Wifo: Bis 2012 sinkt Euro-Kurs auf 1,20 Dollar

21.01.2011 | 09:10 |   (DiePresse.com)

Die dämpfenden Effekte aus der Euro-Krise dürften zunächst überwiegen, sagt das Wifo. Der Ölpreis soll bis 2015 pro Jahr 6,1 Prozent steigen.

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Der Wechselkurs des Euro schwächt sich einer aktuellen Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) bis 2012 auf 1,20 Dollar weiter ab. Die dämpfenden Effekte aus der Euro-Krise dürften zunächst stärker ausfallen als die den Dollar schwächenden Effekte der Auslandsverschuldung der USA, schreibt das Wifo in seiner jüngsten Mittelfristprognose.

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Die EU werde zwar ihren Euro-Schutzschirm (European Financial Stability Facility) in einen permanenten "European Stability Mechanism" (ab 2013) umwandeln. Doch Finanzinvestoren würden voraussichtlich weiterhin auf eine Verschlechterung der Staatsfinanzen in Portugal oder Spanien spekulieren.

Ölpreis wird jährlich um 6,1 Prozent steigen

Die Rohstoffpreise stiegen seit Mitte 2010 um rund 25 Prozent. Bis 2015 sollen die Erdölpreise mit einem Plus von jährlich 6,1 Prozent weitaus stärker zulegen als jene anderer Rohstoffe (plus 3,7 Prozent).

Der Welthandel soll sich zwischen 2010 und 2015 um 7,5 Prozent pro Jahr ausdehnen. Die Weltproduktion erholt sich laut Wifo ab 2012 merklich und wird mittelfristig um 4,5 Prozent pro Jahr wachsen.

China und Indien mit höchstem Wachstum

Die Dynamik in den Industrieländern ist mit einem Wachstum von durchschnittlich 2,4 Prozent pro Jahr wesentlich geringer. Das höchste Wirtschaftswachstum werden weiterhin China und Indien - mit 8,9 bzw. 8,6 Prozent - ausweisen. In den anderen Entwicklungs- und Schwellenländern dürfte das Bruttoinlandsprodukt bis 2015 um etwa 5 Prozent pro Jahr zunehmen.

(APA)

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26 Kommentare
 
12

meine Prognose

Griechenland wird noch dieses Jahr aus dem Euro austreten und wir sehen Euro USD bei 1.15.
Mit dem steigendem Dollar wird alles andere fallen -das muss so sein damit die Elite Kasse machen kann und die Spekulanten verlieren. Um die demolierte EU zu stabilisieren braucht sie eine schwächere Währung und darum wird Deutschland 2012 aus der EU austreten und danach folgt die Euro USD Parität.
Chinas Immobilienblase und Kreditblase wird 2012 platzen. Wegen der schwachen Nachfrage und nur langsamen Wachstum fällt der Ölpreis auf 50USD zurück. Ende diesen Jahres könnte die FED schon den Leitzins erhöhen um das Image des Dollars wieder ein bisschen aufzuhellen bevor dieser dann richtig aufsteigen kann.

Gast: der nackte wahnsinn
29.01.2011 11:59
0

der ölpreis

steigt um 6,1% pro Jahr bis 2015. Wissen die das aus dem Kaffeesud? Was wird Öl nächste Woche kosten? wiss ma nicht...

Gast: ???
24.01.2011 13:14
0

Na was jetzt?

Presse, 13:04
Trendwende: Spekulanten wetten auf steigenden Euro

Gast: arancia
22.01.2011 10:39
0

Verantwortungslose Politik

Das Problem an der Inflation ist, dass betuchte, Personen bzw. Unternehmen in Inflationsgeschützte Anlageformen umschichten. Bzw. die Buchhaltung in Nebenwährung führen etc., Personen mit Geld in Rohstoffe, gute Währungen etc. ausweichen. Der "Kleine" Arbeiter/Angestellt, der jeden Tag seinen Lebensunterhalt neu verdienen muss um die Familie über die Runden zu bringen, wird am Hungertuch nagen. Da ist es dann nichts mehr mit Computer Fernseher u. Co - zu Fuß gehen, Fahrradfahren...

Gast: arancia
22.01.2011 10:30
0

wie soll das funktionieren?

1) die Anleihenbesitzer wollen keinen schwachen EURO und da sind viele in Umlauf

2) Europa soll weiter konsumieren (da sind schon die Exportnationen dahinter)

3) Die Zinsen werden steigen, wegen der Anleihen. (bei sinkendem EUR steigen die Leute aus dein EUR-Anleihen aus)

4) Wie soll bei steigenden Zinsen der EURO fallen?

5) Wirtschaftsflaute wegen Schuldenberge in EUR. Jemand muss die Steuern wohl bezahlen?!!!

Gast: Mordechei G. meint:
22.01.2011 09:32
1

Diese ökonomische Eingeweideschau

der WIFI-Auguren sollte man sich merken und aufheben.

