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EU: Vorbeugende Kredite schon vor akuten Krisen?

24.01.2011 | 09:04 |   (DiePresse.com)

Innerhalb der EU wird offenbar darüber beraten, schwächeren EU-Staaten vorbeugend Kredite zu geben, um finanzielle Schieflagen zu vermeiden.

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Nach Informationen von "Welt Online" wird zwischen den europäischen Hauptstädten momentan intensiv darüber beraten, schwächeren EU-Staaten vorbeugend Kredite in Aussicht zu stellen, damit diese erst gar nicht in finanzielle Schieflage geraten können. Als Vorbild könnte demnach der Internationale Währungsfonds IWF dienen.

Die Vergabe von Krediten wäre nach diesen Plänen nicht mehr - wie bisher - das letzte mögliche Mittel, sondern eine Präventivmaßnahme. "Wir werden darum nicht herumkommen", zitiert "Welt Online" einen EU-Spitzendiplomaten. Dem Bericht zufolge sollen mehrere EU-Mitgliedsstaaten diese Sichtweise teilen. Allerdings ist mit heftigem Widerstand aus Deutschland zu rechnen.

"Man will auch 440 PS haben"

Zeitgleich sagt EU-Währungskommissar Olli Rehn, dass die europäischen Regierungen dafür sorgen müssten, "dass nicht die Finanzmärkte entscheiden und die wirtschaftliche Entwicklung gefährden". Er spricht sich für eine Ausweitung des EU-Rettungsfonds EFSF aus: "Es macht als Teil eines Gesamtpakets Sinn, die tatsächliche Ausleihsumme des EU-Rettungsfonds zu vergrößern und den Aufgabenbereich des Fonds zu erweitern". Dies sei der Zeitung zufolge "unbedingt" notwendig, um keine Zweifel aufkommen zu lassen, "dass wir bereit sind, auf alle denkbaren Entwicklungen zu reagieren und Spekulationen an den Finanzmärkten entschlossen entgegenzutreten".

"Wenn man einen Mercedes mit 440 PS kauft, dann will man auch 440 PS haben und nicht nur einen guten Teil davon", spielt Rehn auf die Problematik des Euro-Rettungsfonds an. Dieser garantiert zwar eine Kreditsumme von 440 Milliarden Euro, tatsächlich sind davon aber aufgrund der notwendigen Sicherheiten im Krisenfall nur 250 Milliarden verfügbar.

Rehn will Verschärfung des Stabilitätspakts

Rehn sieht akuten Handlungsbedarf: "Wir müssen uns schnellstmöglich auf gemeinsame Maßnahmen einigen - je eher, desto besser. Die Beruhigung der Märkte in den letzten Wochen verschafft uns zwar ein wenig Luft, aber es gibt keinen Grund, sich zurückzulehnen, wir müssen jetzt mit aller Entschlossenheit handeln."

Zugleich fordert er eine Verschärfung des EU-Stabilitätspaktes: "Wir dürfen die Chance, den Stabilitätspakt zu stärken, nicht verstreichen lassen", sagte der Kommissar aus Finnland. Rehn forderte die EU-Mitgliedsländer und das Europäische Parlament auf, einer frühzeitigen Überwachung der Schuldenentwicklung, einer engeren wirtschaftspolitischen Koordinierung in Europa und nahezu automatischen Strafen bei Regelverstößen zuzustimmen.

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24 Kommentare
Gast: Lutz Berger
24.01.2011 19:07
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Ungeeignete Reparaturmaßnahme

Schwächere EURO-Staaten sind :
Griechenland, Spanien, Portugal, Irland, Belgien,
Italien, Slowenien, Slowakei, Zypern.
Die stärkeren Staaten mit AAA-Rating sind :
Deutschland, Österreich, Niederlande, Finnland, Luxemburg und --- noch --- Frankreich.
Die vorbeugenden Kredite müssen entweder verbürgt werden oder werden am Kapitalmarkt aufgenommen und dann weitergereicht.
Mit jedem aufgenommenen oder verbürgten Kredit wird sich das Ranking der haftenden Staaten verschlechtern und bei deren eigenen Refinanzierungen zu höheren Zinsen führen.
Zudem wird den "schwachen" Staaten für eine weitere Verschuldung Tür und Tor geöffnet, denn wirksame Haushaltskontrollmaßnahmen sind -- sofort -- nicht in Sicht.

Es handelt sich erneut um eine ungeeignete Reparaturmaßnahme am EURO.

