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Umschuldung: Griechenland soll Anleihen rückkaufen

22.01.2011 | 11:58 |   (DiePresse.com)

Die Umschuldung des finanziell angeschlagenen Eurolandes rückt offenbar in greifbare Nähe. Kauft die griechische Regierung die Anleihen zurück, müssten Gläubiger de facto auf 30 Prozent ihrer Forderungen verzichten.

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Eine Umschuldung des finanziell angeschlagenen Eurolandes Griechenland rückt nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" näher. Technisch könnte diese Aktion über einen Rückkauf bereits ausgegebener Anleihen durch Athen laufen. Einen entsprechenden Plan habe der Chef des EU- Rettungsschirms EFSF, Klaus Regling, vor einigen Wochen den Regierungen der Eurozone vorgeschlagen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Demnach würde die griechische Regierung die Anleihen zu Marktpreisen zurückkaufen. Weil die Papiere derzeit nur bei rund 70 Prozent des Nennwertes gehandelt werden, würde dies einen faktischen Forderungsverzicht von Gläubigern in der Größenordnung von 30 Prozent bedeuten. Finanziert würde der Rückkauf aus Mitteln der "Europäischen Finanzstabilitäts-Fazilität" (EFSF).

Käufe der EZB nicht unbegrenzt möglich

Zurzeit kauft bereits die Europäische Zentralbank (EZB) in großem Stil Staatsschulden auf. Der Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, sagte dazu dem "Spiegel", er begrüße, dass die EZB zu dieser unkonventionellen Maßnahme bereit war. "Klar ist aber auch, dass wir diese Maßnahmen nicht unbegrenzt fortsetzen können, ohne die Handlungsfähigkeit der EZB zu gefährden."

Zu Vorschlägen, der Rettungsfonds EFSF solle künftig Schulden notleidender Staaten ankaufen, wollte sich Juncker nicht deutlich äußern: "Darüber rede ich im Kreis der Euro-Staaten, aber nicht im "Spiegel"." Auf die Frage, wie eine Umstrukturierung der griechischen Schulden aussehen könnte, fügte er hinzu: "Es macht keinen Sinn, diese Frage jetzt öffentlich zu erörtern."

Der Rückkauf von Anleihen wird von Volkswirten als wahrscheinlichstes Szenario für eine Umschuldung Griechenlands angesehen. Dem "Spiegel" zufolge hat Regling ein ähnliches Verfahren bereits Mitte der 80er Jahre als Mitarbeiter des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die Philippinen konzipiert.

Griechische Sparpakte genügen nicht

Für Griechenland war im Mai 2010 ein Rettungspaket im Volumen von 110 Milliarden Euro geschnürt worden, für das vor allem die Euroländer und der IWF geradestehen. Im Gegenzug musste Athen drastische Sparprogramme verabschieden. Nun wird befürchtet, dass dies nicht reichen könnte, um die Athener Finanzen auf Dauer in Ordnung zu bringen, vor allem wegen der drückenden Zinslast, die auf dem griechischen Schuldenberg liegt. Griechische Anleihen rentieren derzeit bei bis zu 12 Prozent.

Laut "Spiegel" haben die Finanzminister der Euro-Gruppe den Plan am Rande ihres jüngsten Treffens in Brüssel diskutiert und wohlwollend aufgenommen. "Die Maßnahme hat gute Aussicht, als Bestandteil eines Gesamtpakets zur Stabilisierung der Euro-Zone beim Europäischen Rat im März beschlossen zu werden", so das Magazin.

Offiziell gibt es bisher keinerlei Bestätigung dafür. Der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn bezeichnete Gerüchte über eine bevorstehende Umschuldung Athens am Donnerstag als "Unsinn". Auch die deutsche Bundesregierung habe dies dementiert. Regling selbst hatte am Donnerstag im Deutschlandradio zwar darauf hingewiesen, dass die Finanzmärkte eine Umschuldung Griechenlands für nötig hielten. "Aber das ist durch die Entwicklungen nicht gedeckt, denn das Programm in Griechenland läuft gut."

