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Schäuble: "Solidarität ist keine Einbahnstraße"

25.01.2011 | 09:44 |   (DiePresse.com)

Es könne nicht sein, dass nur die sechs Euro-Staaten mit bester Bonität zur Lösung des Euro-Problems beitragen, sagt der deutsche Finanzminister. Alle 17 Euro-Länder müssten beitragen.

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Deutschland pocht darauf, die Lasten der Schuldenkrise im Euro-Raum auf mehr Schultern zu verteilen. Alle Partner in der europäischen Währungsunion müssten ihren Teil zur Lösung des Problems beitragen, betonte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse in Eschborn bei Frankfurt.

"Solidarität ist keine Einbahnstraße"

"Wir haben klar gemacht und dabei bleibt es auch, dass wir zu einer Verbesserung, zu einer Intensivierung des Beistandsmechanismus nicht bereit sind, wenn nicht alle Partner in der europäischen Währungsunion ihren Teil dazu beitragen", sagte Schäuble. "Solidarität ist keine Einbahnstraße." Es könne nicht sein, dass nur die sechs Euro-Staaten mit bester Bonität herangezogen würden. Alle 17 Euro-Staaten müssten sich beteiligen.

Zu einer möglichen Umschuldung des finanziell stark angeschlagenen Euro-Landes Griechenland äußerte sich Schäuble nicht direkt. "Ich will die Debatte, ob das bei Griechenland reicht oder nicht, hier nicht führen. Aber auch da muss jeder seinen Anteil übernehmen." In den vergangenen Tagen hatten sich Hinweise verdichtet, Athen könnte über einen Rückkauf griechischer Staatsschulden entlastet werden.

"Rettungspakete kein karitativer Akt"

"Das Problem ist lange nicht gelöst, wir arbeiten Schritt für Schritt daran weiter. Noch immer sind die Anfälligkeiten, die systemischen Risiken nicht glaubhaft und dauerhaft aus den Märkten raus", sagte Schäuble.

Der Finanzminister verteidigte das deutsche Engagement zur Stützung der Gemeinschaftswährung. Die Rettungspakete für Griechenland und Irland seien weder ein "karitativer Akt" noch "ein Akt sorgloser Verschwendung", betonte Schäuble. "Wir sind auf die Stabilität dieser gemeinsamen europäischen Währung entscheidend angewiesen."

(Ag.)

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7 Kommentare
Gast: DI
25.01.2011 16:40
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Zahlen, zahlen, zahlen und kein Ende

Vielleicht wäre die Einführung der deutschen oder österreichischen Steuergesetze, Sozialgesetze und die Überwachung durch die Mafia, damit es auch wirklich funktioniert, die Lösung?

Gast: RalfZ
25.01.2011 15:54
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Es ist eigentlich zum Heulen...

...der Deutsche Finanzminister hat ganz offensichtlich nicht die geringste Ahnung wie die Anleihemaerkte finktionieren, sonst wuerde er nicht so etwas erzaehlen. Laender mit niedrigerem Rating KOENNEN _garnichts_ garantieren, die koennen ja nicht mal mehr die steigenden Zinsen fuer ihre Anleihen bedienen.
Es spricht ebenso nicht gerade fuer sein Verstaendnis von Politik, wenn Schaeuble glaubt, das dies die Buerger in D so einfach akzeptieren werden. Im Grunde zeigen derartige Aussagen nur das die Politiker, speziell "europaeische" und vor allem Deutsche sich mittlerweile in einer Parallelwelt ohne Kontakt zur Realitaet befinden.
Das wird eines Tages ein boeses Erwachen geben, wir werden jeden Laternenmast und jeden Ast fuer die Beseitigung dieses Problem benoetigen !

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Es könne nicht sein, dass nur die sechs Euro-Staaten mit bester Bonität herangezogen würden. Alle 17 Euro-Staaten müssten sich beteiligen.


Jahrzehntelang wurde dem Volk der rostige Nagel einer pervertierten ~Gerechtigkeit~ in den Kopf getrieben, wonach die breiten Schultern unter der Last einer erzwungenen ~Solidarität~ zwar stöhnen dürfen, dies jedoch nicht vom Tragen dieser Last zum Wohle der ~Gesellschaft~ befreit.

Ja wo kommen wir den hin, wenn nun plötzlich Begriffe wie Eigenverantwortung und 'Mithilfe aller' auf die zwischenzeitlich zur Selbsthilfe unfähig gewordenen Teilnehmer des Spiels der perpetuierten Umverteilung niederprasseln dürfen?
Das ist menschenverachtend, um nicht zu sagen, spätrömisch dekadent!

Gast: M.Gatzke
25.01.2011 13:30
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Abzocke überall- im Land u. in Europa.

Es ist unglaublich, wie die Bürger von allen Seiten in die Irre geführt werden. Egal wo, ob DE-ob EUROPA- egal wo man investieren würde- der Beschiss lauert überall.
Der Bürger ist immer Verlierer, die Mafia ist überall, sie erwischt jeden Normalo zur Schur. Die Manipulation ist längst zentral gesteuert.
Also, was kann man tun? Nichts! Die Obrigkeit - die Finanzmafia-braucht Geld, das holt sie sich, egal wie- ob kriminell- legal-illegal- alles egal.
Kein normaler Mensch kann noch überblicken, was läuft.
Die 10 % Gewinner brauchen das Geld der 90 % Normalos, die werden geschoren.
Mit den Bürgern der Staaten -egal wo-wird regelrecht Schindluder getrieben, verarscht nach Strich und Faden, solange , bis nichts mehr zu holen ist.
Wie soll eine Gesellschaft mit dieser Unsicherheit leben?-Da gibt es nur eines- den Verbrechern das Geld verweigern, das man hat. Nur so bleibt es erhalten, wenn auch mit Entwertung .Besser wenig retten, als alles verlieren. Ansonsten finanzieren wir unsere eigenen Feudalherren, denen keiner mehr Parole bieten kann. Aber- langfristig wird sich das "bitter" rächen.
Dass diese Zeiten erneut angebrochen sind- wer hätte das gedacht, nach all den Erfahrungen im letzten Jahrhundert.
Normalos sind alle- die nicht Politker- nicht Banker - Finanzleute -oder "GROß-Spekulanten" sind, -der Rest wird abgezockt - genau von denen.
Doch der Bürger hätte es in der Hand, das Handwerk zu legen, tut er das nicht, erwarten ihn magere Zeiten.

Gast: krankhafte Rechthaberei
25.01.2011 12:30
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von Schäuble

Er sollte endlich einsehen, dass das Projekt EU und Euro gescheitert sind!!!
Wir, die Bevölkerungen der Geberländer, haben die Nase gestrichen voll von diesem Müll.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als einen Schrecken ohne Ende.

Schäuble sollte aufhören und Lindner von der FDP sollte ihn ersetzen. Oder am besten Prof. Hankel. Die Politiker wissen nicht was sie tun. Sie schaden ihren eigenen Völkern!!! Das ist für mich Hochverrat!

Bravo Schäuble

bezüglich gemeinsamer finanzieller Verantwortung. Ansonsten geht die EU flöten.

Gast: Hans im Glück
25.01.2011 10:13
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Wollen wirklich alle 6 die Suppe auslöffeln?

Sie werden sich alle drücken und hoffen, dass Fr. Merkel die Spendierhose an behält.

Das wird aber nicht lange gut gehen.

Es lebe die DMII.

Hobbyökonom