Gast: Lutz Berger
24.01.2011 19:06
0 0

Ungeeignete Reparaturmaßnahme

Schwächere EURO-Staaten sind :
Griechenland, Spanien, Portugal, Irland, Belgien,
Italien, Slowenien, Slowakei, Zypern.
Die stärkeren Staaten mit AAA-Rating sind :
Deutschland, Österreich, Niederlande, Finnland, Luxemburg und --- noch --- Frankreich.
Die vorbeugenden Kredite müssen entweder verbürgt werden oder werden am Kapitalmarkt aufgenommen und dann weitergereicht.
Mit jedem aufgenommenen oder verbürgten Kredit wird sich das Ranking der haftenden Staaten verschlechtern und bei deren eigenen Refinanzierungen zu höheren Zinsen führen.
Zudem wird den "schwachen" Staaten für eine weitere Verschuldung Tür und Tor geöffnet, denn wirksame Haushaltskontrollmaßnahmen sind -- sofort -- nicht in Sicht.

Es handelt sich erneut um eine ungeeignete Reparaturmaßnahme am EURO.

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Mit unserem


Geld sind diese Brüder und Schwestern richtig großzügig !

Ich hoffe, der Spuk hat bald ein Ende !

2013 zumindest in Österreich und das ist für uns wichtig !

Hoffentlich haben wir dann noch einen gewissen Budgetspielraum, nachdem unsere derzeitige Regierung unser Steuergeld und unsere Zukunft großzügigst ins Au-sland verfrachtet !


... immer wenn man diese "eu-krisenberichte" liest ...

... überkommt einem das gefühl, hier wären lauter komplett inkompetente schwachmaten am werkeln - leider ist genau das gegenteil der fall - alles hat system und dient nur einem zweck:

die letzten vermögenswerte der bürger abzugreifen und dann ab in die eudssr!

Antworten Gast: leider nicht
24.01.2011 13:39
1 0

Re: ... immer wenn man diese

Das ist richtig. Wer es immer noch nicht verstanden hat, sollte sich diesen Zeichentrickfilm ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=ZPWH5TlbloU

Re: ... immer wenn man diese

gut gesagt - das Erstaunliche ist nur, dass auch Leute, die noch etwas mehr besitzen als das letzte Hemd, Schwarz-Rot wählen.

1 0

Re: Re: ... immer wenn man diese


Das sind meistens nur Beamte, Beamte im Ruhestand und erzrote Pensionisten, die von dem System sehr gut leben !

Während alle anderen den Bach hinunter gehen !


Ist Buchers (BZÖ) Ansatz wirklich falsch???

Die Teilung des Euroraumes in einen Weich- und Harteuro wurde auch schon von diversen Ökonomen gefordert, weil sich die Ungleichgewichte in Europa immer mehr verstärken. Nachdem Europa als Staatenbund konzipiert ist und die USA als Vereinigung von Bundesstaaten sind Euro und Dollar nicht vergleichbar. Nur wenn es eine EU-Wirtschaftsregierung mit entsprechenden Macht- und Durchgriffsbefugnissen auf die einzelnen Staaten gäbe, könnte das derzeitige Verbrennen von viel Geld mit wenig Wirkung verhindert werden.

Warum die Geberländer für selbstverschuldete Krisen der Nehmerländer mitzahlen sollen ohne entsprechende Durchgriffsrechte auf die Schuldnerstaaten zu besitzen wird wohl mit der eingeforderten Solidarität nur schwer erklärbar sein.

Werden jetzt auch noch Kredite vorbeugend bereitgestellt, ist mir nicht erklärbar wie in Zukunft auch Banken zur Sanierung der Haushalte der Problemländer beitragen sollen.

Für griechische Schulden wird bereits mit Abschlägen von 20 - 30 % gerechnet.

Ist es somit falsch, wenn sich eine Partei aus welchen Gründen auch immer, aufgrund dieser Aussichten Sorgen um den österreichischen Haushalt macht, welcher durch zusätzliche, mit großer Wahrscheinlichkeit schlagend werdender Risken noch weiter aus dem Lot gerät?

Gast: SimpleJack
24.01.2011 11:15
2 0

Welcome..

..to the New World Order!

Um ein globales "monetary system" einzuführen, ist es sehr gut wenn alle Staaten den gleichen Gläubiger haben!

Re: Welcome..

China?

Gast: Infonaut
24.01.2011 11:09
1 1

Confessions of an Economic Hitman..

