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Größter Anleiheninvestor flüchtet aus US-Staatsanleihen

15.02.2011 | 11:50 |   (DiePresse.com)

Der weltgrößte Anleiheninvestor Pimco hat den Anteil an US-Staatsanleihen binnen zwei Monaten von 30 auf 12 Prozent reduziert.

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Der weltgrößte Anleiheninvestor Pimco zieht sich massiv aus US-Staatsanleihen zurück. Schon im Dezember wurde im hauseigenen Total Return Anleihefonds, dem weltweit wichtigsten seiner Art, der Anteil an US-Staatstiteln von 30 auf 22 Prozent reduziert, wie "Die Presse" Anfang Februar berichtete. Bis zum Jänner wurde dieser Wert nun gar auf 12 Prozent gesenkt, schreibt die "Financial Times". Das ist der niedrigste Stand seit Jänner 2009, als der Anteil 15 Prozent betrug.

Pimco rät seinen Anlegern, Positionen in US-Staatsanleihen abzubauen und stattdessen in Schuldtitel von aufstrebenden Lädern zu investieren. "US-Staatsanleihen müssen aus den Portfolios verbannt und durch attraktivere Alternativen - sowohl auf Ebene des Risikos als auch der Rendite - ersetzt werden", sagte Bill Gross, der Gründer des Anleiheninvestors, bereits Anfang Februar in seinem monatlichen Kommentar für die Investoren. Ein niedriger oder negativer realer Zinssatz über einen längeren Zeitraum sei das "teuflischste" aller geldpolitischen Mittel.

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"Dreistes Schnellballsystem"

Gross hat in der Vergangenheit wiederholt vor der US-Geldpolitik gewarnt. Er kritisiert, dass die US-Notenbank China und Japan mittlerweile als größter Gläubiger Amerikas überholt hat. Um 1,1 Billionen Dollar hat die Fed US-Staatspapiere aufgekauft. Für Gross ist das nichts anderes als ein "dreistes Schneeballsystem". Er bezeichnet die Schuldenmacherei der USA als kopflos.

In seinem Kommentar sprach Gross sogar von einem "Handel mit dem Teufel", wie die Finanz-Nachrichtenagentur "Bloomberg" vermeldet: Die politischen Entscheidungsträger würden die Investoren und Sparer enteignen, indem sie die Zinssätze auf künstlich rekordtiefen Ständen ließen.

Ausweg Inflation, "wenn es hart auf hart kommt"

Auch Pimco-Co-Chef Mohamed El-Erian hatte vor einer Woche gewarnt: Die USA würden, "wenn es hart auf hart kommt", den Inflationsweg nehmen ("DiePresse.com" berichtete).

Die USA müssten sich auf ein dauerhaft schwaches Wachstum, hohe Arbeitslosigkeit und eine Neuausrichtung der Weltwirtschaft einrichten, ist El-Erian überzeugt.

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(Red.)

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17 Kommentare
Gast: ASVG-Sklave
15.02.2011 20:58
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Geld das es gar nicht mehr gibt

Pimco investiert und verschiebt Phantommilliarden. ---- Pensions(fonds)einlagen die längst verprasst und verloren sind und die - würden sie alle heute eingefordert werden -nichts anderes als ungedeckte Beträge auf einem Stück Papier oder auf einem Bildschirm sind. Pimco ist genauso pleite wie alle Staaten dieser Welt. Pimco hat NICHTS, außer den Glauben die Menschheit für dumm verkaufen zu können.

Antworten Gast: nestbeschmutzer
11.05.2011 06:17
0 0

Re: Geld das es gar nicht mehr gibt

"...ungedeckte Beträge auf einem Stück Papier oder auf einem Bildschirm sind.. "
Bildschirm, bitte; Reißwölfe sind zu langsam...:-o

außer den Glauben die Menschheit für dumm verkaufen zu können.

und es wird auch weiterhin funktionieren

Gast: Jochen
15.02.2011 20:36
0 0

Organisierte Kriminalität als Wirtschaftsform

"Leben wir in einer Epoche, in der sich Organisierte Kriminalität als Wirtschaftsform
etabliert hat und in der die Politik auf Hand- und Spanndienste für hochqualifizierte Verschwörer reduziert ist?"

So hat Dr. Wolfgang Hetzer im Januar bei seinem Vortrag an der Uni in Wien gefragt.

Antwort: Was für eine Frage! Rein rhetorisch.
Was er meinte: So ist es.

Gast: Dr. Gold
15.02.2011 19:53
0 0

Nur eine Frage der Zeit

Die größte Ratte springt schon! Aber wohin?
Wieder in Staatsanleihen, diesesmal in 'aufstrebende' Märkte (Länder). Man nimmt wohl an, dass sich der Kapitalfluss nun dorthin ergiessen wird.

Andere flüchten aber genau aus diesen Aufstrebern, wie z.B. aus den BRIC Staaten. Aber wohin? in US Schuldtitel, in Derivate, in Aktienmärkte?

In neue Versprechungen ohne Deckung.

Vielleicht treffen sich diese zwei Ströme ja sogar auf dem virtuellen Weg Ihrer Vernichtung.