(Ag.)

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19 Kommentare
Gast: gast
23.01.2011 22:26
1 0

Griechenland vor dem Staatsbankrott!!! <<<Griechenland ist endgültig bankrott, der Rettungsplan ist fehlgeschlagen „Umschuldungsplan“ nennt der Spiegel vornehm, was in Wirklichkeit ein Schuldenerlass ist. Griechenland will seinen Gläubigern anbieten, griechische Anleihen zum Marktwert zurückzukaufen.>>>


Der Rettungsplan ist fehlgeschlagen „Umschuldungsplan“ nennt der Spiegel vornehm, was in Wirklichkeit ein Schuldenerlass ist. Griechenland will seinen Gläubigern anbieten, griechische Anleihen zum Marktwert zurückzukaufen.
Dieser liegt bei nur 70% des Nennwerts, die Gläubiger müssten demnach auf 30% verzichten. Der Rückkauf würde aus Mitteln des europ. Rettungsfonds finanziert. Wenn Gri also seine Schulden auch nach dem Schuldenerlass nicht bedienen kann – was jeder vorhersehen kann, wenn er nicht gerade linksgrüner Journalist oder Politiker ist – wird der europ. Rettungsfonds sie übernehmen.
Der Rettungsplan ist fehlgeschlagen „Umschuldungsplan“ nennt der SPIEGELl vornehm, was in Wirklichkeit ein Schuldenerlass ist. Griechenland will seinen Gläubigern anbieten, griechische Anleihen zum Marktwert zurückzukaufen.
Wenn Griechenland also seine Schulden auch nach dem Schuldenerlass nicht bedienen kann – was jeder vorhersehen kann, wenn er nicht gerade linksgrüner Journalist oder Politiker ist – wird der europ. Rettungsfonds sie übernehmen.
Der SPIEGEL schrieb am 9.4.10 2010 unter der Überschrift „Warum deutsches Geld in Athen gut angelegt ist“: „Die BRD würde Kredite an Athen verteilen – u nicht Geschenke. Für geliehene Milliarden aber müsste das Land selbstverständlich Zinsen zahlen.“
So kann man sich irren. Hätte man Hans im Glück schreiben lassen – er hätte gewusst, dass man, wo nichts ist, auch nichts holen kann.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,741055,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,741055,00.html

Auch unsere österreichischen Finanz-Exbertn
der Novottny Ewaldi und der Pröll Sepp sagten vor einigen Monaten lapidar:

„ Äh wir - wir? äh mir kriegn dös Geld mit Zins und Zinseszins ganz zruck!! „
Aber auch Finanzfachleute können sich – wie man sieht – irren.
täuschen .....


EZB Betrug geht weiter

Ich schätze einmal, dass mindestens 90% der Bewohner eines Landes wenig bis gar keine Ahnung von diesem System haben, ob es sich dabei um die Gesellschafts- oder Wirtschaftsform handelt oder die Geldordnung, die in der Macht von privaten Bankern liegt. Viele Menschen diskutieren immer gerade das, was am Tag vorher im Fernsehen zu sehen war, oder was in der Krone stand. Alle diese Menschen dürfen aber wählen. Wie erreicht man es aber als Politik-Anwärter, gewählt zu werden? Eher weniger mit nachhaltigen komplexen Zusammenhängen, auch wenn sie noch so wichtig für die Menschen wären. Nein, man verspricht lieber irgendetwas, egal ob man es halten kann oder nicht, denn die Menschen sind in der Masse eher schlicht. Wie soll bei diesen Mehrheitsverhältnissen jemals eine kompetente, ehrliche und nachhaltig denkende Person mit echten Führungsqualitäten in die entscheidenden Etagen kommen? Wir erkennen bei allen sogenannten demokratisch gewählten Politikern deutlich eine „Mittelmäßigkeit“oder?