..von John Perkins!
Jeder der wissen will welche Ziele mit dem IWF/IMF verfolgt werden sollte dieses Buch lesen!
Oder sich über John Perkins informieren!

mfG

Leider sind die internationalen "Spekulanten" nicht so blöd wie die SPÖ-Pensionisten

und glauben, dass man ewig Kredite aufnehmen kann um anderen mit noch mehr Krediten zu retten.

Wir werden massiv höhere Zinsen zahlen müssen und früher oder später genauso pleite wie Griechenland.

Das wird die folge der sozialistischen Politik sein.

Gast: unbeteiligter
24.01.2011 10:37
3 0

Eurorettungsplan.............

10.Versuch !

völlig irreale Träumer denen man ein tunesisches Schicksal wünscht !

Gast: radius
24.01.2011 10:19
8 0

Wir nehmen Kredite auf, um Kredite zu geben.

Sagt mal, für wie blöd haltet ihr uns?

Gast: Markt
24.01.2011 10:15
1 0

Die Märkte beruhigen?

Das geht nicht mit ein wenig Schulden/Luftgeld/Fantasiebürgschaften hin und her schieben. Dafür braucht es strukturelle Maßnahmen und die sind weit und breit nirgends zu erkennen.

Gast: Hans im Glück
24.01.2011 09:43
6 0

Kredite? Gibt der Anleihenmarkt nichts mehr her?

Ich will ja gar nicht wissen über wieviele Kanäle die PIIIGS Geld zugeschoben bekommen, damit sie nicht ganz absaufen.

Es wird schön langsam Zeit für ein ENDE mit Schrecken, da ich nicht ein Schrecken ohne ENDE erleben will.

Antworten Gast: Hubertus
24.01.2011 12:33
1 0

Re: Kredite? Gibt der Anleihenmarkt nichts mehr her?

Einen Kanal kennen wir. Die EZB ,welche die größte Bad Bank Europas ist. Und die Beträge sind astronomisch. Daher auch ein astronomisches Abschreibungserfordernis, weil die EZB PIIGS Anleihen gekauft hat nach dem Motto: Schnell noch kaufen, bevor es nichts mehr wert ist.

Raus aus der EU wie die Schweiz?

Wenn wir so da stehen würden wie die Schweiz würde ich sofort ja sagen, dann bräuchten wir den PIGS nicht die Kredite geben.

Aber so stehen wir leider ohne EU eher da wie Beligien. Mit mehr als 100 % vom BIP Schulden - inkl Asfinag ÖBB etc, ein vollkommen ungelöstes Pensionsproblem mit dementsprechenden verbindlichkeiten.

Wären wir nicht im Euro würde bei uns schon länst der IwF das Budget bestimmen.

Wir brauchen die EU und den Euro weil wir nicht viel besser sind - keinesfalls die Schweiz und zwar nach keiner Partei, weil sie alle vor allem die österr. Wähler nur staatliches Geld ausgeben können.

Antworten Gast: mysterium
24.01.2011 10:16
6 0

Das ist Blödsinn.

Wer darf die 440 Mrd. auffüllen bzw. wer sollte? Nicht die Schweiz, sondern Deutschland, Österreich, Niederlande, etc., das wird uns endgültig den Gnadenschuss geben, weil wir keine Puffer haben.

Die Schweiz war halt gscheit.

Gast: KonsumentIn
24.01.2011 09:23
0 0

Nicht schlecht

Kurs auf 1,20 Dollar? Das finde ich gut - da kostete das Erdöl weniger und die Exporte florieren.

Re: Nicht schlecht

Dass das Erdöl billiger wird stimmt nicht. Das Öl wird auch knapp (Großabnehmer China, Indien und andere Schwellenänder) und damit teurer. Und die Exporte florieren nur, wenn man genügend Abnehmer findet. Beispiel Schweiz, dort stagnieren im Moment die Exporte wegen des harten Frankens. Doch man findet Mittel und Wege, die Exporte nicht einbrechen zu lassen, indem man auf sehr gute Qualität und besten Service setzt.

Re: Nicht schlecht

Das Erdöl wird mehr Kosten und spätestens in 2 Jahren ist der Export-Vorteil durch die Inflation aufgefressen.

Nicht umsonst wollten alle PIIGS von der Weichwährung weg (und sind alle exportorientierten Nationen solche mit Hartwährung)

Antworten Gast: radius
24.01.2011 10:18
0 0

Können Sie eigentlich rechnen? Mir scheint nicht.

Gibt sicher VHS-Kurse dafür.

Antworten Gast: Gast
24.01.2011 10:16
0 0

Re: Nicht schlecht

Nur das wir eben mehr importieren als exportieren...

Hobbyökonom