Diese Leute haben den Weit- und Durchblick.
Alle Achtung.....

Ich will 1000 EUR für jeden Cent Abweichung...

...von 1,20 am 1.1.2012 vom Wifo.
Bei den derzeigen Einflussgrößen und Rahmenbedingungen (sowohl auf US- als auch auf der EU-Seite) eine derartige Prognose abzugeben ist freundlich ausgedrückt etwas kühn. Man könnte auch sagen: Wieder mal Selbstüberschätzung und Größenwahn einer hochsubventionierten Einrichtung, die für ihre in den Wind geblasenen (Fehl-) Prognosen weder finanziell haftet noch sonstige Konsequenzen zu befürchten hat. Auf dem Friedhof der grob falschen Wifo-Prognosen der Vergangenheit liegen die Vorhersage-Leichen schon übereinander.

Gast: Fidel Gastro
21.01.2011 18:11
0

Börse: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

Noch nie dagewesen: Insider-Käufe vergangene Woche auf NULL (in Zahlen: 0,0000)!!!!

Insider Selling To Buying Ratio: DIV/0, As No Insiders Bought Any Stock In Prior Week

According to Bloomberg, in the week ended January 14 S&P 500 insiders sold $163 million worth of stock in 54 separate transactions. They bought exactly $0. That's right, in the last week, there was no insider purchasing. This is the first time in years (and possibly for ever) in which we have seen a week during which there was not one purchase by an insider. Surely, there is no need to comment on this result.

http://is.gd/2gnopI

Gast: Desinfoterminator
21.01.2011 12:37
1

Man kann Krisen effizient nur indirekt bekämpfen

Das WIFO glaubt also ernsthaft, der Euro werde gegen dem US-Dollar auf 1,20 absinken. Dagegen sprechen einfach zu viele Fakten, denn wenn sich die Krise verschlimmert werden mehr Devisen in den doppelt gedeckten Euro und Franken wandern und weg vom Staatsanleihenjunk-US-Dollar. Die Schweiz wird im Fall des Falls den Euro neuerlich stützen, nicht aber den US-Dollar!

Im Falle einer Erholung der Weltwirtschaft (die brummt eigentlich wie nie zuvor, das Weltwirtschaftswachstum ist in den 1990er Jahren gerniger gewesen als in den 2000er Jahren und die 2010er Jahre kühlt sich die Weltwirtschaft auch nicht merklich ab, sonst würden ja die Rohstoffpreise längst sinken und es wäre unmöglich, dass z. B. allein im Vorjahr in Bangladesh auf breiter Front die Löhne (in US-Dollar, für den man auch in Entwicklungsländern immer weniger bekommt) VERDREIFACHT worden wären. Vor einigen Jahren waren Textilarbeiter, die in Dollar bezahlt werden, in ihren Ländern noch kleine Könige; doch den US-Dollar will man dort immer weniger, da man dafür nichts mehr bekommt gemessen an einigen Jahren zuvor.

Wenn aber die Nachfrage nach Endprodukten boomt, dann steigt die Nachfrage nach Euro und folglich wird der Euro auch in dem Szenario ansteigen.

Offen gesagt halte ich die Prognose schlicht für nicht nachvollziehbar.

Der Blick in die Kristallkugel ;-)

Ja, möglich ist vieles, aber genauso möglich ist eine andere Entwicklung.

Gerade bei Währungen ist eine Prognose nicht sinnvoll. Wer die quantitative Lockerung betreibt, der kann die Währung beliebig manipulieren.

Antworten Gast: Halbwissen
21.01.2011 12:39
0

Re: Der Blick in die Kristallkugel ;-)

Sie müssen genauso durch besonders ersetzen, da die allgemeine Meinung schon im Markt eingepreist ist.

Markt sieht Österreich immer kritischer

Die Voraussagen des Wifo sind nicht wirklich überraschend und interessanter ist die Entwicklung zum Schweizer Franken oder Yen. In Relation zu diesen Währungen wird sich der Euro noch deutlich mehr verschlechtern, weshalb einerseits die Yen- bzw. SFR-Kreditnehmer massive Probleme bekommen werden und andererseits wird Europa für die japanische Autoindustrie immer uninteressanter (Kursentwicklung verbunden mit strengeren Abgaswerten), womit sich die Frage stellt welcher Hersteller nach der Ankündigung von DAIHATSU sich noch aus Europa zurückzieht. Man sollte in diesem Zusammenhang auch an Auftragsfertigungen bzw. Fabriken japanischer Hersteller in Europa denken und den entsprechenden Auswirkungen auf den europäischen Arbeitsmarkt.