Gast: gast
22.01.2011 17:53
1 2

griechenland muß die eu



verlassen, seinen stadel zusammenräumen, und dann schaumermal !

Gast: 1. Parteiloser
22.01.2011 17:23
1 1

Viel zu früh und viel zu teuer!

Diese Schuldenreduktionsaktion für Griechenland hat erst dann einen Sinn, wenn Griechenland die strukturellen Disbalancen unter Kontrolle gebracht hat. Das Minimalziel wäre erreicht, wenn Griechenland dann auf Basis von etwa 2% Zinsen einen ausgeglichenen Haushalt hat. Davon ist Griechenland noch meilenweit entfernt.

Griechenland hat 2010 noch immer ein Defizit von über 20 Mrd. Euro eingefahren, auch 2011 wird das Defizit noch sehr hoch sein.

Tatsächlich würden Griechenlands Schulden, wenn diese um 30% reduziert werden noch immer einen Schuldenstand von gut 100% des BIPS haben. Das würden die Finanzmärkte auch nicht gut finden und weiter hohe Zinsen verlangen.

Auch würde meinen, dass zur wirtschaftlichen Rettung von Griechenland 2 Punkte wesentlich sein werden:
1) Das Defizit muss auf jeden Fall unter 5 Mrd. Euro p.a. fallen.
2) Eine Entschuldung von wenigstens 50% wird notwendig sein.

Die EU Bonzen wollen dafür den EFSF einsetzen, tatsächlich ist dieser noch immer leer. Der müsste auch erst einmal gefüllt werden.

Dass die EU Bonzen nur noch Totalversager sind zeigt diese Absicht der Schuldenreduktion von Griechenland. Erstens hat der EFSF kein Geld, zweitens wäre Griechenland nicht geholfen und drittens sollten auch die Gläubiger erst einmal gefragt werden.

Versagerhaufen!

Jetzt entschieden handeln, sonst ist das Geld weg:

-Raus aus diesem Polit-Papiergeld namens Euro: Lebensversicherungen kündigen, Pensions-Ansparpläne etc. ebenso (sind alle in Staatsanleihen investiert!)

-Raus aus dem Aktienmarkt, Gewinne mitnehmen; Wenn Verluste vorliegen, ist es besser, jetzt nur einen Teil wieder zu bekommen, als beim Crash alles zu verlieren! Die Börse muss runter, Aktien sind zurzeit viel zu teuer!

-Achtung: Immobilien sind KEINE Lösung! Der Staat wird- wie immer nach Währungskrisen- den Immo-Besitzer mit Sondersteuern, Lastenausgleich etc. drangsalieren (1923, 1948). Das wird teuer!

-Edelmetalle besorgen, v.a. Silber. Sie sind definitiv NICHT zu teuer, da unsere feinen Ökonomen bei der Preisbeurteilung die Inflation "vergessen" haben! Wenn die Panikflucht aus allem Papier einsetzt, ist es zu spät, dann wird es Gold und Silber nicht für Geld und nicht für gute Worte geben!

-Lebensmittelvorräte anlegen, jetzt ist es noch billig

www.hartgeld.com

Antworten Gast: Gast
24.01.2011 21:08
0 0

Re: Jetzt entschieden handeln, sonst ist das Geld weg:

Wieso löscht die Zensur nicht derartige Werbeeinschaltungen?

0 0

Re: Jetzt entschieden handeln, sonst ist das Geld weg:

Ja! und nicht vergessen, Konserven statt Urlaub!.

Antworten Gast: gast
22.01.2011 17:39
2 0

Re: Jetzt entschieden handeln, sonst ist das Geld weg:

deine ängste will ich nicht haben.

