Zukunftsinvestitionen zum Ausgleich von Ungleichgewichten innerhalb der Gemeinschaft wünschenswert.

Kurz- und mittelfristig sind für den Euroraum eigentlich nur 2 Alternativlösungen vorstellbar:

1. Zeit gewinnen und die in Not geratenen Staaten durch Geld - und Haftungstransfers der Geberländer über Wasser halten, wodurch auch deren eigene Haushalte aus den Fugen geraten können oder

2. mittels Benefizen die PIGS- Länder und sonstige Wackelkandidaten zu einer Teilung des Euro (Weich- und Harteuro) zu bewegen und dann Verluste durch Abwertungen in Kauf zunehmen.

Egal für welche Alternative man sich entscheidet, es wird A und D etwas kosten und somit die Steuerzahler in diesen Ländern belasten.

Innerhalb der EU werden die Länder, die Hilfe brauchen für die 1 Variante sein und die Regierungen der sogenannten Geberländer werden hoffentlich für eine Begrenzung (Variante 2) im Interesse der eigenen Bevölkerung Stimmung machen.

 
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Hobbyökonom