Europas Banken kommen einem Bericht zufolge auch beim neuen Stresstest um eine ganz harte Belastungsprobe herum. So müssen sie für einen Großteil der von ihnen gehaltenen Staatsanleihen keine Kursabschläge simulieren, erfuhr die "Financial Times Deutschland" (FTD/Freitagausgabe) aus Finanzkreisen. Die Mehrheit der europäischen Aufseher habe sich dafür ausgesprochen, erneut nur Anleihen im sogenannten Handelsbuch, in dem die kurzfristig eingestuften Anlagen verbucht werden, zu testen.
Das Bankbuch solle abermals draußenbleiben. Dort liegt der Großteil von den europäischen Banken gehaltenen Euro-Staatsanleihen.
Im Bankbuch werden in der Regel Anlagen bilanziert, die von den Instituten bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Damit unterstellen die EU-Aufseher weiter, dass alle Euro-Staatsanleihen am Ende ihrer Fälligkeit bedient werden und möglicherweise nicht voll zurückgezahlt werden. Die Aufseher hatten in den vergangenen Wochen heftig um die Frage gerungen, ob das Bankbuch berücksichtigt werden soll.
(APA)
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