Re: Re: Jetzt entschieden handeln, sonst ist das Geld weg:

Ach - der Typ verdient am Verkauf für Gold - der versucht Ängste zu schüren um Geld zu verdienen - so was ist auch nur hier möglich... ;)

Gast: Grichenlandfan
22.01.2011 14:05
4 0

Risiko Sozailsieren

Soso, Griechenland kauft also seine Anleihen günstig zurück. Auf die Ankündigung steigen die Anleihen, die Banken werden Ihre Anleihen bei wesentlich höheren Kursen, vielleicht 95% los.
Finanziert wird das ganze vom EFSF allso der EU bzw. deren Mitgliedsstaaten.
Grichenland ist dann allso bei uns verschuldet und wird nie mehr zurückzahlen können, SUPER.
Ergebnis: Gewinne (Anleihenrediten) den Banken, Verluste(Zahlungsunfähigkeit von Grichenland) den europäschen Staaten und damit letztendlich den europäschen Bürgern.

0 0

Fair und systemkonform - so trägt das Marktrisiko

der Investor, aber wieso soll er es tun, wenn er am Ende nicht 70 sondern 100 bekommt?

Gast: Blankenstein Husar
22.01.2011 13:41
7 1

Klartext: Umschuldung heiß hier nix anderes,

als daß Deutschland und Österreich mit den griechischen Schulden belastet werden soll.

Un das solange, bis die ganze EU im Chaos versinkt.


7 0

Re: Klartext: Umschuldung heiß hier nix anderes,

Hoffentlich versinkt die EU bald im Chaos. Merkt ÖVP Wähler!! Pröll har uns schon wieder angelogen. Er pfeift auf alla Steuerzahler, nur damir er prahlen kann, den Euro zu retten. Seine Mitbürger sind ihm wurst.

Gast: Kibietz
22.01.2011 13:29
4 1

Investoren

Ich denke mal die können es sich leisten. Man solte Griechenland, ganz im Sinne des EU-Vertrags, bankrott gehen lassen und aufhören das Geld der Steuerzahler der braven Länder in dieses Fass ohne Boden zu pumpen.
Wann macht sich Österreich eigentlich die Vorteile des EU-Vertrags zunutze?

Gast: AlterKämpfer
22.01.2011 13:28
2 3

Aus is

Warum geben sie es nicht endlich zu?
Die griechischen Lügner und Betrüger sind pleite, müssen Bankrott machen und aus dem € (und eventuell gleich Schengen- und EU-Raum) ausgeschlossen werden!

Antworten Gast: tg
22.01.2011 14:29
0 5

Re: Aus is

Genau, alle Staaten werden dann nach und nach aus EU und Euro geworfen, außer vielleicht Deutschland. Bis die braven Hartwährungsländer draufkommen dass sie ohne gemeinsame Währung in die anderen Länder praktisch nicht mehr exportieren können (nicht mehr konkurrenzfähig weil diese Länder massiv abwerten würden).


Antworten Antworten Gast: Hubertus
23.01.2011 17:24
0 1

Re: Re: Aus is

Das haben diese Länder ja vorher(vor 1999-Euroeinführung )nicht getan? Ich erinnere mich an einen 100Lire =4 öschi Kurs. Zuletzt waren es nurmehr 110 Lire= 80 hroschen kurs. Also hat Italien um 80% abgewertet. ist deswegen der österr. Export zusammengebrochen? nein. Also alles Unsinn was Poster tg schwätzt.

Re: Re: Aus is

Die arme Schweiz . . .

Die Schweizer weinen 7 Tage in der Woche weil sie "praktisch nicht mehr exportieren können".

Man belügt die Bevölkerung weiter

Die Rechnung dafür zahlen die Steuerzahler und die Sparer. Ist doch gut, daß wir bei der EU sind und den Euro haben - sagen UHBP und die Bundesregierung unisono. Sie vergessen dabei nur zu sagen, für wen dieses Konstrukt gut ist. Für die Bevölkerung mit Sicherheit nicht. Wie es besser geht, zeigt die Schweiz!

Hobbyökonom