Es dürfte also nur noch eine Frage der nicht allzu langen Zeit sein, bis das vagabundierende Geld aus den virtuellen Räumen abgezogen wird und plötzlich nach realen Waren gieren wird.

Dann wird man eventuell erkennen können wieviel Wert es noch hat, dieses Schneeball Geld.

Denn das gesamte derzeitige Geldsystem ist ein einziges Schneeballsystem und damit zum Untergang verurteilt, es ist eben nur eine Frage der Zeit.

Antworten Gast: Markus Trullus
11.05.2011 06:14
0 0

Re: Nur eine Frage der Zeit

Das Tragische dabei ist, dass das Geld von Anlegern ist, die das im Vertrauen in Richtung ihrer Altersvorsorge taten. Wenn die Sache platzt, bleiben den Alten drei Optionen: Werkln bis zum Umfallen, Leben unter der Brücke oder Fini. Das ist die bekannte Negativseite des Kapitalsparmodells der Altersversorgung. Aber Frohlocken wir nicht mit unserem Umlagesystem: Sinkende Beitragszahler (warum auch immer) machen auch dieses System obsolet. Daher der Run der "Geldigen" (auch proletarische Arbeiter!) zu langfristigen Sachwerten. Nur: auch die können verlieren. Die sind nämlich nur soviel wert, wie man dann beim Veräußern am Markt echt "Pfote" bekommt. Und da gibt's dann auch ein "Hallo" Erwachen... !
Vielleicht ist der einzige nicht herzinfaktgefährdende Lebensstil der des Diogenes: "Bitte, geht mir aus der Sonne..."

Gast: student123
15.02.2011 18:47
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its to change the rules

http://www.youtube.com/results?search_query=zeitgeist+moving+forward&aq=4
" target="_blank">http://www.youtube.com/results?search_query=zeitgeist+moving+forward&aq=4


immer wider äussert man sich über di symptome aber nicht der ursache.

Gast: kukuk
15.02.2011 18:38
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Greenspans Methode

"Ein niedriger oder negativer realer Zinssatz über einen längeren Zeitraum sei das "teuflischste" aller geldpolitischen Mittel."
Mit diesem Mittel hat Greenspan in den 90ern die Technologie-Blase aufgeblasen und mit dem rapiden Anheben der Zinsen platzen lassen.
Das gleiche machte er nach 9/11 mit Zinsen runter auf 1% und blies so die Immobilienblase auf, die wiederum durch das Anheben der Zinsen platzen ließ. Jetzt bläßt sein Nachfolger HelicopterBen die größte aller Blasen auf, die in einem Schulden-und Dollarcrash zu Boden gehen wird.
Der Vorgang beginnt

Gast: gast
15.02.2011 17:36
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pssssst

Ackermann mahnt zu Ruhe

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

Da kann man nur mehr sagen dass die Ratten das sinkende Schiff verlassen.Amerika wird irgendwann zerbrechen.Der militärische Größenwahn sich überall einmischen zu müssen wird diesen Schurkenstaat zerstören.Dieser Staat ist der größte Ausbeuter an Resourcen,an Menschen und hält sich auch nicht an die Menschenrechte wenn es in ihrem Sinne ist davon zu profitieren.

Gast: Eurrora
15.02.2011 17:00
1 0

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff ?

Anscheinend haben sie keine Lust mit Anleiehen ,die Wände zu tapezieren.

Rien na va plus

Die Internationale Hochfinanz unter Führung der ... hat wieder mal volle Arbeit geleistet. Ganze Länder in den Ruin getrieben und Volkswirtschaften vernichtet. Aber die Notbremse ziehen und z.b. die FED auflösen? Leider nicht, da die Politik schon komplett durchwandert ist.

Rien na va plus

Die Internationale Hochfinanz unter Führung der ... hat wieder mal volle Arbeit geleistet. Ganze Länder in den Ruin getrieben und Volkswirtschaften vernichtet. Aber die Notbremse ziehen und z.b. die FED auflösen? Leider nicht, da die Politik schon komplett durchwandert ist.

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Mutig

Bill Gross traut sich etwas. Mut hat der Mann, das muss man ihm lassen. Aber die SEC wird ihn sicherlich bald unter die Lupe nehmen, wenn er seine Rhetorik nicht dämpft. Und die US-Politik wird auf ihn scharfstellen ...

Gast: Fidel Gastro
15.02.2011 13:23
4 0

"dreistes Schneeballsystem"

Vollkommen richtige Einschätzung. Im Strafrecht nennt man das Wechselreiterei ...

Gast: Hans im Glück
15.02.2011 13:16
5 0

Staatsanleihen sind nur für Portfolios wo man mit dem Geld der anderen Spielt

Die Anleihenzinsen sind nicht nur in den USA niedriger als die Inflation.

Die EZB kauft auch Schrottanleihen auf. Auf lange Sicht ist hier die gleiche Entwicklung wie in den USA.


Gast: magnesium
15.02.2011 12:44
2 1

Erwartungen an die USA

Keine, diese Leute sind Verbrecher

Hobbyökonom