Durch die Übernahme von Haftungen ist aus der urspünglichen Länderkrise eine Eurokrise geworden, wobei die Triple-A-Staaten aufgrund dieser Haftungen bereits deutlich höhere Zinsenaufschläge zu berappen haben. Die nunmehrige Höhe der Credit Default Swaps (Großanleger versichern sich damit gegen das Ausfallsrikos von sogenannten sicheren Anleihen) gegenüber Österreich weist bereits auf großes Misstrauen hin.

Gast: Biersauer
21.01.2011 11:29
0

Die tatsächliche Spritpreissteigerung innerhalb des letzten Jahres:

Diesel kostete genau vor einem Jahr 98Cent, jetzt kostet er 1,29€.
Wenn das so weitegeht, kostet er 2015, genau 4.90€
Unsere Politiker triffts ja nicht, weil es zahlt eh das Volk!

Gast: Halbwissen
21.01.2011 11:10
3

gaaanz wichtig sind die zehntel Prozent beim Ölpreis

also nicht 6% sondern 6,1%

Ich denke die Volkswirtschaften von EU und USA sind so groß, das sich der Wechselkurs nur inerhalb einer Bandbreite ( ca. 1 - 1,6 ) mittelfristig bewegen kann.
Eine genaue Zahl ist unmöglich und unseriös !

Re: gaaanz wichtig sind die zehntel Prozent beim Ölpreis

Das finde ich auch immer so amüsant.

Aber es suggeriert dem Leser, dass sich da eine EXAKTE Berechnung dahinter verbirgt.

Re: Re: gaaanz wichtig sind die zehntel Prozent beim Ölpreis

und auf welcher basis die berechnung erfolgte steht ja auch nirgends. +/- 6,1% sind beim ölpreis innerhalb eines monats jederzeit möglich wie man weiß.

Gast: 1. Parteiloser
21.01.2011 09:38
0

Offensichtlich gibt es vom Wifo auch vernünftige Aussagen!

Die anderen Pressemeldungen der letzten 2 Jahre zeigten ja nicht gerade brauchbare Fähigkeiten dieser Wirtschaftswissenschaftler.

Ob diese Prognosen aber auch eintreffen werden ist noch sehr unklar.

Gast: Hans im Glück
21.01.2011 09:31
0

Schönwetter-Vorschau

Warum spricht niemand von dem kommenden FULL-STOP der Weltwirtschaft, sobald der USD kollabiert.

Bei einem Wechselkurs von 1,20 ist der EUR auch nicht viel wert wenn der USD nicht mehr konvertibel ist.


Antworten Gast: engelhard
21.01.2011 10:41
1

Re: Schönwetter-Vorschau

Sie haben Visionen! Wann ist die Weltwirtschaft bisher zu einem Full-Stop gekommen. Wahrscheinlich haben Sie sich schon ein Grab am Zentralfriedhof reserviert.

Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
21.01.2011 11:14
0

Re: Re: Schönwetter-Vorschau

Welthandel im Abschwung:
Der Baltic-Dry-Index zeigt die Entwicklung der Frachtsätze.

http://investmenttools.com/futures/bdi_baltic_dry_index.htm

Re: Re: Re: Schönwetter-Vorschau

Ich würde daraus schließen, dass in Wirklichkeit nicht die Wirtschaft brummt, sondern die Druckerpressen der Notenbanken auf Hochtouren laufen und deshalb die Preise überall, besonders bei den Assets und bei Rohstoffen, steigen.

Das suggeriert natürlich auch ein Wachstum wo real gar keines ist.
Politiker freuen sich und klopfen sich stolz an die Brust -- wie die Affen.

Das böse Erwachen kommt, garantiert!

Re: Re: Re: Re: Schönwetter-Vorschau

wer braucht ein "reales" wachstum - keiner

wir brauchen einfach unsere güter zu einem erschwinglichen preis.

fertig - bastsa - der rest ist sowieso nur hirnxerei!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
21.01.2011 13:39
0

Re: Re: Re: Re: Re: Schönwetter-Vorschau

ohne reales Wachstum werden die Güter aber nicht erschwinglich bleiben

Antworten Gast: Halbwissen
21.01.2011 10:38
1

Re: Schönwetter-Vorschau

wie soll das mit dem kollabieren genau ablaufen ?

ich bitte um eine Antwort unter Berücksichtigung der Wechselwirkung einer Dollarabwertung


Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
21.01.2011 11:16
1

Re: Re: Schönwetter-Vorschau

Möglicher Ablauf:

Die Anleihenblase, die Mutter aller Balsen, platzt.

Der USD wird im Ausland nicht mehr angenommen.


Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
21.01.2011 12:07
1

Re: Re: Re: Schönwetter-Vorschau

gegen Sie würde ich gerne Schach spielen

Spass beiseite

die Welt will keine Waren mehr in die USA verkaufen ?
wer kauft die Waren ?
verkauft die USA ihre Waren dann noch ins Ausland ( und sie haben welche / zB. Kornkammer, IT ) ?

die USA ist nicht SIMBABWE, das man einfach ausklammern kann !

 
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